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Geschichte(n) -> 17.-18. Jahrh. Ziegelhütten in St. Wendel

 

Ziegelhütten in St. Wendel bis ins 18. Jahrhundert

von Roland Geiger, St. Wendel

 

Hinweis: alle Quellen - soweit nicht anders angegeben - entstammen dem Stadtarchiv St. Wendel

 

Max Müller schreibt in seiner Geschichte der Stadt St. Wendel auf Seite 720 im 2. Teil unter der Überschrift "Die Bau- und Feuerpolizei":

 

"Die Stadt tat allzeit nach Kräften, um den Steinbau zu fördern. So hatte sie vom 16. Jahrhunderte bis zum Beginne des Dreißigjährigen Krieges in einem Mauerturme ein Lager eingerichtet, aus dem die Bürger Kalk zu kleinern Bauten entnehmen konnten. Ferner unterhielt sie vom 16. Jahrhunderte an zu Niederweiler eine eigene Ziegelei, die an einen Pächter vergeben war und Firstziegel, Bieberschwänze sowie Backsteine herstellte. Nachdem die alte Ziegelhütte (bei Niederweiler) während des 30-jährigen Krieges verfallen war, gründete die Stadt im Jahre 1656 eine neue bei Alsfassen und nahm einen Ziegler aus Frechen an. Nach dem großen Brande des Jahres 1664 wurde der Betrieb der Ziegelei erheblich vergrößert, sodaß zwei Ziegelmeister ihre volle Beschäftigung fanden. Noch im Jahre 1714 verpachtete die Stadt ihre Ziegelhütte auf acht Jahre an einen Ziegler aus Tholey. Dann scheint die Hütte in Privatbesitz übergegangen zu sein."

 

Soweit schien Müllers Story nichts entgegenzustehen, bis ich eine weitere Ziegelhütte fand - am Schießberg in der heutigen Gymnasialstraße.

 

Im Zuge von Nacharbeiten zur Geschichte der St. Annenkapelle machte mich jemand auf das durchaus bekannte, wenn auch weitgehend ignorierte Güterbuch der Familie von Hame aus dem Jahre 1738 aufmerksam, das sich unter der Signatur "Historischer Verein, Abteilung J, Nr.2" im Landesarchiv Saarbrücken befindet. Als ich in diesem dicken Folianten blätterte, staunte ich nicht schlecht, als ich dort sowohl auf Texte als auch auf sog. "Abrisse" stieß, also Grundrißzeichnungen, die beim Vermessen der Grundstücke angelegt wurden.

 

Interessante Sachen sind darin zu finden, wie z.B. der Ortskern von Alsfassen mit der ehemaligen von Hame'schen Schäferei, die St. Annenkapelle mit Friedhof (und Friedhofsmauer) und die Wendelskapelle. Zwar sind diese Objekte in den Abrissen eher zufällig zu finden, weil die Grundstücke derer von Hame daran grenzten und man sie als Verdeutlichung mit aufnahm, aber Hauptsache: sie sind drin.

 

Max Müller hat in der Zeitschrift "Unsere Saar", Nr. 3, Seite 52, aus dem Jahr 1929/30 einen mehrseitigen Artikel über dieses Lagerbuch veröffentlicht.

 

"Gütter Buch

oder Register Mein Franz Ernsten D'hame

Zur Zeit Stath Schultheisen, Ambst Verwaltteren und Kellneren Zu St. Wendell eigenthumbs ererbt und mit meiner Haußfrawen Maria Catharina D'Hauzeur Von abentheyer erkauffter Güther ine und ausserhalb des Ambts St. Wendell.

wie auch des ¼ groß und kleinen Zehntens der Pfarrey Theley um dependenzien sambt jährlichs einkommen eigenen rhenten und gefäll zu St. Wendell, und Saubach, so in anno 1738 durch ambts unterschriebenen landmesseren, und Schultheisen zu Wolffersweiler, Herrn Johann Marth in Zustand dere Gerichts Schulteisen und Scheffen, welche waren Herren Wendell Volz, Christian Blum und Peter Alsfasser ihrer ordnung nach prasentibus Consinibus erenwerter gemessen, sorglichen und beschrieben worden."

 

Auf Seite 21 findet sich folgender Eintrag:

 

"Ackerfelder

19. Zweyhundert undt fünffzehen ruthen oder Ein undt Ein Viertel morgen fünffzehen ruthen, Jenseiths der Boßenbach am Schiesberg genandt, stöst mit dem untersten Ende an den Herrschaftl. Brühell undt mit dem obersten Zu der Ziegelhütt an ödt landt ist 3 mahl also mit 6 steinen gesteindt undt abgemarcket, Zwischen der untersten absteinung 4 ruthen, zwischen der mittelsten 4 ruth 4 schu undt zwischen der obersten 4 ruth 1 schu breith, einseits oben H. Monreal anderseits mit unten langs Johannes Joseph undt ist das gantze stück 53 ruthen 2 schu lang, Vide den abriß pag. 17 No. 19."

