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Krieg am Boden -> Das Ende vom Lied - Gedanken zum Krieg in der Heimat 1939 - 1945

Das Ende vom Lied

 

Gedanken zum Krieg in der Heimat 1939 - 1945

 

Wer waren im Krieg die Bösen? Die Deutschen? Taten sie etwas anderes, als ihr Vaterland zu verteidigen?

 

Wie sah es in den Köpfen der Menschen zuhause aus, als im März 1945 nach dem "Luftkrieg" auch der "Krieg zu Lande" den Kreis St. Wendel erreichte?

 

Eigentlich war der Krieg ja schon viel früher da, spätestens als die ersten einheimischen Soldaten fielen. Aber das war weit weg passiert, bis auf die unmittelbaren Angehörigen merkte das niemand so richtig. Man las es in der Zeitung oder hörte es im Gasthaus, man sprach sein Beileid aus und ging auf die Beerdigung. Es war eben Krieg, da wurde scharf geschossen, und wenn Gott mal nicht hinsah, wurde der eine oder andere getroffen. Aber das so oft zitierte Sterben fürs Vaterland war ja ein süßer Tod und ein ehrenvoller sowieso. So stand es auf Sterbebildchen und in klugen Büchern, und so lasen es die Hinterbliebenen aller Nationen in den Telegrammen ihrer Kriegsministerien. „Kaum gelitten“, „sofort tot“, „hat nichts gemerkt“, „für seine Kameraden gefallen“, "in Erfüllung seiner Pflicht für Volk und Vaterland." Oder so ähnlich.

 

Die erste konkrete Berührung mit dem Krieg erlebten die Menschen im St. Wendeler Land spätestens im Januar 1944. Schon lange zuvor hatte man oben am Himmel die großen Bombenflugzeuge des Feindes gehört, die am Abend schwer beladen über ihre Köpfe in Richtung Osten flogen, und ein paar Stunden später um viele Tonnen leichter wieder zurückkehrten. In der Nacht unsichtbar, aber unüberhörbar die Engländer, später dann am Tag sicht- und hörbar die Amerikaner. Die Bomber welcher Nation da gerade vorbeirauschten, sah man unten am Boden nicht und kannte ihn auch nicht. Ab und zu fiel eine Bombe, manchmal auch zwei, aber getroffen hat kaum eine. Waren die überhaupt gezielt? In der Zeitung las man gelegentlich von den Verwüstungen, die die "Terrorflieger" im Reich angerichtet hatten; aber auch das war weit weg. Und es machten Gerüchte die Runde über Engländer und Kanadier, die aus ihren abgeschossenen Maschinen gesprungen und auf dem Boden gefangengenommen worden waren.

 

Angefangen hatte das aber schon viel früher, als im September 1941 am Rande der Kreisstadt St. Wendel mitten in der Nacht ein lautes Brummen die Leute aus dem Schlaf riss, dann ein schreckliches Krachen auf Hemmersch Viehwääd drüben in Alsfassen. Ein zweimotoriges englisches Flugzeug war dort zerschellt. Der Pilot und der Beobachter vorn in der Flugzeugnase waren nicht rausgekommen und lagen tot auf der Wiese. Zwei Flieger waren abgesprungen, einer in Alsfassen, einer in Urweiler. Die sahen seltsam aus und sprachen nur Englisch. Der Flieger in Alsfassen hatte Glück, weil in dem Haus, an dessen Tür er klopfte, zwei Mädchen wohnten, die in der Handelsschule Englisch gelernt hatten. Der in Urweiler wurde verprügelt.

 

 

 

 

Absturzstelle des englischen Bombers in Alsfassen im September 1941

(Foto: Artur Krein, St. Wendel)

 

Manche der Männer hoch oben auf achttausend Metern waren auch die ersten Amerikaner, mit denen es die Menschen auf dem Boden direkt zu tun bekommen. Denn manchmal wurde aus dem dumpfen Dröhnen, mit dem die großen Maschinen hoch oben über ihnen hinwegfliegen, ein schrilles Heulen, einer Sirene gleich. Dann war irgendetwas dort oben passiert, irgendetwas dort oben hatte die viele Tonnen schweren Ungetüme in viele Tonnen schwere Boliden verwandelt, die ihre scheinbare Leichtigkeit plötzlich verloren und – dem Ruf der Schwerkraft folgend – taumelnd gen Erde stürzten. Hier hatten die Leute in unserer Gegend Glück, denn der Aufschlag geschah nie in den Dörfern selbst, sondern in deren Randlagen oder draußen im Gelände.

 

Das schauen wir uns an, sagten die Leute. Und es gab viel zu sehen. Jede Menge Trümmer, ab und an sogar einen Toten. Auch wenn die nicht schön aussahen; für die Kinder war das nichts. Aber die Fallschirme, die sind aus Seide, das gibt sehr schöne Taschentücher und Kommunionkleider für die Kinder. Der Stoff riecht zwar nach Benzin, ist aber schön weiß. Einmal wurde gar über einen englischen Spion getuschelt, der aus einem Flugzeug abgesprungen und am Falschschirm im Tiefenbachtal östlich von St. Wendel gelandet sein soll. Die Geschichte hat sich bis in unsere Tage erhalten; tatsächlich handelte es sich um Claude Farris, den Captain der Fliegenden Festung, die am 29. Januar 1944 im Wald über Güdesweiler abstürzte.

