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Geschichte(n) -> 1606 Sall und Gültbuch der Kellerey St. Wendel

Landeshauptarchiv Koblenz, 1 C 7435
Sall und Gültbuch 1606

(Folio 0 verso = leer)

(Folio 1)
Sall
[1] und Gültbuch[2] der Kellerey St: Wendell uber deroselben Hoch[3] und Frey undt Grundgerechtigkeit[4], Schafft[5], Güllt, Frohn[6], Dienst, Zinß, Zehenden[7], undt andere zugehörige

Im Jahr 1606:

Bey Regierung des Hochwurdigsten in Gott Fürsten und Herrens Hern Lothary, Ertzbyschoffen Zu Trier und Churfürsten, Meines gnädigsten Herrens

durch mich Johan D'hamen von Welschbillich Notarium Imperialem Undt der Zeitt Ihrer Churfürstl. Gnaden Kellner
[8] zu St: Wendell uffgericht und ubergeben.

(Folio 1 verso = leer)

(Folio 2)
Schloß Zue St: Wendel mit freyheit[9] undt BeZirck
Daß Schloß undt Burghauß Zue St: Wendel, Inn der Statt, Ist alleinig, Undt unmittels, mit allem ein= undt Umbgebäwe, auch hoch, ober, mittel, nieder, frey, recht, undt gerechtigkeit, mit Vorhöff, ein= undt eußersten Wassergräben; undt rechen, auch noch folgendten appertinentien Undt Zugehördenn, Dem Hochwürdigsten Unserm Gnedigsten Churfürstenn und Herren Zue Trier, sambt Ihrer Churfl. Gnd. Ertz stifft aigenthumblich Zuestendig, Deßo freiheit sich biß uff dem Hohen Rech deß eußersten Schloßgrabenß erstreckt, Nemblich Von dem Understen Hauß Under dem graben ahn dem Thore, wie die Zwerg maur uffm graben, ahn dem Thore herüber ahn das Schloß gehet, ahnfahredt, uff dem graben ahm fueßpfadt heruffer, biß ahn Jacob Schawels Kraemerß garten, darunder Zwischen dem graben undt dem Weg ahm Rech, Rings umbher des grabens hat ein hauß Kellner Im schloß der platzen gleich and. assument[10] gueteren selbsten Zu gebrauchen od. Zu Verleyhen.

So forters gehet die Burg freyheit neben obgl. Jacob Schawels garten hinauff ahn die Schloß gass, so uff dem höchsten an der gassen gegen dem Marcktbronnen ahn Churfl. Hagischen Wapffen ahn, undt Volgents Innen biß Zum eußersten Schloß Portel, ahn der Bruecken, DaVondannen hinab, biß ahn daß Klockenhauß, daselbst ahm Rech, unden Zue, etliche Obst bäume stehen, So auch alleinig Zum Schloß gehören, die beyde Zwerg mauren so gegen dem Klockenhauß und dem Understen Hauß Uffm graben (Folio 2 verso) Hinuber wied die Sch
loßmauren gehen, Seindt die Burger der Statt St Wendel Zue bauwen und handthaben schultig.



Baumgarten
Auß Wendig der Statt hinder dem Schloß hat man einen Baumgarten, und forters einen eingeZeunten grab= und graßgarten; der sich forter Ziehet Zum Bruel Zue. Nach außerhalb deß baumgartenß, Zue der Underster Statt pforten Zue, Zwischen dem Wegh, so Zu den BruelHeußeren auß dem baumgarten gehet Undt dem Wassergraben, biß ahn die Ser oder Grendel[11] hat eine Ledige Platz Voller stein beriß gelegen, So Verwachßenn, und bey menschen gedenckenß nicht auffgerißen geweßen. Welche durch Jacoben Schauwel und Bier Theißen Bürgere in der Statt Zue einem garten Uffgerißen, Undt etliche Jahr lang angelegter Möhe wegen, Vergeblich Zugelaßen, Weil es ein Kellner pro assumento Zugebrauchen, mags ers selbsten genießen od. Verleyhen, wie ihms gefält.

Brüell wieß
Der Bruel[12] od. wießen grundt, hinter dem Schloß In maßen er außgesteint, undt gemarcket, sambt einem stück Im Weyer, nechst oben dem dammen, Von Ungefehr einem Wagen Heuws Under dem Klockengrometh[13], Undt dan noch ein stück baß hinauff Zwischen Vhor Wendels erben, Undt der Kirchen gelegen, So (Folio 3) auch an deß Gellinger stuck grentzet, Undt Zu Einer seithen ahn die Bosenbach, Zue ander seithen ahn Johan Dhamen graben stück stoset, ist höchstgl. Unserem Gnädigsten Churfürsten und Herren Zum Schloß St: Wendel Zuestendigh, derselb Bruel und Zugehörige stück werden Jährlichs Verrechnet, erträgt ungefehr ahn Heuwe - 42. od. 43. froen=Wägen, mehr und weniger.

Under dem Weyer dammen Jenseits der Boßenbach hat Es ein morgen felts gehat, welcheß ein Rüben acker geweßen, denselben ein Kellner pro Assumento gleich andere güeteren genießet; ist nuhnmehr auch Zur wießen gemacht, giebt ungefehr anderthalben wagen Heuweß.

Inn obgemelten gantzen Bruel undt Wießen grundt hat ein Kellner, nachdem daß Heue außgeführt, Lauth bestallung des gromets, Und darnach auch der Weyden Ungehindert menniglichs biß Zur St: Wendels Tag Zu genießen, undt darZwischen darin Zu pfenden:

Und wirt Von jedem stück groben Viehs Von alters hero 18. pfennig gehoben, Doch der schade wan er groß, undt nit wohl nach Zu geben, sonderlich beZahlt werden solle, daßelb pfandtgelt dem Haußgesindt, damit sie bey tag undt nacht fleißig Zuesehen, und uffachtung haben, Zugelassen wirt.

Brüelheußer
Die Heußer, Grometh und garten platzen Im Bruel, biß ahn daß waßer hinder den werckheußeren, Seint fast alle Unserem gnädigstl Churfst. und Herrn grundt Zinßbahr, Wie hernacher weitleuffiger specificirt wirt.
(Folio
2 verso)

Schloß Müelwerck
Neben dem Bruel Jeseits wassers, und Niederwiller hat daß Schloß St: Wendel ein Mühlwerck von Zweyen gengen, diese Mühl erträgt Jährlichs Jetziger Zeit .8. mlr korn, Lauth Jahr Rechnung, Ist Vor etlichen Zeiten der Kirchen St: Wendel Zustendig geWeßen, So die Bürgere mit .5. mlr der Kirchen verpfachtet, Nochmahls Anno .1592. hat d. Hochwürdigst mein Gnädigster Churfürst undt Herr sich erbtauschweiß mit d. Kirchen und Bürgerschafft Verglichen, Undt Ihnen die Altzfaßer Mühl so ihrer Churfl. Gd. Zugestanden, dagegen Erblich eingeraumbt, Welche die Burger Von der Kirchen umb gewießen Pfacht erblich Innhaben.

Hinder obgd. Niederwiller od. Schloßmühlen Liegen drey kleiner garten stück mit Zweyen oder Treyen Obßt bäumen, So auch Zu d. Mühlen gehören, Ist außuersteint.


(Folio 3a)
Folgen hernach die andere eygenthumbliche erbgüter, Zum Schloß Sanct Wendel gehörigh.

Noch haben Ihre Churfürstl. Gd In d. BresPach, Under dem Weyer herab, eine große Wieß, stoest herund. einsTheils ahn die forth, Under d. Walckmühlen, anderenTheils under die Loemühlen Uff besondere gemärckt, Ist ringß Herumbher mit eichen undt anderm außgemarckt, diese wieß erträgt ungefehr 10. od. 12. fronfarthen Heuweß, dieselbe mit dem Bruel Zusamen berechnet, laufft ahn froenfarthen ungefehr --- 53.

In dieser gantzer BresPacher wießen wirt kein Grometh gemacht, Sint
emals[14] es Saur undt Rawe geWächß, der Weiden hat man auch nit besonderlich, nachdem d. Heuwe außgeführt, Zue genießen, Dieser beyd. Bruel undt BresPacher Wießen HewWachß, wirt durch ein Kellner Jährlichß Verrechnet.


Wießen bey der Schleiffmühln.

Bey Anthony Schleiffmühlen[15] Under Niederwiller hinab, Jenseits d. Bach.

Itl Zwischen der Bach uffm Werth.

Item hiseits der bach Liegen Wießenstücke deren Zusamen - 3. stück, so binn. 2. Wagen ertragen undt Zum Schloß gehörich, seint Zum Theil frucht felder geweßen, daß größt stück Jenseiths d. Bach Ligt Zum Tritten Jahr im brachfelt, alß dan eß kein Heuwe giebt, sonsten die (Folio 4 verso) Andere .2. stück geben alle Jahr Heuwe, hat ein Kellner pro assumento UnVerRechnet, Weil es mehrentheils felder geWeßen, Zu gebrauchen


Wieß bey Uhrwiller Mühlen
Bey Urwiller Mühlen Zwischen denn bächen, hats Vor Zeiten felder gehat, dieselbst ein Stück Ligt, so Zum schloß gehört, Uff einer Seithen Zur Mühlen Zue, ist Tormgenußer Martin Brandt Bürger Zur St: Wendel, uff d. ander Seithen Johan Dahm, So er ahn den Schlabatzen erben erkaufft, Thut Ihrer Churfl. Gd. stücke so nuhnmehr Zu grometh wießen gemacht, ungefehr einen Wagen Heuwß, ist außgesteint, hat ein Kellner weil es felt geweßen, Zu genutzen.

Gromath Stück Hinder Reichsborner Achten
Ahm Uhrwiller Weeg hinder d. Reichborner Achten Ligt ein eingehägt dürres Grommeth stück, So auch Zum schloß gehörich, Von ungefehr einem Wagen Heuwß, darin man der Weiden zu genießen, wirt durch ein Kellner mit anderen assumenten gütheren benutzet, Sintemahl es Zu der Reichborner Achten felt gehörich.

(Folio 4)

Ackerfelder Zum Schloß gehörig.
Ein eingehägte Acht[16] Ligt nechst Vor der Oberster Pforthen Zwischen gemeine straßen, und hinden Zue erfindt sich die anwendt mit. 3. steinen außgemarckt einhelt ungefehr --12. morgen

Item die Zweyte Acht Ligt auch Vor der oberster Pforten, oberhalb dem Reichborn, ist ringß herumber außgehäget, einhelt ungefehr --- 9. morgen

Die dritte acht Ligt hinder dem Sauren Baum, hat auch ihren außgeZeichneten Augenschein, Einhelt ungefehr --- 10. morgen


(Folio 4 verso)
Wald Wilderunngß Boesch Altlandt
BresPach

Item Hinder BresPacher wießen ligt ein Bösch undt felt, nuhnmehr wirdt ein Theil Von. 8. morgen ungefehr Jährlichs befruchtet, Undt Rauwheit undt entlegenheit halber Verlehnt, hinder demselben ligt der Rodtboesch Von ungefehr 12. morgen, So Zue 15. oder 16. Jahren einmahl befruchtet wirt. Diese obgd. Achten undt felder hat ein Kellner Lauth bestallung pro assumento Zugeuießen
[17].

Jünngenwaldt
Item Ligt hirseits der dieffenbach ein auß gemarcketer Waldt genant der Jungenwalt, Von altem buchengehültze, allein meinem Gnädigsten Churfürsten undt Herren Zuestendig, hinden abe ahn deß Blicken Zue Lichtenbergwalt stoßent, Wan dieser walt äcker hat, wirt Er der Bürgerschafft od. der Gemeinden Urwiller umb gewiß gelt Verlehnt, Nemblich. 8. od. 10. gulden, plus=minus, Ist Lauther Von gehültz, hat etlich mahl durch Sturmwindt großen schaden gelitten,

Auß diesem Walt hat sich daß Schloß St: Wendel Zu behültzen mit brandt holtz, Undt woeZue man es sonsten gebrauchen Wilt.

(Folio 5)

Gewäldt.

Dieser Walt Ligt nit in Wendelisch Hochgericht, Es ist aber wegen Ihrer Churfl. Gd. durch Wendelische Kellner Undt befelchhaber uff Wilt Prath
[18] darin gejagt worden.

Anno 1598. hat der Honnelsteinisch undt Warßburgisch Scholtheß Zue LeutersWeiler Leim Nickel einen Beyen mit abhauwung eines baums außgenommen, und Zue sich gehn LeutersWiller getragen, denselben Ich Johan Dham der Zeit Kellner durch den Kellnerey botten, Hanß Schneideren Zue Urwiller Zurück fordern Laßen, mit meldung, daß d. Beyenfundt Ihrer Churfl. Gndaden Zuestendig, wie dan auch Vor alter Zeiten her, durch Wendelische Kellner außgenommen worden. Daruff Er Scholteß mir Kellneren den Honig und Rossen Testituirt.

Auch darnach durch LeutersWeiler Hirten Beyen daselbst gefunden, darVon die Pfäre und Volgents d. Honig in dies Kellerey geliebert worden.

Hinden ahn dem Jungen Walt oben d. Dieffenbach ligt ein Rauwer Rodt boesch Von ungefehr 10. morgen, wirt über 15. oder 16. Jahr einmalen gerodt und befruchtet, ligt nicht uff wendelischer, sondern uff Honnelstein und Warßburger Hoheit, ist ein Steinrecht, rauw, und unfruchtbahres Rodth, alßo entschlossen Zum Waldt uff Zu Ziehlen.

(Folio 5 verso)
Die Zweibrückische wegen deß Closters WernerßWeiler, od. d. Remigßberger haben sich wohl understanden, den Zehendten heruff wan eß bruchtet geweßen abZunehmen, aber die Wendelische Befehlchßhaber denselben allemahlß erhalten, Zu sich genommen Undt bey possession gehandthabdt,

Item nechst Unde dem Jungen Waldt Ligt ein Jungeß eichenwäldtgen, welcheß Kepfermeßig haltz Zue St: Wendel uffgehägt, Ißt Ihrer Churfl. Gd. Zustendig, stost forn Zue ahn deß Wendelisch Hochgericht, einhelt ungefehr --- 7. morgen

Item noch ein Junges angeZieltes stückchen eichen walts, nechst hinder Eichbösch, einhelt Ungefehr 9. morgen, Ligt im Wendelischen Hochgericht.

Item nechst hirseits demselben Jungen wältgen Ligt ein Rodtbuesch Von ungefehr --- 7. morgen wirt in Ungefehr 15. od. 16. Jahr einmal befruchtet.

Eichbösch So nuhnmehr ein Waldt.
Item darnach daß Wältgen genant Eichbesch, So ahn nechsten oberhalb d. Statt, Vor und hirseithß Vorgeschriebenen Rodtbuesch gelegen, darin nuhnmehr dienlich kepfermäßig[19] bauw gehultz Zu finden, Einhelt ungefehr 10. oder 12. morgen.

(Folio 6)
Hunnlinnger Boesch

Item ahn Hunling oben der fauden
[20] haben Ihre Churfl. Gd. einen Rodtboesch Von ungefehr 20. morgen, ist mit eichen beumen außgemarckt, Und wirt in 15. od. 16. Jahren einmahl befruchtet.

Item bey dem Schlabatzen walt, so nuhnmehr Johan Dhamen Zuestendig, Under Becker hanßen Creutz, Zwischen dem Geser und Dersdorffs bueschen haben Ihre Churfl. Gd einen rauwen Rodbösch Von ungefehr 28. morgen. So in 15. od. 16. Jahren einmahl befruchtet wirt.

Spriedt[21].
Item recht Vor der Statt St: Wendel hinder der öberster boßenbachs Wießen ligt ein Junger eichen=Waldt, Spriedt genant, der Zwischen Ihrer Churfl. Gd. und der Bürgerschafft Zue St: Wendel noch in Unentschiedenem streith stehet. Doch durch die Kellner Zue bauwe und brantholtz[22] Jetzmahls benutzt wirt, darußer Zur weilen der Burgerschafft Zue der Statt fabric auff ihr ansuchen etwaß nach gelegenheit geuolgt wirt.

Alte Acht hinder Spriedt.
Item hinder dem walt Spriedt Ligt ein groß stück alten Rauwen Landts Von ungefehr 10. morgen, wirdt Zue 10. od. 12. Jahren uffgerissen, deß dan ein Kellner wegen Ihrer Churfl. Gd. neben anderen assument güteren Vermög Bestallungen Zugenießen.

(Folio 6 verso)
Weyer Zum Schloß St: Wendel gehörigs

Item oberhalb BresPacher wißen Ligt ein Weyer darin man ungefehr fünff od. sechs hundert Setzling fisch einspeißen kan, Wirt in Zeit d. fischung Ihrer Churfl. Gd. Verrechnet.

Item der Schloßgraben wirt mit ungefehr 200. Setzlingen gespeißet, ist einem Kellner Zugelaßen.

Hierneben seindt noch hinder dem Schloß ahm Bruel neben dem baumgarten drey behälter gelegen, deren Zween weil sie niemahls nutzen pracht
[23] Zu Graß liegen plieben, der dritte Zue fisch behälter Zu gebrauchen.

(Folio 7)
Statt Sanct Wendalin

Item die Statt St. Wendalin mit aller Hoch=Oberkeit Recht und gerechtigkeit ist durch auß einem Ertzbischoffen und Churfürsten Zue Trier, sambt deßen Ertzstifft Zuestendig, und mit allem gehorsamb underworffen, darin undt darüber kein anderer Landtßfürst undt Superior, außerhalb kayserlicher Mayt
[24] agnosciert und Erkent wird.

Huldigungh
Nach absterben eineß Regierenden Ertzbischoffen und Churfürsten Zue Trier Undt erwehlung eines anderen Seindt alle Bürger ohne underscheidt schultig undt Verpflicht demselben durch daß hochwürdig Thomb
[25] Capitul Zue Trier, erwöhlten und praesentierten Ertzbischoffen und Churfürstl. mit leiblichem eydt und Hüldigung allen Underthenigen gehorsamb Zue schweren, Undt sich underwürffig Zu machen, wie derengleichen auch nachgeschriebene, Zue dem Ambt St: Wendel eingehörige Dörffer Verpflicht seindt.

(Folio 7 verso)
Statt St: Wendel Ambtmann, Kellner und Scholtheß

In der Statt St: Wendel, und über deßo Ambts angehörige Dörffer hat ein Churfürst Zue Trier einen Ambtman, Kellner und Scholtheßen anZunehmen und Zue setzen.

Hochgericht und deßo Scheffenn
Dergleichen hat ein Ertzbischoff und Churfürst Zue Trier, ein Hochgericht Zue St: Wendel, und darZur Sieben Hochgerichts scheffen, welche durch einen Ambtmann od. seines abweßens einen Kellner angenommen, beaydigt und bestettigt werden, dieselbe scheffen neben dem Hochgerichts Scholtheßen, seint Urtheil sprecher undt Richter über Criminal undt malefitz sachen, dergleichen werden Vor ihnen Verhandtlet alle gerichtliche process und pfändtungß Sachen, auch Kauff, Uffträge, Erbungen, Teusch über frey güther und Moebel - dergleichen Testamenter, Codicielen, Vereinigungen und Dispositionen, Sambt Bürgerlichen undt Stattsachen, dieselbe auch pfundt, öel, gesey[26], maß Richtig Zu halten, und außZutheilen haben.

(Folio 8)
Statt St. Wenndel

Die Hochgerichts Scholtheß und Scheffen In der Statt St: Wendel haben auch Huet und Wacht ahn pforten Thornen
[27] und Statt mauren, Zu besetzen, und daruff achtung Zu thun.

Bedell
Bey dem selben Statt gericht St: Wendel, hat man auch einen geschwornen Bedell[28], od. Gerichts bott, Welcher durch einen Ambsman auch Scholtheß undt Scheffen angenommen, Und Zue Ambt und Gerichts Sachen gebraucht wirt.

Schatzung
Alle Bürger und Einwohner In d. Statt, Wie auch Im Bruel Vor d. Statt so in die Burger Zahl gerechnet werden, Seint Zu allen undt Jeden Reichß= od. Turckensteuren, Landt od. Cammersteuren, und derengleichen Subsidys, Worin Sie durch die Landtschafft des Ertz Stiffts Trier eingewilligt werden, Zue Contribuiren schuldig, und werden jetzmahls dies 1607 Jahrß ahn bewohnten und Unbewohnten, gefreyet und Ungefreyeten, Geistlichen, Adelichen, Bürgerß auch sonsten hirt heußeren, Und im bruel Zusamen erfunden - 96. feurstett.

(Folio 8 verso)
In dieser Zaahl der Heußer seint Begriffen wie obg. der Pfarhoff, Hospitalhauß Von Cues, daß Wendelisch Hospital und die Altaristen, auch andere adelische und frey heußer, So aller bürgerlicher Statt beschwerung huet und Wacht gefreyet.

Leußerß Hauß
Die Leußere Von Lambsheim Von wegen Ihrer älteren deren Von Geilingen, haben auch in Obgeschriebener Zaahl ein adliche wohnung in d. statt, genant daß Geilinger Hauß ahm Marckt, darZue auch etliche Renthen In undt außerhalb Wendelisch Ambts, daßselb Hauß hat seine freyheit mit Huet, Wacht, undt anderen bürgerlichen sachen, aber den hinder bauwe tragen sie Von dem Closter Tholey Zu lehen, haben sonsten weiter keine besondere Gerechtigkeit od. Jurisdiction Im Ambt, außerhalb Ihrer Erbgütheren und Renthen.

Söeterisch Hauß
Die Von Soeteren nuhnmehr Cuno Von Soeter haben In der Statt St: Wendel gegen dem schloß richt über einen HaußbeZirck, mit etlichen doch wenig gütheren, So ihr eigenthumb, auch Huet undt Wacht befreyet, sonsten Sie keine besondere freyheit, gebott od. Verbott in d. Statt und ambt St: Wendel haben, tragen auch etliche stück Zu Lehen Vom Ertzstifft Trier, lauth ihrer Lehenbrieffen.

(Folio 9)

Klockenhaus
Die Klocken nuhnmehr Zolly erben haben Vor alter
Zeit Jn dem Schloß St: Wendel Jm Vorhoff einen Burgseß
gehatt, aber Vor Vielen Jahren seint Sie (: wie auch anderen
mehren burgleuthen beschehen :) außgetauscht, und ihnen ihr
Jetziges bewohnlich Hauß neben dem schloß ahn d. Statt=
mauren darfür geben worden, daßelb sie mit etlichen
güteren undt Mangelt Von dem Ertzstifft Trier Zu Lehen
tragen, Jst auch außerhalb deß Vorgebeuweß, welcheß
Bürgerlich guet ist, der Statt beschwerdten befreyet,
aber mit schatzungen Reichs landt steuren p. Von dem Vor=
bauw und ihren Erbgueteren Jm Hochgericht biß hir=
hero Ungefreyet gehalten worden.

Schlabatzen Hauß
Die Schlabatzen Erben haben Von dem Stueber ein hauß erkaufft, So ahm Marckt neben dem Rathhauß gelegen, Welcheß auch ein Lehen Von dem Ertzstifft Trier Und der huth undt wacht, Sambt Bürgerlich Servituten gefreyet ist, Aber in schatzungß und landthülfflichen sachen, gleich anderen Verbunden.

Andere mehr platzen Von Geistlichen und sonsten Häußeren erfinden sich deren etliche Zumahl auch etliche allein hueth undt wacht gefreyet, alß nemblich Christoff Richters geheuß, lauth seiner einhabendten brieffen.

(Folio 9 verso)
Tholeysch Closter Hauß

Daß Closter Tholey hat in d. Statt St: Wendel ein Newe große Behaußung, mit Hoffgarten, Stallungen und neben beuwen, Ist alles erkaufft und ungefreyet.


(Folio 10)
Statt St: Wendel Bodhumb Zinß

Die Heußer fast mehrentheils in der Statt St: Wendel geben Ihrer Churfl. Gd. grundt od. Bodhumb Zinßgelt, So man auch Bricty gelt nennet, Weil es uff St. Bricty Tag gehoben wirt, Welcheß ein Unverenderliche Stanrendt ist, wie dan die heußer hernach in specie VerZeichnet werden.

Rauchaber
In der Statt St: Wendel gibt man Von etlichen Heußeren undt platzen, auch Rauchaber, So eine erbliche Stanrendt ist, Wie solche hernach specificirt Werden, welche heußer keine Rauchaber geben seint dargegen in Kriegß Zeiten, oder Sonsten uff erforderung, Heerwägen, undt darZue gehörige notturfft ohne Zue Thun der anderen so Rauchaber geben, Zue stellen schuldigh.

(Folio 10 verso)
St: Wendel Kellnerey oder eußerst Grundgericht

Item Zue St: Wendel hat ein Ertzbischoff undt Churfürst Zue Trier Zue Ihrer Churfl. Gd. Schloß und kellerey daselbst undt uber der Lehen undt Schafft gultiger Herrn daselbsten guether undt Renthen ein grundgericht, nemblich einen Scholtheßen, VierZehen Scheffen, und einen Bedel, Welche In und außerhalb der Statt, ahn Verschiedenen orthen geseßen, Undt über d. Kellnerey, und anderer Herren dienst, Schafftgultige undt Zinßbahre gutere weißen undt erkennen, die auch Vor ihnen Uffgetragen, geerbet, undt Verhandelt werden, Doch waß Kirchen gueter seint, darüber hat die Kirch besonder Scholtheß und scheffen, derengleichen die frey gueter haben Statt scholtheß, Scheffen In der freyheit Zuuerhandlen, wie hir beuore
[29] angeZogen.

Dieß eußerst Grundtgericht, hat hir beuore In Criminal Sachen beneben den Hochgerichts Scheffen mit Zuerkennen gehatt, aber des Kostens wegen, ist solcher Last allein den Hochgerichts Scheffen in d. Statt Vor wenig Jahren Uffgestelt worden, Wan auch noch jetzt und künfftig das Jahr Weißthumb Zu halten, haben diese Grundt scheffen, beneben den (Folio 11) Hochgerichts Statt Scheffen Undt den Vier AmbtsHeuMeyeren Zu erkennen, und Uff deß Hochgerichts Gemärck Zeichen und BeZirck achtung Zunehmmen, damit es gehandthabt worden.

Dieße obgemelte eußerste Scholtheß undt scheffen seint auch schuldig auff alle der Kellnerey Schafft Zinß, Renthen gulthen, froen, Dienst, Wacht, und gerechtigkeit, sambt den Haußgueteren gueth auff sehens Zu tragen, Waß abgengig, Verlüstig, od. mangelhafft wirt, bey ayden und pflichten, einem Kellner anZuZeigen undt Verbesseren Zur Helffen.

Dießen obgemelten Grundt Scheffen wirt Jährlichß Wegen Ihrer Churfl. Gd. durch derselben Kellneren Zum newen Jahr geuolgt -- 1. th. 6. albus. So in außgab deß Kellnerß Rechnungen Verrechnet Wirt.

Wan deren Einer abstirbt hat ein Kellner auß Zweyen so die scheffen I
n Wohl setzen Undt Vorschlagen, Einen außZukießen ([30]), Zu beäidigen, undt Zu bestettigen.

(Folio 11 verso)
Kirch St: Wendel und dero Grund Scheffen

Die Kirch St. Wendalin hat auch einen besonderen Scholtheß und scheffen, Welche über der Kirchen schafft- und Zinßbare güther Zu erkennen, Vor denen auch die Kirchen güther, wan sie Verkaufft, Uffgetragen, geliebert, und sonsten ubergeben werden, Zu uerhandtlen,

Ratthauß
Daß Ratthaus neben d. Kirchen, ist die Kirch aus ihrer fabric Zuerhalten und Zu bauwen schuldig, darin auch die Kirch daß Stadtgelt uff Jahrmärckten Zue heben, doch die kleine undt große Stuben Uffm Rathhauß, sambt dem Wag heußlein unde dem Rathhauß, haben die Scheffen und Bürgere Zu ihrer notthurfft Von altershero Zu gebrauchen, dargegen auch einwendig waß ahn Staffelwerck, Thüre, fenster, Stürbossen[31] nöthig Zu repariren schultig, Waß auch die Wag Jährlichs mit auß wägen erträgt, gebürt den bürgeren allein.

(Folio 12)
Brücken

Die beide Lang undt kurtze Brücken Vor der unterste pforthen die Kirch zu bauwen undt handhaben, undt d. pfar Volck die froen Vermit. gebürlichen Kostens, Zur Thun schuldig ist, Vermög Jahr weißthumb.

HosPital
In der Statt St: Wendel hat man auch ein Hoßpital Vor die Armen, Gegen der Cappellen herüber, dar Zue auch besonder erbgüther undt Renthen, Welcheß durch Zween Hospitalmeister Versehen, und Jährlichß der Bürgerschafft Rechnung getan wirt-

(Folio 12 verso)
Niederweiler bey S: Wendel

Dieses Dörffgen Niederweiler So diesmahls ahn die Sieben feurstett einhelt, Gehört in Breittener under altzfaßer Gemeinde -------- 7. feurstett

Sonsten mit schatzungen
[32], Huldigungen, Volg, Reiß[33], Gebott[34], Verbott[35], Hoch und Obrigkeit, Zum Ambt und Hochgericht St: Wendel eingehörig, Seindt auch frey Zügig und ihrer Heuser od. leibs wegen keinem Herren mit Leibeigenschafft Verwandt, allein daß die Heußer einstheils uff d. Kirchen, undt eines theils uff Jungfrauwen schafft gültigem grundt undt botthumb[36] stehen, und wirt die entscheidung od. grundtgerechtigkeit die straß bei der Mühlen richt außen Vor Stein Nickelß hauß, wie d. fueß pfadt hinuff gehet gehalten, uff d. rechter seithen Zur Jungfrawschafft, uff d. Linken Seithen zum Kirchen guth gehörig

(Folio 13)
Breitten Altzfassen

Diese Beyde Dörfer ligen nechst bey d. Statt St: Wendel, und stoeßen fast Zusamen, gehören Unmittelß In daß Wendelisch Ambt undt Hochgericht, mit obrigkeit, Schatzung, Volg, Reiß, Huldigung, deren einwohneren seindt dießmahls Zusamen - 20.

Welche mehrentheilß uff ihrer Churfstl. G. grundt und bothumb s
itzen, außgescheiden Johann Wiebers und Heintzenbaurß Heußer Zue Breitten, So hind. d. Kirchen, Frantz Lauwers und Schoe Thönnuß Hauß, so hind. denn Klocken; und Balthes Hanßen backhauß, und noch ein Hauß darin jetz Lamen Frantz Wohnet, So uff den Jungfrawenschafft gultig gütheren stehen, doch alle welche Kellnerey Dienstgüther besitzen, sie seyen gesessen hinder Wehm sie Wollen, Zue d. Kellnerey froen undt Dienstbahrkeit Verbunden, und allein Wachter korns, faßnachthoener, Sommerhanen, undt WerckSpinnens gefreyet seint, auch ist Heintzen peters Hauß uff Jungfrawguth gehörig.

Inn diesen obgemelten Dörfferen, welche eine gemeind, und einen Weidtgang halten, ist keiner leibeigener Mann, undt haben mit d. Bürgerschafft Zue St: Wendel ahn gewiessen orthen gemeinschafft, des Viehtriebs und Weidtgangs.


(Folio 13 verso)
Urwiller oder Von alterß Oberwiller

Dieß dorff hat seinen besonderen Weidtgang, ligt auch nechst oben d. Stall, einhelt an feurstetten 18.

Ist mit Schatzungen, Steuren, auch Huldigung, Oberkeith, Wolgs, Reiß, Zum Hochgericht St: Wendel Unmittels gehörig; die Underthanen so darin Wohnen seint meinem gnädigsten Herrn mit froen, dienst, Renth, gult, fast alle Underworfen, doch ist keiner Leibeigen, deren Heußer Zwey, nemblich Hanß Wageners, nunmehr Wagners Martins, undt Hoffen Martins Hauß stehen uff d. kirchen St: Wendel grundgerechtigkeit, gleichwohl wegen Innhabende guethere Zur froen schuldig, die übrigen uff Ihrer Churfl. Gnd. grundt sitzen.

Otthomburgs hueb
Johan von Emmel hat etliche Heuß Zu Urwiller gehatt, die man Otthomburger Hueb nennet, ist ein Verfallen Mannlehen, Nuhrmehr Meinem Gnädigsten Herrn Zur d. Kellnerey St: Wendel Zuestendig, dieselbe Zins hernach besser specificiert wirt.