 

Dieser "abriß" auf Seite 17 Nr. 19 enthält die Güter 16 und 16½ beim "KÜHTRÄNCK Garten"; Güter 17 und 18 in der "UNTERST BOSEN BACH."; Gut 19 "AM SCHIES BERG."; eine Straße am KÜHTRÄNCK -Garten (oberer Teil der Wendalinusstraße), ein Teil des Bosenbachs oberhalb von Nr. 19, von Nr. 17 nach Nr. 19 einen "fuß pfaadt"und rechts von Nr. 18: die "ZIEGEL HVTT."

 

Es scheint mir angebracht zu sein, die aus den diversen Akten der beiden St. Wendeler Archive hervorgehenden Daten zu sichten. Aufgrund Pastor Gerbers umfangreicher Arbeiten im Stadtarchiv und Pfarrarchiv St. Wendel (die mir zudem als Textdateien vorliegen) war es relativ einfach möglich, die entsprechenden Textpassagen über Ziegler und Ziegelhütten zusammenzutragen.

 

In der ältesten vorliegenden Stadtrechnung (A 41, Seite 11 bis 21), registriert durch Wendel Heckman, Gerichtsbürgermeister, und Voltz Wendel, Gemeinbürgermeister, angefangen am 5.2.1568, wird "Georg Ziegeller" genannt. Neben seiner als Ziegler war er wohl auch noch Klempner, Schlosser und Tischler.

 

"Got verley unß sein gnade.

Ausgaben:

Goerge Ziegeller besserte die Türe im Rathaus aus und brachte ein Schloß an der oberen Pforte an und einen Schwengel an den Ofen in der unteren Pforte zu 8 1/2 alb; ...

 

Goerge Ziegeller hat 2 Bänder für die Türe am Rathaus und ein Falleisen und eine Hacke gemacht für 12 alb; ...

 

Goerge Ziegeller brachte an der unteren Pforte ein Schloß an für 4 alb, und einen Schwengel an der oberen Pforte für 2 alb, auch eine Schließ an den Ofen in der oberen Pfortstube für 4 alb"

 

Die "obere Pforte" war das obere Stadttor, etwa in Höhe des heutigen Trier'schen Hofes und Saalbau; die "untere Pforte" lag am Ausgang der Luisen- in die Kelsweilerstraße.

 

In verschiedenen Listen des Stadtarchivs St. Wendel werden "Seibert Ziegler", "Hans Ziegler", "Georg Ziegler" und "Martin Ziegler" genannt. Leider läßt sich heute nicht mehr feststellen, ob und wie diese Männer miteinander verwandt waren.

 

1569 A 16 Seite 4 "Kalkliste seibert Ziegeller"

1573 A 16 S. 83-85 "Hirtenlohn ziegellerß hanßin"

1572 A 16 S. 38-42 "legelt  joerge ziegellerß hauß und von seiner schauwern"

1574 A 16 S. 89-91 "hirtenlohn hanß ziegeller schlosser "

1582 A 16 S. 198-200 "hirtenlonn martin ziegeller"

 

In Pastor Gerbers Band 32 "Die Familien von St. Wendel", Teil 3.2, Seite 38, werden zwei Heiraten genannt (beruhend auf den Einträgen 5 + 6 im Heiratsregister des Pfarrarchivs St. Wendel):

 

"Ziegeler Hans oo 19.04.1581 Merg. Schlos"

"Ziegler Martin oo 29.08.1581 Clementina Hans".

 

Der erste Hinweis auf eine Ziegelhütte findet sich im A 33 auf Seite 99:

 

"Dienstag, 5.9.1607. Jacob Klein, der die Ziegelhütte für 8 Jahre gepachtet hat, hat Jörg den Ziegelmacher von Neustadt eingestellt, um den von Ottweiler abzuschieben, weil er ein Aufrührer sei. Für 100 Ziegel verlangte er je Stück 4 Pfg mehr und daß die Hütte ausgebessert werden soll.

 

Seite 100/101. Bescheid: Nur 11 1/2 Pfg pro Ziegel darf verlangt werden. Darauf hat Jacob Klein die Hütte übergeben und den Vertrag gekündigt. Danach hat man Jörg dem Ziegelmacher die Hütte bewilligt und ihm 20 R von der Gemeinde vorgelegt."

 

Dieser Text sagt einiges:

Jacob Klein hat die Ziegelhütte für acht Jahre gepachtet. Zwar wissen wir nicht, wann die Pacht begann, allerdings liegt zu Jacob Klein schon ein Text aus dem Jahre 1600 vor, als er "Wegen Arbeiten am Ziegelofen, für 4 R entlohnt" wird. Das "R" steht für Rheinischer Gulden, der Gulden zu 24 alb.

 

Interessant auch die Pachtzeit von 8 Jahren - die Felsenmühle wurde 1608 ebenfalls neu verpachtet - ebenfalls für 8 Jahre, aber das ist wohl eine andere Geschichte.