 

 

Und oft haben auch die Glück, die in diesen herabstürzenden Särgen eingepfercht sind, und sich in den paar Minuten, die zwischen hoch oben und tief unten vergehen, daraus lösen können. An weißen Fallschirmen landen sie auf dem Boden und werden meistens schnell aufgegriffen. „For you the war is over“ - so werden sie meistens empfangen. Das sagen die Leute. Und sie glauben wirklich, daß der Krieg für die fremden Soldaten zu Ende ist. Doch der Krieg ist nicht vorbei, weder für die Deutschen noch die gefangenen Flieger. Sie werden der Wehrmacht übergeben und zu einem kleinen Ort hinter Frankfurt gebracht, wo man sie verhört. Den Rest des Krieges verbringen sie in einem oder mehreren Lagern zumeist im Osten des deutschen Reiches. Als Anfang 1945 der große Kollaps beginnt, zwingt man sie, nach Westen zu marschieren, und ihr Kampf ums Überleben beginnt von Neuem, und viele schaffen es nicht und sterben. Das bekommen die Leute bei uns nicht mit; sie haben genug mit sich selbst zu tun, denn mittlerweile hat auch der Krieg auf dem Boden unsere Heimat erreicht.

 

Ende 1944 und Anfang 1945 kam der Krieg dann endgültig auch ins St. Wendeler Land. Zuerst von oben, brummend, kreischend, begleitet vom Stakkato der Bordwaffen. Das waren die amerikanischen Jagdbomber, in der Abkürzung „Jabo“, hier bei uns im Volksmund „Jabbos“ genannt. Wenn man die erst mal hörte, dann half nur noch: runter auf den Boden, flach hinlegen, klein machen, beten. Vor den Jabos hatten alle Angst, denn die schossen auf alles, was sich bewegte. Die Menschen unten am Boden dachten nicht daran – und mal ehrlich, woher sollten sie es auch wissen -, dass die amerikanischen Piloten den Auftrag hatten, auf alles und jeden zu schießen, weil sie damit rechnen mußten, daß von unten alles und jeder auf sie feuern würde. Bei 400 Meilen in der Stunde kann kein Flieger in ein paar Hundert Metern Höhe zwischen Zivilisten und Militär unterscheiden, auch nicht zwischen Männern, Frauen und Kindern. Ein Angriff auf ein Bodenziel ist keine einfache Sache. Man sucht sich das Ziel aus, dreht eine weite Kurve und stößt dann hinab. Die Maschinengewehre sind starr in die Tragflächen eingebaut, gezielt wird mit dem ganzen Flugzeug. Bei der Geschwindigkeit bleiben nur Sekunden, bevor der Pilot wieder hochziehen muß, will er den Flieger nicht ungespitzt in den Boden rammen. Draufhalten und hoffen, dass man trifft, dann wieder schnell hinauf in halbwegs sichere Höhen.

 

Mit den Jabos kommen auch die Bombenangriffe - etwa in der Zeit, als die Ardennenoffensive beginnt. Zunächst sieht dieser Überraschungsangriff für die Wehrmacht gut aus, das Wetter ist kein "Flugwetter", aber für Bodenoperationen optimal. In der Luft ist nichts zu machen. Aber dann verziehen sich die Wolken, und die Amerikaner kommen. Sie haben von „strategisch“ (vorausschauend) auf „taktisch“ (Ziele, die unmittelbar von Bedeutung sind) umgestellt. Das heißt, sie bewegen sich nicht weit von der Frontlinie entfernt über dem Feindesland. Das bedeutet kurze Anflugwege und länger Zeit über dem Zielgebiet. Alle Ziele, die den Feind unterstützen könnten, werden zerstört. Und einige andere auch. Bei solcher Geschwindigkeit, aus solcher Höhe und unter solchen Umständen sind Kollateralschäden unvermeidlich. Alle, die jetzt in relativer Nähe zu Bahnanlagen, Fabriken, Brücken oder großen Straßen wohnen: Oh weh! Jetzt bekommen es auch die Zivilisten ab, die Unschuldigen, die ja eigentlich mit Krieg nichts zu tun haben. Sie prägen auch schnell ein Wort dafür: „Terrorbomber“, und dieses Wort verwenden auch heute noch viele Menschen (bevorzugt ohne Anführungszeichen), wenn sie von den Piloten der alliierten Flugzeuge sprechen, die ihre Bomben nicht nur auf militärische Ziele warfen (für die deutschen Stuka- und Bomberpiloten haben sie keine eigenen Namen). Das ist mir besonders gewußt geworden, als ich vor etlichen Jahren einen Jabo-Piloten zu einem regionalgeschichtlichen Treffen mitbringen wollte. „Nein“, so wurde ich brüsk verwiesen, „den wollen wir hier nicht. Bomberpiloten – okay, aber keine Jabopiloten.“ Philipp Loring, dessen P-47 Thunderbolt nahe Eisen abstürzte, grinste, als ich ihm davon erzählte.

