Schriftzug
Krieg am Boden -> 80th Infantry Division -> 319th Infantry Regiment

14. März 1945

Das 1. Batallion, 319 IR, zog während des Nachmittags los, passierte eine Task Force der 26 Infantry Division (ID) südwestlich von GREIMERATH und griff nach Osten Richtung BERGEN an. Deshalb bereitete sich das 1. Batallion nördlich der Straßenkreuzung darauf vor, nach Südosten zur Rechten der 318 IR vorzudringen und ihr Operationsziel zu nehmen; sie starteten um 16.30 Uhr. Um 18.30 Uhr attackierte  C -Kompanie einen Bunker, während  A  und  B  Kompanie nach Süden Richtung BERGEN vorstießen. Das 2. Batallion bewegte sich um 18.30 Uhr zu einem Sammelpunkt und brach um 21.00 Uhr in das Gebiet ein. Das 3. Batallion erhielt den Befehl, die Frontlinie (line of departure) am Nordrand des Waldes zu überqueren, am 15.03.1945 morgens um sechs Uhr den Hügel zu nehmen und nach Süden zu dem hochgelegenen Gebiet westlich von BRITTEN vorzudringen.

 

15.03.1945

Das 1. Batallion, 319 IR, startete um 1.15 nach BERGEN. Seine Mission war es, die Wälder südlich des Ortes zu säubern und HAUSBACH einzunehmen. Um 3.20 erreichte die  B -Kompanie den Nordwestrand von BERGEN, wo sie auf leichten Widerstand stieß. Gegen 06.00 traf sich die  A -Kompanie mit der  B -Kompanie in BERGEN, wo sie aufräumten. Eine Patrouille wurde nach Süden Richtung HAUSBACH gesandt. Diese Patrouille zog beträchtliches Feuer aus kleineren Kalibern auf sich. Dem 1. Batallion wurde befohlen, sich in BERGEN zu sammeln, neu zu organisieren, auf das höhergelegene Gebiet südlich von BERGEN zu ziehen und HAUSBACH zu nehmen. Das Batallion stieß nach HAUSBACH vor, schloß den Ort ein und wartete den Ausgang der Maßnahmen des 3. Batallions gegen BERGEN ab.

 

15.03.1945

Das 2. Batallion, 319 IR, wurde vom XX. Corps in Alarmbereitschaft versetzt, um zusammen mit der 10. Panzerdivision eine Sondermission durchzuführen. Um 7.10 ging die Nachricht ein, daß das Batallion doch nicht der 10. PD angegliedert würde. Um 8.25 wurde dem 2. Batallion (verstärkt um ein Platoon leichter Panzer des angegliederten 702. Panzerbatallions) befohlen, um 09.30 zu dem höhergelegenen Gebiet rundherum aufzubrechen und die Wälder in der Umgebung aufzuklären. Gegen 10.50 hatte das Batallion seine Truppen in Bewegung gesetzt und setzte seinen Vorstoß Richtung LOSHEIM fort. Das Batallion verzögerte seinen Vorstoß, um die Panzer-, Artillerie- und Infantrieeinheiten für einen geplanten Angriff auf LOSHEIM zu koordinieren. Um 22.30 stieß das Batallion wieder auf leichten Widerstand und erreichte um 23.15 sein Operationsziel.

 

15.03.1945

Das 3. Batallion, 319 IR, stieß trotz schweren Widerstands nach Süden vor, klärte die Wälder nördlich von BRITTEN als Vorbereitungsmaßnahme zur Klärung des Ortes selbst auf. Gegen 07.05 befanden sich seine führenden Teile nahe des Ortes. Um 13.15 griff die  L -Kompanie den Feind in seinen eingegrabenen Stellungen an und klärte diese Nester (pockets) bis 13.40. Der Vorstoß ging weiter, wobei die  K -Kompanie an der  L -Kompanie vorbeizog. Es gab einen harten Kampf um das höhergelegene Gebiet in der Umgebung. Panzer- und Panzerzerstörereinheiten setzten ihre Unterstützung der Infantrie während des Angriffs fort. Die Divisionsartillerie, die die Batallione unterstützte, feuerte Salven auf feindliche Artillerie, die von Pferden gezogen wurden, und auf Fahrzeuge, die sich in Kolonnen bewegten.