 

Jacob Klein als Pächter hatte einen Ziegelmacher aus Ottweiler, der vermutlich für ihn die Ziegelhütte führte. Das ersehe ich daraus, daß dieser Mann aus Ottweiler die Preise für die Ziegel, die damals exakt fixiert waren (wie wir 50 Jahre später noch sehen werden), um 4 Pfg. anhebt; ein einfacher Angestellter hätte wohl kaum das Recht, die Preise zu verändern. Warum seinem Nachfolger von der Gemeinde 20 Gulden vorgelegt werden, ist mir allerdings nicht klar.

 

Die Hütte scheint in einem nicht so besonders gutem Zustand gewesen zu sein, da der Ottweilerer darauf drängt, daß sie ausgebessert werden soll. Klein nennt ihn deswegen einen "Aufrührer" und versucht erfolgreich, ihn loszuwerden. Er kündigt seinen Vertrag und übergibt die Hütte an Jörg, einen Ziegelmacher aus Neustadt.

 

"Ziegelofen": Hieraus wird ersichtlich, daß es sich um eine Ziegelbrennerei handelte

Daß diese Ziegelhütte die in Müllers Text genannte im damals noch existierenden, eigenständigen Örtchen Niederweiler ist, wird bestätigt durch einen Stadtarchiv-Text:

 

A 43, Seite 28/29

"Am 18.12.1603 .... Am gleichen Tag erfolgt ein Auftrag: Voltzen Schneiders Behausung, in der Untergasse, gegenüber Voltzen Wendels Haus gelegen, wurde an Martin Schmit, und einen Platz unterhalb der Scheuneneinfahrt, bis Sirck Petgen, für 148 Gulden und einen halben Morgen am Tholeyer Weg, neben Jacob Kleinen zu Niederweiler gelegen, verkauft".

 

Die vorher genannten Personen, die das Wort "Ziegler" in der ein- oder anderen Version in ihrem Namen tragen, tauchen in den Unterlagen auch immer wieder auf. Zwar erkenne ich keinen Zusammenhang mit einer Ziegelhütte, aber vielleicht sehe nur ich diesen nicht (alle Texte aus A 33):

 

"1607. Seite 91. Hans Scherer sagte zu Baltes Becker: "Der Kelner und Scholtes fressen das beste und die Bürger müssen das Gelage bezahlen und jeder läßt sich mit ein paar Eier abspeisen". Ludwig Zimmerman klagte, daß Ziegeler Hans ihn mit " Hundsfuht" beleidigte. Du bist noch keine 2 Jahre Bürger. Bei Niclas Crapff wurde für 32 R 16 alb, laut Register, verzehrt.

Herr Abt zu Tholey gab 4 R für die Straßenverunreinigung durch seine Geißen, Hämmel und Böcke; Linxweiler und Thüncher gaben 1 R; Ziegler Hans 1 R; Das sind zusammen 13 R 4 alb."

 

"Seite 92. ...Donnerstag, 19.4.1607. Scholtes, Gericht und die 6 der Zunft besprechen den Aufruhr und die Meuterei. Ludwig Zimmerman wiederholt seine Anklage gegen Ziegler Hans. Ziegler Hans entschuldigt sich. Der Streit wurde beigelegt."

 

"Seite 111. Geschworenen Montag, 13.1.1610 wurde von Balthasar Küfer und seiner Frau Maria vor Leonhardt Dahm, Scholtes, Hans Kalborn, Martin Schmidt, Niclas Bohl, Niclas Crapff, Hans Dauhn und Peter Foltz, alle Hochgerichtsschöffen, eine Verordnung hinterlegt: Hans Zieglers Frau und Ludwig ihr Sohn haben disponiert, wie im Gerichtsbuch steht."

 

"Seite 128. Dienstag, 3.8.1610. Ludwig Ziegler, Schloß(er), verlangt von Hans Bauer dem alten von Spixel die Pacht zu entrichten. Diese aber war bereits gezahlt. Der Kläger hat 12 alb Gerichtskosten und 1 R zu entrichten."

 

"Seite 165. Am 21.12.1610 bittet Ludwig Ziegler um den 3. Teil Nachlaß des Stadtbürgerrechts für seine Frau."

 

"Seite 342. Freitag, 29.4.1611. Ziegler Hans wendet sich an das Gericht und bittet, sein Sohn Ludwig habe ihm zu helfen. Der Sohn erwidert, mit der Stiefmutter gäbe es keine Übereinstimmung mit seiner Hausfrau, und bittet um 50 R."

 

"Seite 224. Vertagung des Gerichts bis zum 30.5.1611.

Am gleichen Tag erscheinen Hans Ziegler und Ludwig sein Sohn, vor Gericht, wegen des Unterhaltes. Der Sohn sagt, der Vater hätte mit der Stiefmutter immer in Zank und Hader gelebt. Er sei als Knecht gehalten worden und wollte deshalb einen eigenen Haushalt einrichten."