Aus dem „weit weg“ ist ein „ganz nah“ geworden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kelsweilerstraße in St. Wendel am 21. März 1945.

Die Bombardierung geschah am 28. Februar 1945; das Ziel war der sog. „choke point“, die Stelle, an der die Eisenbahngleise bei der Einfahrt in Bahnhof auseinanderlaufen. Die ausgebrannten Häuser zur Linken zählen zu den berühmt-berüchtigten „Kollateralschäden“.

(Quelle: National Archives, College Park, MD, Still Pictures Branch)

 

Kreis St. Wendel, Mitte März 1945. Ein Sammelsurium von Soldaten aller Waffengattungen, hundemüde bis völlig erschöpft, Ausrüstung dürftig, wenn überhaupt noch vorhanden, quält sich über die Straßen Richtung Rhein. Da und dort wird eine Verteidigungsstellung aufgebaut, wird in die Richtung gefeuert, aus der Granaten gekommen sind. Dort naht das personifizierte Böse von jenseits des Großen Teiches - aus Amerika. Sie kommen zu Zehntausenden, tragen zehntausende Gewehre und andere Waffen mit hunderttausenden Geschossen. Sie nähern sich unaufhörlich und unaufhaltsam. Einzelne kleine Gefechte finden statt, zum Beispiel in Kastel an der Prims am Morgen des 18. März. Die Amerikaner sind über den Berg in den Ort eingedrungen und haben ihn von allen guten Geistern – und vor allem allen deutschen Soldaten - verlassen vorgefunden. Sie werden sorglos, stellen ihre Panzer ab und gehen Kaffee trinken. Da ertönen Schüsse – aus Kanonenläufen. Zwei Sturmgeschütze haben ihnen aufgelauert, ein amerikanischer Sherman-Panzer fliegt in die Luft. Infanteristen preschen vor und gehen auf die völlig überraschten Amerikaner los. Zwei aus der zweiten Panzer- Besatzung behalten die Nerven, zerstören eines der beiden Sturmgeschütze und schlagen das andere in die Flucht.

 

Einzelmanöver. So sinnlos wie das Sprengen der Brücken über Prims, Blies und Nahe. Sicherlich hält das die Amerikaner auf - ein paar Stunden, bis die Pioniere die Brücken wieder instandgesetzt oder Umgehungen eingerichtet haben. Aber zu welchem Preis …

 

 

 

Eins der Sturmgeschütze aus Kastel wird bei Selbach aufgegeben

und in Brand gesetzt.

(Quelle: Stars&Stripes, früher Darmstadt, heute USA)

 

Meist handelt es sich um Selbstmordaktionen, Nadelstiche gegen einen übermächtigen Feind, Einzelaktionen eben. Das „überlebende“ Sturmgeschütz aus Kastel muß in Selbach aufgegeben werden, als der Sprit alle ist. Es wird in Brand gesteckt, von jetzt an geht der Rückzug zu Fuß weiter.

 

Die Zivilbevölkerung ist sehr zuvorkommend; sie erzählt gerne, was sie gesehen hat. Mit wem sie redet? Egal. Hauptsache, es hört einer zu. In Primstal erzählt ein Radfahrer aus Saarbrücken den amerikanischen Truppen, wo in Tholey die deutschen Panzer stehen:

 

„Ein Zivilist, der Saarbrücken am 17. März um 14 Uhr verließ, fuhr mit dem Fahrrad nach Primstal, wo er von unseren Truppen aufgegriffen wurde. Als er durch Tholey fuhr, geriet er in unseren Luftangriff. Nach dem Angriff etwa um 18 Uhr, saw er eine Kolonne von ca 100 Fahrzeugen, die von Theley aus nach Süden fuhren. Er sah sechs Fahrzeuge brennend auf der Straße. Als er einen Soldaten fragte, sagte man ihm, dass die Kolonne nach St. Wendel fährt. Die meisten Lkws in der Kolonne waren leer. Es waren auch ein paar gepanzerte Fahrzeuge dabei. Etwa 30 Fahrzeuge wurden von SS-Leuten gefahren. Auf der Position 493987 sah er fünf Panzer, von denen einer brannte.“

 

Quelle: G-2 Journal, 10th Armored Division

 

Nicht nur in Theley erhalten die Amis Hilfe aus der Luft: sie schicken ihr einmotoriges Aufklärungsflugzeug vom Typ Piper Cub über den Ort, um aus der Luft das Feuer zu lenken. Ein Vorteil, den die deutsche Seite nicht hatte. Warum niemand das kleine, unbewaffnete Motorflugzeug einfach abgeschossen hat? Fragen Sie mich nicht.

