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1936 Sturm auf das Bliesener Pfarrhaus

 

Bei einer Wahl im Frühjahr 1936 - vermutlich die Reichstagswahl am 29. März, der ersten gesamtdeutschen Wahl, an der die Saarländer nach der Saarabstimmung im Januar 1935 teilnehmen konnten - wagte der den Bliesener Pfarrer Nikolaus Weiler als nur einer von vier Wählern, in Bliesen im Wahllokal die Wahlkabine zu benutzen und damit tatsächlich geheim abzustimmen. Da die Wahlzettel markiert waren, ließ sich im Nachhin feststellen, daß er mit „Nein“ gestimmt hatte. Das blieb im Dorf nicht geheim.

 

Und so fand eine gute Woche später die Aktion statt, die in einschlägigen Unterlagen „der Sturm auf das Bliesener Pfarrhaus“ genannt wird.

 

Ich stieß auf dieses Thema, als mir ein guter Freund eine Kopie eines "Erlebnisberichtes" des damaligen Bliesener Kaplans Alois Geisen über die Aktion der SA gegen Pastor Weiler übergab.


Bei einer Recherche zum Hintergrund des Berichts stieß ich im Landesarchiv Saarbrücken auf die Untersuchung des Falles mit Hauptaugenmerk auf der Person des Leiters der Bliesener SA. Und fand weitere Hinweise in der Akte der Katharina Weiler, der Schwester und Haushälterin des genannten Pfarrers, als sie einen Antrag auf Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus stellte.

Sie finden hier den gesamten „Erlebnisbericht“ Geisens sowie Auszüge aus den beiden obengenannten Akten:

 

=> Erlebnisbericht des Zeitzeugen Kaplan A. Geisen

 

=> Die Beteiligung Helmut Schöns aus Bliesen am Sturm auf das Pfarrhaus 1936 betreffend (Auszüge)

 

=> Katharina Weiler als Opfer des Nationalsozialismus (Auszüge)

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