 

Die Ziegelhütte findet 1608 und schließlich 1618 wieder Erwähnung:

 

A 37, S.174/5  1608 "Der Zimmerman von Raidtscheidt besserte die Ziegelhütte und den Hirtenstall für 12 R aus."

 

A 37 S. 314-326

Bei den Einnahmen, die der Gerichtsbürgermeister und Kellner Martin Wenzel in den Gemeinderechnungen des Jahres 1618 eintrug, heißt es:

"Hans Zimmerman kaufte das Ziegelhaus zu Niederweiler und zahlte dafür 10 R zum Zins von 10 alb."

 

Ob es sich bei beiden Männern um die gleiche Person handelt, ist möglich, aber nicht sicher.

 

 

Am 4.10.1627 - als Ziegel benötigt wurden - vermerkte Stadt-Schultheiß Leonhard Dham (A 36 S. 381):

 

"Seite 381.

Dem Nicelen Ostel wurden für Dacharbeiten 7 R gegeben und für Schindeln 2 R 14 alb.

Die Fuhr kostete 8 alb.

Für Spitzwein erhielt er 1 R 10 alb.

Bei Hainen Willenweber sind 700 Ziegeln gekauft worden für 5 R 16 alb und bei Michael Altzfassen 100 Ziegeln für 8 R 12 alb und 200 Ziegeln zu Ottweiler für 1 ½ R und für das Nachschauen 16 alb."

 

Da es zwei Bezugsquellen für Ziegel gibt, die nicht mit Ortsnamen belegt werden, ist anzunehmen, daß diese beiden Stellen in der Stadt liegen. Daraus könnte man schließen, daß es zu dieser Zeit zwei Ziegelhütten gab. Ein anderer Schluß kann sein, daß einer der beiden - Hain Willenweber oder Michael Altzfassen - seine Ziegel woanders her bezieht und sie nicht selbst herstellt.

 

Martin Hein Wullenweber findet sich in der Hirtenlohnliste vom Herbst 1593 (A 31, S. 151-153). In Gerbers Heiratsregister finde ich einen "Paulus Wullenweber", der am 06.06.1624 heiratet (der Name der Braut ist nicht angegeben, nur daß sie die Tochter eines "Nicolaus" ist). Wullenweber wohnt in Niederweiler. In den Stadtrechnungen des Jahres 1600 (A 37 Seite 2 - 26) wird "Theis Wullenweber" genannt, er ist "Maurermeister und Brückenmeister".

 

Davon ausgehend, daß Hain Willenweber der momentane "Eigentümer/Pächter" der Ziegelhütte ist, kann ich nicht festlegen, woher Michael Altzfassen seine Ziegel bezogen hat. Möglicherweise bezieht Max Müller seine Annahme, die Ziegelhütte in Alsfassen sei bereits im 17. Jahrhundert entstanden, auf diesen Namen. Allerdings ist dieser Michael Altzfassen in der Ahnenreihe der Familie Alsfasser zu finden, die heute in der Jahnstraße das Holzfachgeschäft betreiben (oder zumindest ist er ein Verwandter eines der Ahnen).

 

Jetzt wird es dunkel um die Ziegelhütte bei Niederweiler. Erst 1655 findet sich in den Stadtrechnungen wieder eine kurze Notiz darüber:

 

1655. A 72 Seite 112

"Als man die Plätze besichtigte, wegen der Ziegelhütte, verzehrte man für 2 R 14 alb."

 

Die Ziegelhütte bei Niederweiler ist zu klein oder zerstört oder muß aus einem anderen Grunde aufgegeben werden. Deshalb besichtigen Bürger der Stadt die Plätze, wo man eine neue hinstellen kann. Da sie dies in offiziellem Auftrag tun, ist es recht und billig, ihnen ihre Spesen zu ersetzen. Diese Spesen werden mit diesem Eintrag dokumentiert.

 

Ihre Suche scheint von Erfolg gekrönt worden zu sein. Ein Platz wurde gefunden, und eine neue Ziegelhütte gebaut. Denn schon 2 Jahre später sind Steinmetzarbeiten am Ofen dieser neuen Hütte dokumentiert:

 

19.8.1657. A 43, S. 210

"Arbeiten von Meister Geßner, Steinmetz:

An der Ziegelhütte ein Ofenbrust und einen Fuß zum Backofen, der weit, rund und hohl sei auszuführen"

 

Damit läßt sich auch der Typ der Ziegelhütte einigermaßen bestimmen: sie besitzt einen Ofen, somit werden die Ziegel gebrannt und nicht nur einfach an der Luft getrocknet.