 

Die Amerikaner kommen in zwei kompletten Divisionen in den Kreis, zusammen gut 20.000 Mann. Die 10th Armored Division (10. Panzerdivision) ist als voll motorisierte Truppe viel beweglicher und schneller als die 80th Infantry Division (80. Infanteriedivision). Deshalb haben beide auch ganz unterschiedliche Ziele. Die Panzer sollen möglichst schnell die zurückweichenden deutschen Soldaten überholen und zum Rhein vorstoßen, um ihnen den Weg abzuschneiden. Wenn etwas ihren Vormarsch verzögert, weichen sie aus und umgehen das Problem. Deshalb sind die Angriffstruppen der 10. Panzerdivision auch nie in St. Wendel gewesen. Am Tag vor der Einnahme der Stadt – also am Sonntag, 18. März, - wird ein Teil ihrer Kolonne an der Kreuzung zwischen Bliesen und St. Wendel, dort, wo’s nach Winterbach reingeht, von einem deutschen Artillerietrupp gestoppt. Die deutschen Kanononen auf einem kleinen Hügel nahe der Rassiersmühle – eine der als Flak wie als Panzerknacker gleichermaßen gefürchteten „Acht-Acht“ und ein paar Kanonen vom Kaliber 10.5 - schießen die amerikanische Speerspitze der Task Force Hankins in Grund und Boden. Es gibt etliche Tote. Die Führung befiehlt, durch Bliesen unter der Bahn hindurch auszuweichen, wird aber auch dort von den deutschen Geschützen erreicht, und weitere Panzer explodieren, und weitere Männer sterben.

 

General Morris, der kommandierende General der Zehnten, sitzt nun in der Klemme. Die letzten Tage schon hat er einen Anschiß nach dem anderen von seinem Chef, General Walker, dem kommandierenden General des XXth Corps, erhalten. Und dem sitzt sein Vorgesetzter im Nacken – und das ist niemand geringerer als General George Patton junior, Chef der Dritten US-Armee. „Zum Rhein, zum Rhein“, heißt seine Devise, „immer vorwärts, ohne Rücksicht auf Verluste“. Ausreden will er nicht hören, er will Ergebnisse sehen.

 

Morris gruppiert um, zieht seine Panzer bis Oberthal zurück und weicht im Laufe der Nacht über Namborn erst nach Norden, dann nach Osten aus. In der Feldstraße in Bliesen postiert er einige Geschütze, die über den Berg hinweg die Innenstadt von St. Wendel beschießen. Blind hinein. Die meisten Granaten landen mitten in der Stadt. Das erfüllt zwar keinen militärischen Zweck, ist aber wohl gut für die Moral. Zwei Frauen sterben in ihrem Wohnhaus in der Luisenstraße, als eine Granate dort einschlägt. Die St. Wendeler sehen nicht, woher die Granaten kommen; dort erzählt man sich bis heute, daß am Tag vor dem Einmarsch der Amerikaner noch Jabos über der Stadt waren. Im Endeffekt ist es egal, was damals eingeschlagen ist, die beiden Frauen sind gestorben.

 

 

Amerikanische Haubitzen in der Feldstraße in Bliesen schießen auf St. Wendel

(Einzelaufnahme aus dem Film „318th Motor near St. Wendel“, National Archives, College Park, MD)

 

Die andere Kolonne wird in Winterbach in erbitterte Kämpfe verwickelt. Der Vorstoß verzögert sich, bis die Einnahme St. Wendels am 18. März nicht mehr möglich ist. Zwar haben ein paar Einheiten vor Einbruch der Dunkelheit die Außenbezirke von St. Wendel erreicht, aber weiter geht es einfach nicht mehr. Am Fuße des Tholeyer Berges stoßen sie auf Widerstand. Deutsche Soldaten haben sich dort gut verschanzt, ein amerikanisches Spähfahrzeug abgeschossen und den Teamcommander schwer verletzt. Er wird für längere Zeit ausfallen und sein Stellvertreter die Gruppe übernehmen. Parallel dazu sind in der Breitener Straße Soldaten vorgerückt; auch sie ziehen sich für die Nacht zurück.

 

Morgen ist auch noch ein Tag und der Krieg ist bald zu Ende. Warum jetzt noch sein Leben riskieren. So denken die Soldaten, natürlich nicht die Generäle.

 

Das Ziel der 80. Infantry Division ist ein völlig anderes. Sie macht die "Drecksarbeit", in dem sie zu Fuß in die Orte einrückt, Haus für Haus durchkämmt, Zivilisten überprüft und deutsche Soldaten tötet oder gefangen nimmt. Die Infanteristen wissen genau, dass es nicht mehr lang ist, bis sie wieder nach Hause können. Auch hier gilt: Kein Risiko mehr eingehen. Also wird auch schon mal erst geschossen und dann gefragt.