(Folio 14)
Balterßweiler

Dieß Dorff BaltersWeiler ist mit Hoch- Obrigkeit, Schatzung, Volg, Reiß, Huldigung meinem Gnädigsten Churfürsten und Herren underworffen, Undt inß Hochgericht St: Wendel gehörig, Welche auch alle hind. Ihrer Churfl. Gd. mit froen undt Dienstbahrkeit gesessen, doch nicht leibeigen seindt, Einhelt ahn Underthanen -8-

(Folio 14 verso)
Forschweiler und der Hoeff Zue Bornn

Daß Forßweiler dorff Einhelt an feuerstetten 6. und d. Hoeff Born, so rechts Under forßwiller gelegen, Zwoe feuwr stett, thut - 8 -

Dieße beide gehören Unmittelß In daß Hochgericht St: Wendel mit Schatzung, Steuren, Volg, Reißen, undt gehorsamb, deregleichen etliche so der Kellereyen alle froen und diensten Zue leisten schuldig, doch der Kellnerey halb leibeigen ist, Welcher uff gemeinem guth sitzet, Als nemblich Bramen Hans wegen _uel Hanßen geheuß d. Anno 1608. Zwey Ruwer abkauft, einß mit .2. Königsthlr. daß anders mit .2. Reichs thlr, so halb einem Kellner Zue St: Wendel, um anderhalbentheils Uff Lemberg gefolgt worden.

(Folio 15)
Mauschbach

Dies Dorff gehört auch in daß Ambt undt Hochgericht St: Wendel mit Gebott, Verbott, Huldigung, Schatzung, Steuern, Volg, Reiß. Darin seint Ungefehr - 6. feurstett

Seint hirheuer Junckeren[37] Melchioren undt Philipßen Von Ruedeßheimb Zue stendig geweßen, Nuhrmehr aber hinder der Kirchen St: Wendel die es erkauft seßhafft, deroselben Jetz mahls keiner In die Kellereyen St: Wendel froenet, Wan sie aber güther So schafftgültig undt dienstbahr besitzen, Seint sie Zue froenen schuldig.


(Folio 15 verso)
Hochfelts
Dieß Dorff Hochfelt so Under ahn Lemberg gelegen, gehört in das ambt und Hochgericht St Wendel, mit Obrigkeit, Huldigung, Schatzung, Landt undt Türckensteur, Volg, Reiß, Uff manung der Underthanen dies einhelt Ungefehr       10 feuersteth

(Folio 16 = leer)

(Folio 16 verso)
Lewenberg oder Vulgariter Lemberg

Das Schloß Lewenberg, od. abusive Lemberg ist mit seinen Renthen gulten und Appertinentien eines Ertzbischoffs Und Churfürstens Zue Trier, äigenthumb, welches die Junckeren des Stamens Von Soeteren, Von dem Ertzstifft Trier pfandts weiß einhaben, Undt hat daß Hauß Seine Renthen gulten, Recht, und Gerechtigkeit, Im Ambt St: Wendel, und auch Zum Theil Inn ämbteren Schawenburg undt Mafelden
[38].

Hauß Lembergs Hocheit
Die Hoch- und Obrigkeit dieseß Hauß mit Criminal Undt malefitz Sachen, auch Hoch gebott, Verbott, Schlägerey, Balgerey, auch Fischerey, Jägerey In undt umb das Hauß gehört in daß Ambt und Hochgericht St: Wendel , Undt hat ein pfandts inhaber deßselben Hoeher nicht, dan wegen der Hauß guetheren, auch Renthen undt gefelle, froen und und dienst, uff .5. schilling od. 30. pfenning. Zu gebiethen und zu straffen, andere Straffen gehören Zum Ambt St: Wendel, Wie dan auch dieseß Häußer BeZirck, In daß Wendelisch Ambt und Hochgericht, lauth Weißthumbß begrieffen, Welcheß aber uber schafft gultig guether, und deren Uffträgen erbungen und Verhandtlungen, besondere Meyer und Hueber hatt.


(Folio 17)
Lembergh

Dies Hauß Lemberg hat im Bließer Oberthal, Zu Gronich, ImbWiller, GombWiller, EinWiller, Namborn, Leibeigene leuth die Sonsten im Hochgericht Schauwenburg Lottringischer Souuverainitet quo ad maleficia et Criminalia gesessen, aber anderer Subsidia militaria Türcken und Landtsteur, Seint sie dem Ambt, und Hochgericht St: Wendel, wegen des Hauß Lemberg schultig, die sie auch alle weegß gehn St: Wendel, und auch nach roewig geben, Sonsten huet undt Wacht thun sie gehn Lemberg.

Diese Underthane seint hirbeuor durch Lottringen Zue contribution undt Landtsteur angehalten, aber uff gethanen Bericht, undt gleichet so im Ambt Sarburg gegen Lottringen erZeigt wirt, hat man sie erlaßen. Ihnen seint wohl durch die Schauwenburgische Amb leuth pfende wegen schatzungen abgenommen, aber auß Befelch der fürstlicher Durchlauchtichkeit Zue Lottringen restituiret, Und seithero in Ruhe plieben,

dieser Haußgesess seint Ungefehr

Gronich        
--------------         3
ImbWiller       --------------         9
Zue HombWiller        --------------         4
EinWiller        --------------         1
Namborn       --------------         5

(Folio 17 verso)
Lembergh

Des Hauß Lembergs einhelt Thuet Ungefehr ahn gelt      37.    th
Schafftkorn   14.     mlr
Von d. Mühlen Zue Hoffelt   14.     mlr
Ahn Heuwe Ungefehr 28.     farth
Ahn RindtViehe kan man halten      40.     od. mehr stücke
Ahn schaffen Ungefehr       250.    stücke

Item hat ermeltes Hauß noch andr gewisse Dienstbahrkeiten, mit Holtz, Weine, und frucht fuhren, auch Baw froen, Item die landerey Zu bereithen, Und sonsten In d. Erndt, froen undt dienst Zu leisten.

(von anderer Hand nachgetragen: daß Lehmberger beZirck des weydtstrichs benebens anderen Jurisdictionalien ist fol. 222 zu finden)

(Folio 18)
Actus Jurisdictionales

Anno 1579 Lauth dessen Ambts Buch folio .15. Ist Karst Hanß Zue ForßWiller, so Schramen Peteren Uff dem Hauß Lemberg mit einer flaschen geworffen, Zue St: Wendel bey dem Ambt gestrafft worden Vor  
1.        gulden

Anno 1582. folio 13. Im Ambt Buch ersindt sich daß Spitzpeter Zue Hoffelt umb .3. gulden gestrafft worden; Weil Er uber mehres wegen sich mit Juncker Görg Wilhelmen Von Soeteren Umb ein Hammel Vertragen gehatt.

Anno 1558 ist ein Adliche persohn genandt Juncker Cuno von Crostwitz uff dem Hauß Lemberg durch ein Reißigen Knecht entleibet, dessen Cörper samt Reisigem Zue pfert undt Zeug, Gewehr, Kleidung etc. Waß er bey sich gehatt, durch den Churfl. Scholtheßen Zue St: Wendel herauß gefordert, gefolgt, und alleß nacher St: Wendel geliebert worden. Was die Begräbnuß bey Wendelischen Zünfften etc. gekostet, so .9. th. 2. batzen rheinisch ist, hat deß entleibten Vetter Görg von Hondorf beZahlt, Welcher uff Vorbitt Pfaltz graur Görgen bey Ihrer Churfl. Gd. Zue Trier daß pfert und anders erlangt.

(Folio 18 verso)
Spixhelden und PintzWiller

Die Underthanen dießer beider Dörffer, deren jetz Zusamen seint 5. Gehören In daß Ambt undt Hochgericht St: Wendel, mit Obrigkeit, Huldigung, Schatzung, Volg, Reiß, Gebott, Verbotten. Daselbst hat die Kirch .2. leibeigener Mann, Nemblich Hanß Braß, und Hanß Bauwer,

Daß Hauß Lemberg hat daselbst ahn leibeigenen Mannen die übrigen .3., doch ist deßehalb Zwischen d. Kirchen, und dem Hauß Lemberg, Wessen die Underthanen Leibeigen, und hinter Wem sie sitzen, noch Unerörterten Streith.

(Folio 19)
GeWiller

Dies Dorff GeWiller ligt Vertheilt, und wirt durch die Bach so dardurch fleust, beider Chur= undt fürsten Trierische und Zweybrückische Hocheit gescheidet, Uff Zweibrückische Seithen Jenseits der Bach, ligt d. Mehrer Theil ahn Heußern, Uff dieser Trierischer Seithen ligen .2. Heußer, darin ein uff Trierisch, daß ander Geillingers grundgerechtigkeit gebawt, deren ist eins Zumahl Verfallen, daß anders wirt durch hirten bewohnt, Seint sonsten beide heußer Meines Gnädigsten Churfürstens und Herrenß Zue Trier etc. Hoch und Obrigkeit des Ambtß St: Wendel, mit schatzung, huldigung, Volgh, Reiß, und anderen Landtfürstlichen und Hochgerichtlichen Sachen Immediate Unterworffen.


(Folio 19 verso)
Müelwerck Zue GeWiller

Bey diesem Dorff uf Wendelischer Hocheit haben die Zoeden erben Zue GeWiller eine Muehl Uffgericht, daVon geben sie järlichs Ihrer Churfl.
Gd. an gelt .2. th .26. albus.

thut   
2.       th 4 alb. Roth.
Kornns
1.       Malter
CapHeun[39]     4.

Hierneben gibt diese Muehl gehn Lemberg 1. Malter Korn, 2 Cappeun, aber kein gelt.

Rinn Hanßen Erben Zue GeWiller geben auch Zue Kellerey Von einem Wasserlauff uber Trierisch Landt Zue ihrer Muehlen, so uff Zweybrückischem grundt undt Hocheit stehet, Jahrs 2. alb.

(Folio 20)
RosPerg

Dieß dorff RosPerg ligt Unmittelß im Hochgericht Undt Ambt St: Wendel, mit huldigung, schatzung, Landthuelff, Gebott, Verbott etc. Undt waß der Hochheit anlangt, deren Underthanen seint 9.

Hierin hat eß Underschiedliche Leibeigene leuth sitzen, Nemblich

Schramen Peters Erben
Schramen Hanß       
Soeterische od. Honnelsteinische Leibeigene
Kremer Hanß 

In diesem Dorff haben die Von Honnelstein Von Juncker Johannen Von Soeteren hero, Renthen mit obgd. Hauß gesessen, die leibeigen seint

Johann Reidiger
Kreinrechs Wendel    diese heußer stehen
                   hind. d. Kirchen S. Wendel
Schmits Hanß

Schramen Johan
Backes Jacob diese heußer stehen
                   uff deß Hauß Lemberg grundt
Lorentzen Nickel      
Nickel schußler

Seindt aber alle Innß Hochgericht S. Wendel gehoerig.


(Folio 20 verso)
Reitscheit

Das dorff Reitscheit mit Superioritet Obrigkeit, Schatzungen, Reichs und Landtsteuren, Landhuelff, Obergebott, Verbott, Volg, Reißen, und auffmahnung, seindt dem Ambt, und Hochgerichts BeZwang St: Wendel underworffen, darin ahn feuwerstetten seint  
9

Der Herr Graff Zum Oberstein ist Schafftgultiger Herr, Welcher etliche Renthen und Leibeigenschafft, uff den Underthanen Von dem Ertzstifft Trier Zue Lehen fuehret.

In diesem Dorff seint durch die Ambt leuth Zue St: Wendel, Mießthätige Underschiedlich angegrieffen, etliche exequirt, die andere sonsten gestrafft worden, Wie dann alle Criminalische Hochgerichtliche Undt Civilische straffen in täglichem Undt röhigem[40] herbringen seint.

Volgen die Underthanen, Und wessen Leibeigen Sie seyen

Born Wendel
Backeß Hanß 
diese seint Obersteinisch Leibeigen
Jung Wendel
Klein Jacobs Hanß

Burg Peter
Sein Sohn, Burg wendel      diese seint Geilingers Leibeigen
Welsch Nelius
fincken hanß


(Folio 21)
Rotenberg oder Hesterberg hinter Lembergh

Inn diesem BeZirck welcher Sonderlich außgemärckt, und d. Kirchen Zu St: Wendel mit Schafft, guelt etc. Zugehoerigh, und mehrentheilß Rauw, wilt, und Staudigt
[41] Landt ist, hatt sein sonderliches Hueber Weißthumb, undt ligt recht ahn Wendelischem Hochgerichts gemärcks, aber die Landts fürstliche Obrigkeit dem Ertzstifft Trier Zugehoerigh, derselb orth, daruff gleich wohl keine heußer, noch andere beuwe stehen, Wirdt durch Kirchen pfleger Zue St: Wendel Versehen, doch ist der Rotenberg im Wendelischen Hochgerichts BeZirck, Ober und Herrlichkeit begrieffen, aber der Heisterberg od. Heisterbach so in Trier. Landtsfst. Obrigkeit gelegen, hat sein Sonderlichen Bann, BeZirck, Weißthumb undt andere Gerechtigkeit der Kirchen St: Wendel Zuestendig.


(Folio 21 verso)
Hittigweiler und Rassweiler

Die Beide Dörffger liegen außerhalb Wendelischen Hochgerichts Bezirck, und haben ihren besonderen Hoch und grundt gerichts bann, und Weisthumb, gehören Zum Ambt St: Wendel mit Hochheit, Volg, Reiß, freuel
[42], boissen, Schatzung, Ordnung etc. Inmaßen in Ambst und frefelbücheren Anno 1567 Undt Consequenter.

Die leibeigenschafft in dießen beiden Dörfferen mit Renth, guelten, froen undt diensten, gehört der Kirchen Zue St: Wendel Zue, derengleichen bishir hero die Unterthanen daselbst, deren Ungefehr .15. o. 16. seint, Ihre Schatzungen den Kirchen pflegeren geben.

Dieselbe beide Dörffer mit aller gerechtigkeit seint durch ein Ertzbischouen und Churfürsten Zue Trier deß Stamens Von Sirck, den Einhaberen deß Trierischen Lehens Hauß Monckler Verwilligt worden, der Kirchen Zue S. Wendel umb gewieß gelt Zuuersetzen, alßo sie Vom obgd. hauß Monckler herrühren.

Weil nuhn daß Monckler Lehen dem Ertzstifft apert Undt Heimfellig
[43] worden, So hat ein jeder Churfürst die Kirch abZulegen, undt die Dörffer mit Zugehör einZulößen, die Pfandts undt Consens brieff seint in Ao. 1601 Ungefehrt Ihrer Churfl. Gd. auff deren erforderung Zu Hand geliebert Worden,

(Folio 22 und 22 verso = leer)

(Folio 23)
Scheffen Weisthumb deß Hochgerichts Zue St: Wendel
so durch .21. Scheffen Vier Heü-Mayer beyseints gantzen Heurats und umbstants alle Jahrs Zu St: Wendel vor dem Herrn Ambtmann daselbst, oder in Dessen abwesen, vür Kellner, Scholthessen, als Obrigkeit wegen gewiesen wirtt.

Item hebt ahn der Bann undt BeZirck des Wendalischen Hochgerichts, ahn Buettmanß Eich, den gemärcken nach biß uff die Wuest bergh.
Von der Wiester bergh den gemärcken nach Zwischen Meines gnädigsten Churfürsten undt Herrens Undt der Ruetsamer boeschen hien biß ahn den Marckstein.
Von dem selben stein eichen und gemarcken nach biß wiederumb Zwischen Meines gnädigsten Herrens Undt der Ruetsamer boesch Wiederumb ahn ein Marckstein.
Von demselben stein den gemarcken nach Zwischen der Brambecken undt der Ruetsamer Boesch allda stehet ein stein.
Von dem selben stein die Bach Innen den gemärcken nach, Zwischen dem Schlabatzen, Nuhnmehr Johan Dhamen und mitErben Walt, Und der Ruetsamer boesch, allda ahn dem Obersten Orth stehet ein stein,


(Folio 23 verso)
Von dem selben Stein über die straß, daselbst stehet ein stein ahn dem scheidt
Von dem stein ahm scheudt Innen biß in die Kaulbach, das steht ein geloechte Eich
Von der Kaulbach außem Zwischen Niclauß Simons Undt der Linxweiler boesch, ahn den born da steht ein stein.
Von dem selben Stein Eichen und Gemarcken nach Zwischen dem Spital, und der Linxweiler felden an den ort, da steht ein stein.
Von selbigen stein ahn biß uff heßers felt, da steht ein stein
forter den gemarcken nach Zwischen Adam Brehrers und der Linxwiller Felderen, da steht ein stein
forter über Hundtboesch Innen den gemarcken nach, Zwischen der Brandtbecken Undt der Linxweiler boesch, Uffs Höchst, da steht ein stein
Von demselben stein ahn Eichen und gemarcken nach, bis ahn Seilers Creutz.
Von dem Creutz den gemarcken nach, Uber die Bließ, biß in die Ließ Wieß, da steht ein stein
DaVondannen Eichen und gemarcken nach biß in garre Wältgen, da steht ein stein

(Folio 24)
Von dem Stein den Gemarcken nach biß in die straß, da mans nennet im Streith, da steht ein stein
Von dem Stein an Eichen undt Gemarcken Innen ahn den Weyergern über biß uff daß Höchst, da steht ein stein.
Von dem Stein ahn Eichen und gemarcken nach biß in den untersten Cappenborn,
Von dem born den gemarcken nach, biß auff daß Höchst, alß man gehet in die Würtzelbach, da steht ein stein
Von dem Stein die bach Innen den gemarcken nach biß in die Underst furth, da steht ein stein ahm Kirchen boesch ahm orth
Von dem stein ahn die Wurtzelbach außen, den gemarcken nach biß in die Oberst furth, da steht ein stein.
Von dem stein den gemarcken nach bis in die Kirchen, da steht ein stein.
Von dem stein ahn den gemarcken nach, bíß uff floßgartner heidt, da steht ein stein, So Trier, Lottringen und Nassau scheidet.
Von dem stein den Eichen gemarcken nach biß ahn Horsbaums Reeg (?)
Von Horßbaumß Reeg den gemarcken nach biß an den hagen dorn, da steht ein stein.

(Folio 24 verso)
Von dem stein den gemarcken nach den Graben herin biß an die Straß, da steht ein stein
Von dem stein den Graben herin In den Obersten Weyer In die Winterbach.
Von der Winterbach durch die Walleßwiller Hobß Weyer hinein biß in Lindenborn.
Von Lindenborn Zwischen der Anthaben hinauß, den gemarcken nach, biß in die Straß, die Ziehet Vor Hatten wältgen herin.
Die Straß herin biß in den Rodenstein.
Von dem Rodenstein ahn den gemarcken nach ahn daß buchen Reiß.
Von dem buchen Reiß die straß Innen biß In Seitzenthal.
Von Seitzenthal hierin biß in die Bließ, die bließ herein biß in Edelmanß Floeß,
Das Floeß heruff biß gegen Kamberg in den osten,

Der von Hoffelt und Mauschbach Weisthumb
Von dem Kamsperger offen Zwischen Kamperger Undt WalleßWiller äcker Uff d. Anthaben auß bis in die Rennstraß,

(Folio 25)
Die Renstraß außer bis in den Graen dorren
Von dem Graendorn gemarcken nach biß in Sagßbaum.
Von dem Baumb biß in die Dachslächer.
Von den Dachlöcheren, Eichen undt gemarcken nach, biß in Enten Pfuelß floß
Von dem Enten Pfuel, den gemarcken nach, biß in Langendhal
Von dem Langendhal herin Eichen und gemarcken nach biß in daß floß, daß kombt auß Mosenbruch
Von dem gloß herin, biß in Gebertsfloß
Von Geberts floeß, biß in die Maurelbach
Die Maurelbach hinauß, durch die Mörchwieß biß ahn koepgeß bruel
Auß Koepgeß bruel die straß auß, biß ahn Mergthal ahn daß Creutz
Von dem Creutz hinauff Uff Kremell In den Steinhauffen
Von dem steinhauffen hinein biß in die Müllenbach
Die Müllenbach hinauff biß an Hergendhal an den Trauffen

(Folio 25 verso)
Den Trauff hinauß, den Regen nach biß in den stein
Von dem stein herin In Hilchenborn (Holgenborn)
Von Hilchenbornß floeß herin, biß in die Spitzbach
Die Spitzbach herin biß In die Lustenheußer bach
Lustenheußer bach herin, biß in die Drenck furth, da hat ein stein gestanden, ist Vergangen
Auß Trenckfurth die straß außen, biß uff daß steinen Creutz.
Da laßenß die Von Hoffelt, undt Maußchbach, und gebenß denen Von Reitscheidt.

Fanngenn die von Reitscheit, ahn dem steinen Creutz ahn, Undt fahren Eichen undt gemarcken nach, über den Etzelberg, den gemarcken nach biß uff farttel, da hat ein stein gestanden, ist Vergangen.
Von dem Stein biß in Welmeß floeß
Daß floeß hinein biß gehn Ratzwiller
Die Bach heruff durch GeWiller biß Inns Dorff
Von dem dorff heruff biß in die Buel.
Von dem buel heruff, biß in daß Birttelß floeß
Daß floeß hinauff biß in den Birttelß born
Von dem born herauff biß in den Steinhauff

(Folio 26)
Von dem steinhauff herauß, biß uff den Rießbergh
Von dem Rießbergh uber, Zwischen Hanheußer undt Reitscheiter äcker, furtter uber Inn biß in die Hanheuserbach,
Die bach uff biß gehn Reitscheidt ahn den Steegh.
Von dem Steegh außen, biß in die Creutz Wieß.
Die Creutz Wieß hinauß, biß in die Lenng grabe,
Die Lenng grabe, den gemarcken nach, Unden ahn Hermanß Wiese ahn den stein.
Von dem Stein herauß den Horücke nach, biß ahn die Eich uff dem Horüche.
Dem Horüche nach biß in die Scheißbach.
Von d. Scheißbach heruff, biß uff den halben clopff.
Von dem halben clopff, biß in den Weidenborn
Von dem Weidenborn herauß, Zwischen der Von Lebenstein Landt, ahn die Rennstraßen,
Die Rennstraß herin ahn daß Buchen Rieß
Von dem Rieß, biß in die Schelle grube,
Von d. grueben ahn den Langenstein,

(Folio 26 verso)
Da laßens die von Reitscheit,
gebens dennen von Urwiller.

Von dem Langen stein, den gemarcken nach, biß uff Birck, da stehet ein stein.
Von dem stein den gemarcken nach, biß uff Keiffenthal (?), da stehet ein stein.
Von dem stein den gemarcken nach biß ahn den Jungen Walt, stehet ein stein ahn dem Trauff,
Von dem Trauff herin den gemarcken nach biß ahn Burtmanß Eich da es angefangen hat.

(Folio 27)
Donnerstags den .18. May Anno 606 Ist durch gemeine Hochgerichts Schoeffen Zue St: Wendel, und etliche deß eußersten gerichts, daß Hochgericht selbigen Ambts, so Weith Lotteringen dar wieder grentzet begangen, und gewießen worden, Wie Volgt:

Undt ist man erstlichs angangen in d. Wurtzelbach, ahn d. oberster Furth, daselbst stehet ein stein, ahn einer großen Eichen.
Von dem stein ahn den gemarcken nach biß in die Bircken, da stehet ein stein,
Von dem Stein ahn den gemarcken nach biß uff flax garter heidt, da stehet ein stein
Von dem Stein ahn den gemarcken nach biß ahn Horß baums Regh, da stehet ein stein
Von Horß baumß Regh den gemarcken nach biß ahn den Hagendorren, da stehet ein stein

Nota: Zwischen Horßbaums Reegh, undt dem gemelten Hagendorn, bey Giedeß Weiler Boesch, Ligt ein Verfallen Eich,
Und nechst oben daran, stehet ein alter Aichen stock, Ligt allda auch ein Verfallen Eich.
Nechst darbey ligt noch ein Verfallen eich Undt stehet ohnfer daVon ein Vast junge Aich


(Folio 27 verso)
Von obgemeltem stein, so bey dem Hagendorn stehet, ahn, den gemarcken nach, den graben herein biß ahn die straß, da stehet ein stein
Von dem Stein ahn den graben herin, in den Öbersten Weyer, in die Winterbach
Von der Winterbach, durch den Weyer hienein in den Linnenborren,
Von Linnenborn Zwischen d. Anthaben hinauß, den gemärcken nach, biß in die straß, die da Ziehet Vor Hattenwältgen herin,
Die straß herin biß ahn den Rodenstein
Von dem Rodenstein ahn den Gemärcken nach ahn daß Buchen reiß,
Von dem Buchen Reiß die Straß Innen biß In Seitendhall
Von Seitendhall hinein, biß in die Pließ
Die Pließ hinein, in Edelmanß floß
Daß floß hinauff, biß gehn Camperg in den Ofen

Von diesem Ort Wießen die Hoffelder, und Maußchbacher fortther

Von dem Ofen Zwischen Camperger Äckeren, und Walleßweiler Äckeren, uff d. Anthaben auß, biß in die Rennstraße
Die Rennstraß außen, biß in den grauwen dohren

(Folio 28)
Von dem grauwen dorren biß ahn den Spaßbaum
Bon dem Baumb über die Winckenbach, in einen Hagendorren, in der Dellen, unden ahm glocken Valdt, oberhalb welchem dorn ein Aich stehet
Von dem dorn ahn biß in die Dachß löcher
Von den Dachslöcheren aichen undt gemarcken nach, biß in den Enten Pfuel
Von dem Enten Puel den gemarcken nach biß in Langendhal
Von dem Langendhall hirin, aichen gemärcken nach, biß in daß floß, so da kombt auß dem Moßen bruch.
Von dem floß herin biß in Geberts floß
Von Geberts floß biß in die Merlenbach
Die Merlenbach hinauß, durch die Morchwieß, biß ahn Kopgeß Buel
Auß Kopgeß Buel die straß außen, biß ahn Mergendhal, ahn daß Creutz
Von dem Creutz hinauß uff Kremel in den Steinhauffen

Von dem steinhauffen hinein, biß in die Naumborner Mühlenbach
Die Mühlenbach hinauff, biß ahn Heegersdhal ahn den Trauff

(Folio 28 verso)
Denn Trauff hinauß den Regen nach, biß uff Seiterß, da stehet ein Stein
Von dem Stein herin, biß in Helgenborn
Von Helgenbornß floß herin, biß in die Spixbach (?).

(Seiten 29 bis 30 verso = leer)

(Folio 31)
Jnn diesem obgeschriebenen Hochgerichts Weißthumbs Zue St: Wendel beZircke, hat Niemants anderß dan allein Mein Gnädigster Churfürst Undt Herr Zue Trier g. alß HochRichter, oder Ihrer Churfl. Gd. Ambt leuth undt Befelchaber, alleß Hoch=Gebott Undt Verbott Landts fürstliche Superioritet Hoch Undt Obrigkeit, freffel
[44], boeßen, Zu richten über haltzen und gebein, remission undt genade Zu thun, Türck= undt Landtsteur undt andere Subsidia militaria Zuerheben, huldigung Zu empfahrn, Zue fischen, Zu Jagen, Zue Hagen mit anderen Hochgerichtlichen Exercitien undt Jurisdictionen,

Inn obgdtem BeZircke haben die Lehen= undt schafft gültige Herren so In diesem g. ut Supra

Die Herrschafft Oberstein, neben dem waß sie Zue Reitscheit, berechtiget, So hir bauwen gemeldet, hat auch um St: Wendel Zue Niederwiller, Breiten, Altzfaßen g. ahn und alß Meineß Gnedigsten Herren schafft gueteren eine Gerechtigkeit, So Järlichs trägt, lauth Zinßbuchß, de Anno 1506, plus minus
ahn Gelt       
18 lb. heller
Horneren       22 "
froeneren      22 "

Diese Rendt undt gerechtigkeit trägt jetz undt Weilandt Christoff Richters geweßenen Kellners undt Scholtheßen Zue St: Wendel erben, Von dem Hauß Oberstein Zue lehen.

(Folio 31 verso)
Zinnßgüther

Juncker Wygandts erben Zue Naumagen, haben ein Drittheil ahn meineß Gnedigsten Herrn Zinßen Jm Hochgericht St: Wendel gehat, Welcheß drittheil der Karcher Zunfft Zue St: Wendel erkaufft undt Jetzmalß besitzen, wie hernach bey der Zinß specificiert wirt.

(Folio 32)
Folgen hernach weitere Weißthümben unnd erkenntnüs dero Scheffen, Heumeyer undt Heur=Raths Zue St: Wendel

Fragen des Scholtheßen Wegen Obrigkeit
Worin ein mißthediger
[45] in diesem Obgeschriebenem Hochgerichts BeZircke begrieffen würde, wie eß mit demselben Zu halten, Wer denselben Zu berechtigen, Wo stock und steill[46] stehen, undt wer denselben hütten solle.

Weisthumb
Es solle der mißthedig uff die mitte der Schloß brücken einem Kellner geliebert werden. Der Stock solle bey Lauwer Agneßen Hauß stehen, nuhnmer aber Under dem Rathauß Zu finden, Undt sollen die Vier heurath den mißthetigen so lang es nöthig Verhueten, herin die Scholtheßen 21. scheffen Undt Bedelen außgescheiden.

Frage
Wer die Dinghültzer sambt dem Hochgericht oder galgen Zu machen, Uff Zu richten undt den kasten Zu thun hat.

(Folio 32 verso)
Weisthumb
Es ist Unser Gnädigster Herr, den Kasten, Undt die Vier Heurathen die arbeith undt froen schuldig, außgescheiden die Scholtheßen, 21. Scheffen undt Bedelen.

Frage
Wer dem Mißthedigen den Posten Zue stellen habe

Weisthumb
Unser Gnedigster Herr

Frage
Wan ein Thode Personn Jm Hochgericht erfondenn würde, wem dieselbe mit seinem guth Zu stehe

Weisthumb
Wirdt leib undt guth uff solchen fall unserem Gnädigsten Herrn Zugewießen

Frage
Wo undt bey Wem, komme
[47]r, Clag, Fel, undt maß anZubringen und Zu suchen seye

Weisthumb
Bey dem Hochgerichts Scholtheßen Jn der freyheit

Frage
Wer Zu fischen Undt Jagen habt, Jn dem gewießenen Hochgericht,

(Folio 33)
Weissthumb
Unser Gnädigster Herr, Seiner Churfl. Gd. Ambtleuth, Befelchaber, undt 21. Scheffen

Frage
Wie weith eß Zwischen dem Muellenstein undt den Zarchen Jm Mallwerck sein solle,

Weißthumb
So weith alß ein Vürttel Von einer Spillen
[48] Von Zepfengarn[49], herumber lauffen möge,

Frage
Wie Viel molter die Müllner Vom Mlr
[50] Korn haben sollen,

Weißthumb
Von einem Malter werden erkenth Vorre sester
[51] deren 15. Zwei faß thun.

Frage
Wer die Zwoe steineren Brücken Vor der Underster Pforten bauwen, auch Kosten und Lohn Thun solle,

Weißthumb
Die Kirch St: Wendel ist daz Zu schultig, kost undt Lohn, Undt die Pfargenossen die froen.

(Folio 33 verso)
Frage
Wie Viel Sester die Heumeyer heben, Undt wie Viel Kuchen sie darauß backen sollen.

Weisthumb
Wirt erkent, Jedem Heumeyer 21. sester darauß 24. Kuchen zu backen, undt auß Zu theilen, nemblich gebe Tholey 12
Jn St. Johannß Kirch 2
In die Leub    2        S oa: 24
Dem Pfarherrn          1
Dem Cüster    1
Scholtheßen, Bedelen, Undt Jedem
Heumeyer einen thut 6

Frage
Ob man Von den Ubertretteren Vur die Thore Bürgen Zu nehmen habe oder nit

Weisthumb
Ist erkent daß man uff solchen fall, wan der Ubertrether genugsam bürgen Zu recht geben kan, Bürgen ahnnehmen, Undt deß Thores erlaßen solle biß Zu ferner erkendtnuß

Frage
Wann sich einer der Zum Thore zu füren were, Ungehorsam erZeigt, und gegen Scholtheß undt Bedel Zue wehr stellt, weß man sich gegen demselben Zu gehalten

(Folio 34)
Weißthumb
Wirt erkent, daß ein Jeder gemeinsman, Undt Hochgerichts undersaß, uff gemelten fall, wan Er erfordert wirt, hülff Zu erZeigen, bey straff der Obrigkeit.

Frage
Wan einer außwendig ein Thodtschlag od. andere ubelthat gethan, undt freyheit in d. Statt suchen thäte, ob man ihm freyheit Zue geben habe.

Weisthumb
Eß solle uff den fall d. Ubelthäter bey dem Scholtheßen umb freyheit ansuchen, der dan Ihme .6. Wochen freyheit undt Sicherheit geben solle, Und Wan der Ubeltheter drey schritt Uebeschrauwen Vur die Pfort kommen kan, solle die feyheit Wiederumb uff Sechß wochen angeben.

Frage
Wan die Wandalische Wochen Undt Jahrmärckt angehen, Undt sich enden, Undt wan einer sein Zoll außgericht, Und darüber angefochten würde, wie es Zu halten.

