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Brühlstraße 7

 

Peter Becker baute auf das Grundstück westlich seines Hauses ein neues Wohnhaus, das er am 8. Februar 1817 seinem Sohn Peter Becker jr. und dessen Ehefrau Margaretha Jung je zur Hälfte schenkte. Es handelte sich um "das sog. neue Haus in St. Wendel neben dem "alten" Haus (Brühlstraße 5) und dem Wendel Becker gelegen, vorn die Tholeyer Straße, hinten die Wiese. Dazu gehört ein Stall, eine halbe Scheune und ein Platz vorm Stall."

 

Am 1. August 1844 verkaufte Peter Becker, Grobschmied in St. Wendel, Witwer von Margaretha Jung, für sich und seine Kinder:

1. Nikolaus Becker, Büchsenmacher in Montgomery in den USA

2. Jakob Becker, erst 16, bei seinem Bruder Nikolaus in Amerika wohnhaft

3. Helena Becker, 18, St. Wendel

4. Maria Becker, Ehefrau von Christian Spaniol, Glasmacher zu Bildstock

5. Marianna Becker, Ehefrau von Josef Zawar, Leinenweber, St. Wendel

6. Catharina Becker, Ehefrau von Josef Jung, Wagner, St. Wendel

7. Peter Becker, Kreissekretär in Aachen, 1851 Bürgermeister in Eupen

8. Adrian Becker, Grobschmied in St. Wendel

9. Elisabetha Becker, Ehefrau von Nikolaus Huschar, Ackersleute in Alsfassen

 

sein Wohnhaus mit Stallung, Scheune, Hofbering und Garten hinter demselben zu St. Wendel an der westlichen Seite der Stadt an der Straße nach Tholey zwischen Wendel Scheffler und Wendel Beckers Wittib gelegen, das er während seiner Ehe von seinem Vater erworben hat, in zwei Teilen:

1. an seinen Sohn Adrian Becker, Grobschmied in St. Wendel, und seine Ehefrau Maria Schuhmacher das Hauptwohnhaus mit Scheune, Stall, Dungplatz und Hofbering

2. an seinen Tochtermann Josef Jung, Wagner in St. Wendel, und dessen Ehefrau Catharina Becker den neu erbauten Anbau hinterm Haus.

 

Adrian Becker wanderte mit Frau und Kindern im Jahre 1861 nach Amerika aus; das Haus wurde versteigert und ging an den Schuster Nikolaus Blum. Als er zusammen mit seinem Sohn Nikolaus Blum junior 1891 bei der Kreissparkasse St. Wendel ein Darlehen aufnahm, gab er das Haus mit Stall, Schuppen und Hinterbau als Grundpfand. Seine Ururenkel (plus minus ein weiteres Ur) verkauften es an Herrn Müller, den Betreiber der Imbißstube Müller in der Neumarktstraße.

 

Im Erdgeschoß beiderseits des Eingangs betrieb seit 1938 Nikolaus Meihack aus der Kelsweilerstraße das Waffen- und Fahrradgeschäft Meihack. Heute steht das Haus mit seinen abenteuerlich anmutenden Hintergebäuden leer.

 

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