 

Mit "deutschen Helden" machen sie kurzen Prozess. Wie etwa mit den beiden Wehrmachtsoldaten, die am Ortsausgang von Wolfersweiler versuchen, mit einem Maschinengewehr die aus Richtung Walhausen anrückenden Amerikaner aufzuhalten. Binnen Sekunden sind deren sämliche Waffen auf den kleinen Hügel gerichtet; von den beiden jungen Männern bleibt nicht mehr viel übrig, was beerdigt werden kann. Aber sie haben den Vormarsch des Feindes für mindestens 30 Minuten aufgehalten. Ob sich das gelohnt hat? Besuchen Sie die beiden auf dem Friedhof von Wolfersweiler und fragen Sie sie. Mir haben sie keine Antwort gegeben.

 

Die Wehrmachts-Truppen, die versuchen, die Amerikaner aufzuhalten - sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Die Unterlagen der 80. Infantry Division, Abteilung Aufklärung (G2), zählt die Gefangenen auf und dokumentiert ihre Zugehörigkeit zu Einheiten und Waffengattungen (die Aufstellung finden Sie am Ende dieses Artikels).

 

Es muss eine ganz eigene Erfahrung gewesen sein, als die vorrückenden Amerikaner und die Zivilbevölkerung des Kreises St. Wendel aufeinander trafen. Für beide Seiten. Die Deutschen hatten Angst – und die Amerikaner nicht weniger.

 

Wie würden sich die Zivilisten verhalten? Das waren doch alles Nazis, fanatisch eingeschworen auf Hitler. Jeder G.I., der die die Zeitung der US-Streitkräfte, ie Stars & Stripes, las, wusste das. Neben sorgfältig zensierten Artikeln über den eigenen Vormarsch und die schweren Verluste der Deutschen, neben Klatsch aus der Heimat und schwarzhumorigen Cartoons über G.I.-Joe und seine Kameraden - „Wo sind die Nazis?“ fragen die Soldaten, die eine total zerbombte Stadt besetzen. „In der nächsten Stadt“ tönt es aus den Ruinen, - sagt ihnen vor allem das Gedicht „Be gentle to the Germans“, wie sie die Deutschen zu sehen haben:

 

Be gentle to Germans                        

Now we’ve got them on the run         

Do not say or do a thing                    

To irritate the Hun;                           

Forget about Lidice                            

Laugh off the rocket gun.                   

Remember German people                

Were cruelly misled                           

Of course we mustn’t hate them        

Be kind of them instead –                  

What’s a little matter                        

Of twenty million dead?                     

These human, peace-loving people    

Deserve our charity.                          

So let us extend to them                   

The hand of sympathy;                     

Help them prepare to murder us        

In nineteen-sixty three.

 

 

Seid nett zu den Deutschen

Jetzt, wo wir sie am Rennen haben,

Sagt nichts oder tut nichts

Um die Hunnen durcheinander zu bringen.

Vergeßt, was ihr über Lidice gehört habt,

Lacht über die Raketenkanone.

Denkt dran, daß das deutsche Volk

So furchtbar mißgeleitet wurde.

Natürlich dürfen wir sie nicht hassen

Seid nett zu ihnen stattdessen –

Was ist schon dabei

An zwanzig Millionen Toten?

Dieses menschliche, friedliebende Volk

Verdient unsere Barmherzigkeit.

Deshalb laßt uns ihnen entgegenstrecken

Eine Hand der Sympathie;

Helft ihnen, daß sie uns umbringen können

Im Jahre neunzehnhundert drei und sechzig.

 

Quelle: „The Stars and Stripes“, Ausgabe Europa, 20. März 1945, eingesehen bei www.ancestry.com; deutscher Texrt: eigene Übersetzung

 

Etwas kritischer – vor allem mit sich selbst –, aber in Bezug auf ihre Feinde in die gleiche Kerbe schlagend, ist der Artikel über den totalen Krieg, Deutschlands Geheimwaffe, der am 20. März erschien – ein Tag nach der Einnahme St. Wendels.

 

„Die Roten an der Oder. Amerikaner, Briten, Kanadier am Rhein.

Die Achte, die Neunte und die britischen Luftflotten am Himmel.

Eine deutsche Division nach der anderen aufgerieben,

Stadt auf Stadt in Trümmer verwandelt.

 

Wie halten die Deutschen das aus?   Warum geben sie nicht auf?

 

Eine Antwort darauf ist Deutschland geheime Waffe.

Eine Waffe, die viele von uns selbst nach diesen langen Kriegsjahren immer noch nicht wahrhaben wollen.

Eine Waffe, die – ehe wir ihre Kraft nicht anerkennen – den Krieg verlängert und den Frieden in weite Ferne setzen kann.

Deutschlands geheime Waffe ist der Totale Krieg.

Ein Krieg der ganz jungen und der ganz alten.

Der Frauen und Mädchen.  Der Großmütter und der Vierjährigen.

Der neuen Rekrutenjahrgänge, die die neuen Divisionen so schnell auffüllen

wie wir die alten ausschalten.

Ein Krieg der Werkstätten und Treibstofflager, die all die Jahre hindurch

unterirdisch geheim und still ausgebaut wurden.