Weisthumb
Es seint .5. Jahrmärckt, und dan die Wochenmärckt, Welche gefreyet, da einer darüber beschwert würde, (Folio 34 verso) solle man den Theter straffen, Undt dahe Er auß Weichen Würde, mit Unserß Gnedigsten Herrn Einspennigen Verfolgen.

Frage
Wan daß Achter (?) Jargeding od. Weistumb Zue halten.

Weisthumb
Zum halben Mey solle es mit den .21. Scheffen gehalten werden.

Frage
Wer die Heurath tragen, und wie lang die sein sollen, auch wo man die selbe anlegen undt uffheben solle.

Weisthumb
Ein Innerster und Euserster Scheffen, dieselbe Rodth solle .18. Schue lang sein, Undt angelegt werden bey d. Johanß Bach.

Frage
Ob Ein lehen Herr einen ahn seinem leib an Zugreiffen, Undt wie hoch Er Zu gebiethen

Weisthumb
Es hat ein Lehenherr keinen ahn seinem leib anZugreiffen, auch nit höher alß .5. Schilling Zugebiethen Undt Zue straffen.

(Frage 35)
Frage
Wan einer Seinem Bürger aydt nit gnug gethan wie derselb Zu halten

Weisthumb
Derselbe stehe Jn Unserß Gnedigsten Herren gnade undt Ungnade

Frage
So Einer Rechts begehrth, Wo er anZu suchen

Weisthumb
Bey dem Scholtheßen Jn d. freyheit, od. Jn abweßen seiner bey den Scheffen

Frage
Wan Schmeworth
[52] Uff dienstguetheren erfallen, Wo man Sie anbringen wolle

Weisthumb
Sollen bey dem Scholtheßen Jn d. freyheit anbragt werden

Frage
Wan Einer güther Verkaufft hätte, Und nit beZahlt wäre, wo er ansuchen solle

Weisthumb
Antworth man solle bey Scholtheßen Jn d. freyheit ansuchen

(Folio 35 verso)
Frage
Wan einem Lehenherrn seine Schafft undt gülth nit außgericht würden, Wie es damitt zu halten

Weisthumb
Derselb soll Zum Trittenmahl die güther Zu uerbiethen
[53] haben, darnach solle Jm der scholtheß Jn der freyheit, essen Pfende erlauben Jnn dreyen Tagen (:Wann keine außrichtung erfolgte:) umb Zu schlagen

Frage
Wan einer umb Scholt Clagt, wo und wie er ahnsuchen solle.

Weisthumb
Derselb solle burgen geben, darnach die pfendt eingeZogen, und Zue .3. VierZehen Tagen, umb geschlagen werden sollen

Frage
Wie lang die Saugenfüllen Ungepfendt gehen mögen

Weisthumb
Sie Saugenfüllen mögen den Wägen Vur Fois Baptiste Ungepfendt nachlauffen, darnach aber pfandbahr sein sollen.

(Folio 36)
Frage
Wer faßell Viegh
[54] allhir Jn der statt Zu halten habe

Weisthumb
Unserß Gnädigsten Herren Kellner solle halten ein ZielRindt, und einer Eber, derengleichen ein Pfarherr auch so Viel, Darumb seint sie Hirtenlohns frey.

Frage
Wie einer sein Grometh Zu etzen habe so bey anderen liegen

Weisthumb
Wan Zwey Grometh herr bey samen liegen, mag einer daß Seinig ohne deß anderen schaden etzen und genießen

Frage
Wie es mit Genßen so in schaden erfunden Zu halten

Weisthumb
Wan einer eine Ganß in seinem schaden erfunden, Undt ungefehr lahm od. Thodt geschlagen, mag der Theter die ganß, dem sie geweßen lieberen; Wo Er dieselbe nit annehmen wolte, solle er Ihme einen alb. darfür geben, undt die ganß mitt ihme tragen.

(Folio 36 verso)
Frage
Wan einer geklagt, undt Urkundt geworffen, undt die Klage nit Verfolgte, wie eß darmitt Zu halten

Weisthumb
Wan einer Seiner Klagen undt gelegten Urkundt, nicht nachkombt, Weist man ihnen Jnn Ihrer Churfl. Gd. straff.

Frage
Welcher Klagen hinder andere Herrschafften, außerhalb dieses Hochgerichts trägt, in sachen so in diesem Hochgericht außZuführen seint, wie es darmitt Zu halten

Weisthumb
Welcher solche Clagen anderstwohin trägt, ist in straff Unseres gnedigsten Herrenß

Frage
Ob man der Herren Schafftgüther Zum Theil oder Zumahl möge Versetzen Und Verkauffen

Weisthumb
Eß hat ein Jeder seine güther Zu uerkauffen, od. Zu ueräußern macht, doch der Herrschafft abe Schafft und gült Unabbrüchig

(Folio 37)
Frage
Ob ein Jeder Bürger Zu seinem gefallen abZiehen möge

Weisthumb
Es hat ein jed. Underthan wan er seine Scholdt beZahlt, Undt bey dem Scholtheßen abheisch machte abZuZiehen, Undt ist so frey Jm Zug, daß, wan Unser gnädigster Herr, demselben mit seinem Under der Pforten antreffe, Undt nit fortkommen könte, solten Ihre Churfl. Gnd. Jheren befürderen, Undt helffen, daß G. hinder Rath,Jnn deß fürdersten Stath komme.

Frage
Wan die PflegZeune Zugemacht werden sollen

Weisthumb
Die PflegZeune sollen, Wan die Wießen Zugethan, auff eine bestimbte Zeit Zu gemacht werden, bey straff .20. g. Von Jeder Lücke od. mangel

Frage
Welcher uffm Jargeding außen pleibt ohne erlaubniß, waß derselb Verbrochen,

Weisthumb
Wer daruff außen pleibt, Ist jedem gemeinß man 5. schilling Verfallen

(Folio 37 verso)
Folgen hernach Rendt undt gulten des Hochgerichts St: Wendel

Unngelt

Von allem Wein, Bier, Birnendranck, so in der Stadtt und Ambt St: Wendel Verschenckt wirt, ist man Ungelt schultig, Nemblich so uiel Weißpfenning die maß geltet, so uiel gulden gibt man Vom fuder.

Dieß Ungelt ist halb Meineß Gnädigsten Herren, Undt daß ander halb Theil der Bürgerschafft Zue St: Wendel Zustendig, daruon seint die Bürger schultig, Stattmauren, Thöre, und Pforten, und andere Stattgebeuwe Im Bauw Zue halten.

Daß Ungelt gehet uff undt abe, nach gelegenheit der Jahren, Undt stehet etwan Zusamen 200,== 300 plus minus gulten, Wirt Jährlichß durch die Ungelter, deren einer außm Gericht, der ander auß der Bürgerschafft, darZue deputiert, Vor Kellner, scholtheßen, und Scheffen Verrechnet, Undt durch die Ungelter Ihrer Churfl. Gd. gebuer dero Kellner geliebert.

Hier neben ist noch Uff Viel feltigeß Suplicieren durch Ertzbischouen undt Churfürstl. (Folio 38) Herren Lotharium auß besonderen gnaden Zu erhaltungh der Stadt Verwilligt, Uff die Mosel maß .1. G. Thut Wendelisch maß .2. G. Zu schlagen, Welcheß der Bürgerschafft allein geuolgt wirt.

(Folio 38 verso)
Zoll

Jnn der Statt Undt Hochgericht St: Wendel hat es einen alten Zoll, welcher Jährlichß durch ein Kellner Uff steigung offentlich bey gemeiner Bürgerschafft außgelaßen wirt, der Zur etlicher Zeit .20.25. th. mehr undt Weniger erträgt.

Specification Wendalischen Zolls
Wirt hirbey die alte Wendalische Ordnungs mit A:, die Neuwe mit N:. Item deren genachbahrten auß Lottringen mit L: Undt die Zweibrückische Zoll ordtnungh mit Z: beZeichnet, die Zweibrückische haben Von anderen Zweimahl souiel, alß hernach Von d. Trierischen gemelt, den alß Zweibrücken den Zoll od. dessen steigerung erhalten, hat Trier, Mentz, undt Pfaltze Ihre Underthane außbehalten, dieselbe bey altem Zoll, wie Volgt zu lassen,


A N Lott Z Verordnet jetzt
Einn Hengst Pferdte 4. g. 1. alb. 6. alb,
Koppel pferdt 2. alb.  
1. alb
ackerpferdt .4. g
Einn Mutter Pferdt 2. g 1. alb 3. blancken 4. g. 1. alb
Hengst Füllen 4. g 1. alb 12. g nit gesondert 1. alb
Mutter Füllen 2. g
Wan Zwoe tauschen, 12. g nitt gemelt 1. alb
 gibt jeder 1. alb

(Folio 39)
Ochs, Ziel und Zugfar 4. g 4. g 6. alb 4. g 4. g
Kühe 2. g 2. g 3. alb 2. g 4. g
Fahren oder Mutterkalb, so über ein halb Jahr, doch under Zwey Jahren nichts 2. g 2. alb 2. g 4. g
Milch oder Saugen Kalb nichts 2. g 1. alb Ungemelt 2. g
Schwein 2. g 2. g >1 Jahr 2 alb Vom Hondert 6 alb 2. g
 <1 Jahr 1 alb thut das Stück ½ g
Geyß 1. g 2. g 2. g gleich den Schweinen 2. g
Hämmel, Schaf, Widder 2. g Vom hondert 6. alb 2. g gleich den Schweinen 2. g
Wagen Brots 2. Werck 2. Werck ein Wagen mitt 2. batzen 2. alb  allerhandt
 Kauffmans gewahr geladen 2. frx
Karch, halb souiel   1. alb

(Folio 39 verso)
Kuetz 2. g 2. g nihil nihil 2. g
Wagen Saltz 4. g 2. batzen 2 frx 2. batzen 2. batzen
Karch Saltz, halb soviel   1. batzen
Beferbtes frembt Tuch 2. alb vom Wagen 2. batzen nit specificirt nit specificirt 2. batzen
 Karch halb so viel Jnnlendigs Tuch, so Von underthanen außerhalb Wendalischen Ambts feyl getragen oder durchgeführt wird 1. alb 1. alb  1. alb
Malter Kornn nit specificirt 1. alb 3. alb ein mltr gemeiner frucht 4 g.
Malter habern, Gerst, Linßen, Bonen,
Erbßen nichts 4. g 2. alb
Thonn hering nichts 2. hering 4. g nit gemelt 1. alb
Zentner Stockfisch, Keeß, Platteißen Und deregleichen Vom gulden Von urffgerichtem  4 g 4. g 4. g Krann 4. g
Wagen Dauwen, Bodhumben, Kübel faß, diell Undt deregleichen Holtzwerck nichts gemelt Ungewieß 6. alb 9. g 1. alb

(Folio 40)
Wagen heuthe Undt deregleichen Wahr nichts 2. batzen 2. frp 2. batzen 2. batzen
Karch halb souiel
Wagen mit allerhandt Eißen, Eißenhäffenn, Glaß, LeineWath nichts Ungewieß der Zentner 7. g der Zentner 4. g 2. batzen
Wagen mitt Wein nichts 2. batzen 4. g 2. batzen 2. batzen
Karch halb souiel
Wagen mit Bier, Bierentranck   2. alb
Karch halb souiel
Wagen mit Erdenhäffen nichts 4. g nit gemelt 4. g 4. g
Karch halb souiel
Kremer so allerhandt Wahr, und ein Uffgericht Kram haben   4. g
Hondert Greß nichts 1. batzen nichts 2. alb 1. alb
Gemeine Essen Speiß Von Fleisch undt FischWerck, Botter, Keeß, Eyer, Obß, Und deregleichen ist Zoll frey.

(Folio 40 verso)
Wendalische Ambts underthane Vonn alterß her deßo Zolls, Jn Zue und abführung deß Jhrigen, Wan sie es selbsten thun laßen, frey seint, Wan aber Jemandt bey Jnnen Jchtwaß kaufft od. abföhlt, oder auch frembte so nit darZu bestellt, Jhnen Jchtwaß feyl führen, daß aller erst darnach, wan eß bey geführt, gemarckt wirt, der Verkeuffer den Zoll schuldigh.

(Folio 41)
AußZugs obgd. Zoll Ordnungh Wie Sie Jm Ambt St: Wendel durch Ihre Churstl. Gd. Anno 1600 den 11. February Zu Coblentz Ratificirt, Undt Zu halten gnedigst befohlen,

Hengst Pfert, Mutterpfert, Hengstfuellen, Muttermuellen Jedes stueck 
1. alb
Ochß Ziehl od. Zugfahr, eine Kuhefahren oder Mutterkalb so über 1. halb Jahr alt      4. g
Milch od. Saugen Kalb         2. g
SchWein       2. g
Hammel, Schaff, Wieder, Bock, Geyß        2. g
Wagen Brothß          2. alb
Ein Karch[55]     1. alb
Hott od. Rück Kurtz mitt brott       2. g
Wagen Saltz  2. batzen
Karch Saltz    1. batzen
Wagen geferbten getuchß   2. batzen
Karch getuchß         1. batzen
frembde Wieber so Zu pfert getuchß feyl führen  1. alb
Malter Korn, Haber, Gerst, Weitzen, Linßen, Bohnen, Erbßen     4. g
Thonn Häring, Rheinfisch, Bochen   1. alb

(Folio 41 verso)
Zentener Stockfisch, Keeß, Platrißen Undt derengleichen          4. g
Wagen DauWen, Bodhumben, Kübel, Buden, faß, diell, undt derengleichen Holtzwerck          1. alb
Karch halb soViel     
Wagen Leuthe, Leder, feell g. bereit undt Unbereit        2. batzen
Karch halb so uiel    
Wagen mit Eißen öfen, häffen, Glaß, LineWath undt deregleichen        2. batzen
Karch halb so uiel
Wagen mit Wein       2. batzen
Karch halb so uiel
Wagen mitt bier, Bieren dranck      2. alb
Karch halb so uiel
Wagen mitt Erdenen häffen, Krügh g.       4. g
Karch halb so uiel
Krämer so allerhandt Waahr und einen uffgerichten Krame haben         4. g
daß hondert Geeß so durch getrieben werden      1. alb
Sonsten gemeine Essen Speiß, Von geschlachten fleisch, Brönen fischwerck, Botter, Keeß, eyeren, obts, und dere gleichen, Ist Zollfrey    N

(Folio 42)
Wendalische Bürger undt Unterthanen, seindt Jn bey undt abführung, undt feilhaltener Obgeschriebener Zollbahrer Wahr und gühteren frey, Wan aber fremde außgesessene Jhnen abe= od. Zueführen, die Vorhin nit dar Zu bestellt, undt gedingt, seint die selbe frembde schuldig.

Beider Ambter St: Wendel Undt Ottwiller Unterthanen, Von langer Zeit hero, Weil sie täglig mit= undt Undereinander handtieren, doch auß keiner gerecht= od. schuldigkeit, hine inde deß Zollß frey Zu beiden seithen, so lang eß beiderseits herrschafft gefellig gelaßen werden, Wan sie aber uff einer ander seithen Under deßen gefährlicher arglistiger weiß anderer herren Unterthanen, od. ihre Kaufmans Wahr, heimblich od. offentlich mit durchschleiff(ss)en würden, hett manß nit Zu gestatten, Sonder Zoll undt Straff abZunehmen.

(Folio 42 verso)
Rauchaberen Und Bricty oder Bodhumb Zinß gelts Specification Wieß eß Jm Jahr 1607. erneuwert unnd gehaben worden.

Sebastian Fröling Von Niclaß Cusenerß hauß undt ScheuWern ahn der Oberster Pforten ahn Rauchaberen 
N

Ahn Botthumb Zinßgelt Vom Wohnhauß
undt dem Understen Bauwgen 9. schilling - thun 6. alb 6 g.

Theiß Von Echternach Wöllen Wieber Von Hauprichß Niclaß Hauß
Rauchaberß   1. faß
Ahn Brictius Zinß .4. schilling thut  3. alb

Item Von d. Scheuren an d. Öberster Pforten Vur dem hohen Thore so Zu hauprichts hauß gehört, nuhmer Zu Doctor forsingers hauß
an Rauchabern         1. faß
Ahn Brictius gelt .4. schilling thun   3. alb

Huthmachers Marien Wittiben hauß nuhmer der dochterman Hanß Satlers seligen hauß
Rauchaberen  1. faß
Ahn Brictius gelt .4. schilling thun   3. alb

Simon Metzger Von Hanß Satlers seligen Hauß
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelt .4. schilling thun         3. alb 6. g

Soa Lat: Rauchaberen         4. faß
Brictius gelt - 26. schilling, thun     19½. alb.

(Folio 43)
Wilhelm Fosinger Doctor Von frantz Schopfen Von Dhron Verfallenem Heußeren ahn
Rauchaberen  2. faß
Ahn Brictius gelt .4. schilling thun   3. alb

Peter Dersdorff Von Langschuchß hauß Zum Schwanen, mit der scheur
Rauchhaberen          2. faß
Brictius gelt - 12½ schilling, thun   9. alb 3. g

Becker Balthes Von seinem geheuß
Rauchaberen  2. faß
Brictius gelt - 10. schilling   7½. faß

Leonhardt Schreiner Von seinem Wohn, Undt dem Öbersten Verfallenen Geheuß
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelt .5. schilling, thun        3. alb 6. g

Die Kirch Zue St: Wendel Von Burgellß Verfallenen hauß bey der Cappellen
Rauchhaberen          1. faß
Brictius gelt .5. schilling, thun        3. alb 6. g

Latus Rauchaberen   1. Mlr
Brictius gelts 42½. schilling
thun   1. _. 8.alb
          minus.1. g

(Folio 43 verso)

Die Kirch Zue St: Wendel Von St. Sebastians oder Herr frantzen Seehligen Hauß, so Verfallen Undt Zur Kirchen gehörig, mitt seinem begriff
Rauchaberen  2. faß
Brictius gelt 10. schilling, thun       7½. alb

diese Verfallene hobstath stehet d. Kirchen Zue, Wirt alßo in außgab der Jahr Rechnung neben anderen mehr eingesetzt.

Wendel Heugel Von Nickel Polen Piekers Hauß und garten
Rauchaberen  1½. faß
Brictius gelt .7. schilling .1. g. thut 5. alb 3. g

Die Kirch Von Rheinhart Jungen hauß bey der Kirchen
Rauchhaberen          1. faß
Brictius gelt mit dem garten so darZu gehört, den nuhmer Christoff Richter hinder Seiner Scheuren hat, 10. schilling, thun 7½. alb
dieß wirt in außgab bey dem abgang gegreyter heußer gesetzt

Hanß Daniel Schoemacher Von seinem hauß undt scheur
Rauchaber     2. faß
Brictius gelt 10. schilling, thun       7½. alb

Johannes Lorich Leyendecker Von Hauß undt scheur
Rauchaber     1½. faß
Brictius gelt 6½. schilling, thun      4. alb 7. g

Latus .1. th. 8. alb 6. g

(Folio 44)
Hautz Sebastians Hauß Undt die Platzen hinder dem Hauß, Von dem Closter Tholey erkaufft
Rauchaber     3. faß
Brictius gelts .13½ schilling thun    10. alb 1. g

Christoff Richter ahn Rauchaber Von Kuester Engelen Hauß, so nuhmer ein stall 1. faß,
Cuno ReichWeinß Hauß .1. faß, Anthonius Hauß .2. faß, Undt Von deß Cueseners Hobstath ½ faß, Von der hinderster MauWer scheuren 1. faß, thut Zusamen        5½. faß
Brictius gelts Von Kuester Engelen hauß 4. schilling, Anthonius Hauß undt scheur 20. schilling,
Cueseners Hobstath Jetzt sein Vurfössgen, Cuno ReichWeinß hauß .20. schilling, Von der MauWer scheuren .5. schilling, thut Zusamen       31. schilling
facit   23. alb

Somma Lat. Rauchaberen 1 mlr 1 faß.
Somma Lat. Brictius gelts 45. schilling thun - 1. th. 9. alb .6. g.

(Folio 44 verso)
Johan Dahm Von Weschbillig Rauchaber Von Kuester Engelen stall Under der Schoblen, so nuhnmehr ein scheur .1. faß,
Von deß Jungen Kueseners oder Tholen haußen geweßenem hauß, Undt Christen hanßen hauß sambt der scheuren 3½ faß,
Von henßel weißgerbers geheuß Zum Born mit Bering 3. faß. Jtl. (?)
Von der großer Stallung Vor dem Schloß,
daruff hanß hausperß Millerß hauß undt stallung gestanden,
gibt Rauchaberß .11. faß, Thut alleß Zusamen     9. faß

Brictius Gelt Vonn Kuester Engelen stall Under d. Schulen         .4. schilling.
Von deß Jungen Cueseners od. Tholen hanßens,
Undt Christen hanßen geweßenen hauß undt scheuren   .16. schilling.
Von Hensell Weißgerbers geheuß Zum Born sambt Breßenburgh .13. schilling,
Jtl. (?) Von dem großen Stall Vor dem schloß Von hanßen
HauspersWiller herrührendt 7½ schilling,
Thut alleß Zuesammen        1 f. Roth. 6. alb 4. g.
(Folio 45)
Juncker Conen von Soeteren haußPlatzen
Ahn Rauchaberen Vom alten geheuß 4½ faß,
Und von martzen erkaufften Platz 1. faß,
thut Zusamen 5½. faß
Dieß mit folgendtem gelt wirt bey außgab und abgang
Jn Jahr Rechnungen mit anderen Vor frey gesetzt.

Brictius gelts Vom alten geheuß 25. schilling, Und Von Martzen hauß so Verfallen, 7. schilling,
thut 32. schilling, Zue Weißfenningen       1. f. Rothg.

Rmus Von Haltzges hobstatt so Jnn Herrn Handt ligt, ahn Rauchaber
thut diese hobstatt, so ahn der Stattmauwern bey dem neuwen
Thore, neben d. Klocken scheuren gelegen         2. faß
Brictius gelts 4. schilling      3. alb

Diese Haber und gelt wirt alß frey pro exposito Verrechnet.

Tholen Hanß Satler Von seinem hauß Jn d. Schloßgarten, ahn Haberen 11. faß
Brictius gelts .6. schilling, thun      4½. alb

Latus ist 7½ alb. Habern 9 faß.

(Folio 45 verso)
Sebastian Moetz Von hauß undt stallung
ahn Rauchabern       1. faß
ahn Brictius gelt .6. schilling 4½. alb

Willbrordt SchWeitzer Von Abraham Kemmers hauß ahm Marckt
Rauchabers    1. faß
Brictius gelt .6. schilling      4½. alb

Item Von dem garten bey dem Rintsfuß über neben seiner scheuren 10. g

Item Von der Scheuren bey dem Rintsfuß, so Von Schör Bastgeß hauß,
daß Mattheiß schmits Vorfahr Peter Meriß,
ahn d. gemeinen kaufft abgesonndert       17. g

Wilbrordt Mey Rauchaberen Von seinem hauß      1. faß

Item Ahn Brictius gelt Von demselben hauß,
genannt Niclaß Symons hauß .5. schilling, thut    3. alb 6. g.

Vor Wendel Joes Von dem Eckhauß, bey d. Kirchen,
ahn Rauchaberen     1. faß
Brictius gelt Von demselbigen hauß .5. schilling, thut      3. alb 6. g.

Jacob Schauwel Von Martin schmits hauß so er Jacob kaufft
Rauchaberen  N
Brictius gelt .5. schilling 4. g thut   4. alb 2. g

Latus 1 f. 1. g

(Folio 46)
Wendel Steinell Von Seinem Hauß Gibt
ahn Rauchaberen     1. faß
Brictius gelts 4. schilling, thut        3. alb

Wilbrord Mey Vom Klocken hauß ahm Rathauß so er kaufft
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts Vom hauß 4. schilling, thut   3. alb

Klock erben
Item die Klocken erben Von Lennen Peters garten
oben dem neuwen Thore ahn der statt mauren    1. schilling

Bardt Hudtmachers Hauß
Rauchabers    1. faß
Brictius gelts 4. schilling, thut        3. alb

Nickel Kelnerey Bedel Von heimen Martinß hauß
Rauchaber     1. faß
Brictius gelts 4. schilling, thut        3. alb

Peter Hudtmacherß Hauß
Rauchaber     1. faß
Brictius gelts 4. schilling, thut        3. alb

Die Kirch St: Wendel Von Jacob Weyrich Bildhauwerß Hauß uffm graben
haberen        N.
Brictius gelts 6. schilling, thut        4½. alb
Latus 20. alb 2.g

(Folio 46 verso)
Hautz Sebastians Scheur
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 2. schilling, thut        1½. alb

Schmits Martin Von Foltzen Nickelß hauß
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 10. schilling, thut      7½. alb

Matthes Lorich Wüllen Wieber Von Foltzenn Wendelß hauß Undt Scheuwer
Ahn Rauchaberen     2. faß
Brictius gelts 4. schilling, thut        3. alb

Braumes Jacob Von Seinem Hauß
Ahn haberen  1. faß
Brictius gelts 4. schilling, thut        3. alb

Foltzen Peters hauß, So Vur dieser Zeit ein Altaristen Hauß gewesen
Ahn Rauchaberen     nihil
Brictius gelt   nihil

Die Gemeinde St: Wendel Von Wendel Cueseners Jetzt deren Hirten hauß
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 4. schilling, thut        3. alb

Nickel Leonhardt Schmit Von seinem Wohnhaus
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 4. schilling, thut        3. alb

Latus 21. alb

(Folio 47)
Banhanßen hauß Von Baltheß Froling herrührendt
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 4. schilling      3. alb

Ziegelers Hanß Schlosser
Rauchaberen  ½. faß
Brictius gelts 2. schilling      1½. alb

Theobaldt Schmits hauß Jetzt Hanßen hammes Zuestendig
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 2. schilling      1½. alb

Sirck Peter Becker Von Schiffmans hauß
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 4. schilling      3. alb

Hautz Sebastian Von deß Schiffmans hauß scheuren
Brictius gelts 2. schilling      1½. alb

Michel LauWer Von hanß Brambecks hauß
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 4. schilling      3. alb

Sebastian LinxWillerß Jetzt Ludtwigß Hanßen hauß undt Zugehör
Rauchaberen
Vom hauß 2. faß,
Undt Von des Wagenerß hauß 1. faß thut  3. faß
Brictius gelts
Vom Wonhauß 8. schilling, Von Peter Wagenerß hauß 3½ schilling, 1½ g
Undt Von d. scheuren, so Peter schmits garten geweßen 3. schilling, thut      11. alb ½ g

Latus 1. f. 2. alb. 5. g.

(Folio 47 verso)
Hanß LinxWillerß Hauß undt Zugehör
Rauchaberen  2. faß
Brictius gelts 8. schilling      6. alb

Barthel Schneider Von Sybert Schneiderß hauß undt scheur
Rauchaber     2. faß
Brictius gelts Vom Wohnhauß 5. schilling
Undt Von Peter Wagenerß scheuren 3½ schilling 1½ g thut      6. alb 4. g

Nickel Krapen hauß
Rauchaberen  2. faß
Brictius gelts 10. schilling    7½. alb
Noch Von seiner scheuren bey Ludtwigß Henßgens hauß 4. schilling     3. alb

Bier Theiß Von Hanß steiten hauß
Rauchaberen  N
Brictius gelts 4. schilling      3. alb

Becker Peters hauß
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 2. schilling      1½. alb

Jacob LauWers hauß
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 5. schilling      3. alb 6. g

Hautz Sebastian Von Sirck Peters hauß
Rauchabers    N
Brictius gelts  N

Peter Cono Weißgerberß Hauß
Rauchaberen  N
Brictius gelts  N

Latus 1. fl. 7. alb 2. g

(Folio 48)
Hautz Sebastian von seinem Wohnhauß
Rauchaberen  N
Brictius gelts  N

Michael LauWers hauß die alte Badtstueb
Rauchaberen  N
Brictius gelts  N

Goerg Glaßer
Rauchaber     N
Brictius gelts 2½. schilling   1. alb 7. g

Hanß Steinmetz
Rauchaber     N
Brictius gelts 2½. schilling   1. alb 7. g

Jacob Wyrich Steinmetz
Rauchaber     N
Brictius gelt 5. schilling thun          3. alb 6. g

Balthes Hautz Schumachers hauß
Rauchaber    
N
Brictius gelts 2½. schilling   1. alb 7. g

Diether Steinmetzen Hauß, Von Schoe Baltheßen hauß abgetheilt
Rauchaber     N
Brictius gelts 2½. schilling   1. alb 7. g

Ludtwig Anthon Wieberß hauß
Rauchaber     N
Brictius gelts 5. schilling      3. alb 7. g

Latus 15. alb 1. g

(Folio 48 verso)
Graßen Jacobß Hauß
ahn Rauchaberen    
1. faß
Brictius gelts 4. schilling, thuet      3. alb

Hospitals Zue Cöeß hauß undt scheuWer, So steltzen Claren Zugestanden
Rauchaberen 
N
Brictius gelts 10. schilling    7½. alb

Nickelen Ostieln (?) Leyendeckerß Hauß
Rauchaberen  N
Brictius gelts 7. schilling 4. g thut  5. alb 6. g.


Jacob Glaßerß Hauß
ahn Rauchaberen     N
Brictius gelts 2. schilling 4½. g. thun        2. alb ½. g

Niclas Ludtwig Schneider
Rauchaber     N
Brictius gelts 2. schilling 4½. g. thun        2. alb ½. g

Bast Steinmetz Vonn Gugels Hauß
Rauchaberen  N
Brictius gelts 8. schilling 1. g. thun 6. alb 1. g

Jacob Dönichers Hauß
Rauchaberen  N
Brictius gelts 5. schilling thun        3. alb 6. g

Schröetigs Maria Wittib Zum Rindtsfueß
Rauchaberen Von ihrem geheuß     N
Brictius gelts Von deß Rectorß Zu Cueß geWeßener hobstatt, So nuhnmehr VerbauWet
5. schilling, Undt Von dem garten 2. schilling. Jtl. Von alten Rindtsfueß 5. schilling,
thun   9. alb
Jtl. Von der scheuren, genant Bruel Stephanß hauß 5. schilling  3. alb 6. g.

Latus 1. f. 19. alb.

(Folio 49)
Matthes Schmit Wegen Peter Dicken hauß
Rauchaberen 
N
Brictius gelts hat mit der scheuren, so Abrahamß erben haben, Vor alterß geben
8. schilling 2.g nunmehr Weil die scheur abgesondert gibt daß hauß,
die Zweite Theil, memblich   4. alb 2. g

Genterßbergerß od. Geillingerß Haubthauß ist frey, aber Wurtzges hobstath, undt garten gibt
Brictius gelts 5. schilling      3. alb 6. g
Ahn Rauchaberen     N

Balthaßar Rieffer Von Schlabatzen Underst freyhauß      N

Leonhardt Dahm Vom alten Schlabatzen Undt Naubeckerß geheuß so erkaufft,
Rauchaberen Vom alten Schlabatzen hauß 1. faß, und Von deß Nauwbeckerß hauß 1. faß,
thut    2. faß

Brictius gelts Vom alten Schlabatzen hauß 5. schilling, Von der scheuren bey Guedtmanß Nickelß
hauß 4. schilling, Undt Von deß Nauwbeckerß geheuß 10. schilling, thuet       14. alb 2. g

Hanß Scherers hauß
Rauchabers    1. faß
Brictius gelts 4½ schilling    3. alb 3. g

Latus 1. f 1. alb 5. g

(Folio 49 verso)
Hanns hammes kemer Von seinem hauß, naeben hanß Scheren,
Von Guedtmanß Nickeln erkaufft
Rauchabers    1. faß
Brictius gelts 4½ schilling thun       3. alb 3. g

Item Von seinem Wohnhauß
Rauchaber     2. faß
Brictius gelts 10. schilling    7½. alb

Sybert Kieffers Hauß
Rauchaber     2. faß
Brictius gelts 5. schilling      3. alb 6. g

Heinen Niclaß hauß
Rauchabers    1. faß
Brictius gelts 5. schilling Vom Hauß, noch Von der scheur undt garthen Von Martin
Branthen herrührendt 10. schilling, Undt Von dem garten bey dem Rindtsfueß 5. schilling 2. g,
thut Zusamen 15. alb 2. g

NB    Mattheis Eiffler Schneid er Von Marthin Branthen hauß,
Rauchhaberß Von seinem hauß, so er jetzt neben dem Pfarhoff beWohnth      N

NB    Brictius gelts Vom hauß 5. schilli ng  3. alb 6. g

Pfarhoiff ist frey       N

NB   Hanns Dhaunen hauß
Rauchhaberen          N
Brictius gelts 5. schilling thun        3. alb 6. g

Latus 1. f 13. alb 3. g

(Folio 50)
Friederich Wieber Von Hauß undt Scheuwer
Rauchaberen Von der ScheuWern Under der Straßen     
1. faß

Noch hatt sich Jnn alten Registeren Von einem garthen ½ faß erfunden,
So Baltheß Schneideren, undt nuhnmehr Pole Piekerß Wittiben gebürth.

