Schriftzug

St. Wendel den 21ten Juni 1833

 

Lieber Bruder!

Wir freueten uns zu vernehmen daß Sie alle recht wohl sind hier geht es auch jetzt zimlich gut. Mde Kirsch verlangt jetzt ins Bad zu kommen weil Sie unwohl ist, und ist ganz gerichtet für abzu Reißen um ende des Juni wie voriges Jahr, sie will aber länger im Baade bleiben als voriges Jahr deswegen Sie auch etwas Vor dir hin reißen,, daß du nicht genirt wärest und dir nicht zu lange würde, für zusammen her zu reißen, Sie wollen den 30ten Juni oder den 3ten Juli auf der Post hir abfahren und dich in Wiesbaden nach deinem Schreiben erwarten, Sie werden in der Post logiren wo du glaubest daß es am besten sey. Sie will in kein Haus wo Sie das Bad nicht auch haben kann, die Lehnchen wird Ihre begleitterin sein weil das Kathchen niicht da ist, muß das Mariannchen im Haus sein und Sie muß immer jemand bey sich haben. Wie du es jetzt mit der Reiße einrichten wist über laßen wir dir und Mde Klauck wie Sie es am besten finden wir werden immer bereit sein, Nur wünschen wir daß du ganz Gesund und Munter aus dem Bade zurück kommest die Witterung ist dieß Jahr sehr günstig, Nicola Demuth, Herr und Mde Sebald, die alten sind auch schon fort nach Wiesbaden, die Herrn Cetto und Rautenstrauch sind mit einander ich weiß aber nicht in  welches Bad,    von P. Jacob haben wir seid Ostern nichts mehr gehört.  hat Er noch nicht nach Trier geschrieben es ist schon so lange.

 

Jndem wir alle und Mde Klauck, dem Bruder und dir Empfehlen Gratuliren wir dir zu deinem Namens Feste und wünschen dir von Herzen alles Gute in der Hoffnung noch einige Zeilen vor dem Bade von dir zu erhalten und bleiben wir wie allezeit

 

Deine getreue Mutter und Schwester

C und L. Steininger

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