 

Allerdings ist noch nicht bekannt, wo denn diese neue Hütte nun steht. Das wird erst deutlich mit dem Eintrag im darauffolgenden Jahr, als sie für vier Jahre an einen neuen Ziegler verpachtet wird:

 

A 58, Seite 377 (auch: A 43, S. 210)

"25. Augusti 1658

Eodem Ist durch Herrn Scholtheißen Und die Hochgerichts Scheffen die Ziegel hüth Vor der Oberen pfortten Hans Jacob Reiseren Uff Vier Jahr lang Von dato ahn Zu Rechnen, Verlenth worden; solle iedeß Jahreß Zu rat (?) dessen 10. thaller darVor geben, gleichwohl mit diesem gedingh daß die bergerschafft, den offen Von Newen mit bestantt neu erbauen sollen, Nach Verfließ solcher 4 Jahr solle der bestender alleß daß Jenige so die bürgerschafft in den Ziegel hütten haben Vor seinen Vorfahren gestelt, Und ihme Erst bestender Uffgelifferet worden, Wiederumb Zu ruck liffern, benebenß diesem allem solle die bürgerschafft dem bestender die Stube mit Kalck wohl beWerffen, und solle der bestender 2 Daller für (geben)."

 

(Am gleichen Tag (25.08.1658) ist durch den Herrn Scholteis und die Hochgerichtsscheffen die Ziegelhütte vor der Oberpforte, Hans Reiser auf vier Jahre, für 10 Thlr verpachtet worden. Zugleich soll er der Bürgerschaft den Ofen neu bauen. Nach den 4 Jahren soll der Bestand der Ziegel geliefert werden. Die Bürgerschaft hat die Stube mit Kalk zu bewerfen, dafür soll er 2 Daller für die Unkosten geben.)

 

Der Standort der Ziegelhütte wird mit "Vor der Oberen pfortten" angegeben, also außerhalb der Stadt nach Osten zu. Nun lag die Hütte am Schießberg nicht östlich der Stadt, sondern südöstlich. Dennoch gehe ich davon aus, daß sie diese genannte Hütte ist. Dafür spricht z.B. daß die Hütte am Schießberg direkt neben einem reichen, für die Produktion dringend notwendigen Lehmvorkommen liegt. So betrieb die in diesem Jahrhundert ein paar hundert Meter oberhalb ansässige Ziegelei Birkenbach (an der Stelle des heutigen Amtsgerichts) einen Aufzug in Form einer Lore mit Schienen den Berg hinunter ungefähr an die Stelle, wo die ehemalige Hütte am Schießberg stand.

 

Über Hans Jakob Reiser habe ich in den familienkundlichen Unterlagen nichts gefunden, dafür aber im 2. Buch von Julius Bettingen:

 

"[(-383-) Reiser: Die der Stadt zugehörige Ziegelhütte vor dem obern Thor wurde 1658 an den Ziegler Hans Jacob Reiser um 10 Thlr. pro Jahr verliehen. Diese Familie wurde wohlhabend, hatte einen Kellereischulz und einen Altaristen unter ihren Nachkommen, ist aber in männlicher Linie in den 1760iger Jahren erloschen."

 

Doch schon knapp drei Jahre zeigte sich, daß Jakob Reiser - vermutlich aus gesundheitlichen Gründen - der Arbeit nicht gewappnet war und das Handtuch warf:

 

05.09.1661. A 40, Seite 420-124

"Den 5. Septembris 1661. ist Jacob reiser Ziegler, vor Herren Schulteißen, Und samptlichen gerichten erschienen, Zeigte an, daß er Zuvor die Ziegelhüt Uff 4. iar habe bestanden und biß dato 3. iar darinnen Zu gebracht, weilen aber er imen Zu stand bekomen, daß er nit köne daß vierte iar wegen der schweren arbeit so dabei von nöten außstehen, so sey er bedacht hiemit den Herren gerichten die Ziegel hüt ZurückZuliefferen,und eine fortan ander Werts Zusuchen, woheren man aber solche nit Von ihm biß nach Verschließung deß Vierten iars abnemen, Und sich mit einem andren Versehen wolle, müße er sich nach einem andern selbst umb sehen, Und die Ziegelhüt versehen laßen, hirauff ihm der Herr Schulteiß, Und samptliche gerichte sich seiner gelegenheit forter Zu versehen erlaubt, Und gleich darauff Wilhelm Burghen Zum Zieglern uff 3. iahr angenomen, dieser gestalt, daß er seine Wonung in der Ziegelhüten soll haben, hut und Wacht, und gemeiner frönen frey sein, der bürgerschafft iedes iars 15. reichsthlr geben, darneb soll er die Hüt in vorhantlichem bauw als gedäck und sonsten halten, auch wie sie ihm ietz mit brettern, Und allem anderen geliffert wirt, bey seinem abZug Zurück liefferen, weilen er sich beclagt, daß ihm die stub etwas Zu eng, so ist ihm erlaubt, dieselbe uff seine Costen Zu erweiteren, so uiel ihn notig dünckt, Und soll des bürgeren daß 100 Zieglen höher nit geben alß 3 reichsort, den frembden nach seinem belieben. Burghen seindt an bretteren gelieffert worden 1700. 3 eisen, und 2 hültzen Model, Vor Ziegelen, und backen stein 3 alt stoß behr, 3 alt hacke, 3 alt schüpp"