Brictius gelt Vom hauß 5. schilling, Von der scheuren 5. schilling, thut 7½. alb

Hannß Kallenborns Hauß, Stallung, scheuer Undt garten
Rauchaberen  N
Brictius gelts 14. schilling, thuet    10½. alb

Hospital hauß ist gefreyet   N

Martin Branthen hauß
ahn Rauchhaberß     2. faß
Brictius gelts 10½. schilling, thuet  7. alb 7.g

Gemein Zue St: Wendel Von der Hobstatt Vor Marthin Branthen Hauß
Rauchaberen 
1. faß
Brictius gelts 2. schillingh, Thun     1½. alb

Latus 1. f 3. alb 3. g

(Folio 50 verso)
Closter Tholey Von Ihrem gantzen Hauß begriff,
Nemblich Jacob Zieglers hauß 4. schillingh,
Graßen od. nuhnmehr Schreiner Theißen hauß 10. schilling
Nieder Elßen hauß, Nemblich die hobstatt und garthen Von hauß Scheuren 9. schilling,
Schmälges hauß 5. schilling
Haecken hauß und scheur 12. schillingh 3. g
Braumanß Jacobs oder Lorentzenn Wieberß hauß 5. schilling
Soma thut 50½. schilling welche thun     
1. f 13½ alb
         = 3. g

Ahn Rauchaberen     N

Waß sonsten Kallenborns garthen undt stall, So daß Closter VerbauWet
belangt, ist dieselbe grundt Zinß hanß Kallenborn Zugerechnet

Hanns Ruttigs hauß
Rauchaber     N
Brictius gelts 5. schilling 2. g thuet 4. alb

Schrotigs Maria Wittib, Von Schrotigß Lenen hauß 3. schilling    2. alb 2.g
ahn Rauchaberen     N

Jacob Buxemacherß hauß
Rauchaberen  N
Brictius gelts 3. schilling 4. g         2. alb 6. g

Latus 1. f 22. alb 7.g


(Folio 51)
Johannes Lutzeradt Von Hoedtmans Nickelß hauß
Rauchaber    
N
Brictius gelts 5. schillingh    3. alb 6.g

Lüdtwigß Zimmerman Von Rueln Euen hauß
Rauchaber     N
Brictius gelts 9. schilling, thun       6. alb 6. g

Doctor Wilhelm Foßinger Von Kerxhanßen hauß
Rauchaberß   1. faß
Brictius gelts 4. schilling, thun       3. alb

Die Gemein Von Lamperts hauß
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 5. schillingh    3. alb 6.g

Item erfindt sich noch Von Einer Gemeind Hobstatt, od. Hirtenhauß 2. schilling         1½. alb

Michel Bock Von Conen Theobalts hauß Platzen so nunmehr ein scheur ist
Rauchabers    1. faß
Brictius gelts 4. schilling      3. alb

Wendel Heugels Hobstatt
Rauchaberen  1. faß
Brictius gelts 2½. schillingh  1. alb 1. g

Latus 23. alb 5. g

(Folio 51 verso)
Michel Bock Wieber
Rauchaberen 
1. faß
Brictius gelts 5. schilling      3. alb 6. g

Wolff Reuther Schloßer Von Hauß und scheuren
Rauchaberß   1½. faß
Brictius gelts 4. schilling 1½ g. thun         5. alb 3½ g

Niclas Demuths Schoemachers Hauß Von Kronen friderichen Seligen mit der scheuren
Rauchaberß   1½. faß
Brictius gelts Zusamen 7. schilling 1½ g thut       5. alb 3½ g
Peter Derßdorffs geheuß
Rauchaberen  2. faß
Brictius gelts 10. schilling    7½. alb

Doctor Wilhelm Fosinger Von seinem Wohnhaus
Rauchabers    1. faß
Brictius gelts 5. schilling      3. alb 6.g

Latus 1 f. 1 alb 7. g

Soa Soarum haberen 12 Malter 6½ faß
Gelt 22 f. 22. alb

(Folio 52)
Dieß Obgeschrieben Rauchaber Undt Brictius gelt, wirt durch Scholtheß undt Bedel der Statt St: Wendel, auff einen gewießen Tag, So man Ungefehr .8. Tag Zuuoren Verkündiget, gleich Wohl gelt undt haber, Jedeß Uff besonderen Tag eingehoben, Undt der haberen durch den Kellerey hauß Knecht od. bedel gemessen, Undt durch auß anchdem daß haber faß einmahl außgehaufft, gibt man einen druck, Undt wirt darnach wiederumb gehaufft, Undt seint die dienstleuth schultig, denselben Jn die Kellerey zu führen.

Wan die Rauchaber und Brictiuß gelt außgehoben, ist man Scholtheß undt Bedelen sambt den groeneren so den haberen beyführen den Kosten schultig, dargegen man den überschoß Brictius gelts so .22. alb ist, Zur steur hatt.

(Folio 52 verso = leer)

(Folio 53)
Hernnrecht Von freyen güteren
Wann In der Statt Undt Hochgericht St: Wendel, freye güther, die keinen Herren mit Zinßen Schafft, gulth, diensten Zugethan Verkaufft, Vertauscht, Undt VerWendet Werden, wie Jnn gleichen die heußer in der statt, werdend ieselbe Vor einem Hochgerichts Scholtheßen Jn der Statt, Under dem Rathauß empfangen, Undt Uffgetragen, darZu gemeinlich Zween scheffen genommen werden, so ist man Von jedem Ufftrag eß betreff wenig oder Viel Von alters schultig geweßen .5. schilling, jeden sch. (?) .6. g. gerechnet, Nuhnmehr werden fünff alb Ihrer Churfl. Gd. Verrechnet, Darneben Scholtheß Undt scheffen Vur ein sester weins Sechs alb, Undt dem Stattschreiber Vor seine gerechtigkeit .3. alb. gelieberth.

Dieße hernach werden durch einen Stattbedellen eingehoben, Undt Volgents einem Kellner geliebert.

(Folio 53 verso)
Herren Recht Von Dienstgütheren
Alle gueter Welche Jm Hochgericht St: Wendel außerhalb d. Statt liegen, Undt meinem gnädigsten Herren mit Schafft, Zinß, Renthen, froen, undt Diensten Zugethan seindt, Zue sambt den heußeren So Wachter korn und andere beschwerung Von Ihrer Churfl. Gd. uff sich tragen, Wan sie Verkaufft, Vertauscht, Ubergeben, oder durch dotfall empfangen werden, Mueß solcheß Vur dem eußersten Scholtheßen undt Scheffen beschehen, daruon man gleicher gestalt, Wie Von empfangnußen Undt uffgehaben der frey gütheren gemelt, Unserem Gnedigsten Herren fünff alb den Scheffen Vur ihr Sester Weins Sechs alb. Dem eußersten Kellerey Scholtheßen Vur ein maß Wein .12. g. Undt dem Buedel .5. g schuldig, Undt werden dieße Herrenrecht durch scholtheß od. Bedel eußersten Gerichts Eingehoben, Und einem Kellner gelieberth.

Derengleichen Wan die Jungfrauwen güther Von Adelheiten Von Schauwenburg oder Richters erben herrührendt,


(Folio 54)
Phargelts Unständiger einfall
Im Hochgericht St: Wendell, Wan eine Mißthädige Person, Vom Leben Zum Thodte exequiret, Undt gerichtet wirt, Jst jeder Hochgerichts Unterthan, Zue Pfar gelt schultig Vierpfenninge, daran alß gefreyte außgescheiden seindt, die Zween Hochgerichts undt eußerste Scholtheßen, die Sieben Hochgerichts, undt VierZehen Grundtscheffen, Zween Bedellen, die Vier Hochgerichts Meyere, Welche daß Phargelt samblen, Undt lieberen, Undt seint die Underthanen dieß gelt uff den Tag der Execution den hehr Meyeren Zu lieberen schultig, Welcheß durch ein Kellner Ihrer Churfl. Gd. Verrechenet wirt.

(Folio 54 verso)
Funndtlings
Wan Jn dem Hochgericht St: Wendel Maulgueth, Pfert, Rindt, oder ander Viegh erfunden wirt, Undt Solcheß 6. Wochen Undt trey tage Verlohren gangen ist es Meinem Gnedigsten Churfürsten und Herren alß Landts fürsten Undt Hochgerichts Herren Verfallen, daß dan durch ein Kellner Ihrer Churfl. Gd. Verrechnet wirt, denjenigen so die fündtlingh lieberen, ist man den Kosten schuldigh.

(Folio 55)
Imben oder Beyenn fonndt.
Item Wan ein Unterthan im Hochgericht St: Wendell Imben od. Beyen erfindt, ist derselb Zue gleich schultigh, selbsten od. durch den Kellerey Scholtheßen, oder Bedelen den Spann Von dem Baumb, darin der Bey sitzet, oder sonsten eine Kerb Ziehen, In die Kellerey Zuelieberen, Undt Zur Zeit wan der Bey auß Zueheben, Magh man den Baumb darin er sitzet abhauWen, Undt ist der Bey mit seiner nutzbahrkeit halb Unser Gnedigsten Herren, od. Ihrer Churfl. Gd. Kellner daß anderhalb Theil deß Jenigen, so ihne gefunden, dargegen er Scholtheßen Undt Bedell eine Maß Wein schuldig, der abgehauWen Baumb Verpleibet dem Jenigen, dem er sonsten furhin Zugestanden, diese Beyen fündtling pleiben einem Kellner Unuerrechnet, Undt werden durch den Kellerey Scholtheßen oder Bedel geliebert, denen man alßdan den Kosten gibt.

(Folio 55 verso)
Besthäubter Unstendige Renthe
Uff den Zinß gutheren Im Hochgericht St: Wendel, haben Ihre Churfl. Gd. uff Jeden hueben Einen gesetzten hueber, oder empfenger, Wan eine hueb durch absterben eineß Hueberß vaciert, Zugleich ein ander hueber, durch gemeine erben, einem Kellner praesentiert wirt, denselben d. Kellner ansetzt, Wan einer abstirbt, Ist meinem Gnädigsten Herren Von gemeinen Erben ein Besthaubt Verfallen, welcheß man gemeinlich mit gelt, Ungefehr mit .3.4.5. od. 6. gulden beZahlt, Wie hernach bey Zinß gütheren ercläret wirt, darann die Kercher Zunfft daß dritt Theil haben,

(Folio 56)
Grundt Zinsen Im Bruel Vür der Statt St: Wendel, welche stendtig, undt nit Zinßbar noch besthäubtigh.
Juncker Conen Von Soeteren garten oder Gromath Im Bruel 4. schilling,
Undt Von Claß Schmits, Undt nach Ime der Ziegleren haußplatz,
so auch Zum Gromath gemacht 6. schilling, thuet Zusamen     
7½. alb.

Sebastian Linxweilers erben Von deß blinden schreinerß hauß, So Jetztmalß
Zum garten gemacht, ist schultig alle Jahr aleryhant froenen, Zur Korn scheiden,
graben od. dergleichen, darbey neben noch ahn gelt .6. schilling, thun 4½. alb

Bruel Theobalt Von Peter Conen Weißgerbers Werckhauß          12. g

Wendel Steinle Von Seinem Werckhauß     2. alb 2. g

(Folio 56 verso)
Bruel Zinßen
Marthin Brandt Weißkircher Von seinem Werckhauß        2. alb 2. g
LauWer Jacob Von Bleß Bole Werckhauß    2. alb 2. g
Foltzen Peter Von seinem Werckhauß       1. alb
Michel LauWer Von Hanß feisten Werckhauß        2. alb 2. g
Theiß Echternach WöllenWieber Von Michel LauWerß Werckhauß         12. g
Sebastian Hautz Von Hauß, Ställen, ScheuWer undt garten Im Bruel    10. alb

Bruel Theobaldt Undt Theiß gebröeder Von Ihres Vatterß Peter Weißgerbers
Im Bruel Hauß, gärten, mit Frieß Pauluß Hauß      13. alb

(Folio 57 =leer)

(Folio 57 verso)
GrundtZinß Von Heusern Zu Urweiller so in Jahr Rechnungen Sonderlich gemelt

Drey heußer Zue Urweiller erfinden sich In alten Registeren an einem Orth,
Nemblich Clamanß, Henrichß undt Martins heußer, Jedes 5. schilling, Item
Wiederumb erfindt sich, wie auch alle Weegß biß ahn hero Verrechnet,
Zwey heußer, Nemblich Clamanß, undt Henrichs hauß Jedeß 5. schilling,
thut .10. schillingh, Zu alb. Thuts  
7½. alb

Werden dieselbe jetzt also Vertheilet, Nemblich
Henrichß Pauluß Von Casperges hauß       10. g
Gräßers Johannen hauß       10. g
Hoffen Michelß hauß 10. g
Threinenen Wendelß hauß   15. g
Schwanen hanßen hauß      15. g

(Folio 58)
Gemeine Grund=Zinßen Von Löe= undt Walck=mühlen, sambt Wießen; garten so nit fröenbar, werden in Jahrrechnungen sonderlich specifice einngeführt

Loemülen umb St: Wendel und Urwiller

Brespacher Loemühl, die Bier hanß LauWer undt Michel LauWer Inhaben, gibt Jährlichß       
12 alb

Foltzen Wendels Undt frantzen LauWers Loe-Muehlen Im Bruel gibt Jährlichß   6. alb

Schwanen Jacobs Loe-Muehl         3.       alb

Walck muehl bey St: Wendel

Die Walck undt Schleiffmuehl so Gemeine Wendelische Wieber undt
Nickel Leonhart schmit oberhalb Urwiller gebauWet        12.     alb

(Folio 58 verso)
Muehlen Zinß gelt Stendigh

Seege und Schleiffmühl bey Altzfassen

Die Seege und Schleiffmühl ahn d. Burg. maalmühl bey Altzfassen, neben zwey Capp.
ahn gelt gibt  12.     alb


Ahm Klingelberg seint Zwoe Wießen gelegen. Eine die Waahl wieß, so Lampfen Hanß Zue BaltersWiller & Consorten führen, die andere die Kirtz Wieß genent, so Johannen Weißgerberß Zu forßwiller seehlig erben und Leuen Jacob Zue Leischbach inhaben, und gibt die Waahlwieß ahn heuwe, ungefehr .2. fahrthen, die Kirtz wieß ungefehr 1½ fahrt, jede erb Zinßes .3. alb thut   6.       alb.

Hannß LauWer Undt Schloß Barbara erben Von einem garten Vor der Obersten pforten, oberhalb der rechter Achten geben Jahres, Nemblich d. LauWer .2. alb und Schloß Barbara erben .1. alb
thut    3. alb

Otthumburgs hueb    3. alb
Wirt hernach Zue endt der Schafftgüther außführlicher erkläreth.

(Folio 59 = leer)

(Folio 59 verso)
Gemeine Zinsen, so nit froenbar, und alleinn gelt geben, so under das Safftgelt, in Jahr Rechnungen geZogen.

Zu Born Ligt ein gromath, genannt Borrener od. Bonnen gromath, so Threinen Wendelß
erben, undt die Puel erben Zue ForßWiller einhaben, gibt ungefehr ½ farth heuWeß, undt
Ligt necht ahn Born Jacobs hauß, Thut Jahreß in alten Registeren .12. g, In nauWen 1. alb 6. h

Eine Wieß genant die Zedhnes Hecke, so Urselen Hanß Zue Mauschbach und seine
mit erben Keen Niclaß erben besitzt, einhelt ahn HeuWachß 1. farth, ist gelegen ahm
dorff. Undt gibt in die Kirch so uel ahn schafft, alß Ihrer Churfl. Gd. nemblich Thuet Jahres   2½. alb

Ein Gromath bey Urwiller Born so etwan Rech Clauß undt Consorten gehett, ungefehr
.3. Wagen od. mehr, Nuhnmehr ist Vertheilt, Nemblich Herrichs hauß Zue Urwiller ein
Theil, die Kirch S. Wendel ein Theil, Und dan Claß graßer undt mit erben gibt Jährlichß
1. Tornuß 2. g
Thuet 
1. alb 6. g

(Folio 60)
Gemeine Schafft oder Zinsen so stendig und nit froenbar

Sybels garten ligt Jenseits dem Reichsteege n den neuWen garten, Jm Weingarthen, hatt Jetzt undt Jacob Sybelß dochter Christin, Mattheiß schmits weib, und gibt Jahrß 2. alb

Unnder nechster Achten In d. Kühetrenckt, Vur d. oberst pforten, hatt ein felt undt garten, lauth alter Registeren, gelegen, Ist nuhnmer durch auß Zur grab undt Baumgarten gemacht, undt Vertheilt, gibt Jahrß Zue Sammen 6. alb.

Undt Vertheilt sich alßo, Nemblich
Leonhart Dham Von Schlabatzen garthen 2½ alb.
Bordtmans Nickel Von seinem garthen 1½ alb.
Hanß Schrotigß Wittib Mari Von Ihrem garten 2. alb.

(Folio 60 verso)
Gemeine Schafft oder Zinßgelt von Erbschafften, so nit fröenbar

Riffenholtz erb, So halb Hanß Moritz Zolly Klockers, daß ander halb Theil hannß schneiderß seeligen erben besitzen, gibt Thut Zuesammen 27. Tornuß  
1 th. 18. alb

Denngel schmits erb, So Peter Derßdorff, und seine mit erben jetz ein haben gibt Jahrs .8. Tornuß, Thun 12. alb



(Folio 61)
Gemeine Schafft oder Zinßgelt Von gütern und Erbschafften So nicht Dienstbar

Spindt oder Brandtbecken gueth gibt Jährlichs 20.
Tornuß, thun 1. th. 6. alb.

Wirt alßo Vertheilt, Nemblich Hanß Schneiderß Margreth  7½ alb
Ludwig Wiebers erben         7½ alb
Foltzen Wendelß erben       5 alb
Sybert Schneider     5. alb
Christoff Richter       5. alb

Schwärtzges Erb, dieseß einhalt Nickel Craft, und schmits Jacobs dochter Anna, Mattheiß schneiderß weib gibt Jährlichß 15. alb

Dies schwärtzgeß gueth ist für die froen den dienstleuthen Jährlichß schuldig .6. alb lauth Ambtbuchß Anni 1578 fo: 9. latere.

(Folio 61 verso)
Gemein Schafft oder Zinß gelt Von guteren so nicht dienstbahr

Beckers od. Hensel Satlerß, oder Von alterß Metzen Petgeß Erb genent, gibt Jährligß 12 Tornuß Thun 18. alb

Daran geben die Derßdorffs erben 13½ alb

Frantz Schop den erbenn Zue davon 2. alb 5. g

Wendel Foltzen & Consorten erben 15. g.

(Folio 62)
Gemein Schafft oder Zinßgelt Von güteren so nit fröenbahr

Velters erb Von Schmits Hannßmann Undt schlabatzen her kommendt, Nuhnmehr Johann und Leonhadt Dham gebroedere sambt mit erben, 14. Thornuß, thun 21. alb

Stubers oder Erffen erb, Von Schlabatzen herkommendt, nuhnmer Johan undt Leonhardt Dham sambt mit erben, gibt Jahrs 8.
Thornuß, Thun 12. alb

(Folio 62 verso)
Gemeine Grundt Zinßen Von guthern So nicht Dienstbahr

Nechst ahn d. Reichsborner Achten wie der Weeg zu den gärten Im alten Weeg gehet Zur Lincken handt, uff d. Klocken Baumbgarten 1. stücklein, so die Klocken Von d. Bürgerschafft bekommen, gibt erb Zinßes 1. alb

(Folio 63 und 63 verso = leer)

(Folio 64)
Schafftgelt und frucht Von güteren so dienst und fröen uff sich tragen, welche uff tag und Zeit, wans einem Kelner gelegen gemeinlich das gelt altera Martini, und die frucht uff besondern Tagh geliebert.

Herin Von alters hero daß Schafft gelt Zue Tornußen, Vor jeden 12 g. gerechnet wirt, Korn wirt mit Wendelicher maßen gestrichen geliebert, Nemblich 8. faß Vur 1. Malter, dieser schafft haber wirt ungestossen blößlich gehaufft, undt acht faß Vors malter geliebert. Jedem so Schafft frucht außliebert, gibt man ein Viertheil brodts, auch Scholtheß undt Bedeln den kosten, aber Zu Lieberung gelts gibt man Weither nichts, allein Scholtheß und Bedeln wiederumb den Kosten.


Schölges erb, daß Vur alters Schutzgen, darnach Scheffer Heintz, undt Petgen Zue Bereitten, darnach Scheffer Heintzen Sohn Marx, Schützgeß Hanß, undt Michel Schützgeß Eidhamb eingehabt, Jetz undt Hautz Sebastian Zu St: Wendel, Thomaß Michel Lauwer Zu Altzfaßen, Jung Hanßen Mattheß & Consorten, Undt Paulus erben Zu BaltersWiller so gibt Jährlichß ahn gelt 6. Thornuß- Thun
9. alb
ahn Korn       11. faß
ahn habern    11. faß

(Folio 64 verso)
Schaftgelt und frucht

2. hueben

Francken Kallenfeltzer Undt Schmerschneiderß erb, seint Vor alter Zeit Zwo Erbschaffteng geWeßen, daß francken kallenfeltzer erb, hatt getragen 4. Tornuß Thun 6. alb und beide frucht 1½ faß, welcheß geführt haben Hautz hentgen und seine gemeinder, darnach Leohnard Cuesener, undt Hautz Wendel Metzger Zue St: Wendel mit ihren Consorten. daß schmerschneiderß erb hatt getragen 8. Tornuß so 12. alb thun, und beider frucht 11. faß, daßselb haben geführt Werner Schmit und seine gemeinder, So Von den Kuesseren Kombt, darnach ermelts Wernerß Kinder Undt sein Schwager Friederich mit ihren gemeinderen; Im alten Schafftbuch mit B: bezeichnet, fol. 36 erfinden sich neb 8. Tornußen 2. faß beider frucht, darnach seint obgd. Erbschafften ZusamengeZogen, jetzige einhaberer seindt die Rieffer, Nickel Leonhardt schmit Zue St: Wendel, Baltheß Hanß Zu Breitten, Undt Ihren Consorten, gibt jetzundt Zusamen ahn gelt 12. Tornuß.
Thun   18. alb
Korn    11. faß
Habern          11. faß
Gibtt darneben Zue der Zinß und ahne Cappen, wie Volget

(Folio 65)
Schafftgeld Undt Frucht

Breittener erb So Vor alter Zeit Hanß Rueffer Zur Breitten, sambt Cohareden geführt, Jetzt Horrißen Hanß, Jung Hanßen Mattheß, undt Kiren Conraths Erben Zue Altzfassen, & Consorten, gibt ahn gelt 14. Thornuß, Thun         21. alb
Korns  2. faß
Haberen        2. faß

Bey nachfolgender Zinsen erfindt sich auch eine Hueb, So man Breittener Hueb nennet, derengleichen folio' erfindt sich noch ein Schafftgueth, So auch ein Breittener Erb, Vor alterß aber Thielen erb genennt, so Lauthen erben führen,

(Folio 65 verso)
Schaftgelt und Frucht

Wilhelmayntz gueth ist ein erste, so ...

(Folio 66)
Breittener od. Thielen erb, daß Vur alter Zeit Thiel Zu Breitten, darnach Lauthen Basten und Schor frantzen erben, Baltheß Hanß, und Mattheß Claß sambt mit erben Zue Breitten und Altzfaßenn

Gibt Jährlichs gelts .14. Tornuß thun        21. alb
Kornß  2. faß
Haberen        2. faß

Er findt sich auch Urwiller ein gueht so man Thielen od. Thielmans guth nennet, ist ein besonder Erbschafft, wie hernach folget.


(Folio 66 verso)
Schafftgelt und frucht

Ulrich oder Öelges erb so Petergin undt Schutzgen Zue Breitten, darnach Peters Sohn Jung Hanß, undt Schutzgeß Eidhumb Michel, darnach Jungh Hanßen Wendel & Cohareden geführt, Jetzt aber seint dessen inhabere Thomaß Michel Jung hanßen Mattheß Zue Altzfaßen; Pauluß erben Zue St: Wendel, & Consorten.

Gibt Jährlichß ahn gelt .5. Tornuß Thun     7 ½ alb
Kornß  1 faß
Haberen        1 faß

(Folio 67)
Schafftgelt und frucht

Hobmans erb, daß Beumbgen, darnach graben Jeckel & Consorten, darnach Horreß Hanß, Volgendts Horreß Christen edeman Clauß, nachmahls Jung Hanßen Wendel geführt, Jetzt haben Lauthen Basten erben, undt die Horreßen daß halbt, darnach die Schutzger erben, Thomaß Michel, Baltheß Hanß undt Consorten daß ander halb theil.

Gibt ahn helt .20. Tornuß, thun      30. alb
Kornß  2. faß
Haberen        2. faß

Gibt auch Zinß wie Volget, (nicht vorhanden)

(Folio 67 verso)
Schafftgelt und frucht

Taußenterley erb, daß Horreß Simon Horreß Claus, darnach Rheinarts Wendel Kiren Conrath, undt Thomaß Wendel geführt. Jetzt die Korreßen, Undt Jung Hanßen. Mattheß Zue Altzfaßen & Consorten

Gibt gelt .10. Tornuß Thun  15. alb
Korns  2. faß
Haberen        2. faß

(Folio 68)
Schafftgelt und frucht

Bygeln od. Beygeln erb daß der Rueffer, nach ihme Sein Sohn Rueffers Jung Hanß, darnach die Rueffer erben geführt, Jetzt noch Horreß Wendelß erben, Junghanßen Mattheß, Hanß Schneider Zue Altzfaßen Undt miterben

Gibt gelts .8. Thornuß, thun 12. alb
Korns  2. faß
Haberen        2. faß

(Folio 68 verso)
Schafftgelt und frucht

Fechelen erb So Grumondts Henn Zue Urwiller, In Anno .1510. bey Clauß Roemers Zeiten Horreßen Jaeckelen Verkaufft, darnach es Horreß engel, Jetzt Horreß Wendelß und muehlen Hanßen erben, Müllen Michels erben, undt Basten Endreß Zue Altzfaßen einhaben.

Gibt gelts .12. Thornuß, thun        18. alb
Korns  2. faß
Haberen        2. faß

(Folio 69)
Schafftgelt und frucht

Schwinnen und Iden erb; seint Vor alter Zeit Zwoe Underschiedliche Erbschafften geweßen,Undt weil sie beyde einem genant Horreß Symon Zuegestanden, seint sie Zuesammen geZogen worden, undt hat Jedeß erb geben 2½ Thornuß .5. schilling, Thun beyde 5. Thornuß .od. 20. schillingh, den schilling pro 6. G. gerechneth,

Thete eß ad albos    7½. alb
gibt sonsten keine frucht.

Jetzige Einhaber, der beiden Erbschafften Seint Thomaß Wendelß, undt Müller Michels erben, undt Junghanßen Mattheß Zue Altzfaßen Sambt Consorten,

(Folio 69 verso)
Schafftgeld und frucht

Beckers erb So Horreß Clauß Zur Altzfaßen, undt Bundtman ahn der pforten geführt, nuhnmer Horreß Wendelß erben, die Rueffer Jung Hanßen Mattheß Theilt sich wie obgts Schwinnen undt Jden gueth, gibt ahn gelt 5. thornuß, thun 7½ alb
ahn frucht Nichts

Es ist noch ein hueb genent die Beckerß hueb, son andere erben ein haben, und nicht einerley gueth ist, Wie bey d. Zinß folgett.

(Folio 70)
Schafftgeld und frucht

Altzfasser erb, So Lauten Petgen, Lauten Hentgen Undt Theodoruß, darnach Horreß Claß geführth, nach denen Jetzt Horreß Wendelß erben, Thomaß Michel, Baltheß Hanß sambt gebroederen Mattheß, Wendel Zue Altzfaßen, et Consorten, alß Breitener erben, gibt Jahrs an gelt 15. Thornuß, thun        
22½ alb
Kornß  2. faß
Haberen        2. faß

(Folio 70 verso)
Schafftgelt undt frucht Umb St: Wendel

Urweiler

Mayx erb, So Meycks henn, darnach Meickß Hanß Euserster Scholtheß, Volgents der Jung Meickß hanss, undt friederichß Clauß, Jetz aber die Schwanen, also Theobalts Mattheß, Meichß Mattheß et Consorten führen, gibt Jährlichß an gelt 10. tornuß, Thun  15. alb
Kornß  1½. faß
Haberen        11. faß

(Folio 71)
Schafftgelt undt frucht Umb St: Wendel

Mayx erb, So ein ander gueth alß daß nechst Vorigß ist, Welcheß Graben Cuntz, Bäumbgen und Baumbges Johan Müller, Jetzt Schwanen Johan, Gibt Jährlichß an gelt 8. Thornuß
Thun   12. alb
Kornß  1. faß
Haberen        1. faß


(Folio 71 verso)
Schafftgelt undt frucht Umb St: Wendel

Spierlingß erb, so graben Cuntz, Beumbges undt sein Eidhamb Johan Müllner, und darnach Beumbges Wilhelm, Jetzt Schwanen Johan führt, gibt Jahrlichß ahn gelt 7. Tornuß, Thun   10½ alb
Kornß  3. faß
Haberen        3. faß

(Folio 72)
Schafftgelt undt frucht Umb St: Wendel

Breuen erb, So Beumbges Wilhelm jetzt Schwanen Johan Zu Urwiller Undt die Scheffler Jung Hanßen Mattheß undt Kieren Conratß erben Zue Altzfaßen, Hautz Sebastian Sambt Cohareden (?) führen, gibt gelt Jährlichß 12 Tornuß Thun  18. alb
Ahn Korn       2. faß
Ahn Haberen  2. faß

Wirt auch eine hueb also genent, wie bei Zinßen gemelth.

(Folio 72 verso)
Schafftgelt undt frucht Umb St: Wendel

Kopffß erb, So Grumondts Henn, Beumbgen Beumbges Johan Müllner, darnach Beumbgeß Wilhelm, Hanß Wagener, undt mitErben Zu Urwiller geführt, Nuhnmehr Christoff Richter, Peter Schmit, die Foltzen Zu St: Wendel, Undt Gräfer Zue Urwiller & Cohareden Inhaben, gibt ahn gelt 15. Tornuß; Thun       24. alb
Kornß  2. faß
Haberen        2. faß

(Folio 73)
Schafftgelt undt frucht Umb St: Wendel

Born erb, So Catharinen Hanß, darnach Friederich, Veltinß Nickel Zue Urwiller Undt Jung Hanßen Mattheß Zue Altzfaßen geführt, Jetzt Hoffen erben, friederichß Claß erben, die Schützger undt gräßer Zue Urwiller, Gibt Jährlichß ahn gelt 12. Thornuß, Thun        18 alb
Korn    2. faß
Haberen        2. faß

(Folio 73 verso)
Schafftgeld und frucht um St: Wendel

Balteßweiler

Borremer erb zu Baltersweiler, so Pauluß zu Baltersweiler, nuhnmehr seine erben, Langen hanß daselbst, Baltheß hanß zu Breitten, Jacob zu Born, und henrich daselbst, mit ihrem mit Erben Wagener Wendel, und mit Consorten zu Baltersweiler führen Gibt jährlichs ahn gelt .14. Thornuß thun         21. alb
ahn Korn       4 faß
ahn habern    4 faß

(Folio 74)
Schafftgeld und frucht Zuer St: Wendel

Balteßweiler

Born metzen oder Veners erb; so Claußgen zu Baltersweiler, Lieben Hanß, und darnach groß hanß, Paulus erben, Thomaß, Wendel, und Jung Hanßen Wendel geführt; Jetzt Pauluß Cläßgen Zue Baltersweiler, ersichtlich in alten unterschiedlichen Registeren 2 ½ Tornuß, undt in einem durch Christoff Riefferen uffgericht .3. tornuß, so also bey ihre und biß hieher gegeben worden, thut     4 ½ alb
gibt kein frucht

(Folio 74 verso)
Schafftgeld und frucht Zue St: Wendel

Born

Borner Zinßguth Vor alter Zeit deß alten Schwanen Zinß Zu Born genent, So Sein Sohn Peter, darnach Born Clauß, jetz Born Wendel, und Jung Hanßen Wendels Zue Forßwiller erben, Undt Born Henrich Inhaben, gibt ahn gelt 8. Tornuß, Thun 12.alb; ahn frucht nichts.