Von Sklavenarbeitern aus den eroberten Ländern.

Eine Wirtschaft, die Gewehre produziert statt Butter.

Mit riesigen Warenlagern und Arsenalen, bis zur Halskrause voll mit Treibstoff, Nahrungsmitteln, Waffen und Munition – genug, um Armeen zu ernähren, obwohl keine Armeen mehr da sein sollten, die man ernähren könnte, und keine Nahrung, mit denen man sie ernähren könnte.

Der Motor von Deutschlands geheimer Waffe ist seine Jugend.

Vaterlandstreu, fanatisch, flammend – vom Führer verblendet.

Tausende von Marias von Monschau.  Zehntausende von Horst Wessels.

Berauscht von unheiligem Ruhm.

Eingeschworen auf den Tod.

 

Wir schlagen sie.

Wir werden sie schlagen.

Aber wir könnten sie viel leichter schlagen

– weniger verlustreich, weniger zeitintensiv, viel billiger –

wenn wir ihre geheime Waffe verstünden und nicht einfach nur darüber lachten.

Wenn wir mit einer eigenen geheimen Waffe zurückschlagen würden.

Eine Waffe ohne den aufgeblasenen Nazi-Zauber.

Aber mit der schnellen, fast allmächtigen Schlagkraft des totalen Krieges

– durch das ganze Volk –  mit der ganzen Kraft der ganzen Nation.

 

Ein Krieg ohne Streiks.

Ein Krieg, ohne daß einige eingezogen werden müssen,

während sich andere freiwillig melden.

 

Ein Krieg ohne Tote auf dem einen Strand   und Sonnenanbeter auf dem anderen.

 

Ein Krieg, in dem die Aufopferung und das Leid,

das Elend wie die Erhabenheit (so es so etwas im Krieg gibt),

von allen geteilt wird.“

 

 

Mit den deutschen Soldaten wissen die Amerikaner umzugehen – umbringen oder gefangennehmen. Aber die Zivilisten können sie nicht einschätzen. Der guckt so böse, gehört bestimmt zum Werwolf, der berühmt-berüchtigten Guerilla-Truppe. Die alte Oma dort ist sicher harmlos, aber: man weiß ja nie. Die Zivilisten betrachten die Amerikaner mit dem gleichen Argwohn, natürlich von ihrer Warte aus. Erstaunlich, dass beim Einmarsch verhältnismäßig wenig passiert ist – auch wenn das Wenige schlimm genug ist. Wie der Tod der jungen Frau in einem Bliesener Keller, als ein Amerikaner von außen das Schloß der Tür aufschießt, hinter der sie steht.

 

Die meisten Menschen sitzen im Keller, als die Amerikaner im Schrittempo die Orte besetzen, oder in einem der Bunker, in dem sie seit Monaten hausen. Bunker aus dickem Stahlbeton oder in Form einer mehr oder minder befestigten Erdhöhle, ein langer Stollen, in dem sie sitzen und der Dinge harren, die da kommen sollen. Dort holt man sie entweder heraus oder sie kommen von selber, als der Lärm nachläßt und relative Ruhe einkehrt.

 

 

 

 

Deutsche Zivilisten haben in Gronig ihren Bunker verlassen.

Quelle: National Archives, College Park, MD, Still Pictures Branch

 

Über die Moral der Menschen an der St. Wendeler "Heimatfront" wissen wir nicht sehr viel. Was mag sie bewegt haben, als sie die schiere Übermacht der Amerikaner an sich vorbeirollen sahen, Panzer auf Panzer, Lkw auf Lkw, den ganzen Tag lang und die Nacht noch dazu? Empfanden sie Wut, weil das eigene Militär weg und die Amis jetzt da waren? Dachten sie so wie den Deutschen oben in der Eifel nahe Aachen, als ein Team der US-Abteilung Psychologische Kriegsführung die soeben „befreite“ Zivilbevölkerung fragte, auf wen sie böse seien? Die meisten sagten: „Auf Hitler!“. Und warum? „Weil er den Krieg verloren hat“.

 

Quelle: Saul Padover, „Lügendetektor. Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45.“, Eichborn Verlag, 1999

 

Was ging in den Köpfen der Menschen vor? Fühlten sie sich erobert oder befreit?

 

Heute ist es opportun zu sagen: "Wir wurden befreit". Weil heute die meisten mit Hitler und seinen Schergen nie zu tun hatten und meist auch nichts mehr zu tun haben wollen. Heute empfinden viele das Erbe der Nazis nur noch als Belastung. Du durftest nichts sagen, nicht gegen den Strom schwimmen, sonst wärst du gleich ins KZ gekommen. Also war es insgeheim doch eine Belastung gewesen, nicht wahr? Auch wenn man sie nicht gezeigt hat. Stimmt, sie wurden befreit. Aber die Nazis wohnten ja alle in der nächsten Stadt.