 

(Am 05.09.1661 hat Jacob Reiser Ziegler die Ziegelhütte zurückgegeben, die er für 4 Jahre als Beständer angenommen und in der er 3 Jahre verbracht habe. Er sei aber in einen Zustand geraten, daß er das 4. Jahr wegen der schweren Arbeit nicht durchstehen könne. So wurde die Ziegelhütte an Wilhelm Burgh wurde die Ziegelhütte für 3 Jahre verpachtet, mit der Auflage, daß seine Wohnung in der Ziegelhütte sei und er dafür von Hüten, Wacht und gemeinem Fron befreit sei. Jedes Jahr zahlt ihm die Bürgerschaft 5 Rheinische Thaler. Da die Stube zu eng war, wurde ihm erlaubt, auf eigene Kosten die Erweiterung durchzuführen. Von den Bürgern dürfe er bei Abnahme von 100 Ziegeln nicht mehr als einen Dreiviertel Gulden pro Stück verlagen, Fremden aber nach seinem Ermessen. Von den Bürgern wurden 1700 Bretter geliefert, 3 R Eisen und 2 Holzmodeln für die Ziegel und Backsteine, drei alte Stoß und drei alte Hacken und drei alte Schaufeln).

 

Bereits einen Tag später übergibt Reiser dem Wilhelm Burg, der aus Dagstuhl stammt, die Ziegelhütte:

 

06.11.1661. A 40, Seite 427-131

"Des 6. 9bris 1661. hat der Ziegler Jacob Reiser, Wilhelm Burghen, alles, waß die bürger in die Ziegelhüt gestelt bey sein beider bürgermeister Uberliffert, erstlich 3 eisen Model, denen einer vor fürst Ziegelen, 2 hültzen Model vor gebacken stein, ein stoß behr, ein Zerbrochen Schüp, ein Zerbrochen Hauw, ein Zerbrochen Sieb, die fenster in der stuben, und Küchen waren alle gantz, an bretteren seint ihme dargeZelt worden 2700. Hüt, und ofen sint noch ohne mangel."

 

(Den 06.11.1661 stellte Ziegler Jacob Reiser dem Wilhelm Burg alles, was die Bürger in die Ziegelhütte stelltem im Bei-sein beider Bürgermeister 3 Modeleisen, davon eines für die Firstziegel; 2 Holzmodeln für die Backsteine, einen "Stoßbehr" eine zerbrochene Schaufel; eine zerbrochene Hacke, ein zerbrochenes Sieb. Die Fenster in der Stube und Küche waren alle ganz. An Brettern wurden ihm 2.700 Stück aufgezählt. Hut und Ofen sind noch in Ordnung).

 

Wilhelm Burgs Eltern waren Johannes Burg aus Urweiler und Margarethe Ludwig aus St. Wendel (oo 05.05.1624). Sein Vater Johannes wird außerdem 1628 in der Ungelter-Rechnung (A 71 S. 24) genannt. Wilhelm heiratete am 30.01.1656 Martha Schweitzer (* 1628 Grügelborn, + 26.01.1698) und hatte mit ihr zwei Söhne, J. (* 31.05.1665) und Lorenz (* 01.03.1663). Nach seiner Ablösung blieb Wilhelm in St. Wendel; im Jahre 1663/4 wird er in der Schützenbastenliste (A 277) an 9. Stelle genannt.

 

Doch scheinbar hatte man mit Wilhelm Burg auch keinen glücklichen Griff getan, weshalb noch kein Jahr später ein neuer Ziegler engagiert wurde, der aus Frechen nahe Köln kam:

 

31. May 1662. A 40, S. 434-138

"Den 31. May 1662. haben Herren Schulteiß, Bürgermeister, Schöffen, bey Wesen (?) der 6. Von den Zünften, Peter Hermeßen Von Frechen 2 Stund Von Cöln Zum Ziegler angenomen, der gestalten, daß er, weilen Wilhelm Burg vorhig die Ziegelhüt angenomen Und nit darauß weichen will biß nechst Künfftigen Michelstag, so soll er bis dahin mit ihm gemein arbeiten, nach der handt aber will er Wilhelmen ihm Peteren die Ziegelhüt Uberlaßen, worauff ihm die Ziegelhüt mit bretteren, Und allen geliffert werden soll 6 iar lang darin Zu wonen und er des iars der bürgschafft geben 7. reichsthaler, Und daß 100. Ziegelen Zu Bürgern, Und Ampts Undthanen Umb 3 Reichsort laßen, einem frembden wie er will, die HolZügelen welche mehr arbeit Costen mag er so gut verkaufen als er kan, Ziegelhüt, Und bretter wie sie ihm geliffert worden, soll er in solchen Weisen bey seinem abZug zurückliffern. Was er uff seine Costen an bretteren machen wirt, soll ihm bey <s>seinem abZug</s> als dann bezalt werden, Hut, Und Wacht, froen und diensten soll er frey sein; Hirtenlohn soll er Zahlen,

 

Burg Wilhelm von Dagstuhl Ist an vacation verwilligt worden iedem Schöffen 9 alb, Gemeindebürgermeister und 6. Von den Zünften ieder 6 alb."