(Folio 75)
Schafftgeld und frucht Zue St: Wendel

Urweiler

Borrener Gromath ist hir beuorn bey den beschriebenen gemeinen Zinßen gemelt,

Born Krogs erb, Und formars erb, So Vur alter Zeit Verschiedene güther geWessen, Jetzt aber, weil sie Zu einem fur dieser Zeit, Nemblich Claman kommen, seint sie Zu samen geZogen, Hatt auch eins so uiel alß Banderß ahn frucht undt gelt getragen, Nuhnmehr haben es die Clamans Erben, Gräßers Clauß, Claußen Mattheß, Wageners Peter & Consorten Zue Urwiller, geben Zusamen ahn gelt 12. thohrnuß, thun  18. alb
Kornß  1½ faß
Haberen        1½ faß.

(Folio 75 verso)
Schafftgeld und frucht Zue St: Wendel

SchwartzLoden erb Vur alter Zeit Schwartzerb, und Schwartzlodmanß erb genent, so schwartzen sohn Hanß, darnach Friederich Zue Urwiller, folgents friederichß Clauß, und Lamen Wendel eingehatt; Jetzt Clauß Gräßer, Wageners Peter, Friederichß Claußen erben, undt Hoffen Michel & Consorten Zue Urwiller, gibt gelts 1/3 Tornuß, thuen  19½ alb
Kornß  2½ faß
Haberen        2½ faß

(Folio 76)
Schafftgeld und frucht Umb St: Wendel

Lodenn erb, So Zimmer Hanß, Peter Otten Wendel, Zimmer Hanßen Clauß, darnach Lauthen Bast, Hanß Wagener, und die Clamen Zue Urwiller geführt, gibt nach außweißung alten Zinß buchß de Anno 1506. 16. Thornuß, 1. mlr beyder frucht, aber nach anZeichen aller anderer Registeren, so so biß ahnhero Continuiret worden, thut eß ahn gelt 32. Tornuß, thun         2 f. p. 24 alb
Kornß  1. mlr
Haberen        1. mlr

Jetzige Einhaber desselben guths seint die Clamen Erben, so daß halbt haben, Undt dan Hanß Wagenerß Sohn Hanß Schmitt, Hoffen Hanßen Bedelß erben et Consorten, Undt Clauß Gräßer Zu Urwiller

(Folio 76 verso) (?)
Schafftgelt und frucht umb St: Wendel

Grauwelenn erb,
So Vor alters Grauwelen Heimen erb, genent worden, solcheß geführt haben Lamen Wendelß erben, undt Schwanen Hanß, gibt Jährlichß ahn gelt .10. Tornuß, Thun       15. alb
Korn    ij. faß
Habern          ij. faß

Jetzige Einhabere seint Schwanen Threinen erben, Grßers Clauß, Wageners Peter, Und mit erben Zue Urwiller.

(Folio 77)
Schafftgelt Und frucht umb St: Wendel

Besser erb, So Roeders Peter, Schefflers Claußgen, Schefflers Veltin, Peter undt Wendel geführt, Nuhnmehr Veltins Nickelß erbenZu Urwiller, Christoff Richter Zue St: Wendel, Undt Josten Hanß Zue Urwiller, sambt mit erben, gibt Jährlichß ahn gelt .18. Tornuß Thuen  1 f. 3. alb
Korn    2. faß
Haberen        2. faß

Eß ist auch ein hueb, so Geßers Hueb genent wie bey Zinßen Zue sehen.

(Folio 77 verso) (?)
Schafftgelt und frucht umb St: Wendel

Thielmans erb, So Meuck undt Sein Eidhumb, darnach Meicks Hanß, Nuhnmehr seine erben, und Gräßers Clauß, Schutzges Nickel, und die Schwannen Zue Urwiller Einhaben, gibt Jährlichs .5. Tornuß, Thun 7½ alb
ahn Korn       2 sester
ahn Habern    2 sester

(Folio 78)
Schafftgelt Und frucht umb St: Wendel

Schefflers erb, daß Schefflers Claußgen Undt Seine Söhne Veltin und Henrich geführt, Nuhnmehr Veltins Nickelß erben, Undt die Scheller, Josten Hanß, Wageners Peter, Zue Urwiller, Jung 3. Hanßen Mattheß Zue Altzfaßen, gibt ahn gelt .20. Tornuß, Thun     1. f 6. alb
Korn    2. faß
Habern          2. faß

Ist dergleichen ein Zinß guth, So man Schellers Hueb nennet, lauth Zinßen.

(Folio 77 verso) (?)
Schafftgelt und frucht umb St: Wendel

Menngen erb erfindt sich nicht in alten Registeren, Jetz und furth es Friederichs Claußen, undt Mercks Hanßen erben, Mattheß Zu Urwiller giebt ahn gelt .3. Tornuß, Thun       4½ alb
Korns  1. faß
Haberen        1. faß

(Folio 79)
Schafftgeld und frucht Umb St: Wendel

Bertols erb, Schwanen Cuntz geführt, Undt Frillen Catharinen erb, od. Schölß erb, daß Frillen Henn geführt, ist einerley guethß, gibt auch eins souiel alß daß anders ahn schafft <s>gelt</s>, nemblich Zusamen .7. Tornuß, thun
         10½ alb.

Dieser Zeit führen daßelb gueht, so Zu Elnbach (?) bey Urwiller gelegen, Beumbges Wilhelms, Herrichß Theobalts, und Marcks (?) Hanßen erben mit cobareden, wirt also Vertheilt, daß Gräpers Clauß und Seine mit erben, daß Halbtheil nemblich .3. batzen, Undt uff der Schwanen und Claman seithen, friederichß Claßen erben, Schwanen Jacob & Consorten daß andere Halbtheil geben,
Gibt sonsten kein frucht.

(Folio 79 verso)
Schafftgeld und frucht Umb St: Wendel

Fetthenna oder fettschennen, od. auch foltzenhennen Erb genent, so graben Cuntzen, Engeln Hen, hanß und Clauß, Nuhnmehr Hanß Wagener Zu Urwiller, und Chrißmans bast Zu Balterßweiler Einhaben, gibt ahn gelt 8. Tornuß.
Thut  
12. alb

(Folio 80)
Schafftgeld und frucht Umb St: Wendel
Kerlessen oder Kerns erb, So Zenglen Hanß, Zenglenn Claaßen, darnach Hannß Wagener geführt, undt um Urwiller gelegen, gibt gelts .3. Tornuß thun        
4½ alb

Jetzige Einhaber seint Wageners Peter Zue Urwiller, und die Schutzger mit Ihren Consorten

(Folio 80 verso)
Schafftgeld und frucht Umb St: Wendel

Baltesweiler

Francken erb zur Baltersweiler, so Conrath zur Altzfassen, jetzt Wendel zur Born, Chrißmans Kinder Zue Baltersweiler, undt Hantz Sebastian, wegen seines Vorfahrens Thomaß Behres, undt Balthes Theobalts erben und Consorten einhaben, gibt
ahn gelt        10 Tornuß
thun   18 alb
Korns  1 faß
Haberer         1 faß

Ins Erbgurth gibt auch zu nachfolgende Otthomburgs Zinsen

(Folio 81)
Schafftgeld und frucht Zue St: Wendel

Baltesweiler

Betzlers erb, daß Holtzgen Claman Vonn Urwiller darnach Chrißman Von Baltersweiler, Jetzt seine erben führen, Nemblich Artz Nickel und Chrißmans bast, Gibt Jährlichß ahn gelt 8. Tornuß, Thun     12. alb
Korns  3. faß
Haberen        3. faß

Gibt auch Zue Otthumburgß Hueben, wie bey Zinßen gemelth.

(Folio 81 verso)
Schaftgelt und frucht umb St: Wendel

BalteßWeiler

Weilges oder Wilchen erb, so Jeckel Zue Baltersweiler, Nuhnmehr Pauluß erben daselbst, Nemblich Claußgen, Lompen Hanß, Gräßers Clauß Zue Urwiller & Consorten geben Jährlichß ahn gelt .8. Tornuß Thun     12 alb
Kornß  1 faß
Haberen        1 faß

In Registro de Anno 1606 erfinden sich 2½ faß fruchten, und noch in einem anderen alten Schafftbuch, mit B. beZeichnet fol: 39 .5. faß gesetzt, aber in anderen orthen per continuationem biß ahnhero seint 2.2 faß, Wie gemelth gehoben.

(Folio 82)
Schaftgelt und frucht umb St: Wendel

BalteßWeiler

Roden oder Maurs erb, So hanß Meurer, Itz darnach Born Clauß, Nuhnmehr Wendelß Zue Balteßwiller erben, einhaben, gibt Jahrß ahn gelt .28. Tornúß
thun  
1 fl 18 alb
Korns  2 faß
Haberen        2 faß
Darin hat Atzt Nickel Zue Balterßweiler & Consorten .1. Trittheil, Born Jacob & Consorten .1. Trittheil, Lompen und Pauluß erben .1. Trittheil

(Folio 82 verso)
Schaftgelt und Frucht umb St: Wendel

Balteßwiller

Baumbguth, daß Claußgen Zue BaltersWiller, darnach Leben Pauluß, mit Consorten geführt, Nuhnmehr Pauluß erben, Claußgen undt Wendel Zue Balterßwiller, und Jung Hanßen Mattheß Zue Altzfassen, et Consorten, gibt gelt.  
20. Tornuß,
Thun  
1 Th. 6. alb
Korns  2. faß
Haberen        2. faß

Gibt derengleichen wie Volget Zue Otthomburgß Zinßen

(Folio 83)
Schafftgeld und frucht Zue St: Wendel

Vogel oder Volweiden erb, So in alten Registeren ahn Zinßen, Wie folget, aber nichts ahn Schafft erfindtlich, dasselb führen Jetzt Oberhentges Wendelß Zue Forßwiller, und Wendelß Zue Born erben, Threinen Beltzer, Michael Schmit, Undt Johan Weißgerber, gibt Jährlichß ahn gelt .14. Tornuß,
Thun   21. alb
Kornß  4. faß
Haberen        4. faß

(Folio 83 verso)
Schafftgeld und frucht Umb St: Wendel

Forßweiler

Gemein gueth Zue Forßwiller, Peter Wieber, Bonen Claußgen, und sein Sohn Hanß, darnach aber Ober hentges Wendel und Muln Wendelß erben geführt, erfindt sich in Registro de Anno 1506 schuldig 16. Tornuß, Thun aber in anderen, wie auch successive biß anhero gehoben, 20. Tornuß        1 f. 6. alb
Korns  1. mlr
Haberen        Nichts

Dieß gueth gibt auch So uiel uff Lemberg, darumb es gemein gueth genent wirt, hat Seine genante froen, nemblich die gemeine erben desselben seint schultig ein pfluch Zue Brach, auch Korn und Haber Sath, derngleichen ein Person schuldig, Heuwe, Gromath und Haber Zu mehre, Zue Roden, Zue Seyen, und Zue sehen, darüber Zwey abschiedt In dem Ambt buch über Dienst guether de Anno 64., biß ad Anno 73. folys 16. et 39.

(Folio 84)
Schafftgeld und frucht Umb St: Wendel

Urweiler

Knorren erb, od. Beumendts Henn, Beumbges Johan Müller, Nachmahlß Jacobs Claßen erben, und Wendel Haschener (?) sambt mit Erben inhaben, gibt gelts .16. Tornuß, Thun  1 f
Kornn  2. faß
Habernn        2. faß

Jetzige Einhabere Seint Threinen Johan.
Schwanen Thorentz
Beumbges Wilhelm Zu Urwiller


(Folio 84 verso)
Schafftgeld und frucht Umb St: Wendel

Urweiler

Hoffen erb, daß Angelen Henn Undt der Gräßer, darahn auch Angelen Claß, und Sein Sohn hanß Wagener Zue Urwiller geführt, gibt ahn gelt 12. Tornuß, Thun   18. alb
Korn    1. faß
Haberen        1. faß

Nuhnmehr führen dieß erb Veltingß Nickelß und Hanß Wageners erben, Wegen der schutzger, Claß Gräßer & Consorten

(Folio 85)
Schafftgeld und frucht Umb St: Wendel

Heugelhennen oder Höllenerb, so Jung Hanß Von Rosperg geführt, ist nicht gangbar, od. aber ist in andere Erbschafft. Vur alters geZogen, hatt in Registro de Anno 1506 ertragen .1. Tornuß .2. alb derengleichen im alten Schafftbuch mit B. beZeichenet, fol: 6. auch so uiel, Im selbigen aber fol: 44. stehet 11. Tornuß .2. alb
        
N

(Folio 85 Iinks)
Schaftgelt und Frucht umb St: Wendel

Altzfassen

Bließer erb, so Horreß hans Meurer (?), Valerius Rieffer, Wendel Zue Born geführt, in einem Register so mit B: beZeichnet fol: 36: Latere 2do, befindt sich neben .6. Tornußen .1. faß gemeiner frucht, aber in anderen unterschiedlichen Orthen Undt Registeren werden allein die sechs Tornuß gemelt, undt bis ahnhero kein frucht gehoben,
thut gelts     
9 alb

(Folio 86)
Schafftgeld und frucht Im Hochgericht S: Wendel

HeydesWiller Schafft
So Ihrer Churfürstl. Gd alleinig Zuestendig, und ist Vor Zeiten ein dorff geweßen Zwischen Rosperg und Kröegelborn gelegen, gibt keine froen undt diensten.

Vur alter Zeit sind hierüber hueber od. Einnehmer geweßen, Jung Hanßen Michael, Schrammen Clauß, und Chrißmans Wendel, Jetzt Chrißmans Peter, alß Hueber Vor sich und folgende seine miterben geben Järlichß ahn gelth 38. Tornuß, Thun       2 th. 9. alb
Korn    3. Malter
Hoeneren      6

wie hernach bei Hoeneren gemelt.

Wann diese gult geliebert, gibt ein Kellner ahn statt kostens dem hueber einen dreyling Korns, od. ahn deßo stath Zwey Packen (?) broth, Zurück, dem Bedel so dieselbe frucht messet, ist ein Kelner den Kosten schuldigh.


(Folio 86 verso)
Dieser Schafft wird in 6. Theil od. Stickel Vertheilt, Nemblicht erstlich die Storren erben 4. faß Korn, und 9½ alb, 1 hoen.

Die Schrammen und Eicken 4. faß Korn, 9½ alb Undt 1. hoen.

Die Haugabels Greinecks undt Bonnen erben, auch ein Sechß Theil, Nemblich 4. faß korn, 9½ alb Undt 1 hoen.

Die Schrammen undt Schaden erben 4. faß Korn, 9½ alb gelts Undt 1 hoen.

Die Greinecks Chrißmans und Theelen erben 4. faß Korn, 9½ alb Undt 1 hoen.

die Wilhelms erben Zue Kröegelborn 4. faß Korn, 9½ alb Undt 1 hoen.

(Folio 87 bis 87 verso leer)

(Folio 88)
Otthomburgs Zinßgueth
Irer Churfst. Gd. alleinig Zustendigh darauff der Karcher Zunft nichts bescheinet.

Zur alter Zeit haben die Homburger od. Homberten Von Schönbergh, undt Nemblich OttHomberger Zeitlebenß Churfl. Trierischer Ambtmann Zue Sarburg, auch deß Stiffts Burglehenman, Eine hueb bey S: Wendel Zue Urwiller, undt Baltersweiller gehatt, So man Otthomburgs Zinßgueht nennet, nach derselben Otten absterben, ist ermeltes lehen, alß Mann lehen, Weil er keine leibßerben Verlaßen, Zu rück ahn Ihre Churfl. Gd. heimgestorben, Und biß hirhero Inn die Kellerey gedienet, Vur ermelts Otthumburgß Zeit, der d. hauß Emmel auch eingehatt, hat sie Johan Von Emmel gehatt.

Nachmahl hatt Görg Wilhelm Von Soeteren mit Übergebung underschiedlicher Supplicationen bey Ihrer Churf. Gd. angehalten, Ihme wegen Seiner Haußfrawen, die Von Otthomburghß schwester hero gebürthig, diese zinß die nicht inß Trierisch lehen gehört haben solte, Volgen Zuelaßen, Wie er dan mitt einem Vurgelegten Lehen brieff, od. desso Copey, daß solche Zinß ein eigenthumb, Und nicht Zum Lehen gehöre, darZu Thun Vermeindt, desso Copey Lauthet Von Worthen Zu Worthen also.

(Folio 88 verso)
Wir Johan thun kund, daß Wir Ludtwigen von Soeteren angesetzt, und gelauwen haben, diese hirnach gemelte Man und Burglehen so aus und gedachtem unserem Ertzstifft, auß thödlichen abgangh Otthomburgs von Schoernen burgh seehligen, der Sonder einige Leibß erben, nach ihme zue laßen, mit Thodt verscheiden ist, lediglich heimkommen, und verfallen sein, Zum ersten haben wir Ihme In obgemelter maßen zur Man= und Burglehen Unsers Schloß zu St: Wendelin gelauwen, sechs Hofstede, od. felde, In dem Dorff Merpedingen, Undt eine Hoffstatt Zu Tholey, die etwae Michel Von Merpedingen Witter von dem Stifft Trier gehatt hatt, Jetzt drey hoffstede in dem dorff Heydeßwiller, darin drey Mann Wohnendt, Undt fünff Pfundt Heller Zue Winterbach, daß ein Burglehen zur St: Wendelin waß, Datum St: Wendelin den 16.
February Anno 1537. more Trever [56]

(Folio 89)
Otthomburgs Zinß

Weil sich aber Wie In Registro B: fol: 34 Zuersehen, auß diesem undt anderm befinden, daß dieser Zinß mit dem Burgh Seß und anderm Zum Lehen gehört, und heimbgefallen, Ist obgemelter Göerg Wilhelm abgewißen worden.

diese Zinß frucht wirt nit mit gemeinem faß, sonderen mit einem darZu Verordneten gesey od. fäßgen, So man den Zinß Sester nennet, gemessen, undt gehäuffet geliebert, Nach auß lieberung gibt man keinen Kosten, Sonder wirt dem Hueber ein Zinß sester Zurück geben, od. in Statt dessen läst man die Trey alb Zu rück so d. Kellner Verrechnet.
Herüber ist Huber gesetzt, Hanß Wagener Zue Urwiller, nach dessen und eines Jeden Huebers absterben, ist meinem Gnädigsten Herren ein Besthaubt Verfallen, daß Samentliche erben Zu erlegen

(Folio 89 verso)
Otthomburgs Hueb

Volgen hernach die Erben dieser Hueben

Drancken erb
Maurs erb
Bettschelers erb
Bensß erb
Saumb gueth
Wilches erb

Jedeß Erb gibt ahn frucht so Trittheil Korn, Undt Zwoe Theil Haber, ist Fünff Zinß Sester, Fünff eyer, Ein Hoen.

Diese frucht so ahn Korn .10. Zinß gehäuffter sester laufft, Thut ahn gemeinen faßen, wie eß Vor alter Zeit reduciert herkommen, und Verrechnet worden, Korns    
4 faß

Ahn Habern So .20. gehauffter Zinß sester Thut Undt Von alterß hero Lauth Registeren, auff gemeine faß reduciert geweßen, erträgt  1: Mlr
Ahn Hoener wie hernach bey Hoeneren gemelt     6 Hoener
Ahn eyeren    30
Ahn gelt In registeren Von alters hero pro recepto Verrechnet worden 3. alb
Seint gleichwohl durch dieselbe erben Niemalß Von Vielen Jahren hero gegeben, sonderen sagen daß Sie in anderen schäfften eingeZogen, Wie bey Sommer-Schafftgelt gemtl.

Wan diese frucht Zinß geliebert wirt, ist man Kellerey Scholtheßen, Und dem Bedel so sie messet, den Kosten schultigh.

(Folio 90)
Volgt hernach die Gemeine Zinß ahn Frucht, Hoener, und Eyeren; Von den Hueben gütheren; Im Ambt St: Wendel

Über Jede Erbschafft dieser Zinßen hat man einen Hueber, nach deßo absterben, hatt man ein Besthaubt Von den erben Zue heben, Gleichwohl darnach sollen die Erben einen anderen Hueber Vorstellen, In Verfehlung Undt Saumnuß hatt man Von jed. person Jung od. alt, so auf den Hueben geguth, Undt Vor ansetzung eins Huebers absterben Besthaubter Zue heben, Wie wohl man die besthaubter Zue heben hatt, so seint sie doch biß hero bey gelt gelaßen worden, etwan eines bey 3.4.5. Undt Zum höchsten 6. f. nach gelegen und Vermögenheit der Hueben und erben. Darahn Wie auch ahn fruchten, Hoeneren und Eyeren, wirt der Karcher Zunfft Zue St: Wendel, die Trittheil geliebert; die sie Von June Keren Weyganden Von S__umagen erkaufft haben, ahn statt dieses Trittentheils liebert ein Kellner Zue S: Wendel der alle gesell beysamen einnimbt der obgd. Karcher Zunfft, nach altem herbringen


Ann   
Kornn  1 Mlr
         Habernn        2 Mlr
         Hoenern        3
         Eyeren 1 Vierthl
         Besthaubteren, waß Zum dritten Theil fellig wirt


(Folio 90 verso)
Zinßgüther

Eß wirt auff gantze Zinß hueb, Wie Volget .16. undt auff die hälbte .8. Zinß sester, drittheil Korn, Undt Zey Theile Haberen gerechnet, aber Von einer gantzer Hueben nicht mehr alß .15. Zinß sester Von d. halber Halbso uiel geliebert, dan der Hueber Vor seine belohnung und Kosten, den .16. Tl. Sester Zu sich nimbt, den Ihme die Hüeber lieberen, also ein Kellner kein Kosten (: außgescheiden Kellerey Scholtheß und Bedelen:) Jn dieser Lieberung schultig, daß Korn wirt gehaufft, derengleicher der haber, doch ungedruckt.

Volgen die Erbschafften mit alten Und den Jetzigen Hueberen

Breittener Hueb, So Vur alter Zeit Michel Zue Breitten, die Horreßen, darnach Lauthe Bast, Jetzt Baltheß Hanß Zue Breitten alß Hueber mitt seinen Consorten In hat gibt an

Frucht
15. Zinßsester
Hoeneren      2
Eyeren 16


Francken Hueb od. Felßguth, so foltzen hanß, als Hueber eingehatt, darnach Reinharts Wendel Zue Alßfaßen, Jetzt aber Jung Hanßen Mattheß Hueber, gibt ahn fruchten      15. Zinßsester
Hoeneren      2
Eyeren 16

(Folio 91)
Zinnßgüther

Hobmans Hueb, dern graben Frekel Undt jetzt Thomas od. Horreß Hanß Heber ist, gibt wie folget, an

Frucht 6. Zinßsester
Hoeneren      1.
Eyeren 6

Schöelges, Oelchen oder Schutzges erb, daruber Vor alters Schutzgen, jetzt aber Thomas Michel Hueber ist, gibt

Frucht 8 Zinßsester
Hoeneren      1
Eyeren 9

Geßer (?) Hueb, darüber Vorders Peter Zue Urwiller hueber geweßen, Nuhnmehr Josten Hanß Zue Urwiller gibt

Frucht 15. Zinßsester
Hoeneren      2
Eyeren 16

(Folio 91 verso)
Zinnßgüether

Zinß hueb, darüber erstlich Zue Urwiller Herrichß Theobalt, darnach Jung Hanßen, Jetze Herrichß Hanß Zue Urwiller, ahn

Frucht 15. Zinßsester
Hoeneren      2
Eyeren 16


Loeden hueb, darüber Peter Ett, darnach Jacobs Claß, jetzt Hanß Schmit Zue Urwiller Hueber,
an

Frucht 15. Zinßsester
Hoeneren      2
Eyeren 16

Kaudenbergh, darüber die beuorn Clamanß darnach friederichß Clauß, Jetzt Heckmers (?) Mattheß Zu Niederwiller Hueber, gibt ahn

Frucht 15. Zinßsester
Hoeneren      2
Eyeren 16

(Folio 92)
Zinnßgüther

Breuen erb, So Cläßgen bey dem Born Zue Urwiller, darnach Beumbgen, und Jetzt Beumbgeß Wilhelm alß Hueber führt,

Frucht 15. Zinßsester
Hoeneren      2
Eyeren 16

Schefflers hueb, darüber Caspars Hanß Zue Urwiller, Jetzt aber Jung Hanßen Peter Zue Altzfaßen Hueber

Frucht 15. Zinßsester
Hoeneren      1
Eyeren 16



Ropfs (Kopfs) Huebe, darüber erstlich Exwillers Hanß, darnach Hanß Wagener Zu Urwiller, jetzt Sieluester (?) daselbst Hueber

Frucht 8. Zinßsester
Hoeneren      1
Eyeren 8

(Folio 94 verso)
Zinßgüther

Brauweln Hueb, Hueber ist geweßen Hoffen Clauß Zue Urwiller, Nuhnmehr Schwanen Threinen Johan

Frucht 9. Zinßsester
Hoeneren      1.
Eyeren 9.

Beckers erb od. Herßwiller Bruel genent, darüber Zenglen Claußgen, darnach Velteß Nickel, nuhnmehr Wagener Peter Zue Urwiller Hueber ist

Frucht 7. Zinßsester
Hoeneren      1.
Eyeren 8.


Volweiden Hueb, die Vogelwitzen, Eidhomb hentgen, darnach Wendel Zue Born alß Hueber

Frucht 15. Zinßsester
Hoeneren      2
Eyeren 16

(Folio 93)
Zinßgüther

Borrener Huebe, darüber Wendel Zue Born, Jetzt aber Lompen Hanß Zue Balterswiller Hueber ist

Frucht 15. Zinßsester
Hoeneren      2.
Eyeren 16.

Betzlers Hueb, darüber Chrißman Bast, Jetzt aber Artzt Nickel Zue Balterswiller Hueber ist, gibt
Fruchten       15. Zinßsester, dauon ein halber Zurück dem Hueber wirt pleiben, also 7½
Hoeneren      1.
Eyeren 8.

Latus  22½ Zinßsester
         3. Hoener
         24 Eyer

Soar   185½ Zinßsester
         25. Hoener
         198. Eyer
Von die Zwoetheilen Vur geschriebener Zinßfrucht, Seint Vor alter Zeit ihrer Churf. Gd. ahn Korn Verrechnet wrden, wie noch      2½ Mlr
ahn haberen  5. Mlr
Hoenern        16.

Die Eyer seint einem Kellner Unuerrechnet plieben

Daß Trittheil so d. Karcher Zunfft bescheint, und wieuiel daselb ertragen, ist Zu angangh dieser Zinßen gemelt worden.

(Folio 93 verso)
Eß mägte etwaß, wan die Zinß ausgeliebert ahn Korn Zum besten sein, aber ahn Haber ermangelet, die dan Kellerey scholtheß und Bedel Vor etlichen Jahren eingenohmen, und geliebert, nachmahlß aber Weil sie weitläuffig Undt schwärlich mit schoeßelen und Handt Volle Eingesamblet wirt, hat sich ein Kellner der mühe UnderZogen, dem dan Zu ergetzung habender mühe und Kostens, Weil auff dem Lieberungs Tag, Kellerey scholtheß, und dem Bedel, morgens und abents der Kosten bescheint, waß nach abZiehung haber mangels erübriget, welcheß doch wenigh, Zue teur kombt,

Hernach Unde dem Titul Hadersamen erfinden sich och .2. Hueben, daruber es auch gesetzte Hueber, wan deren einer abstirbt, wirdt Ihrer Churf. Gd. ein Besthaubt felligh, darin die Karcher Zunfft kein Theil hatt, Waß dieselbe beyde Hueben Jährlichß ertragen, pleibt Kellerey scholtheß und Bedellen dienst wegen Unuerrechnet,

(Folio 94)
Schwein guether umb St: Wendel, So nicht froenbar

Die Schweingüther umb St: Wendel, und dero schultiger Zinß ist erstmahls angestellt worden, daß Man Von jeder erbschafft ein Schwein so guth alß Jedeß erb Jetzt ahn gelt stehett, Uff S=Stephanß Tag Jährlichß hat Lieberen sollen, dargen man großen Kosten mit essen undt Trincken, und außtheilung getuchß Tragen mößen, Weila ber die Erschafft Jn Viele stück weit läuffig under die Erben sich uertheilt auch der Kosten beschwerlich gefallen, also nit wohl möglich geweßen, forterhin Schwein Zue lieberen, Sonderlich seint die Uff gelt gestelt, und Von unerdencklichen Vielen Jahren anderst nit gehoben worden, dahero weither keinen Kosten, allein Scholtheßen undt Bedellen, so der lieberungh beywohnen, geben wirt,

(Folio 94 verso)
Schwein guether umb St: Wendel so nicht froenbar

Berthols erb daß Schwannen Cuntzen, Nuhnmehr herrichß Theobalts erben, Schwanen Jacob, Jacobs Claußen erben, und mit Consorten Zue Urwiller führen, So man auch daß groß Schwein guth nennet, gibt ahn gelt 
4 f

Zue obgemeltem schwein gueth gehören die wießen in den Wutzen (?), un in den Hoeffen hinder Urwiller, Item alte felder Uff Kemel, Undt ein großer Boesch daselbst, Item uff Horst ein großer Boesch, Item die Rimmes auw uff der Steinhütschen (?)

Derßdorffs Schweingueth, daß die derßdorffs erben, alß nemblich d. lang Peter sein geSchwestert, Niclaß demuthß erben, et Consorten führen, gibt Jahrs   4 f

Die Güther liegen umb Boppenborn herumber sein felder undt Boesch, In Zwoe gewannen,

(Folio 95)
Schweinnguether

Clamans erb, daß Clamen, darnach Hanß Wagener und mit erben führen,daß Klein Schwein gueth genennt, um Urwiller gelegen, gibt Jährlichß ahn Statt eines Schweins          2 f

Einhabere seint Herrichs Theobalts Erben, die Clamanß erben, Wageners Peter, wegen der Schützger erben.

Die güther her Zue gehörich, liegen ahm Roetenberg bey Rosperger Wäldgen

Roedt fueßen erb, So Roed fueßen Jeckel, Nuhnmehr Wagener Theobaldtß Zu Breitten erben, Undt Jung Hanßen Kindt Elß führen, geben für ein schwein, Thuet    2. f

Selbächer erb, so Exwillers Hanß, Nuhnmehr Heckmanß Mattheß, und ihre miterben. Zue Urwiller einhaben, gibt für ein Schwein        1. f

Somma Schweingelts 13. f

(Folio 95 verso und 96 fehlt)

(Folio 96 verso)
Nachsteurgelth
Demnach durch etliche Benachbahrte fürsten, Brauen (?) und Herren, die Churf. Trierische Eingesessene Underthanen, Wom sie ihre Under Etlicher deren genachbahrter Herren gepieth gelegene, Undt Von alters hero gehabte, od. frisch Ererbte güther Verkaufft, od. Von ihnen abe, und In daß stifft Trier geZogen den Zebenten pfennig Kauffgelts, so man Nachsteur nennet, der Herrschafft darunter die Verkaufften güther gelegen Zurück laßen moeßen, So ist Ao 1587 durch Sonderlichen Churfl. Befehl die gleicheit Zu halten publiciert und befohlen worden, doch weither keines anderen Herrens Unterthanen, sonder allein dieselbe, So solche neuwerung angefangen, dißfals Zu beschweren, also uon denselben so die Trierische Unterthanen dieß fals beschweren, alß Nemblich Zweibrücken, etliche Gerichts pflegen deß Ambts Schauwenburg, und daß Ottweilerisch Nassauwisch ambt, biß hirhero den Zehenden pfennig eingeZogen Undt Verrechnet worden, aber anderer benachbahrter Herren Unterthanen, so die Trierische Underthanen freylaßen, frey gehalten worden,

(Folio 97)
Frefel Und Boeßen gelt im Hochgericht St: Wendel
Wie Zue Endt deß Wendalischen Hochgerichts Weißthumbs gemeldet, seint alle frefel undt Boeßen, so in angeregtem außgewießenem BeZirck fellig,a llein Ihrer Churfl. Gd. Zue stendig, die durch einen Ambtmann Taxirt und underschrieben, darnach durch den Stattbedel eingehoben, und einem Kellner, der es also Verrechnet, gelieberth worden, Wan solches der Bedel lieberth, ist er deß Kostens gewärthig.
(Folio 97 verso)
Volgen Weithere frucht gesell Im Hochgericht S:Wendel

Wechter Korn.
Alle Dienstleuth Im Hochgericht St: Wendel außerhalb d. Statt, uff Ihrer Churfl. Gd. grundt Seßhafft, Seint ahn Korn Standrenth Wechter Korn genent, schuldigh 5 Mlr

Wan auch in besorgungh Kriegsgefahren daß schlöß S: Wendel Zue bewachen nöthig, seint dieselbe dienstleuth, wie im gleichen alle andere Hochgerichts Unterthanen, uff erforderungh Zu wachen, und daß Schloß mit der gewehr Zue Verhuethen schuldigh.

Aber die Bürger Jn d. Statt, sie haben dienstguether od. nit, weil sie Sonderlich Rauchhaber und grundt Zinßen geben, undt die Statt Zue bewahren schultigh, seint Wechter Kornß, und Schloß wachst gefreyet.