 

16. März 1945

Der Angriff auf HAUSBACH wurde durch das 1. Batallion, 319 IR, aufgehalten, das den Ausgang des Angriffs des 3. Batallion auf BRITTEN abwartete. Um 06.29 zogen die  A  und die  B -Kompanie nach HAUSBACH. Gegen 8.10 hatte die  B -Kompanie HAUSBACH eingenommen und besetzt. Die  A -Kompanie folgte der  B -Kompanie sofort in den Ort hinein. Das 1. Batallion räumte in HAUSBACH auf und tötete eine große Anzahl Feinde, die aus BRITTEN flohen, weil das 3. Batallion so großen Druck auf den Ort legte. Das 905. Feldartilleriebatallion legte Artilleriefeuer auf BRITTEN und die fliehenden feindlichen Truppen und Fahrzeuge. Danach besetzte das 1. Batallion das höhergelegene Gebiet südlich von LOSHEIM und stieß weiter nach Osten vor. Um 19.45 nahm und besetzte es WAHLEN.

 

16. März 1945

Das 2. Batallion, 319 IR, berichtete von zwei Kratern, die die Straße für Panzer unpassierbar machte. Die  C -Kompanie, 305. Pionierkampfbatallion, übernahm die Aufgabe, die Krater aufzufüllen. Sowohl das 2. als auch das 3. Batallion, die durch koordinierte Artillerie unterstützt wurden, stießen auf ihre angewiesenen Ziele LOSHEIM und BRITTEN los. Das 2. Batallion traf auf heftigen Widerstand während seines Angriffs auf LOSHEIM und hielt inne, während das 1. Batallion von Süden her weiterhin Truppen gegen LOSHEIM sandte. Gegen 12.00 setzte das 2. Batallion seinen Angriff auf LOSHEIM fort, wobei die  C -Kompanie des 1. Batallions zu ihnen vorstieß und das höhergelegene Gebiet, das den Ort überragte, besetzt hielt. Der Ort wurde um 15.20 eingenommen. Sofort wurden Aufräumarbeiten begonnen.

 

16. März 1945

Die Nachricht ging ein, daß Teile der 10. Panzerdivision an NIEDERLOSHEIM vorbeigefahren und der 319 IR befohlen worden sei, Truppen dorthin zu schicken, die den Ort erobern und halten sollten. Die  G -Kompanie (plus ein Platoon der  C -Kompanie, 725. Panzerbatallion) befand sich in den Außenbereichen des Ortes, der gegen 18.20 erobert und besetzt wurde.

 

16. März 1945

Das 3. Batallion, 319 IR, war am frühen Morgen in den Ort BRITTEN eingedrungen und hatte es bis zum Abend erobert; sie hielt als Regimentsreserve die Stellung.

 

17. März 1945

Nachdem das 1. Batallion, 319 IR, die Prims im Regimentssektor ausgekundschaftet hatte, begann es ab 23.15 Uhr, den Fluß zu überqueren. Sie planten, mit Einheiten der 90th Reconnaissance Squadron, 10 PD, auf der Ostseite des Flusses Kontakt aufzunehmen und stießen bis LINDSCHEID vor.

 

17. März 1945

Das 2. Batallion (minus  G -Kompanie), 319 IR,  zog von LOSHEIM nach NUNKIRCHEN, um sich mit der  G -Kompanie zu treffen. Von dort zog es zur Prims, um diese zu überqueren. Sie entdeckten, daß die Brücke gesprengt war. Deshalb durchwatete um 17.40 die  E -Kompanie den Fluß mit dem Auftrag, nach LIMBACH vorzustoßen. Gegen 19.30 hatten die  E  und die  C -Kompanie den Fluß durchwatet, gerieten aber in feindliches MG-Feuer von beiden Seiten, als sie sich gerade 500 Yards (450 m) von der Furt entfernt hatten. Dieses Maschinengewehrfeuer und das zerklüftete Gelände verlangsamten das Vorankommen sehr. Die  G -Kompanie blieb auf der Westseite des Flusses, bis die Situation durch die  E  und die  F -Kompanie geklärt wurde.

 

17. März 1945

Das 3. Batallion, 319 IR, ging von BRITTEN nach NUNKIRCHEN vor und zog dann südlich nach MICHELBACH. Dort wurden sie in ein Feuergefecht um eine Straßensperre verwickelt. Wegen der Geländeverhältnisse geriet die  K -Kompanie in große Schwierigkeiten, ehe sie die Straßensperre überwinden konnte. MICHELBACH wurde eingenommen. Später wurde vom Feind eine Brücke in der Umgebung in die Luft gejagt.

 

17. März 1945

Das 3. Batallion, 319 IR, verstärkt durch ein Platoon der  C -Kompanie, 702. Panzerbatallion, und ein Platoon leichter Panzer der Erkundungskompanie, 811th Tank Destroyer (Panzerzerstörer) Batallion, wurde in Alarmbereitschaft versetzt, um am Morgen des 18. März 1945 auf Fahrzeugen die Prims zu überqueren.