 

(Am 31.05.1662 ist Peter Hermes von Frechen, 2 Stunden von Cölen zum Ziegler angenommen worden. Weil aber Wilhelm Burg nicht aus der Ziegelhütte ausziehen will, wird er nach künftigem Michelstag eingestellt und soll bis dahin in der Gemeinde arbeiten. 6 Jahre soll er in der Ziegelhütte wohnen dürfen und hat jährlich 7 Rthlr und für je 100 Ziegel einen Reichsort (= ¼ Taler) verdient, von einem Fremden kann er annehmen was er will. Die Holziegel kann er verkaufen, aber die Bretter hat er bei seinem Weggehen zurückzugeben. Vom Hüten und Wachestehen ist er befreit, aber Hirtenlohn hat er zu zahlen.

 

Wilhelm Burg von Dagstuhl erhielt als Ablösung von jedem Schöffen 9 albus, vom Gemeindebürgermeister und von den "6 von den Zünften" je 6).

 

Eine Anfrage beim Stadtarchiv in Frechen im Oktober 1993 hinsichtlich "Peter Hermes" ergab leider viel. Zum einen gab es im Archivsprengel Frechen keine Hinweise auf Ziegelhütten. "Ein Peter Hermes wird im Jahre 1663 in der Gründungsliste einer Erzbruderschaft vom hl. Rosenkranz an der Pfarrkirche St. Audomar zu Frechen aufgeführt. Leider wird er in keiner anderen Archivalie mehr erwähnt." (Schreiben von H. Richartz, Frechen, am 09.11.1993).

 

Auch hier in St. Wendel konnte ich sonst keine Angaben zu Hermes finden.

 

Der letzte Eintrag im 17. Jahrhundert findet sich in einer Stadtrechnung aus dem Jahre 1666, als der Schlosser Peter Heil Arbeiten an der Ziegelhütte durchführte:

 

"ein Schließ an die Ziegelhütte wurde angebracht für 6 alb; von den Zieglern wurde ein Manschloß geholt für 8 alb"

 

Im Jahre 1702 taucht sie kurz aus ihrer Versenkung auf, um an eine unbekannte Person verkauft zu werden:

 

1702. A 40, Seite 196 (auch: A 58, S. 67)

"Rechnung Vom Jahr 1702, so durch mich, Henrichen Buschen, gerichtsbürgermeisteren gestellet... Der gulden würdt p. 24 alb berechnet. Der Magistratu.

Seite 199. Einnahmb gelt. Item wegen der Verkaufften Ziegelhütten alhiere - 20 rh ad 45 fl."

 

Der nächste Eintrag findet sich dann im eingangs erwähnten Güterbuch der Familie von Hame, das aber über das bloße Existieren der Hütte gar nichts weiter aussagt.

 

1743 und 1752 wird sie dann noch ein letztes Mal genannt, als Mathes Weber aus St. Wendel in diesen beiden Jahren ein angrenzendes Grundstück pachtet:

 

20.03.1743. A 73, S. 199

Versteigerung eines Landstücks bei der Ziegelhütte, an Mathes Weber für jährliche Zinsen von 2 R 36 alb.

 

1752. A 89

"Seite 65. Rechnungen durch Wendelinus Beyelstein als Hochgerichtsbürgermeister geführt. Der Gulden wird verrechnet zu 24 alb und der alb zu 16 Pfg.

Seite 69. Einnahmen an Gärten und Wiesenzinsen:

Der Grummet bei der Ziegelhütte ging an Mathaiß Weber zu 6 R.

 

Ein jüngeres Dokument, in dem die Ziegelhütte am Schießberg genannt oder eingezeichnet ist, kenne ich nicht. Im B 102 "Verzeichnis über die auf dem gemeinsamen Bann von St. Wendel, Alsfassen u. Breiten gelegenen Güter", Stadtarchiv St. Wendel, das 1812 von einem älteren Original von etwa 1778 kopiert wurde, ist sie nicht mehr eingezeichnet.

 

Erst 1756 wird wieder ein Ziegler genannt: Johanneß Hatz

 

19.01.1756. A 95, S 14

"Versteigerung des Mobiliars von Johannes Marx:

Ein Klafter Holz zu 3 R 10 alb 2 Pfg stand für Johanneß Hatz Ziegler zu."

 

Johannes Hatz ist der erste bekannte Ziegler der Alsfassener Ziegelhütte, deren Anfang völlig im Dunkeln liegt.