 

Die amerikanischen Kampftruppen halten sich nicht lange in St. Wendel auf, sie wollen ja zum Rhein. Die Panzerdivision hat die Stadt ohnehin umgangen, die Infanteriedivision bleibt einen Tag länger und übergibt dann an die Militärverwaltung, die schon am 20. März ihre Arbeit aufnimmt. Aber sogar der kommandierende Offizier der Dritten Armee, General George S. Patton junior, weilt am 20. März ein paar Minuten in der Stadt.

 

Als er auf dem Schloßplatz in seinem Jeep sitzt und die Zivilisten auf den Straßen betrachtet, da sind es nicht die ersten St. Wendeler, die er in seinem Leben zu Gesicht bekommen hat. Tatsächlich ist die Chance groß, daß er schon mehr als vierzig Jahre zuvor eine Frau aus St. Wendel kennengelernt hatte. Johanna Riefer ist ihr Name; sie stammt aus Alsfassen und arbeitete als Hausdame für Catherine Arabella Yarrington, Ehefrau des bekannten Eisenbahntycoons Henry Edwards Huntington. Als sie 1924 nach dem Tod ihrer Arbeitgeber wieder nach St. Wendel kommt, bringt sie ihr nicht unbeträchtliches Vermögen mit. Die Leute aus Alsfassen munkelten, das ganze Geld befände sich sicherlich in den beiden großen Schrankkoffern, die sie mit sich führt. Deshalb bekommt sie schon bald den Spitznamen „die Dollartante“. Als George Pattons Eltern 1903 den Huntingtons ihre Ranch in Kalifornien verkauften (dort befindet sich heute die berühmte Huntington Library, einer der großen Kunstsammlungen der Welt), damals müßte George die Katharina zumindest kennengelernt haben. In St. Wendel trifft er sie definitiv nicht mehr, sie ist ein Jahr zuvor in Wiesbaden gestorben (über ihr Leben lesen Sie bitte Sie in meiner Schrift „Die Dollartante“).

 

Die amerikanische Militärverwaltung war nicht für die Stadt, sondern den ganzen Landkreis zuständig. Da aber schon im Krieg die Kreise Ottweiler und St. Wendel zusammengelegt wurden, verlegt der kommandierende Offizier, Captain Stanley Jacobs, seinen Sitz im April von St. Wendel nach Ottweiler. Die Amis bleiben nur bis Sommer 1945 – am 10. Juli übergeben sie Stadt und Kreis und das restliche (damalige) Saargebiet an die Franzosen.

 

G-2 Periodic Report

 

80th Infantry Division

Report Nr. 197, 18 Mar 45. 2000A

 

18. März 1945

 

Heute

Kriegsgefangene bei Kampfhandlungen:                                       718

Kriegsgefangene (durch Sanitäter aufgegriffen):                           24

 

Seit Beginn des Feldzugs

Kriegsgefangene bei Kampfhandlungen:                                       19602

Kriegsgefangene  (durch Sanitäter aufgegriffen):                          1041

 

 

       1. Neuidentifizierungen:

2. Batallion 723. Inf Rgt, 719. Inf Div

2. Batallion und 15. Kp, 38. SS Pz Gren Regt, 17. SS Pz Gren Div;

41. Luftwaffe Inf Batallion, Flak-Division 9.         

 

     2. Stellung: Nach Angaben von Kriegsgefangenen stieß das 2. Batallion, 723. Inf Rgt, 719. Inf Div, durch den Westwall im Raum Saarbrücken mit dem Befehl, die Hochebene im Raum Bergweiler einzunehmen und zu verteidigungen. Kriegsgefange wurden im Raum Dörsdorf (Q4497) während einer Aufklärung gemacht. Das 2. Batallion hat ungefähr 200 Männer.

 

2nd Bn 38th SS Mtn Regt:

Kriegsgefangene haben ausgesagt, daß aus dem 2. und 3. Batallion, dem 338. SS-Gebirgsregiment und der 15. Kompanie ein Kampfverband gebildet werden soll, möglicherweise bestehend aus dem gesamten Regiment, der Primstal (L4504) verteidigen sollte. Dieser Verband soll etwa 300 Mann stark sein.

 

41. Luftwaffe Inf Batallion ist der 416. Inf Div angeschlossen und soll Steinbach (4496) verteidigen; aber man glaubt, es habe sich in Richtung St. Wendel (Q5996) zurückgezogen.

 

       3. Organisation: Das 12. SS-Gebirgs-Regiment wurde nach Aussage gutinformierter Kriegsgefangener der 2. Gebirgsdivision zugeordnet, und es werden keine weiteren Elemente dieser Division in diesem Gebiet erwartet. Man sagt, diese Einheit ziehe sich in Richtung Neunkirchen (L5105) - Steinberg-Deckenhardt (L5504) - Hirstein (L5903) zurück.