 

18.03.1945

Das 1. Batallion, 319 IR, zog um 00.25 los und überquerte die PRIMS in der Nähe von BÜSCHFELD. Kontakt wurde aufgenommen mit der 90th Cavalry Reconnaissance Squadron, als das Batallion nach LINDSCHEID zog und dort um 04.55 anhielt. Dort erhielt es die Order, ohne Verzögerung zu Fuß nach OBERTHAL vorzustoßen. Das Batallion erreichte Ziel 7 und setzte seinen Weg nach Ziel 8 um 14.00 zu Fuß fort (wieder sind die Ziele nur als Nummern angegeben, nicht als Ortsnamen). Das Batallion marschierte durch THELEY nach THOLEY und ALSWEILER und hielt in ALSWEILER um 15.05 an.

 

18.03.1945

Das 2. Batallion, 319 IR, richtete einen Brückenkopf über die PRIMS in der Nähe von Limbach ein, setzte - unterstützt durch das 905. Feldartilleriebatalion - seinen Angriff auf LIMBACH fort und stieß auf Feuer aus kleineren Waffen. Ein Haus, von dem aus der Vorstoß beobachtet wurde, schaltete man aus. Nachdem dieses Hindernis eliminiert worden war, konnte das 2. Batallion in den Ort vorstoßen und ihn bis 17.30 aufklären. Man trat in engen Kontakt mit der 90th Cavalry Reconnaissance Squadron, die die PRIMS im Norden überquerte. Das Batallion zog dann Richtung WINTERBACH, um sich darauf vorzubereiten, später nach ST. WENDEL zu ziehen.

 

18.03.1945

Verstärkt durch Panzerzerstörer und Panzer zog das 3. Batallion 319 IR, um 08.00 motorisiert los, passierte LIMBACH und bewegte sich Richtung OBERTHAL. Die führenden Teile des Batallions wurden in THELEY aufgehalten und außerhalb des Ortes abgesetzt. Von diesem Punkt an ging das Batallion zu Fuß weiter, um in Zusammenarbeit mit der 10. Panzerdivision BLIESEN anzugreifen. Als die Nachricht kam, daß die Panzer den Ort aufgeklärt und passiert hatten, zog das 3. Batallion in den Ort ein und ging um 18.05 dort in Stellung.

 

18.03.1945

Das 319 IR hielt seine Stellungen während der Nacht und bereitete sich darauf vor, den Vorstoß am nächsten Morgen fortzusetzen.

 

19.03.1945

Das 1. Batallion, 319 IR, begann die Fahrt nach Osten auf Lkws von ALSWEILER aus um 11.00. Um 18.30 ging das Batallion bei STEINBACH in Stellung und räumte mit dem feindlichen Widerstand in diesem Gebiet auf.

 

19.03.1945

Um 06.30 setzte das 2. Batallion, 319 IR, seinen Vorstoß in das Gebiet östlich von WINTERBACH fort und überquerte die BLIES bei OBERLINXWEILER. Als es durch OBERLINXWEILER fuhr, wurden ein paar Kriegsgefangene gemacht. Das 2. Batallion hielt den Vorstoß aufrecht, bis die Panzer weiter vordrangen. Als Einheiten der 10 PD ST. WENDEL passiert hatten, wurde das Hauptquartier des 319 IR um 10.30 in die Stadt verlegt. Das 2. Batallion wandte sich dann südlich von ST. WENDEL und passierte WERSCHWEILER, SAAL und hielt während der Nacht in KROTTELBACH.

 

19.03.1945

Das 3. Batallion, 319 IR, stieß von BLIESEN nach ST. WENDEL vor und besetzte die Stadt.

 

20.03.45

Eine Funkbotschaft wurde an das 2. und 3. Batallion, 319 IR, gesandt, ohne Verzögerung über die Autobahn loszuziehen und sich in HOCHSPEYER zu sammeln. Die beiden Batallione stießen nach Osten vor und erreichten HOCHSPEYER um 20.05. Das 2. Batallion zog nach HOCHSPEYER auf Panzern, während das 3. Batallion zu Fuß ging.

 

 

Historische Forschungen · Roland Geiger · Alsfassener Straße 17 · 66606 St. Wendel · Telefon: 0 68 51 / 31 66
E-Mail: rolgeiger(at)aol.com · (c)2009 hfrg.de

Diese Website durchsuchen

Suchen & Finden  
erweiterte Suche