 

 

Sie stand an der Kreuzung Im Falkenbösch-Auf dem Hügel-Im Gründchen im heutigen Garten des Anwesens Wein-Dörrenbächer (Im Falkenbösch 22 = Flecks Haus). Das Ensemble sah wie folgt aus: Am Weg stand das heute noch bestehende Wohnhaus mit Scheune und Stall links obenan. Oberhalb - im heutigen Garten - querab zur Straße stand die Ziegelscheune.

 

Anders als die Hütte am Schießberg wurden in Alsfassen die Ziegel nicht gebrannt, sondern getrocknet. Darauf deutet der Begriff "Ziegelscheuer" im Lagerbuch von 1778 (B 92) hin.

 

ca. 1778. B 92

(Fläche) "2 Viertel 28 ruthen 12 schuh

Hauß, Ziegel(-)scheuer, Stallung, Hofgering und Garten, Einseits unten Ackerland, Anderseits oben der Weeg, vorne der Weeg 3 ruthen 6 Schu, hinten Ackerland (2 ruthen 14 ½ schu) breit" (Erläuterung des Maßsystems siehe am Ende des Artikels)

 

Diese Ziegelscheune sah aus wie eine normale Scheune, bei der man die Wände weggelassen und durch eine einfache Rahmenkonstruktion ersetzt hatte. "Vor der Industrialisierung waren Dachziegel und Ziegelsteine im Handstrich hergestellt und anschließend luftgetrocknet worden. Ein Arbeiter fertigte pro Stunde zwischen 200 und 300 Stück an."

(Quelle: "Ziegel aus der Saargegend" v. H.J. Kühn u. A. Berger, Ottweiler 1993, S. 32ff)

 

Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 1 C 7441:

1784 Brandversicherung:

"A. Ein Haus mit zieglen gedeckt

B. Ein Scheuer samt 1 Stall, oben auch mit zieglen gedeckt

C. Die Ziegelhütt."

 

Im schon genannten Band B 102 des St. Wendeler Stadtarchives sind Haus und Ziegelhütte abgebildet. Davon ausgehend, daß dieser Riß maßstabsgetreu ist und die eingezeichneten Proportionen stimmen, komme ich auf folgende Maße:

 

Haus: 18 * 7 m²

Ziegelhütte: 16 * 8 m²

 

Johannes Hatz war mit seinem Vater Peter Hatz nach Alsfassen gezogen; weder sein Geburtsort noch das Datum sind bekannt. Er heiratet am 09.07.1752 Maria Elisabeth Holzer (* 06.11.1725 Stennweiler und stirbt 1762.

 

Am 16.01.1771 heiratet seine Witwe Maria Elisabeth Hatz den 20 Jahre jüngeren Ziegler Peter Birkenbach (* 16.08.1744 Remmesweiler), Sohn des Konrad Birkenbach, Besitzer der Ziegelhütte bei Birkenfeld.

 

Am 21.01.1783 stirbt Maria Elisabeth Hatz, worauf Peter Birkenbach kein halbes Jahr später am 01.07.1783 Margarethe Gerdon aus Breiten heiratet.

 

Vermutlich zog Peter Birkenbach mit seiner Familie nach dem 24.08.1787 nach Bliesen, da ab der Geburt der Tochter Katharina (* 22/23.08.1788) "Alsfassen" als Geburtsort nicht mehr genannt wird. Über die Gründe für seinen Umzug ist mir nichts bekannt; jedenfalls war Birkenbach der letzte Ziegler in Alsfassen.

 

Das Haus kam schließlich an Peter Müller aus Alsfassen, der es an Nikolaus Riefer aus Alsfassen weiterverkaufte, wobei es bis zum heutigen Tag im Eigentum der Nachfahren dieser Familie blieb (Nikolaus Riefer => Michel Riefer => Michel Riefer => Wendel Riefer => Anna Maria Riefer => Anna Maria Krämer = Flecks Änni).

Einer der letzten Aktenvermerke zur Alsfassener Ziegelhütte stammt aus dem Jahre 1780:

 

Stadtarchiv Wnd, Bestand A, Nr. 191, Seiten 42+43

"Heuth d 24ten febr. 1780 Kauffte die Johann angels witib Von altzfaßen gebohrene Heßin Ein stück feltland auff altzfaßer bann undig altzfaßer Ziegelhütten gelegen so dermahlen als garttenland in gebrauch gewesen und liegt solches an den feldern undig deß path so auff St annen gehet, an der straße daß welche Käufferin Von michel Blum und dem peter lieb darauff ein Hauß zu machen, und die Käufferin hat denen beyden Verkäufferinen Vor solche stück zahlen und das gelt Von ihrer Kindern Erbschafft gezahlt worden also geerbet worden."

 

Im Urhandriß von St. Wendel aus dem Jahre 1943, einzusehen im Katasteramt St. Wendel, ist die Ziegelhütte von Alsfassen nicht mehr zu sehen.

 

 

 

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