 

       4. Personal:

Stab Infanterie Regiment 774:        Lt Schroeder

Feldersatz-Bataillon 416:               Olt Wassermeyer

Stab Infanterie-Regiment 774:       Olt Scholz

 

Feldersatz-Bataillon 416:               Lt Gubernatur

                                                   Olt Neubauer

                                                   Olt Jaenecke

                                                   Lt Doescher

                                                   Lt Sundermann

                                                   Lt Heidkamp

                                                   Lt Schmitz

                                                   Lt Angst

 

Stab Artillerie-Regiment 416:        Olt Samhaser

SanOffz Festungs-Art-Abt 1522:    Olt Kellner

Stab Festungs-Pionier-Bn 28 :       Olt Golz

Komm Offz Volkssturm:                Lt Schneider

                                                   Lt Xuemes

Fhr 1. Kp Panzer-Jäger-Abt 719:    Olt Kowald

KG 719 Infanterie-Division:           Generalmajor Goeder (Heinrich Gäde)

Kdr II. Bn/Inf-Rgt 723, 719 ID:      Hptm Tolgsdorf:

 

Kdr Luftwaffe-Festungs-Bn 41, Flak-Division 9:        Maj Hellendorf

KpFhr 2. Kp Luftwaffe-Festungs-Bn Flak-Division 9:  Lt Kreusert

KpFhr 3. Kp Luftwaffe-Festungs-Bn Flak-Division 9:  Olt Fobbe

Kdr I. Abt/Flak-Regiment 42, Flak-Division 9:           Hptm Baumgartner

Chef 4. Batt/Flak-Regiment 42, Flak-Division 9:        Olt Siebert

 

19. März

 

Fhr II. BN/103. VolksGrenRgt, 46 VolksGrenDiv:             Hptm Schoenlau

Komm. Gen 559. Volksgrenadierdivision:                        Generalmajor von Mühlen

559th Fues Kp:                                                             OtLt Prill

Komm Offz Artillerie-Regiment 1719:                              Lt Keny

Kommandeur Artillerie-Regiment 1719:                          Oberst Nagel

Kdr IV. Abt/ Artillerie-Regiment 1719:                            Hptm Hesse

Chef 10. Abt/Artillerie-Regiment 1719:                           Olt Placket

Chef 5. Batterie, Flak-Regiment 42:                               Olt Koehler

Kdr 2. Bn, 58. SS Pz Gren Regt:                                    Major Lindenkamm

Kommandeur schwere Panzer-Jäger-Abteilung 519:        Major Rosenthal

KpFhr 3. Kompanie schwere Panzer-Jäger-Abteilung 519: Lt Scheuermann

KpFhr TransportKp, Versorgungs-Regiment 416:             Hptm Sommer

KpFhr Festungs-Panzerjäger-Kompanie 3./XVII:             Olt Boettger

Kom Offz „station complement“ St. Wendel:                   Hptm Fiedler

S3 Stab I./Infanterie-Regiment 713:                             Lt Schorer

KpFhr 5. Kompanie Landesschützen-Bataillon 318:         Olt Getto

Chef 1. Batterie, Artillerie-Regiment 111:                      Olt Fetzer

Chef 5. Batterie, Artillerie-Regiment 111:                      Lt Effert

Chef 3. Batterie, Artillerie-Regiment 212:                      Olt Stueck

Chef 9. Batterie Artillerie-Regiment 212:                       Lt Boss

Chef 3. Kompanie Landesschützen-Bataillon 779:          Olt Sturm

Chef 4. Kompanie Landesschützen-Bataillon 779:          Olt Lt Eckert

Beamte 416. Inf Div:                                                  Olt Bloedorn

                                                                                 Hptm Sommer

                                                                                 Olt Backer

Sanitätsoffiziere:                                                        Olt Dr. Werner

                                                                                 Olt Michelsen

                                                                                 Olt Dentzinger

                                                                                 Olt Oehlda

                                                                                 Olt Krieger

                                                                                 Olt Berndt

Chef Stabsbatterie Artillerie-Regiment 1719:                 Olt Blackert

Fhr 2. Kp Festungs-Panzerjäger-Bataillon XVII:             Olt Bardey

 

Offiziere in der Kampfgruppe Langenberg (719th Div)   Maj Langenberg

                                                                                Olt Kaeten

                                                                                Olt Jakob

                                                                                Lt Staake

Kdr Volkssturm Bn 40/75:                                          Maj Rech

 

Im großen und ganzen handelt es sich hier um die 416., 719.ID und der 212.VGD sowie unterstellter Unterstützungseinheiten.

Die 416.ID unterstand dem LXXXII.AK, die 719.ID dem LXXXV.AK und die 212.VGD zum LXXX.AK.

Diese Korps unterstanden der 1. Armee.

 

Anmerkunge:

Der Originaltext ist in englischer Sprache verfaßt; die Namen der deutschen Einheiten sind dort in Englisch übersetzt. Bei der Auflösung der englischen Abkürzungen hat mir ein User namens „Hugo“ im sog. „Wehrmachtsforum“ geholfen: www.lexikon-der-wehrmacht.de

 

 

Quelle:

National Archives, College Park, MD, USA

(Auszug, eigene Übersetzung)

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