Diese obgdte 5 Mlr stanrenthen werden Jarlichs durch die grundtscheffen auff die diensthaber heuser außerhalb d. statt gelegt, durch Kellerey Scholtheß Von hauß Zue hauß gehoben, denen beyden, wie auch den fuhrleuthen, so sie froens weiß beyführen, ist man alßdan den kosten schuldig.

(Folio 98)
Korn Renthen Jm Hochgericht St=Wendel

MülnPächte

Die Müel Zu Niederwiller bey dem Schloß St: Wendel, ist hirbeuorn nach deß Schloß beZirck und freyheit angeregt, thut jetzt ahn Korn       
8. Mlr

Gewiller Muel ist erblich Verlehnt Vor        1 Mlr Korn
Darneben ist sie gelt und Cappen, wie bey Mülen Zinßgelt oben angeZogen, schuldigh.

Diese Muel stehet Immediate Uff Trierischer Obrigkeit des Ambts St: Wendel, und weil der grumet dem Haus Lemberg vorhire Zinßbahr geweßen, gibt sie auch daselbst hier ein Mlr Korn.

Theleyer muel, wirt sonderlich bey den Theleyer gefelle gemelt.

(Folio 98 verso)
Zehenden im Hochgericht St: Wendel

So weith sich ob außgewiesenes Hochgericht St: Wendel außstreckt, seint Ihre Churfl. Gd. allein Zehendtherr /: außgescheiden etliche kleine Zehendtger, so d. Kirchen St: Wendel in besonderen feldern beschringen :/ doch daß Hospital Cueß die halbe Zehendten Von Ihrer Churfl. Gd. pfandts weiß lange Zeit eingehatt, und noch.

Die selbe Zehendt werden durch Ihrer Churfl. Gd. Kellner, beyseins deß Cusischen factors Jährlichß nach Pfingsten, erstlich so hoch man kan angesetzt, Versteigt, und endtlich uff ein besonderen Tag, bey dem liecht offentlich außgelaßen, Von jed. steigungen haben die Steygerer Von alters hero, damit daß Volck Zur Steigerung und erhöbung der Zehendten angereitzt werde, einen Tax ahn wein Zum besten, etwae eine Maß od. 2. nachdem die Zehendten seint, darahn auch ein Kellner Theil hatt, dargegen Er bey Verlaßung und umbreittung der Zehendten, mit denen so bey Ihme seint, selbst seinen Kösten, Unuerrechnet Zue tragen schuldigh,

Waß sonsten die hir beuorige Unkoste mit Imbißen, so bey außlaßung und darnach mit Rechnungen Von alters hero Kellneren, scholtheß, Scheffen, Bedell, Undt Zehendteren, Zu gutem Kommen, belangen, seint solche abgeschafft, Undt dargegen Wur Kellneren (Folio 99), Scholtheß, Cuißischen factoren, Bedelen etc. 2. th. auß gemeinen Zehendten Verordenet.

St: Wendels Haubt Zehendt
Er streckt sich um die Statt St: Wendel, Urwiller, Niederwiller, Breitten, Altzfaßen und Zum Theil Balterßwiller, stehet Järlichß etwam 110. 120. 140. Malter plus minus, darahn Ihre Churfl. Gd. gegen dem Hospital Cueß, daß Halbtheil haben.
Daß Seiner Rechts Taxa, so Von den Zehendten ratione Rmi partis einem Kellner Zu kombt, ist wie Von alters herbracht ein Cron, dargegen wan man liebert, hatt ein Kellner ungefehr .10. Personen den Kosten unuerrechnet Zu geben,

derengleichen ein Kelner wegen deß Hospitalß Cues auch so uiel einhebt, dargegen auch den Zehendt bestenderen Zur auß Lieberungh den Kosten wegen Hospitals giebt.

(Folio 99 verso)
Forßwiller Zehendt im Hochgericht St: Wendel

Derselbesich umb forßwiller, Born, Rospergh, Hoffelt p. erstreckt, gibt etwän Järlichß Zusamen, beyder Ihrer Churfl. Gd. und deß Hoßpitalß Theil, 40.50. Mlr. mehr und weniger, Taxa Honorarij ex parte Tmi. Von altershero Von den Zehenderen ist, 1. reichßthlr, dargegen 8. Personen Zue Lieberungh Zu speißen (?), wegen des Hospitalß Cueß auch souiel welchen (?) Kosten ein Kelner unuerrechnet dargiebt!

Reitscheider Zehenden Im Ambt St: Wendel
Dieser Zehendt erstreckt sich umb Reitscheidt, und ertragt in gemeinen Jahren mit deß Hospitalß Theil, 16. 17. 18. Mlr plus minus

Taxa diener Richts Von den Zehendteren wegen Ihrer Churfl.
Gn. Thuet         1. f. Roth
wegen Hospitalß auch so uiel,

Dargegen allen Personen bey d. auß lieberungh seint, der Kosten unuerrechnet geben wirt.

(Folio 100)
Egeswiller Zehendt Im Hochgericht S: Wendel

Dieser Zehendt felt Järlichß uff daß Hauß Lembergh, und anderer erben; dahrumber legenden guetheren, hinter ermeltem Hauß Lembergh, stehet gemeinlich Zusamen .12. od. 13. Mlr, mehr Undt weniger.

Taxa Diener Rechts Von den Zehendteren ex parte Rmi Thuet .1. f Roth, wegen Hospitalß hebt d. Kelner auch so uiel, dargegen So uiel personen bey der lieberungh seint, durch Kelneren beköstet werden.

Gewiller Zehenden Im Hochgericht St: Wendel
Umb daß Dörffgen Gewiller wirt dieser Zehendten fellig, steht ungefehr .2. od. .3. Mlr, daruon die Zehendter diener Rechts schultigh 6. alb dargegen denjenigen so lieberen der Kosten geben wirt, wegen Hospitals auch souiel,

Andere Zehendten für Mettenich, Theley, Birckenfelt, werden hernach besonderlich gemelt.

(Folio 100 verso)
Saltz Renth Im Hochgericht St: Wendel

Umb St: Wendel undt Altzfaßen seint etliche güther gelegen, die man Saltzgüther nennet, daruon seint die erbe, so dieselbe Inhaben, Zusamen umb Martini, schultigh ahn Saltz
3. faß.

DarZue geben Volgente erben

Schoe Niclaß erben Zue S: Wendel, undt Hackners Mattheß Zue niederwiller   1. faß
Theobalt Wageners erben Zue Breitten     1. faß
Schoe frantzen erben Zue Altzfaßen samentlich   11. faß

Wan dieß Saltz, welches einem Kellner lauth bestallung Zuekombt, geliebert wirt, it man den Kosten od. 1. Vierthel broths schultigh.

Dieß Saltz ist fälligh Von etlichen Waldungen Undt altLandt hinter S: Annen Cappell, undt uon wießen stücken In Gippenbruch (?) od. Kompff Undt Walleßwiller, daselbt Heinen Nickels erben eine wieß Von einem wagen Heuwß Von Schoe frantzen erben ein haben, so uffs Saltz gueth gehörig.

(Folio 101)
Olichs Zinß

Von etlichen gärten undt Gromather Undt der Reichborner Achten, geben sambtliche Erben Jährlichß umb Martini od. Weihenachten ahn Ohlich 13½ Pfundt, Darahn geben Volgende erben, Leonhardt Dham Von Scher Mendels, od. Schlabatzen garthen Under Reichborner Achten, sambt den stücken von Derßdorffß erben       7½ alb
Niclaß Cueseners erben       3 lbr
Hanß Kallenborn Von seinem Gromath       3 lbr

Ahn Statt .3. Pfondten Ohlichß wirt gemeinlich ein maß botter geliebert, derselb Ohlich einem Kellner lauth bestallung, Zuekombt

(Folio 101 verso)
Wachs=Renth im Hochgericht St: Wendel

Von etlichen Nemblich Stübers gütheren und Borschen hind. Urwiller Jm Hochgericht S. Wendel, wirt Jährlichß ahn Wachß geliebert
4. lb

darahn geben Volgende erben

die Schlabatzischen erben   1. lb

Johan Dahm wegen d. Claman, so er kaufft biß auff ein .8. Theil, so schwannen
Theringen darin hatt 1. lb

Jacobs Claßen undt die GrauWelin erben   1. lb

Christoff Richter ½ lb, und die Foltzen ½ lb. thut 1. lb

Dieß wachß wirt gemeinlich an gelt, nachdem es geltet beZahlt, und Ihrer Churfl. Gd. Verrechnet,

Weither Wachß renth erfinden sich bey Lepacher gefellen.

(Folio 102)
Genußgueth Jm Hochgericht St: Wendel

Mattheß Lauwers erben Zu Breitten, jetzt Mattheß Claß Zue Breitten undt Consorten, dan die Schutzger und Hanß schneiders erben Zue S: Wendel geben Jährlichß Von etlichen guetheren        
2 gänß

Wan dieselbe geliebert werden, gibt man ein Viertheil brodts Zurück, werden aber gemeinlich mit gelt etwan .6. od. 7. alb so einem Kellner in bestallungh Zu gelaßen, beZahlt.

(Folio 102 verso)
Pfeffer Jm Hochgericht S: Wendel

Im Wendalischen Hochgericht ein felt, Jährlichß ahn pfeffer, bey Volgenden personen          4. lb

Nemblich geben gemeine Krämer, so auff Jahrmärckten feil halten, Jährlichß    1. lb

Der Geltzer Jm Hochgericht S: Wendel      2. lb

Der Nachrichter wegen seineß diensts      1. lb

Herneben auch Zue Lepach Voratlichen guetheren ein Pfundt ein felt, so sonderlich hernach bey Lepacher gefellen gemelt-

Wan d. Pfeffer geliebert wirt, welcher diensts wegen dem Kellner Zue gelaßen giebt man Kosten, od. ein Tranck mitt Keeß und brott

(Folio 103)
Cappen Renth im Hochgericht S: Wendel,
werden mehrentheils mit gelt Vor jeden 4. alb beZahlt, dan die güther sich in Viele Theil Vertheilt, dahero deren VielZu federen nit wohl möglich Zue lieberen, die Cappen seint einem Kellner, lauth bestallungh, Zugelaßen.

Stuebers erb, erfindt sich in allen alten Salbürcheren und Registeren mitt .5. Cappen, aber Jm Letzten kleinen Hebregister Von Christoff Richtern seligen, ist sich Verstoeßen und .7. gesetzt, aber Jn allen seinen anderen Registeren .5. gemelt worden, dahero biß ahn hero p euorem etliche Jahr lang die .7. gehoben worden, biß Zue fernerer Correction, die uff Ihre Churfl. Gd., Weil michs Kellnern nit Concernirt, gestelt, gibt Jährlichß       
 7. Cappen

Darahn geben Johan Dham und Schlabatzische erben daß Halbtheil.

Item die foltzen und Christoff Richters erben, daß ander halbtheil,

Weil sich hernach bey dem Claußen Erben noch .2. Cappen, so die Schlabatzen und schmits Martin und Becker peter schultig, erfinden, so seint Vermutlich dieselbe .2. Cappen Zu den .5. Stuebers Cappen gerechnet, daß eß also damit .7. wären

(Folio 103 verso)
Cappen umb St: Wendel
Claußen erb hinder Urwiller herumber und etlicheß bey der alter Walckmühlen gelegen gibt Jährlichß 10 Cappen

Darahn gibt daß Hospital Zu St: Wendel    2½

Hoffen Claußen, und Friederichß Claußen Erben Zue Urwiller      2½

Schlabatzen erben nemblich Hanß Friederich Rieffer, Von einem stück wäldtges, ein halben, sambt Becker Peteren ii. Thuet      2

daVon ist bey Huebers erb meldung beschehen
Hanß Wageners und die Schutzger erben Zue Urwiller
Mayx und Schwanen Peters erben  1
Veltes Nickels, und Sebastian Linxweilers erben   1

(Folio 104)
Cappen umb St: Wendel

Maria Haß Schotigß Seehlig wittib Von Frantzen Lauwers und d. Seltzer garthen stücken, Jm alten wegh oberhalb deß Reichborns, 1. Cappen, und ein Vierthel Von einem und dan Bier Hanß Lauwer, und Mattheß Wendel .3. Theilen Von einem Thuet         
2

Bier Hanß Lauwer noch Von einem garten im alten Wegh 1

Knorren erb Umb urwiller, Bäumbges Wilhelm, nuhnmehr Schwanen Johan Undt Hanß Gräßer  ij
Friederichß Claßen erben     ij
Schwanen Therentz  ij
Größers Clauß und Schwanen Jacob et Consorten ij
Thun Zusamen         6. Cappen


(Folio 104 verso)
Cappen gulth umb St: Wendel

Francken Kallenfeltzer, Peter Schmits Nickel, und die Schutzger ij
Jung Hanßen Wendelß, und die Kallenfeltzer erben         ij
Thuet  3

Wilhelm Heintz erb, Umb Breitten, und Altzfassen, Mattheß Clauß, und miterben        iij
Theobalt Wageners, und Heintzenbaurs erben 3½, Thut 6

Juncker Cono Von Soeteren, Von einem garthen bey d. Oberst pforten ahm Kiegelscheib      2

Klock erben Von einem Baumbgarthen ahm stattgraben; bey d. achten, Vur d. oberst Pforten, uff d. alter Steingruben genent, und Von einem felt uff geißen stall  2

Hannß Kallenborn Von einem garthen ahm wegh, und d. Reichborner achten, undt Von d. Bopwießen 5.

(Folio 104 verso) ???????????????????????????????????????????????
Cappen umb St: Wendel

Hanns Jacobs Rieben erben Undt Tholen Hanßen Bärbel, Von einem garthen Jm alten Wegh, Thorn Engelß garthen genant, undt ein stück Und. Spriedt, Jede .2. Cappen, Thun   4

Krapen Nickel und Mattheß Schneider Von gärthen im alten wegh        2

Maria Schrotin Zum Rindtsfueß Von einer wießen, Jn, d. Oberst Bosenbach, Von dem Paßauwer 2
Nach Sie wegen Wendel Meurers garthen  1

Heugels Wendel und Hautz Peter Von gärthen im alten wegh     3

Baltheß Becker und Theobert Rueffer Von einem großen gelände , hind. d. hinderst achten, Elßen Michels erb gnent  4

(Folio 105 verso)
Cappen gulth umb St: Wendel

Tholen Hanß ij.
Undt Niclaß Offil (?) Leyendecker ½. Cappen, Von garten Jm alten wegh, Thut       2

Ludtwigs Hanß & Consorten Von einem garten im alten wegh     1

Jacob Domicher wegen Roemerß Barthels und frantz Schopffen seehl. Erben Von .2. stück gartens im alten wegh         1

Barth Hudtmacher Von einem garthen im alten Wegh      1

Item erträgt die Altzfaßer Seegmüehl ahn Cappen Järlichß        2

Kroegelborn

Die Eicken erben daselbst Von einer Wießen genant die Maalwieß       
2

(Folio 106)
Cappen umb St: Wendel

Gewiller

Die Maalmuel Zue Gewiller gibt neben gelt und Korn 4. Cappen, so bey dem Dorff Gewiller neben gelt und korn gemelt

Lepacher und Theleyer Cappen werden sonderlich bey jedeß orth gulten gemelt.

Welche Cappen Järlichß uff Martini ahn gelt geliebert werden, bekommen Nichts Vur kosten. Welche Cappen aber in federen geliebert werden, denen giebt man ein Viertheil Brodtß,

(Folio 106 verso)
Hoener gulth im Hochgericht St: Wendel

Neben den Hirbeuren (?) bey Zinß frucht specificirten Hoeneren, weither einfallend, Nemblich Von dem Heideßwiller Schafft Nickel schußler Zue Rospergh, alß Hueber neben gelt und korn    6. Höner

Der Kosten bey dieser lieberungh wirt bey gelt korn gemelt

Hudtmachers Maria Wittib Zue St: Wendel Von einem garthen, oben der rechter achten Vor der Oberst pforten         2.

Zue lieberungh dieseß gibt man ein Viertel brodt.

(Folio 107)
Rauch oder faßnacht Hoener

Jedeß Hauß gesess, so uff Ihrer Churstl. Gd. Schafft gultigem grundt, In Volgendtem Dörfferen stehet, ist umb Weyhnacht od. faßnacht Zeit ein Rauchhorn schultigh, gehet uff= und abe, dießmahls ahn Rauchhöeneren Zu UrWiller ahn beWohnten und unbewohnten Heuseren Einfallen  
20

Derneben .2. Heußer im Dorff stehen, Nemblich Wageners Martins, und hoffen Martins Heußer, so nichts geben, Sinthemahl sie hind. der Kirch stehen,

(Folio 107 verso)
Hoener im Hochgericht St: Wendel

Breitten, Altzfassen erträgt ahn rauchhoeneren   15

Daselbst .2. heußer hinder d. Kirchen, Nemblich Wagener Theobalts und Heintzen baurs Heußer, Undt dan .2. heußer hinder den Klocken, nemblich frantzen Lauwers, Jetzt Thomas Hanßen und schor Thönins Hauß, hierneben ist Vur kurtzem ein Backhauß Zum Wohnhauß durch Lauwen frantzen uffgerichtet, so uff Jungfrauwen grund stehet, welche keine höener noch hanen geben, auch nit Zur Spinnen schuldig,

Baltersweiler thuet ahn Rauchhoeneren     8
Born thuet ahn Hoeneren Jetzt      3

Die Rauchhoener seint Kellerey, Scholtheß und Bedel Zu heben und Zu lieberen schuldig denen d. Kosten Zur Lieberungh, und darneben jedem 1. hoen geben wirt.

Sonsten die Hoener Zue Lepach, Tholey, Mosenberg und Mettenich einfallendt, werden sonderlich hernach bey denselben Dörfferen gemelt,

(Folio 108)
Sommerhanen im Hochgericht St: Wendel

Alle Vurgeschriebene Heußer so Rauch od. faßnachts Hoener geben, seint auch Junge Sommerhanen, dere einer uff Vier pfenning Vor alters geachtet, Zu geben schultigh, und Liebert jeder seinen Sommhanen selbst, alß dan Dargegen uff jeden 1. Vierthel brots Zurückgeben wirt, diese Sommerhanen seint einem Kellner lauth bestallungh Zue gelassen, deren plus, minus Jährligß einfallen
44


(Folio 108 verso)
Spindt gerechtigkeit

Jnn obgemelten Dörfferen Zur Urwiller, Altzfaßen, Breitten, Balterswiller und Born, ist jedeß hauß, so uff Ihrer Churfl. Gd. grundt steht und bewohnt wirdt, deren Ungefehr ahn bewohnten heußeren Jetztmahlß 30. seint, schuldig .2. pfundt groben wercks od. ein Pfundt flachß, od. hanffß, dargegen wan eß gesponden geliebert wirt, jedem Zurück geben wirt, 4. räder heller und ein Vierthel brodts, mit den helleren wirt eß also gehalten, daß man ein Jahr drey g, daß anders .2. g. gibt, dem Büttel wan er daß gewiegen garn außträgt ist man den Kosten schultigh,

(Folio 109)
Zehenden Lemmer

Im Hochgericht St: Wendel haben Ihre Churfl. Gnd. gegen dem Herren Pastoren als Halbtheil d. Zehendten lemmer, gehet uff= und abe, Thuet jedeß Theil ungefehr nach AbZiehungh dreyer, so den diener die sie haben, neben dem Kosten geben werdten 
16

Die Zehende Lemmer Zue Tholey bey dem selben dorff sonderlich hernach gemelt werden.

(Folio 109 verso)
Hadersamen In und umb St: Wendel

Deß Hadersamens frucht, welche drittheil Korns, nemblich .3. Zinß sester, und Zweiy theilen haberen, nemblich .6. Zinß sester .3. Tornuß od. 4½ alb. ahn gelt Thuet, ist Kellerey Scholtheß und Bedelen Von alters hero diensts wegen, weil sichß weithleuffig mit einletzigen handt Voll, und schußelen uff Erbiß sontag geliebert wirt, Zu gelaßen, also nit Verrechnet wirt,

Herüber hatt man einen gesetzten hueber, nemblich Jetziger Zeit, Hanß Hammes Bürger Zue St: Wendel, wan derselb abstirbt, ist man Ihrer Churfl. Gd ein besthaubt Verfallen, so Verrechnet wirt, daran d. Karcher Zunft nichts gebührt, Uff diese hueb gehöeren die heuser Ställe und scheuren In d. Statt, Von schmits Martins hauß, den schloßgraben abe, undt noch etliche guetherr.

Zweite Hueb
Item über einander Hueb ist Tholen Hanß Sttler Bürger daselbst, hueber, daruff gehört ein Resch uff Wicken hör, ein bosch uff dem Raudenberg, und ein Stück walts, (Folio 110) oben ahm Bruch hinder Urwiller, diese hueb gibt .4. Zinß sester, drittheil Korn, undt Zwoe theilen hafer, undt Zu Jedem Zinß sester Vier pfenningh.


AußZugh dießer Hueben auß einem alten erfondenen Register de Anno 1513.

Von Wort Zu Worten

In Anno 1513 Jahr uff Sontagh nach S=Görgen Tag hatt eß sich Zu getragen und begeben, daß die gemeiner die da geben uff d. hueben, da unden bey deß Dore en heuß uff Erbiß Sontagh, Zinßsester, genanten hadersamen, Unserem gnädigsten Herrn und Churfürsten Zue Trier Zu gehört haben dieselbige Gemeiner Zue d. Zeit die Eltesten hernach benanten Zusamen gangen, und ein besthaubt Under sich gelegt, Vor ihren gemeinen Hueber, Veitgeß Hanßen, soligh dem Gott gnade, Zu der Zeit Verschiden laaß, undt daß Besthaubt ist erdedingt Undt Vor 2½ fl 2 g, Undt darZue hererecht Von diesem Nemblich Theiß Körschner schultheß in der Statt, Peter Lauwer euserst scholtheß im Bruel Wohnende, Hanß Erffert, sein Bruder Heintzen Erffert, Claß Roemer, Undt Hacknerß Claß alle Scheffen unseres Gnedigsten Herrn, (Folio 110 verso) Undt noch Viel andere Gemeinen darbey geweßen.

Daß erst Viertheil
Item ist dieß Besthaubt getheilt worden In Vier Theil, daß erst Viertheil halber Schützgen, undt die Beckers Kinde, die Zwöe partheyen geben gleich einso uiel alß daß anders, Schutzgen ein halben sester, die Beckers Kindt den anderen halben, die machent Zusamen ein Halbe Viertheil, Itz die Heßer geben auch ein sester, machent Zusamen ein Viertheil, daß erst.

Daß Zweyt Viertheil
Item daß ander Viertheil, daß Zweyt halber, der Lang Caspar und greiffen hanß, daß ander halber greisPachß hentgen

Daß dritt Viertheil
Item daß dritt Viertheil Schradigß Hanß, Schol Erfferts Heintzen Klein hauß, hanß durcken hauß, Jungfraw Eyßen

Daß Viert Viertheil
Item daß Viert Viertheil geben, die da sitzen inwendigh deß Wergß

(Folio 111)
Pharen Zehenden im Hochgericht St: Wendel

Ein Zehendtgen genant Pharen Zehendten Wirt Von etilihen besonderen gütheren, wie Volget gehoben, Welcher kellerey scholtheß undt Bedeler, weil Er auch Zumahl wenig erträgt, diensts wegen Von alters hero Zugelaßen, darüber bey d. Kellerey wenig berichts Zu erfinden, Weither alß in dem alten Schafftbuch, so uff pergamen geschrieben, nach Wendalischem Zehendten,

Volgen die felder welche nach anZeig hanße Schneiders, alten Bedelen uff den pharen Zehendten gehörig,um mehretheilß alt Landt, darin nach abnehmungh deß rechten Zehendten die Trey Zehendt garb geben wirt, doch durch die Erben mit allerdingß die anZeigungh Vur gerecht undt guth gehalten wirt,

Uff der Sinzelwießen hat Peter Derßdorff ein felt Von Ungefehr .2. od. mehr morgen, gblt pharen Zehendten

Christoph Richters alt felt Under der hinderster achten, Ungefehr .2. morgen

(Folio 111 verso)
Pfaren Zehenden Im Hochgericht St: Wendel

Item Seltzer Agneßen felt, so in die hinderste Acht, bey dem Sauren baum stoest, 1. morgen

Item hinder Kritzen felt, Margreth und Kathrin ein halben morgen

Item nechst daroben hat Johanneß Lützenrath ein felt Von Ungefehr 2. morgen

Item Uff dem Geselborn Von Kallenborns Bastgen hat Christoff Richten ein altfelt ungefehr ij. morgen
Item oben dem WasserSackh, oberhalb Gudtmanß Nichelß öbersten felt, Von Zimmer Euen und Haffen Claßen Erben kaufft, hatt Balthaßar Kieffer wegen Seins Sohns Hanß Friederichen ein felt Von ungefehr .1. morgen

Item nechst oberhalb Jetzttgdten (?) Balthaßar Kieffers felt, hat Martin Brandt .1. felt Von einem morgen

Item deß Basauers felt Zwischen Vorgdten Marthin Brandten felt, und Christoff Richters felt, so ahn Bruel Petgen kaufft, ein halten ungefehr .2. morgen, welche jetzt frantzen erben Von dhron erben und Consorten haben.

Item hirseits deß Bertzbergs in d. kurtzen anwenden ahm Schneckenbaum, 1. morgen, stoest ahn deß Grillingers rech, so frantzen Von Dhron erben Zuestehet,

(Folio 112)
Fahren Zehenden im Hochgericht St: Wendel

Item nach Krapen Nickel daselbst ein felt Von einem halben morgen Von Hanß Jacob Rieben herkommendt,

Item Foltzen Wendels erben In obgder kurtzer Anwenden nechst unter Crappen Nichelß obgemeltem felt - i. morgen

Item unden ermelts Foltzen Wendels erben, ein klein stück Von .1. Viertheil Landts

Item hirseits Drachenborn ahm Bertzbergh die Dell heruff oberhalb Klein weckß felt, haben Foltzen Wendelß erben ein felt .1. morgen

Item Kleinweckß od. Frantzen Von Dhron felt daselbst, so ahn Leonharts Dhamen felt stoest - 1. morgen

Somma Ungefehr 14. od. 15. morgen, mehrentheil unfruchtbahr alt Landt,

(Folio 112 verso)
Volget Hernach das Jus Servitutis froen und Dienstbahrkeit Zue der Kellerey St: Wendel, ein und auserhalb deß Hochgerichts St: Wendel, Waß man auch Zu Jeder ahn kosten schuldigh

Alle die Jenigen so im Hochgericht St: Wendel Seßhafft, und Schafft gultige Dienstgüther Von Ihrer Churfürstl. Gnd. wenig od. uiel besitzen, Undt nach alten Weisthumb, Wan sie gleich wohl nit mehr hetten, alß daß Sie ein drey stemp lechten Stuhl daruff setzen könten, seint mit handt od. gespan, Wie sie ihnen selbst arbeithen Zue froenen schuldigh, die dan durch Kellerey Bedel eingebotten, Und Er Bedel sambt dem eusersten Kellerey Scholtheßen, der frohen arbeith bey Zu wohnen und ahn Zu halten schuldigh,

Holtzfroen
Die Dienstleuth Jm Hochgericht S: Wendel seint schuldigh so uiel brandt holtz alß man Zur Kellerey bedarff, auß Ihrer Churfürstl. Gnd. Wälten, od. wohien sie bescheiden werden bey Zue schaffen, Wan Sie Im Hochgericht pleiben, gibt man jedem 1. Vierthel brodts, Wan sie aber Jn den Mombergh, od. sonsten außerhalb Hochgerichts fharen, gibt man Ihnen Soppe, gemueß, und ein Becher wein od. bier

(Folio 113)
Froen und Dienstbahrkeit

Mühlenfarth
Frucht und meehl, Jnn undt außerhalb d. Mühll Zue führen, seint die dienstleuth schuldigh, daruon einem jeden 1. Vtl. brothß geben wirt.

Bauwfroen
Wan ahn dem schloß Mühlwerck Zue St: Wendel Zue bauwen od. repariren nöthig, seint alle dienstleuth handt und Wagen froen groß und klein, so uiel alß deren Vonnöthen schuldigh, doch hier mit diese Discretion und Vergleichungh Von alters hero gehalten worden, daß die Dienstleuth Jm Hochgericht S: Wendel, Stain, Sandt, Leym, und Bauwholtz, firn werden. Die Eußerste Zue Lepach, y, und Moßenberg, Kalch, Leyen, Bley, Eißenwerck, auch etwan Bauwholtz, Waß außerhalb Hochgerichts bey Zueführen nöthigh, beschaffen; die handt froen beschicht durch alle dienstleuth, so keine fuhre haben, sie Seyen Jnn od. außerhalb Hochgerichts gesessen, Wan auch die Handtfroen schwer und groß, seindt dar Zu alle andere fuhrleuth Verbonden, Zue solchem allem gibt man Ihnen den Kosten, Nemblich Zue beyführungh Bauholtz und deregleichen, Soppe, 2. gemüeß, ein dronck wein od. Bier, Wan man Stain führt gibt man gemeinlich, nach Verrichten 3. fuhren .1. Jmbiß, Jn massen oben mit Bauwholtz gemelt,

(Folio 113 verso)
Froen und Dienstbarkeith

Hanndtfroenerern so den gantzen Tagh froenen, giebt man Vur morgen Soppe, 1. Viertheil Brott, od. wan die arbeith schwer, Soppe und gemüß, Zu mittags essen Soppe und Zweyerley Speiße, abent broth, Nachts wie Zu Mittagh, Bey winterlicher Zeit Von Michaelis, biß osteren ist man kein abent broth schuldigh,

Wein und anderer Victualien froen
Wan d. Hoffleger Zur St: Wendel ist, seint alle fröener Jm Hochgericht St: Wendel, Theley, Lepach, und Moßenbergh, schuldig alleß ahn Wein, Bier, Küchen=Proviandt, gepäcken, und derngleichen waß Vonnöthen, Von d. Moßel und Sonsten bey Zu schaffen, Undt im abZugh alle Notturfft abZueführen.

Außerhalb Hofflägers seint die Dienstleuth Jm Hochgericht S. Wendel kein wein froen schuldigh, Sinthemal alßdan Sie Jährlichß .6. th. darfür geben, So Verrechnet werden, aber die Theleyer, Lepacher, und Moßenberger leibeigene schuldigh seint einem Kellner Wein und andere Victualia, so Viel Ihme durchß Jahr Vonnöthen beyZueschaffen, auch haben Jetztgemelte Unterthanen alle leibeigene, Wom eß die sonderliche Notturft begrieffen, uff erforderungh Ihrer Churfürstl. Gd. fruchten gebe Trier, BerenCastel, od. Grunburgh geführt, alßdan man Ihnen neben Kosten undt Tranck Zu Jedem wagen .2. faß haber gesteurt,

(Folio 114)
Froen und Dienstbahrkeit

Ackerbauws Froen
Alle Dienstleuth Jm Hochgericht St: Wendel schuldigh seindt die Kellerey äcker und felder, Zue Korn, Habern, od. anderer fruchten nach notturfft Zu bereithen, mit brachen, rühren, Sähen, und Egen, derngleichen Zu Roden, Zu fegen, roed. Zu sehen, daß Korn Zue binden, einZueführen, auch Haberen Zue mähen, auff Zu machen, Zue binden, und ein Zue führen, den Zaun Zue Umbhägung der Achten od. gärten auß Ihrer Churfl. Gd. böschen und Hecken bey Zu führen, dieselbst durch die dienstleuth, So keine fuher haben, ZuZuZeunen, daß außgeführth mist Zu spreiden[57],

Heuw und Gromath mehen.
Derngleichen gemelte froener schultigh, daß schloßwießen heuwe und gromath Zue mehen, Zu Zeden (?), Zue häufen, daß Heuw einZuführen, ZurückZueZiehen, wan daß heuw eingeführt wirt, hatt d. Pförtener ahn d. underster Statt pforten Von alterß ahn allen wagen heuwe abgestrefft, daruor aber, weil es Viel abgetragen, hatt man Vor etlichen Jahren ein schlecht fortgen heweß, welches uerrechenet wirt, geordtnet, so ihme Jäherlichß beygeführt wirdt.

Den Gromath Zue S: Wendel seint nicht die froener, sonder die haubt Zehender einZu führen schuldigh.

