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Geschichte(n) -> 1828-1831 "Feuersbrünste" in St. Wendel

 

23.10.1828

... daß sich am gestrigen Abende sechs Uhr der Küchenherd in dem Herrschaftl. Hause allhir, welches der Frau Gräfin von Pölzig zur Wohnung eingeräumt ist, so heftig entzündet hat, daß dadurch in der hiesigen Stadt Feuerlärm entstand. Die Entzündung ist dadurch entstanden, daß ein irdenes Gefäß, in welchem man Butter schmelzen wollte, gesprungen ist. Die hisigen Einwohner haben sich bei Löschung des Feuers, welches den umstehenden Gebäuden allerdings gefährlich werden konnte, sehr thätig erwiesen, und ich habe mich veranlaßt gefunden, ihnen dafür öffentlich zu danken. Das Hauß selbst ist, eine Durchnässung der Treppen und eine gemachte Oefnung im Dache abgerechnet, nicht beschädigt worden.

St. Wendel den 24. Oktober 1828

Brückner

 

 

17. August 1831

auf dem Speicher des Postmeisters Cetto zugehörigen Hintergebäudes brach am 16.08.1831 Feuer aus (war voll Stroh und Heu) und nahm so schleunig oberhand, daß das Cettoische Hintergebäude und Scheuer ausserdem noch eine Scheuer und einige Stallungen in ganz kurzer Zeit eingeäschert worden. Unter Mithilfe der Bevölkerung, der Gendarmen und Militär wurde das Feuer gelöscht.

Sebald.

 

 

16.08.1831 gegen Abend

Brand in der St. Wendeler Garnison

Betr. Montierungskammer

Abgebrannt sind ein Hintergebäude mit Wohnung, eine Scheuer, ein Stall und eine Remise des Posthalters Cetto, eine Scheune der Witwe Lion und ein Stall der Witwe Lieser, aber alle Gebäudlichkeiten waren in der Assürance General versichert, der Schaden betrifft nur das unversicherte Mobiliar und die eingebrachten Feldfrüchte.

 

Die ganze Garnison war bis morgens 6 Uhr im Dienst, jetzt steht noch eine Wacht von 1 Sergeant, 1 Corporal, 1Gefreiter, 1 Tambour und 13 Mann, die fünf Posten hält, was nothwendig ist, weil die daliegende Frucht= und Heuh noch glimmen.

Julius von Plänkner

 

 

Quelle: Staatsarchiv Coburg, MinR 92, Acten Feuersbrünste betr., Fol 1-4

 

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