(Folio 114 verso)
Froen und Dienstbahrkeit

Mistfroen
Wegen obgemelte Sommer froen, Seint die Lepacher, Theleyer leibeigene, und andere welche Trierisch güther führen, Zusambt den .5. leibeignen Zue moßenberg undt Wallerswiller schuldig, alleß Mist d. Kellerey ZueLaden, und auß Zueführen, derngleichen geben sie Jährlichß Roeder, Schnieder, und Wachtergelt, daruon ein gnantes, doch stehet es bey einem Kellner gelt od. die froen Zu forderen, Rmo Verrechnet wirt,

Denen Von Moßenberg gibt man Von jede mist fuhr .12. alb, Von einem Tagh Zu rück, dan Jhr mist führen gelt, Jn gemein Wolfferswiller froen gelt geZogen, derngleichen ihr Roeder, schnieder= und Wechtergelt mit anderen froengelt gehoben wirt, dahero sie mit der hand nit froenen.

Zue Brach, Ruhr, Korn und Haber Saath, auch Heuw, Gromath undt Haber Maath, giebt man den dienstleuthen morgens Vor die Soppe Brott, undt darZu wan sie heuw und Haber mähen Keeß, und Wan sie gethan, Soppe, gemüß und Fleisch, sambt einem Hoff becher wein, od. bier, Uff fastagen gibt man Soppe, und .2. gemüß,

Zum Roden fegen, korn binden, Zeunen, gibt man morgenbroth, und ein Jmbiß Von gemüß, und denen so in Roederen stangen hauwen, daß Korn binden, od. in heuw undt gromath machen die Heuwgabelen brauchen und hausten jedem ein Jmbiß Von gemüß,

(Folio 114 verso) ????????????????????????
Froen und dienstbahrkeit

Wan heuw undt frucht eingeführt wirt, gibt man einem so .3. fahrten thuet, 1. Viertheil brothß, Wan daß heuw gehauft, gewendt od. Zurück geZogen wirt, gibt Morgen broth und ein Jmbiß Von Soppe und .2. gemüß,

Den dienstleuthen Zue S: Wendel, Jährlichß Von Brespacher Hau mehen geuolgt werden     
15. alb
so in außgab d. Kellerey rechnungh Jährlichß Ihrer Churfl. Gnd. Verrechnet wirt

Sonsten Waß den Kosten Heuw machens undt Einschaffens belangt, Thuet ein Kellner den selben wegen Ihrer Churfl. Gd. auß seiner dienstbestallungh Unuerrechnet.

Den Mistläderen und fuhrleuthen, gibt man die Morgen Soppe, Mittags und nachts Jmbiß, sambt abentbroth, mit Keeß, doch ohne fleisch noch Tronck.

(Folio 115 verso)
Froen mit Birckenfelder und anderen fruchten, außerhalb Wendalischen Hochgerichts felligh

Der Birckenfeldische Zehenden fruchten seint die Wendalische, Theleyer und Moßenberger Dienstleuth beyZu schaffen Von alters hero schuldigh, dar Zur Wohl auch die Lepacher Verbunden, weil sie aber entsessen, somit sie biß hero mehrentheilß erlaßen worden, dargegen aber sie Lepacher allen nöthigen Cappeß Von der Sah Jährlichß beyschaffen, die auch den Kalck mehrentheilß, hirnwieder den Theleyer und andere Leyem bey Zueschaffen schuldigh,

Wan Sie Jnn d. Kellerey abladen, gibt man Jhnen Kosten, und Jedem ein becher wein, od. bier, undt wirt Von alters hero der kosten mit frucht fuhren Von Birckenfelt Verrechnet, daß Zinß Korn Zue Mettenich so daselbst gehoben wirt, haben die Theleyer bißhero uff S. Wendel Jnn der froen geführt, dargegen man Jhnen den Kosten gibt,

Korn Schneider froen
Zum Korn schneiden umb S: Wendel hatt man keine froen, Sonder dieselbe durch die Von Lepach und Theley, wie obgemelt beschehen, alß dan Ihr froen gelt abgehet,

(Folio 116)
Froen und Dienstbahrkeit

Huedt und Wachtfroen deß Schloß St: Wendel
Ist hirbeuorn, nach dem Wechtergelth angeregt,

Froen in gemein betreffent
Nach herbringen und bericht d. alter, Jst eß mit froen guetheren allewegß also gehalten worden und noch, daß die Jenigen, welche Von ihren gütheren Schafftfrucht in die Kellerey geben, Zue froenen schuldigh, Welche guether aber, bloßlich gelt, und keine frucht geben, dieselbe guether auch nicht Jn froen geZogen worden, Jn maßen angangs bey Zinß und Schafftgelt erklärungh mit underscheiden beschehen,

(Folio 116 verso - 122verso = leer)

(Folio 123)
Theley

Daß Dorff Theley bey Schauwenburgh, ist Zweyherrich, Nemblich Trierisch und Lothringisch, darahn haben Ihre Churfl. Gnd. und daß Ertzstifft Trier, Jn der Landts fürstlichen Hoch und Obrigkeit gegen Lotthingen eigenthum blich daß halbtheil, und werden Ihre Churfl. gnd. Vor ein Vorgänger durch scheffen Weisthumb agnosciert und gehalten, und hatt jedeß theil sein besonderen Meyeren Zue hochgericht Und grundtsachen, aber ahn scheffen haben Ihre Churfürstl. Gd. Vier, und den Gerichts Botten mit Trierischer Buchßen, dargegen die Lothtringische Vasallen so man Steinische Herren nennet, drey scheffen Zue stellen, Welche sambtlichen Herren Zugleich schwören,

Daß Lothringisch Theil Hochgerichts mit Nahmbhafften Renthen, haben die Herren Grauen Zum Oberstein Von dem Hauß Lothringen Zue rechtem Lehen gehatt, die eß darnach förter Zum Affterlehen dem stammen Flerßheim genant Montzenheim, undt denen Von Hilbringen, Jedem besonder angesetzt, daß Montzenheimer Theil hat Jetzt Johan Dahm, dies (Folio 124 verso) erkaufft, wirt durch Oberstein undt Lothringen damit belehnt, daß Hilbringer Theil hat Görg Christoff Braun Zue Guendeßwiller, Undt Peter Kallenbach geuetteren, doch daß Montzenheimer Theil ahn Unterthanen und Renthen Wegen Kreuteners Vorgteyen darin Hilbringen nichst hatt, etWaß Weiter alß sie hilbringer berechtiget, Eß haben gleichwohl die Lothringische Ambtleuthen die halbe Hochgerichtliche gerechtigkeit Von einer Zeit Zur anderen entZogen, doch dieselbe affterlehnleuth nach deß rechten mit ahnsetzungh Gerichts Meyers, undt dreyer Scheffen, und waß der Mithel und grundgerechtigkeit ahnlangt genießen, und gebrauchen,

Daß Hauß Schauwenburgh hatt neben undt außerhalb ermeltem Theleyer Hochgerichts beZirck etliche guether liegen, so man Jmbsbacher guether nennet, Jst Vur alten Zeiten ein Hoff geweßen, Uff demselben gueth stehet ein müehl ahn dem Pfenningß Weyer, der Zehenden uff denselben Jmbsbacher guetheren, ist auch gesondert, alleß dienet dem Hauß Schauwenburgh, derngleichen der lanng Weyer, allein gehn Schauwenburgh gehörte,

(Folio 124)
Theley

Jnn angeregtem Theleyer Hochgericht, Jst es mit Criminal SachenJn der Zeit alß daß Ambt Schauwenburgh dem Ertzstifft Trier Verpfändt geweßen, also gehalten, daß wan ein Trierischer Leibeigener anZugreiffen, peinlich Zue fragen und Zue exequieren ist, daß derselb durch die Trierische eingeZogen exaiert und auff bekentnuß Zue Theley, Jn dem Dorff bey dem Urtheil stock, durch die Scheffen da selbst Verurtheilt, und darnach uff d. supplicij Plätzen galgen ahm Walth hinter Theley exequiert Wirt,

Wan auff Lothringischer od. steinischer Seithen leibeigene od. andere einZuZiehen, und zu Justificieren, wirt eß reciprocè und ebener gestalt gehalten,

Eß seint bey gestandener Pfandtschafft Etliche Actus mit EinZiehungh und Hinrichtungh also gehalten worden, dargegen sich die Steinische Vasallen bey dem Hauß Schauwenburgh opponiert, mit Vurbringungh, daß Jhnen die Hochgerichts gerechtigkeit, alß Lothringischen Affterlehnleuthen, Zum halben gegen Trier bescheine, daruber auch Protestationes beschehen, aber der dahemahlig beyder Ämbter Ambtmann, Juncker Herman Quat Herr Zue Landts Cron, mit den Verhafften forth= (Folio 124 verso) =gefahren, doch Zugelaßen daß Sie den beysitz haben, und bey Lothringen richtigh außbringen.

Wan auch Eptranei (?) undt außlendige Mißhandeler so nicht in Theley wohnen einZueZiehen, sie gehören Zue, wem sie wollen, werden dieselbe durch Wendalische und Schauwenburghische Ambtleuth Zu gleich Justificiert, und werden Von einem Hauß Zum anderen geführt, Welcheß orths sie aber peinlich Zue fragen, dessen haben sich die Ambtleuth und befelchaber Zu uergleichen.


Volget hernach ein Weistumb der BeZirckungen Theleyer Hochgerichts de Anno 1486 so auß einem Pergamenischen Sahlbuch, Welches intituliert ist: Zinß Register der Kellerey St: Wendel de Anno 1505. BeyBischoffs Badensis Zeiten, Uffgerichtet, extrahiert also lautende,

Dieß ist das Hochgericht und BeZirckung deß dorffs Zu Theley, als Von alters herbracht und der Scheffen Weist, (Folio 125) Unnd fahrt ahn uff Kirchrech,
Von Kirchrech biß gehn Dautwiller ahn die Daube linde,
Von d. dauben Linden, biß ahn heiden schach,
Von Heidenschach ahn Jmbsbacher eichen, oben ahn Dautwiller,
Von Dautwiller ahn Jmbsbacher eichen ahn, biß ahn Hirtzelborn floß,
ahn Hirtzelborn floß ahn biß ahn Hirtzelborn,
Von dannen biß uff Graffath,
Von Graffath biß uff Willestein,
Von Willstein ahn, uber den Horst langß biß uff Kalberschen,
Von dannen biß uff den stein, Jn d. Sfumgen, Zwischen meinem gnädigsten Herrn und meinem Herrn Von Lothringen,
Von dannen biß ahn Weiler forth,
Von dannen biß auff den Angstberg,
Von dannen Zue der Portereyen, deß gemerck langß,
Von dannen biß ahn Theleyer bruch,
Von dannen biß ahn Juncker Harßbaums waldt,
Von dannen biß ahn Orenthal,
Von dannen biß ahn Heidenborn,
Von Heidenborn den grundt auß, und oben umb den Momberg, alß fern der Horwalt begreifft, mit seiner gerechtigkeit,
Von dem Momberg herin biß oben ahn gronich ahn Bocken rich,
Von dannen biß ahn den niedersten pfuele Jn d. Bließ,
Von dannen oben herumb die gemerck langs, alß fern eß Laubenthal genant ist,
Von dannen ahn die Saure wieß,
Von dannen biß ahn den hirnkopff,
Von dannen uff Romstall,
Von dannen gehn Schauwenburgh ahn Grouenborn,
Von (Folio 125 verso) dannen gehn Schauwenburgh ahn die euserste Serre,
Von dannen biß Ahn die Kalckoffen,
Von dannen biß ahn daß daube Loch, Von dannen biß ahn die rothe Heck,
Von dannen ahn Martinß born,
Von dem selben born biß ahn die Meußhumeß,
Von der humeßen, ahn biß nieden alß die langwieß wendet, ahn die felß,
Von derselben felßen, biß uff Mespel, über daß höchst auß ahn Martzheck,
Von Martzheck herin ahn den hebigen sterck,
Von dem stegh biß uff den Höener berg,
Von dem Höenerberg biß ahn Kircheck, daß eß anfehrt,

Undt ist solcher BeZircks begangen, durch Peter Klocken Ambtman Zue S: Wendelen, gantz gemeinde Jung und alt, und Jnwohnere dieß Obgeschriebenen beZirckß; sonder alle Wiederrede, geruglichen (?) aller anstößer, uff Mittwochen nach dem Sontagh Cantate in Anno Thaußendt, Vierhundert, achtzig und Sechß,

(Folio 126)
Theleyer Weisthumb de Anno 1585

Erstlich Weißen die Von Theley,
Vom Mülestein Unden Gronich gelegen an Langß den Rech,
die bach hienauß in den Berwinckel genant, biß Jn den Ertzborn,
Von dannen biß in die Hertzbach, da der Weeg hinuber gehn Tholey geht,
alleß dem Rech nach, die bach hinuffer, uff Jenseiths der Underster Berwießen,
forter langß die Eichen hinuff, biß in die Nauwieße,
Von dannen die Humeß hinauß, biß uff den Hirnkopff,
Von dannen den gemärcken nach biß Jn den handorn Uff der Hollen,
forterß uber den Kopff hinauß Jn den Greuenborn,
Von dannen ahn die Underst Sehr, da ligt ein großer stein,
Von dannen biß in den Kalckoffen,
dauon dannen biß in daß daubenloch Jn die Meuß Hümeß,
Von dannen Jn die bach,
die bach herauß ahn die felß,
die Jn der Langwießen ahn der Eich,

Item Jn Obgemeltem BeZirck grentzet Lothringen allein

Item Von der Eichen grentzet furthmehr, haßborn so in daß Ambt Grimburg gehörig, ist mit denen Zue Theley undt fahrt ahn,

(Folio 126 verso)
Erstlich Von der obberüerter eichen Zu dem Bitschberg, eichen, Zeichen und gemärcken nach, ahn den Bitschberg, grentzen auch die Mettenicher, so in daß Ambt Schwartzenburgh gehörig, und endet sich mit dem Grimburger Ambt,

Undt fehrt sich ahn, Zwischen denen Zue Theley undt Mettenich, Von dem Bitschberg in den Grauenstein, Von dannen uff den Kalbersberg in die drey eichen, da laßens die Zue Mettenich,

Nuhn grentzet daß Jmbßbacher hoffgueth wiederumb ahn die Zue Theley, ist Lothringisch, undt Weißen Von dem Kalberßberg uff den stein in d. Sangen, Von dannen an die Weilerfurth uff den Augßberg, da der Apfelbaum stehet, allda scheidt sich daß Imbsbacher hoff güeth, und Theleyer gerechtigkeit,

Volgendt grentzen die Theleyer ahn die Zue Selbach, Zweybrückischen Hochgerichts, und weißens Von Augßberg, Pederscheid, Von dannen uff Portenweyen, Von dannen in den Bruderßborn, Von dannen in daß kleine Theleyer Brüchelgen, hir fahren die Gronicher mit den Theleyeren wiederer ahn Zu grentzen, und weißen die Zue Theley Von dannen biß Jn die Kappen Hümeß, daselbst ist ein Eich abgehawen, und hinweg geführt, ist eingemarckt außer der Kappen humeß, in den Burdenborn, Von dannen in den Heydenborn, Zwischen d. gemeiner herrn Zue Theley, Undt deß Ambtß Zue Theley walt, genant d. Momperg, (Folio 127) Herumber so Weith sich der Horwalt erstreckt, Von dem Heidenborn ahn Kabenborn (?), Von dannen wiederumb ahn den Mühlensteege, da man angefangen hatt

Beritten undt begangen den 27. May Ao 1585 durch den Ehrenuesten und hochgelehrten Herrn Johan Symon Seenheim der Rechten Doctoren, Chur Trier. Rath. Christoff Richter Ihrer Churfl. Gd. Kellner Zue S: Wendalin, und Henrich Klockener Cantzeley=Verwandten,

Jnn diesem Vorgewiesenen BeZirck seint Ihre Churfl. Gd. Jn maßen oben angeregt, mit Landts fürst uber haltz und haltz gebein Zue richten, Confiscationen einZunehmen, Remission und gnade Zue geben, Von deroselben leibeigene landt Undt Türckensteur, Hüldigung, Volg, Reiß, einZunehmen, Gebott, Verbott, Hoch und Nieder anZulegen, daruff nach gefallen Zue exequieren, Zu freffelen Undt boeßen, auch Zue fischen undt Zue jagen,

Jnn diesem BeZirck und Pfaren seindt Ihro Churfl. Gd. alleinig und unmittelß, außgescheiden obgemeltes Imbsbacher landt, Rechter Collator und Zehendtherr, uber frucht, lemmer, ferckel und Werck Zehendten, und hatt der Pfarherr Von Ihrer Churfl. Gnd. pro Compe=(Folio 128) =tentia durchauß den halben Zehendten, Jm anderthalben Theil haben Ihre Churfl. Gnd. Zue deroselben Kellerey S: Wendel ein Theil, und Philips Von Pißport, Weilandt Johanßen Von Pisport, Maximinischen Ambtmans Zue Trier, Sohn, Von Ihrer Churfl. Gd. Undt dem Ertzstifft Trier Zue lehen, daß ander Theil, undt haben Jetztgd. gemeine Zehentherrn ein Ziel fahren und einen Ber (?) dahien Zue stellen, doch pleibt dieser gantz werck und ferckel Zehenden einem Pfarherrn Zue Theley (: der dargegen den fharen und Behr erhält :) und solcheß so lang es beyderseithß beliebet,

Wan auch die Kirch ahm Corpore bauw felligh seint Ihre Churfl. Gd. und ermelter Philipß Von Pißport die selbe Zu repariren, und Zue bauwen schultig, Sonsten der Kirchen Chor durch den Pfarherren, der Thore undt Crub (?) durch die Pfargenossen gebauwet werden,

Jnn diese Pfar gehören auch die Einwohner Zue Dautwiller, so nicht in Theleyer sondern Grimburger Hochgericht Sesshafft,
(Folio 127 verso)
Volgen hernach die Zehendten In der Meyerey Thleey gehörigh

Theleyer Zehendt Thuet Zue Ihrer Churfl. Gd. Vierten Theil Jährlichß gegen dem Herren Pastor, undt obgd. Pißporten, ungefehr .15.16. od. 18. Mlr mehr un Weniger, welcher ipso aut altero Petri et Pauli, durch einen Kellner, offentlich bey dem licht außgesteiget, und wan er außgedräsch__ uff St: Wendel geführt wirt, Taxa diener Rechts Von diesem Zehendten Thut .2. Thlr; dargegen Zue Underschiedlichen Lieberungen gibt man den Zehender, deren Jedeßmahls ahn die acht seint, den Kosten Unuerrechnet, Ahn Zehendt lemmeren mags eß Ihrer Churfl. Gnd. Ihreß Vierten Theilß, ungefehr 3.3. od. Zum höchsten 5. ertragen

Dautwiller Zehendt
Sthet Jn gemeinem Jahren Zue Ihrer Churfl. Gd. Theil 3. od. 3½ Mlr Ungefehr,
Taxa Dhiener Rechts daselbst Thuet - 1. Kön=Thlr, dargegen ungefehr 4. Personen Zu beköesten,
Ahn Zehendt lemmeren daselbst einfallen Vierthentheilß Ungefehr, Zwey,

(Folio 128 verso)
Theley

Rothener Zehendt
Sthehet Vierthentheilß Ungefehr wan die gewande nicht in Brachlandt ligt, Sechß oder Sieben faß, Zur außlieberungh gibt man Ihnen den Kosten,

Schwaner Zehendt
Stehet in gemeinen Jahren Zum Vierthentheil auch ungefehr sechß od. Sieben faß, derselb ligt In Theleyer Hochgericht,

Bließer Oberthal
Dieser Zehent gehört in die Meyerey Theley ligt aber in der Schauwenburger Hochheit, Und wirt umb S: Stephanß heeck fellig, gibt täglichß Ungefehr Vier rentheilß .3. od. 3½ Mlr, mehr od. weniger frucht,

Taxa Truckenen Winckauffs Thut ein halben Königßthaler, dargegen man .5. od. 6. Personen Zue Jeder lieberung den Kosten gibt,

(Folio 130)
Theley

Diese obgemelte Trierische Leibeigene Zu sambt den Steinischen und anderen welche Trierische güther besitzen, seint indifferenter Zue den froenen und dienstbahrkeit, wie bey Wendalischer froen gerechtigkeit gemelt, Verbunden, Was aber daß Roeden, Korn schneiden, und wachen, wan man dessen entrathen wilt, wirt solcheß mit gelt beZahlt, Ihrer Churfl. Gd. Verrechnet, Wan sich auch dieser leibeigener einer forters unter andere herren Verheyrathen wilt, seint sie schultig sach tausch od. abkauffß weiß ledig Zue machen , mit ungefehr einem oder 2. f. nach Vermögen d. personen, welcheß einem Kellner biß hero, Vermoegh Zugestelter bestallungß puncten Unuerrechnet plieben,

(Folio 130 verso)
Thleyer Schafftgelt und früchten So in die Kellerey St: Wendel Jährlichs geliebert, und dargegen Ihnen der Kosten unverrechnet geben wirt,

Bocken erb, Einhat hob Mattheß Johannen Erben Bießen Theobalt, und Consorten giebt ahn schafftgelt 1.f 2 alb
Schafftkorn  
4. faß
giebte Zue schnieder und Roder gelt doppel,

Dhamen oder Heintzen erb führt Dhamen Claß Meyer, hob Mattheß Johannen, und Mattheß Bott Erben, barten Johentgen und mittErben
Ahn Schafftgelt       2. f 6 alb
Schafftkorn   2. Mlr
giebt Zu schnieder undt Roeder gelt doppel

Schneiders Hanßen erb führt Dhamen Wendel, und Bießen erben sambt Cohareden, darin auch daß Herren guth geZogen
Schafftgelt    2. f. 3. alb
Kornß  1. Mlr
Gibt Roeder undt Schnied gelt.

(Folio 131)
Schafftgelt und Frucht

Kellers erb, führt Mattheß Botten erben und Scholen Michel mit ihren erben
Schafftgelt    15. alb
Kornß  5 faß

giebt ahn Roeder und schniedergelt daß halbt.

Conen erb So Barthen Johan undt Brecken erben & Consorten führen
Schafftgelt    10. alb. 4 g.
Korn    4. faß

Gibt Röder undt schniedergelt

Treinges erb, so schallen Michael, undt Wilhelms Theobalt, sambt ihren erben
Schafftgelt    1 f
Korn    6 faß
Gibt Roder undt schniedergelt

Connen erb so Pflugen Claß, Breckenn Theobalts erben, & Consorten führen
Schafftgelts   4½ alb
Kornß  2. faß

Gibt ahn Schnieder undt Roeder gelt daß halbt, nemblich 4½ alb.

(Folio 131 verso)
Schafftgelt und frucht

Smitten erb, daß Dhamen Claß Meyer undt Hob Mattheß Johannen erben führen,
Schafftgelt    6. alb
Kornß  2. faß

Preumeln erb, so Dhamen Claß Meyer, Hob Mattheß Johannen erben, Theobalts bast, und Kirchen Hanß mit ihren miterben führen
Schafftgelt    6. alb
Korn    1. faß

Schmits Barten erb, fürth Schollen Michael, Conraths Hanß, und mitt erben
Schafftgelts   1 f 21. alb
Korn    N

gibt Roeder und schnieder gelt

Blanckenmers erb führt Barthen Johäntgen und Schoemachers Johäntgen sambt miterben
Schafftgelt    7½ alb
ahn Korn       N


(Folio 132)
Schafftgelt und frucht

Magendenberg, So Stephanß Pauluß erben Zu dautwiller, und Thiellen Mattheß, Wendel Zu Hasporn mit ihren erben führen
Schafftgelts   18. alb
Korn    nichts

Nach Vermöge eines uffgerichten Abscheidts de Ao 1584. seint sie schultig .2. Tag fornen so dem Meyer diensts wegen Jährligß Zugelaßen

Verlaufft diese Einnahmb Schafft gelts, weiter alß Järlichß Verrechnet wirt, die Soa   4 f 6 g
wie eß darmit beschaffen, und wohin solcheß Von alterß hero Verwendt, erfindt sich Zue Endt Wendalischen geltschaffts, daß Korn Vergleicht sich mit der Jahr rechnung,

Wechtergelt
Waß sonsten daß Wechtergelt, so 1. f. 6. alb erträgt belangen thut, wirt dieseß in die Trierische Haußgesess gelegt, darinn dießmahlß seint ohne den Meyer, so frey ist, hatt jed. .2. alb geben, welcheß sich mit Verrechneter Sommen Vergleicht,


(Folio 132 verso)
Theley
Roeder und Schniedergelt

Roeder und Schniedegelt wirt auff Vorgemelte Neun erbschafften Zue Theley gelegt, deren Jede .9. alb gibt, Thut 3. f. 9. alb. Vergleicht sich mit d. Jahr Rechnungh,

Hoener
Jedeß Trierischs Hauß ist schultig Jährligß ein Rauchhoen, Thut dieser Zeit

MülnZinß
Im Hochgericht Theley uff d. Roedtbach oberhalb deß pfennigß Weyers haben Ihre Churfl. Gd. hirbeuorn, Anno 1589 eine Muel uff Zu richten Johannen Aber Von Lichtenberg Verwilligt, daruon 4. Mlr Korn, und 1. Mlr Haberen Zue geben 36. Jahr lang Verlehnet, doch nach umbfloß der 36. Jahren der Bauw nach Erbahr Leuthen erkentnuß, dem bestender Zu erstatten, darnach daruon abgeZogen, alß dieselbe Johannen Von Herchenbach Zu gelaßen, der sicha ber deß bauws und großen Pachts supplicirendt beklagt, dardurch der Pacht uff .2. Mlr Korn, 4 faß haber und .2. Cappen gesenckt, nach dessen abZugh ist (Folio 133) Henrich Braun Von Lichtenberg obgemelts Hanß Aberß Bruder, und nach Ihre Claß Pflug Steinischer Meyer Zu Theley, der sie nach hatt in die Lehenschafft getretten,

Somma Kornß 2 mlr
Habern          1 mlr
Cappen         2.

Volgen hernach weitere Cappen im Hochgericht Theley fellig

Schollen Michel undt seine Mitterben Von Threingeß gueth       4. Cappen
Barthen Johan undt Brecken Theobalts Erben Von Conen gueth 1
Pflug Cläußgen und Brecken Theobalts Erben Von Conen gueth  1
Dhamen Clauß undt Bott Mattheß erben mit ihren Consorten Vom Heintzengueth       1

(Folio 133 verso)
Theley
Cappen

Besch Claußgen Von Hasporn Von einem Besch Zum Kalmersperg, darin man Ungefehr 5. Mlr sahen kan, so er ahn Gudtharts Mattheßen kaufft    4

Die Cappen humeß bey Selbach, so in Theleyer hochgericht ligt, hatt alt hengen, Hen E_ich, undt Hen Barth mit ihren Consorten geben Jährlichß     2

Der Hanart so bey ochßenbach ligt ist Wildrung undt alt Landt, so Zu .12. Jahren einmahl befruchtet, und alßdan ungefehr Vier mlr darin gesähet wirt, ist Jn Herren handt liegen blieben, der furmalß Vier Cappen Jn die Kellerey, und 1. Vierling wachß Jn die Kirch Theley gegeben, Nuhnmehr gebräucht Jnnen der Theleyer Trierisch Meyer diensts wegen, darVon Er weither nichts alß den Virling wachß der Kirch gibt, Thuet ahn Cappen    N

Anno 1616. 24. August ist obgd. Hanart, Leim Basten und Barbelen eheleuthen Zue Ochßenbach Verlehnt worden 20 Jar lang, Citra In praejudicium Rmi gegen auß liefferung (?) gewöhnlichen Landerechts Zu gebrauchen, so einem Meyer diensts wegen Zukombt, weil eß mit nutzen geschicht, undt ein Meyer solch gelendt selbst entlegenheit halber nit bawe kan, Jedoch B.d. meyer .1. Vierlingß wachß Jahrs in die Kirch Theley lieberen solle, lauth Zu gestelten brieffß.

(Folio 134)
Theley

Cappen Jm Bließerthal, Wie Volget Zuesamen .12. welche durch einen Hueber gnant Conen Claußgen, modo Barten Cuntzen Zu Grönich uff Martini gehoben werden, der sich alßdan Saumbt ist dem Hueber Von alters hero .1. maß wein Verfallen, dem Hueber wan Er uff St: Wendel liebert, der Kosten gebeuwert; dieß gueht gibt auch 3. lb. Wachß Jn die Kirch Theley, Undt ist gelegen in Uxweiler, Jtl. (?) uffm Wachßgueth, Item in der Bertzwießen bey Gronich.

Marxen Zue Gronich erben, geben Zu obgd. erb   2. Cappen
Clamaß Elß    
1
Krubers erben Thomaß und Consorten       3
Hammanß Erben Zue Ochßenbach   1
Gerharts hanß und seine Mitterben 1
Nach geben obgdte Erben in gemein         4

Waldt Momberg
Der Walt momberg so durchauß Von Buchengehültz ist, gehet ahm rech oben Gronich ahn, forters biß in den heidenborn, Undt den Thal außen so ahn deß Herrn Abtß Von Tholey stück waldts stoeßet, haben Ihre Churfl. Gd. gegen den Lothringischen od. Obersteinischen Lehnleuthen, Nemblich Montzenheimeren, und Hilbringern daß halbtheil, welcheß nicht abgetheilt, darin Gemeine Herrn daß äckers (Folio 135 verso) Undt gehültz Zu genießen, daselbst außen daß Schloß St: Wendel sich mitt brandt holtz zu etlicher Zeiten behöltzet, wie bey froen und dienst im Hochgericht S: Wendel gemelt,

Dieser Momberger walt Vermögh Theleyer Weisthumbß ligt in Theleyer Hochgerichts BeZirck, etwan eine Meyl weegs Von S: Wendel, Uff dem höchsten deß Walts hatt Vur alten Zeiten ein schloß gestanden, In maßen die Vestigia, gräber und mauwerwerck noch anZeigen,

Waldt Bitschberg
Hinder dem Dorf Theley in deßo Hochgerichts BeZirck ahm Bitschbergh, haben wiederumb Ihre Churfl. Gd. und obgd. mit herren, ein stück walts Von ungefehr .8. morgen, ist von Buchen gehültz, darin auch gemeine Herren deß äckerß Zu genießen, aber Zue Brandtholtz entlegen

Under obgemeltem gemeinen Waltstück haben Ihre Churfl. Gd. ein Jungeß ahn geZehltes Eichen wältgen, Von kepffermässigem (?) holtz ungefehr .6. morgen, so hiebeuorn .2. Cappen geben, undt in herren handt liegen plieben, Welcheß Ihrer Churfl. Dnd. allein Zu benutzen Zustehet, darin die mitherren kein Theil haben,


(Folio 135 - 161verso = leer)

(Folio 162)
LePacher Hoch und Obrig=
keit recht und gerechtigkeit, Renth
gulten, undt Waß daselbst Ihrer Chur=
fürstl. Gd. und demErtzstifft Trier
bescheinen thut,


In der Vurgemelter pflegen und Hochgericht Lepach
darZur noch gehören, die Dörffer, Nied. Saubach,
Idenborn, Landtsweiler, Irem die Höeffe Wohlen, hann,
und Jappach, darin auch daß Hagisch Haüß Zur Motten,
und der frauw lautherisch hoff uffm steinberg gelegen /:
Vermögh nachfolgendten Hochgerichts BeZircks undt Weiß=
thumbs :/ hatt daß Ertzstifft Trier, ahn HochObrigkeit,
Waß auch derselben ahnhengig, Erstlich alß Vorgänger
und Eygenthumbs Herr ein Theil, Zum andern d. hauß
düllingen, od. d. freyherr Von Braupach ein Theil, Vur
alterß Von denen Von Sirßberg herrührendt, der es Vur
eigenthumb haltet, Zum Tritten d. Von Hagen Philipß
Daniel Inhaber deß hauß Zur Motten, auch ein Theil,
welcheß durchauß mit jetz gemeltem hauß Zur Motten,
und den Treyen hoeffen Von dem Ertzstifft Trier Zur
Manlehen herrühret,

Hier neben hat d. Closter frauw lautheren halb so=
uiel alß dern Treyen gemelter Herren einer, Thut ein
Siebentheil, welcheß Vur eigenthumb gehalten wirt, doch jetz=
gemelts Closters Abbatissin hatt die Collation d. Kirchen
und den Zehendten Sambt dem Zoll Zue Lepach

Dieß Hochgericht Lepach, so uiel Ihrer Churfl. Gd. da=
selbst bescheinet, wirt durch dero Ambtman, und Kell=
ner Zue S: Wendel Versehen,

(Folio 162 verso)
Meyer, Scheffen, Botten,

In diesem Hochgericht haben obgdte Hochgerichts herren
einen gemeinen Hochgerichts Meyer, Undt darneben jeder
Vor sich ein grundt Meyer, und giebt und. den Treyen Herren
jeder auß seinen leib eigenen Zween scheffen, undt daß
obgdte Closter den siebenten, den Botten ist d. hauß
Düllingen Zu stellen schultig, dargegen auß den freuelen[58]

drey heller beuor ab hatt,

Alle Vorfallende Hochgerichtliche Sachen, werden
durch den Hochgerichts Meyer ahnbracht, undt Jährlichß
nach Nativitatis Mariae durch gemeine Herren, oder
deren befelch habere Verhandelt, Wan Mißthätige
ein Zu Ziehen, werden dieselbe nach altem brauch, Von
einem orth Zum anderen, lauth Weißthumbs geführt,
bey jetziger Zeit aber, werden Sie im Hauß Zur
Motten, Zu Vermeydungh großen Kostens, Verhalten,
doch ohne nach theil anderer Mitherren, und auch so
lang alß ihnen gefällig ist,

(Folio 163)
Trierische Heuser und Leibgeigne
Im Hochgericht LePach, so Ihrer
Churfürstl. Gd. Zu huldigen schuldig.


Item Threinen Marien Wittiben hauß, sambt der Leibeygenschafft
Schör Nickelß geWeßenen Meyers Hauß
Schör Petges Michelß Hauß
Schör Petges Annen Hauß
Seltzer CasPars Klein häußgen ahm Eck,
Knaubers Lamperts Hauß
Knauber Cathreinen Hauß
Kremers Adams Hauß
Schmits Claußgen so Anno 607 sein Hauß erbawet
Bernardt steinmetzen Hauß
Item ein platz so Kopffer Peter daselbst Zue
bauWen Vorgenommen,
Johan Luft sitzt in Trierischem Hauß, aber Er ist honnel=
steinisch Leibeigen, jetzt Barten Theiß,

NiederSaubach
Item LauWers Johannen Hauß, mit sambt der leib=
eygenschafft
Item Schneider Claußen hauß,
Item Wieber Wilhelms hauß,

(Folio 163 verso)

SauPach
Item Klein Paulus Hauß, darin Schör Nickel wohnet
item Threinen Engelen Hauß, jetzt großen Peter
Item Bachen Nickel ist Trierisch Leibeygen, aber sein
Hauß steht hinter dem Herren Abtt von Tholey

VerZeichnuß dern Im Hoch=
gericht Lebach, So nit leibeigen, und
doch Trierische gütherbesitzen, also
Zu froenen schultig seindt


Lebach
Knaubers Nickel so hagisch leibeigen
Claüßgeß Jacob so frauw lautherisch leibeigen
Schmits Johan        
-
Nickel weißgerber     - honelsteinisch

Horrichen Michel       -
Boden Anna Wittib    - Düllingisch
Scheffer Nickel hirth


SauPach
Metzen Theobaldt    -
metzen Maria -
Kochß Maria wittib    - Tholeysche Leibeigh.
Großen Petgen         -
Kueffer Mattheiß      -
BildthauWers Jeckel  -

Mutschen Nickel       -
Kriegß Lyßa wittib     - Klocknisch

Scheffer Thiel hagisch

(Folio 164)
Rimmelbach
Remrs Baur    -
Scheffer Petges Claß - Tholeysch
Mayßen Theiß -

KnorScheit
Wilfriedts Adam Nausausch

Landtswiller
Therentzen Cathrein wittib Tholeysch

(Folio 164 verso)
Froen
Alle abgeschriebene Leibeigene Zuesambt aller anderen
so nit leibeigen, und doch Trierische güther besitzen, seint
indifferenter Zue froenen schultig, In maßen bey Wen=
dalische froen gerechtigkeit ahngeZogen,

Folget hernach das LePacher
Scheffen Weißthumb,


Dieß Nachuolget ist der BeZirckh dessen Hoch=
gerichts Zue Lepach, so Anno, fünff Zehnhundert
und Zehen, Claßen Von GersPach Ambtman Zue St.
Wendel, durch die gericht Zu Lebach, überliebert ist worden,

Erstlich gebet daß Hochgericht Zue Lepach ahn Zue Ub=
willer an der Clincken, Jtem Von der Clincken an den =
Clop, Von dem Klop ahn die Marpach, biß an den schwartz=
pfuel, an die dodenbach, Von dem dodenbach an schlunß=
brücken, Von Odenborn an die hinderst Laujpach an Prim=
born, Von Primbon an Dipenborn, Von Dipenborn
an biß uff die Saupach, Von d. Saubach biß uff hawen=
buchen weiß, Von hawenbuchen weiß, biß wieder ahn
die Klincke, da eß anfahrt, wie Obsteht,

Jtem Juncker Thilman undt Juncker Friederich Von
Hagen, haben ein Viertheil ahm Hochgericht mit aller
nutzung, Von Meinem Gnädigsten Herren Zue Lehen,

(Folio 165)
Item die Herrschafft Dullingen haben im Vier=
theil und halten eß Vor Eigenthumb,

Jtem mein frauw Von lauthern, hat auch ein halb
Viertheil, Nemblich ein Siebentheil, undt helt eß auch
für eigenthumb,

Dies nechst drey gemelte Herrschafften, haben gegen
M. Gg. Herrn Von Trier Jm Hochgericht, wie Obsteht,

Lebacher Jahrgedingh,

Anno Dni 1550, Uff heuth Montag nach
Magaretha ist daß frey Jahrgeding gehalten worden,
Zue Lebach under der linden, In bey Weßen der Vier ge=
mein Herren, und gewießen durch die Erbare nachge=
schriebene meyer und Gericht, deß Dorffs undt Hoch=
gerichts Lepach, alß mit nahmen Meiger Theißen ein
scheffen, Undt Hochgerichts Meyer, Niclaß Von Han,
Wirten Johan, Basten Theobalt von Lepach, Muitschen
Claußgen Von Saubach, Meußen Peter von Rimmel=
bach, Synneß Cläßgen Von Lepach, Jn dem beseße seint
geweßen, die Ehrnuerten Juncker Laudtwein Von
Düllingen, Juncker CasPar Von Hagen, der Kelner
Von S: Wendel, die Würdige Frauw Gertraudt
Brederin Von Hohenstein, Ebtissinn Zue Lauthern
alß Herrn,

Jtem Zum ersterigt Scheffen gefragt worden
nach dem Seße, wie die Herrn sitzen sollen,

(Folio 165 verso)
Jtem weißet der Scheffen, Unserm Gnedigsten Herren
dem Churfürsten, od. Seiner Churfürstl. Gg. Anwalt oben=
ahn Zu sitzen, darnach den Ehrenuerten Juncker Lautwien
Herren Zue Düllingen, darnach die Ehrenuerten Junckern
Von Hagen, darnach die Ehrenwürdige frauw Eptyssin
Zue frauw lauthern,

Jtem darnach ist d. scheffen gefragt, durch den Kelner
Von S. Wendel, Von aller Herrn wegen, ob die eit Vom
Jahr, und stunde Vom Tag hir sey daß die Herrn mögen
Ihr frey Jahrgeding halten und besitzen,

Spricht der Scheffen daruff Ja, die Zeit Vom Jahr,
und die stundt Vom Tage sey hir, daß die gemeine Herrn
mögen Ihr frey Jahrgeding laßen weißen, undt umb
Zehen Uhr seye ein Jeder der Jn daß Jahr gedingh ge=
hörig ist, schuldig Zu erscheinen,

Jtem ist d. scheffen darnach gefragt worden, nach den
gemeinen Herrn Zu Lepach, wer die Seyen,

Item Weißet d. Scheffen Unseren Gnedigsten Herrn
Undt Churfürst Von Trier, .Juncker Lautwein Von
Dülligen, Undt die Junckern Von Hagen, Zu gleichen
Theilen, Vorherren, Undt die Eptissin Von frauw=
Lautheren Zum Siebentheile,

Jtem weißet d. Scheffen, darnach man soo auff
allen denen, so in daß Jahrgeding gehörigh seint,
Undt daß soll thun d. bott,

Jtem hatt d. scheffen geruiget die Von Landts=
willer seyen dem gebott Jn daß Jahrgeding Zue
kommen ungehorsamb,

(Folio 166)
Jtem ist d. Scheffen durch die gemeine Herre befragt
worden, ob die Von Landtswiller Jn daß Hochgedingh ge=
hörig seyen, Spricht d. scheffen Ja, sie sollen und seyen
schuldig Jn dem Jahrgeding Zu erscheinen,

Jtem hat der Scheffen darnach gewießen; ob Jemandts
d. in d. Jahrgeding gehörig ist, und geruffen wurde,
Undt nit anthworte, und nit erscheine, Zue obbestimbtl.
Zeit, der seye den Vier Herre Verfallen, Zehen gulden,

Jtem weißet d. Scheffen, darnach, man soll daß frey
Jahrgeding binnen Von aller Herrn wegen, und spricht
der scheffen, Gott hilff unß allen, und Maria die
Mutter Gotteß, die ein Patronerin ist dießer löblichen
Gotteß Hauß Lepach, und forthin erkennen wir, Unsere
Gnedigsten Herrn Zue Trier, und die Ehreuesten Juncker
Lautwein Von Dülling, und die Junckern Von Hagen
Zu gleichen Theilen, Vor Hochgerichts Herre, Und Ein Ep=
tissin Von FrauwLauthern, Von wegen Ihres Gottes=
hauß Zum Siebendentheil, Von ein mit Hochgerichts Herrn,
Undt Von gemeiner Hochgerichts Herrn, wegen, Thun wir
daß frey Jahrgeding Jn Bann Und frieden, daß alle
die Jenigen so Jn dieß Jahrgeding beruffen seint, daß
keiner auß noch Jn gebe, keiner dem anderen sein
platz noch stuehl besitzen, keiner dem anderen sein
Worth Thue, Er thue daß dan mit erlaubnuß, dar=
uff stehet eim Jeder fahre und wandel, damit die
Herren Können Erkennen, waß Ihnen mit recht
hir erkent würt, Undt ob Jemandts hir were, der
ein ansPrach ahn den anderen hette, d. soll herfür
tretten, und den Herrn Verlauff heischen, und seine ahn=
Klag thun,

(Folio 166 verso)
Jtem darnach ist d. Scheffen gefragt worden, nach dem
Bhan und BeZirck deß Hochgerichts Lebach,

Jtem Weißet der scheffen, Von Zeichen Zue Zeichen, Von
gemärcken Zu gemärcken, ahn dem Buchen reiß, Von
baum Zu baum, biß uff die Weyer Humeß, dauon dannen
uff die groß Eich, steht ahn dem wege, da man gehet
Von Landtswiller Zue Bubach, Von der reyden, Von
baum Zue baum, und ahn Kelmeß walt ahn daß floß,
darnach daß floß uff an Wyßbacher Seithers, Von der
Seithers die hueben langß, biß ahn die Holleiche, Von
der Holler eichen ahn den guttenbergh, dauon daß
floß biß ahn den Marckstein, hirseits an Jawiller,
Von dem marckstein Von baum Zu baum ahn golachborn,
dauon ahn deß Greiffers bösch, Von deß greifferssbösch
ahn den Landt graben, dauvon daß floß abe ahn die
Zweyfeltige eych, unden ahn grießen Müle, Von der
eyche an den Marckstein hieseits ahn Jdenborn
dauon an den Marckstein Zwischen Meinem Gnedigsten
Herrn Von Nassauwe, und ahn Gollen Peters wießen,
dauon Von baum Zue baum ahn Rimmelß eyche, da=
seithß an Jdenborn, Von Rimmelß eyche ahn die Mort=
bach, Von der Mortbach biß in die Thäelle, dauon an
die groß buch, wischen den Herren Von der Motten,
Achten und Reymßwiller gutheren, Von der großer
buchen biß ahn den schwartzen pfuel, Von baum
Zu baum, dauon ahn Muireths waldt, den Trauff
uff an den geZeichten eichbaum, oben ahn dem Ende
dauon ahn ein gemärckten baum, biß in die Oden=
bach ahn die groß eyche ahm Pfade, Von der großer

(Folio 167)
Eichen Von baum Zue baum biß Zwischen Hiederß=
dorff, und Bettingen ahn ein Zweifacht Zeich=
nete eiche, dauon ahn den Vonwege, und die geZeich=
nete eiche, Von der geZeichneten eychen an die dür=
renbach, Von der Dürrenbach an die Saupach, da=
Von am Schlims brücke, Von der Schlims brücken
uff an daß gehemme, daß Zwischen gräffen Saubach
und Rimmelbach ligt, dauon den grundt uff, biß
uff gräfe Saubacher Buttelfelt, dauon ahn Sau=
bacher gehemme, ahm steinberge, dauon Von baum Zu
baum ahn den Korrenborn, Von dem Korrenborn
biß in die hinderst Laubach, dauon Von Baum Zu
Baum ahn den Greinenborn, Von dem born den
Trauff langß ahn den Bauwalt, dauon an den
Lauthgraben uff Germell, Von dem baum Zue baum
ahn den Saubacher born, Von dem born Jn die Sau=
bach, dauon ahn die Clinck die Jn d. Saubach stehet,
Von der Clincken biß in die Thälle, biß ahn daß Buchen=
reiß, dahatt der Scheffen angefangen, und leßt
eß auch in dem BeZircke pleiben,

Jtem Jn dem gemelten Bezirck weißet der Scheffen
den Vier herren obgemelter mit recht Zue bann
Undt Man, uber halß und halß gebein, fischen,
Jagen, hagen, Mule wege und stege, und alleß waß
die Hochett antrifft, Zu binden und Zu ent=
binden, Undt dabei in Jeder Herr seiner Taffel
gulth, unuerlustig, eß seye Zehendt od. anders,

(Folio 167 verso)
Jtem darnach ist der scheffen gefragt worden, wan
falß Zu drüge, daß ein Mißthätiger Mensch in dem
Hochgericht Lepach begrieffen würde, wo man Ihnen
Einführen solle, Undt ein Jeder Herr, wie lang Er den
mißthedigen Zu halten habe,

Jtem weißet der Scheffen, ob sich Zu trüge, daß ein miß=
thätiger hirher keme, und gegrieffen würde, erkennen =
wir den Vier Ob genanten Herren, Zu führen, Zum ersten =
Zue lieberen Zum nechsten hauß, Nemblich Zur Motten,
da sollen die Von Hagen Ihnen VierZehn Tage behalten
und Versorgen,

Jtem darnach soll der mißthetig mensch geführt werden
Zue Düllingen, Unserem Gnedigsten Junckeren Zu
handen, der soll Jhnen auch Vier Zehn Tage behalten
und Versorgen,

Jtem dernach solle Er der Eptissin Zu frauw Lautheren
geliebert werden, die Ihnen auch, so lang uff sie trifft,
und ihr gebueren Theil trägt, Versorgen soll,

Jtem darnach soll der mißthätige mensch geliebert werden
Zue St: Wendel, Jnn die Kellerey, Von wegen Unsers
Gnedigsten Herrn, da soll er auch VierZehen Tag erhalten
Undt Versorgt werden, und eß sollen ihnen die
angrieffen Von Orth, Zue orth, Zu seiner Zeit, wie
obstehet, führen und lieberen,

(Folio 168)
item darnach soll man den Mißthetigen lieberen Zue Lepach, Jn bandt der Vier Herren obgenanten Undt solle Jme da laßen recht wiederfahren, dabey beschließen wir daß, und wan Von nöthen ist, Undt Ihme mit recht erkent würt, führt man Jne Zum Galgen, und laß man Jhnen richten, nach erkantnus des rechtens,

Item ist d. Scheffen gefragt worden, wem alß dan des Mißthetigen menschen guth Verfallen seye,

Item weißet der scheffen, wäre eß ein man den herren Zur gemeiner handt daß halb guth, und der Wittiben und hinterlaßenen Kinderen daß anderhalb, deregleichen wäre eß ein frauw, den Herrn daß halbguth, und dem Mann und Kinderen daß anderhalb

Item sollen Unser Gnedigster Herr der Churfürst, und unsere Gnädige Junckeren der Von Düllingen, und die Von Hagen Jn gleicher Theilung stehete Jn obgenantem Verfallenem guth, und die Ehrwürdige Frauw Eptissin Zu Frauw lautheren Zu dem Siebenten Theil,

Jtem ist d. Scheffen gefragt worden, wan eine bueß fiele, wie man die theilen solle

Item weißet der Scheffen, Unseren Gnedigsten Churfürst und Herren, und die Ehrenuerten, den Von Dullingen, und die Von Hagen, Zue gleichem Theil, und die Eptissin Zu frauwLautheren Zum Siebenten Theil, außgenommen der Juncker Dullingen p solle .3. heller mehr haben, dan der ander Herren Einer,

(Folio 168 verso) derehalben soll Er den Hochgerichts Botten sonder Zu thun der anderer Herren stellen,

Jtem ist d. Scheffen gefragt worden, wan etwaß unter od. uff d. Erden funden wirt in dem Hochgericht Lepach, wem d. fondt Zuhöre, Erkent der scheffen, den Vier herrn Zue, die sollen den fondt theilen wie obstehet,

Jtem ist d. Scheffen gefragt worden, durch die Herren ob Ecker in den wälden wüichs, wer den Nuetzen habe, und ob jed. macht Jn den wälden Zu hauwen, hat der scheffen geanthwordt, den HauWalt haben die Herren allein Von Hagen allein, den mögen sie selbst genießen, od. VerKauffen Zu ihrem gefallen,s onsten andere beum uff schaftgültigen gütheren, haben die nachbauwern Von alters genossen, und bitten sie dabey Zu laßen Zu bleiben,

Jtem ist der Scheffen gefragt worden, ob blütige wund geschlagen würden, die man mit kostten muß Verbinden, Weme die bueß darVon Verfallen, und Waß die Bueß sey, Weißet der Scheffen, den Vier Herren seye dauon Verfallen Zehen gulden Vur ein bueße, sonst druckene streich auch in Herren Handt Zuesetzen, und Zustraffen, nach ihrem gefallen,

Jtem ist d. Scheffen gefragt worden, Ob Sach wäre daß sich einer od. eine selbst umbracht Jn dem Hochgericht, und etWaß bei ihme hette, od. Verliße, weme daß Verfallen seye, weißet der scheffen den Vier Herren,

(Folio 169)
Item wan sonsten einer umbguem, d. sich nit selbst umbebregt, daß halb guth den Herren, daß anterhalb den Verlaßenen Weib und Kinderen, Nota Zu fragen, ob einer doth geschlagen wurde,

Jtem ist d. Scheffen gefragt worden nach dem Zehnen und Zoll, weme die Zu stehen, Jn der Pfroen (?) und Hochgericht, Weißet d. scheffen dem GotteßHauß frauWlauthern allein Zue,

Eß haben auch die Hagische Herren etwaß Jm Zehenden Zue Jdenborn, Landtswiller, und Jabach, nach Jhrem gebüer genant Jn den Dritteilgern

Jtem ist d. Scheffen gefragt worden, ob auch etliche frey güther seyen, die nit Zehnen geben, Weißet der Scheffen kein Zehneß frey güther

Jtem Weißet d. Scheffen den Weinschanck uff dem Marcktage uff die Vier bestimbte platzen, und sollen maßen und gesey bey dem Hochgerichts Meyer haben, Undt den Wein durch die Gericht laßen uff thun und ihnen ihr gebürnuß daruon geben,

Jtem ob Man Ungelt Zue Lepach aufheben solle, steht uff ersparnuß d. Herren

Jtem weißet d. Scheffen, eß soll Niemandts uff die Märcke freyheit bauwen sonder wiessen d. Herren,

(Folio 169 verso)
Jtem danach hat d. Scheffen gewießen die Marck freyheit Zue Lepach, wo sie angehe und wo ende,

Jtem darnach seint die Nachbauren genant worden ob Jemandts etwaß Zu kurtz bestehen wäre, daß Er eß jetz undt her für bringe,

Jtem ist der scheffen gefragt worden, ob sie bey dem gethanen Weistumb wollen still stehen, Sprachen die scheffen, Ja, Sie weißen wie Von alters undt wie eß ahn sie kommen ist, hir mit genant,

(Folio 170)
Jn den Jahren Unsers Herren, dausent fünff hundert Sechtzig und Trey, uff Montag den 27. Septembris seint Zue Lebach, Jm Dorff, und bey der Linden erschienen die Edle Ehrenuerten, und Ehrnhafften, Philipß Von Homburg, dero Zeit Ambtman Zue St: Wendel undt Sarburgh, Wolff Von Hagen, mit sambt Weltinen Ambtman Zur Motten, Christoff Richter Kellner Zue St: Wendel, und Samuel Düllingers Ambtman, Undt daselbst ein frey offen Jahr gehalten, wie Nachuolget.

Erstlich alß die Herren wie gewöhnlich gesessen, und die Scheffen dessen orthß alle sieben Vorhangen geweßen, Jst der Hochgerichts Meyer Vorgetretten, anZeigendt daß Er nuhnmehr auch ein Mittscheffen, und derohalben seine pieth (?) wäre, Eß hetten gemeine Herrn dahir einen anderen Verordnet, d. in statt sein, alß Hochgerichts Meyers, die platz Versehe,

Daruff erfolgt daß Von den Herrn sampftlich die scheffen, auß genant, Zu erclären, wer under Jhnen ein solches Merchß berechtigt, Und nach genommenem Bedacht, fals sie erkent, daß solcheß umgehe, gebuere diesen Zeit Jm umbgang, denen Von Hagen, Undt ist d mahlß durch dieselbe Von Hagen, die Statt eineß Hochgerichts Meyers Zu Vertretten, dem Schultheißen Hanßen Schlabatzen, Zue St: Wendel, uff gelegt worden, Uff sulcheß der Scholteß alß Jn platzen deß Meyers die Sieben scheffen ermahnt und gefragt, ob die Zeit und stundte eineß offnen Jahrgedingß Vorhanden

(Folio 170 verso)
Nachgenommenem abtritt sagen die Scheffen, daß sie erstlich Von gemeinen Herren daselbst, wie Von alterß handthabung begehren, welcheß dan sie dessen orthß gegenwürtige wie Von alters Zugesagt, und daruff die scheffen erkent, daß die Zeit und Tag deß Jahr gedings Vurhanden stehe, daß Zu halten, Zu kürtzen und Zu lengen, in der Herren gefallen,

Folgents seint Von dem Hochgerichts meyer die Scheffen ermant und beladen wroden, weß Both daß Jahrgeding außruffen solle,

Sagen daß solcheß dem Hochgerichts Botten gebühre, und d. Bott hatt ahn stondt, alle und Jede Zu dem Jahrgeding gehörig außgeruffen, und damalß seint Ungehorsamb nit gegenwürtig geweßen, die her nach Volgen

Barthel Zum Hann    
(Zue Landtweiler)
Mattheiß       (Zue Landtweiler)
Henßgen       Zue Landtweiler
Bernard         (Zue Landtweiler)
Johan  (Zue Landtweiler)
Nickelen Claßgen      (Zue Landtweiler)
Maußen Hannß         (Zue Landtweiler)

Die scheffen gefragt ob auch die Von Landtsweiler schultig im Jahrgeding Zu erscheinen,

Sagen nach bedacht, ja DarZue, wie Von alters Sie seyen Jm Hochgericht, undt gehe auch daß Hochgericht umb sie, aber alleweg seyen sie nit erschienen, und hir beuorn haben wohl die Herren darin handelen wollen, seyen aber bißanhero also Verplieben,

(Folio 171)
Befragt und Außgemant, wie sich daß Jahrgedingß bannen halb Zu uerhalten seye, und daß Sie folgents der Herren BeZirck undt Hochgericht außweißensollen, Nach geholtem Bedacht, ist dem Jargeding ban und friedt geschehen wie nachuolget,

Erstlich geschieht dem selben ban undt friedt, Von wegen Unser lieben frawen, die dieses orths ein patronerin ist, Bann und friedt Von wegen Unsers Gnädigsten Churfürsten und Herrens Von Trier. g ban und fried Von wegen der Herren Von Dullingen, ban und fried Von wegen der Junckern Von Hagen, ban und fried Von wegen der frawen Von Lauthern, und ihrem Gotteßhauß, ban und fried Von Wegen eines Hochgerichts Meyers, ban und friedt Von wegen d. Vier Meyer allhi, die allher gestelt sein, Recht Zu Thun, einem jeder der solcheß Vonnöthen, ban und fried Von wegen der Sieben scheffen, Von wegen der Botten, Von wegen d. gehoeben (?) und eines jeden gemeinmanß der allher mit recht gehörig, daß keiner Jngehe sond. Urlaub, Keiner außgehe sond. urlaub, Keiner dem anderen sein statt besitze sond. urlaub, darZue sollen die Herren auff sehen laßen, daß solcheß alles also gehalten werde, Undt Volget daruff deß Hochgerichts ban und BeZirck,

Weißen dasselb ahn dem Buchen Reiß ahn, biß in die
Weyer humbiß, Von der Weyer Hümmes; Jn die
Runtzel Hümmeß, auß d. Runtzelhummes ahn die
Creutz hümmes, Von d. Creutzhümmes Jn die Lach=
hümmes, und dauon dannen ahn die Seelhümes

(171 verso)
Unden ahns Endt, dauon dannen Jn die bach genant
die Landtswiller bach, biß ahn breßbergers Setters,
dauon dannen ahn die trey Zwinckich Eych, darnach
ahn die Hool eych, Von d. hool eichen forth ahn den
Bodenberg, dauon dannen ahn eine straß, da ein
stein stehet, Zur Jowiller Zue, dauon dann ahn den
Böeliger born, dauon dannen ahn deß Brissenklo=
berg, undt dauon dannen ahn den landtgraben, ahn die
Roeßbach, dauon dannen an die drey Zwinckich Eich,
unden ahn Idenborn, ist halber abgefallen, Von d. Eichen
ahn ein stein, ligt ahn d. Idenborner straßen, Von dem
stein noch an einen anderen stein, bei Brolen Petges=
wießen, dauon dannen uf mehr stein, eichen, undt Zeichen,
biß ahn kalten stein, dauon dannen an Remes Eich, Von d.
Roemes eich Jn die Mortbach, dauon dannen in die Thoel=
bach, und forther alleß die bach hinab, Zwischen d. Herrn
güther auß, biß ahn die bach daselbst, bey brimß bach, da=
uon forth ahn auß Abts grundt, bey dem schwartzen pöehl,
Von dem schwartzen Puel ahn Morits Walt, biß in den
Trauff, Von dannen oben ahns Endt, ahn eine Eich ist
geZeichnet, Von d. Eichen in den Betting. Pfadt ahn
eine Eich, ist auß geZeichnet, Von d. eichen auß, biß
anß heintzen wältgen, und dauon dannen uff Romweeg
da stehet ein stein, Von dem stein Zue stein, und Etliche
Zeichen biß uff die hinderste dörrebach, die bach Jn
biß Jn die Subach, biß an ein Brückchen Zue Saubach
heist Schlennß brücken, dauon dannen uff ein gehem,

(172)
und forther Eichen, Zeichen, und guthen gemärcken
nach, biß uff bettel felt, dauon dannen ahn den
steinberg ahn die straß bey eine Clinckchen, Von der Clinckchen
ahn den Nörrenborn, Und dauon dannen Eichen Zeichen
und guthen gemärcken nach, Jn die hinderst laubach,
dafort ahn Eichen, Zeichen p nach, ahn den Breinen=
born, Von dem Breinenborn ahn, biß ahn Hoffmans
Waldt, in den Trauff, dauon dannen bey den Bau=
waldt auß, ahn den Landgraben, Von dem Lantgraben
Eichen, Zeichen sambt guther gemärcken nach, biß ahn
die Rosebesch humeß, Von der Hummes ahn den Su=
berger born, dauon dannen die Subach ab, ahn einer
straß, hat eine Clinck gestanden, und Von d. straßen
die Subach Jn biß in die Theelbach, außer der Theel=
bach wiederumb wie Vorn angefangen,,

Jnn obgeschriebenem Bann undt Bezirck haben
ab_ Stondt die Scheffen, alle drey obermelter
Herren, sambtliche undt Zu gleich Hochgerichts und
Grundherren erkent und gewießen, aber die fraw
Von Lauthern ahn demselben ahn Hoch undt grundt ge=
rechtigkeit ein Siebentheil, habendt undt nießen Vor-
erledigt, daß also die Herren Jn errürtem außgewie=
senem bann ohne menigligeß Jeru__ zu schaffen, Zu
Walthen, flug, Zug, Man, bann zu fangen und
erbrencken haben,

Forter die Scheffen beladen und gefrag wer und-
den Vier Jetz ternenten Herren der Vorgänger, Er=
kennen nach bedacht,

(172 verso)
daß ein solches Unser Gnedigster Churfürst undt
Herr Zu Trier seye, und gehalten wird, ahn boeßen undt
freffel haben aber Jederweil die Trey herren wie Vor
stehet es Zugleich gehalten, und dauon die fraw Von lauth=
ern ein Siebentheil bekommen,

Befragt ob einer under den Vur herren auch dessen
orths mehr berechtiget sey alß d. anderer, etwan Je ob=
ermeltem beZirck, heoffen undt Dörfferen, seyen

Daß die Herren Ihre arme leuth undt gerechtigkeiten
undteinand. wohnen haben, undt Sey daß Hauß Zur
Motten Jm Hochgericht auch gelegen, daß habe doch seine
Sond. freyheiten, und wan sich etwan Jm Hauß Zur
Motten und. dem gesündt od. sonsten etwaß uneinig=
keit zu trüge, daß sollen die Von Hagen allein zu uer=
walten haben, wo aber solcheß daß Leben antreffe, soll
d. Theter sieben schoe Vor das hauß geliebert werden,
Jn d. Vier herren gewalt, Jm soll auch, so fern daß hauß
Ecker und Wießen geben, sich Jemands ahm gesindt
Zencken od. Jrrthumb bekommen würdt, daß sollen
sie Jm Hauß Zur Motten güthlichen Zu entscheiden
haben, Eß hab darneben dasselb hauß Von dem
Hirchgericht ahn, biß ahn die Trencken (?), Jn dem Bach
allein Zu fischen, undt in der Zuscheffen nach gefallen
Jhrer, so daß Hauß Jnhabe,

(173)
Jnn gantzem obg.ten BeZirck sonsten haben die
Trey Herren Zugleich Gerechtigkeit, aber Lauthern
alleß daß Siebendtheil,

Beladen ob die drey Hoeff, Nemblich Gabach
Horn, und Waalen, auch den Vier herren wie Vor erZehlt
Zugehörig, od. aber einer der daran etwaß mehr berech=
tiget alß d. ander,

Sagen daß die Hoeffe Vor sich, und wan etwan
in denselben Hoeffen, Jemandts Zanck mit Urkunden
bekommen würd, soll solche uff d. bruecken Zur Motten
wie den ein Jeder Herr mit seinen eignen Leuthen Zu
thun pflegt, Verglichen und entscheiden werden; Auß=
geschieden waß Zum Hochgericht gehörig, alß schmäe
schlagen, und sonsten so dem Hochgericht anhengisch.

Befragt Wie Jm obd.en Bann und BeZirck Zue
Jagen, fischen, und zu schießen hab, solches auch zu Verbiethen,
Erkennen daß solcheß die Trey Herren zu gleich und sambt=
lich zu thun, die frauw Von Lauthern aber daß Sie=
bendtheil,

Befragt wie darinnen den Angriff eines Miß=
thetigen haben, wo derselb angegriffen hingeführt werden,
und woe den Kosten deß Richters wo Vonnöthen erbg.

Nach genommenem Bedacht, sagen die Scheffen, daß
Jm Fall der jetzt Vorgeschlagen Punct vor händen sein

(173 verso)
wäre, der Hochgerichts Meyer, die ander Vier Meyer
mit sambt dem Botten zu sich nehmen, Und den angriff
Von aller herrn Thuen soll, undt nachdem schon der ge-
griffen Jn ihren handen, sollen sie denselben Erstlich
Zur Motten führen, da soll alß dan Er liegen Vier=
Zehen Tagh, darnach gleichfalß soll Er geführt werden
gehen Dullingen, Und daselbst Verpleiben auch Vier=
Zehen Tagh, Volgents aber gehen St: Wendel, Undt dho
deß orths die VierZehen Tag Zum Endt kommen, soll
Er gehen Lepach inß Hochgericht geführt werden
damit Ihme sein Verdient recht, beschehe, die Umfuhr
soll alleß durch die Jetzt ernente Meyer beschehen,
Undt Jm fall der gangen mit den Kosten selbst Von
dem seinen ertragen könte, sollen ihm die drey Herren
sambtlich erlegen, Undt Zu dem die fraw Von Lau=
thern Jr Siebendtheil beZahlen,

Befragt Wie daß guth so ein Mißthetig od. gerichtlich
Verlaßen würdt, getheilt soll werden, Erkennen,

daß man erstlich dauon Jhnen den mißthätiger solle
richten laßen, Undt Waß Volgents daran noch ubrigh
sollen ahn dem die Herren da Halbtheil, und desselben
gerichten Verlaßene erben daß ander Halbtheil bekommen

Beladen wo undt ahn Welchem orth=Ehl maß und
gewicht empfangen soll, sagen daß solches ein Jeder
ders Vonnöthen, under der Linden Jm Dorff außnehmen
soll, und soll dasselb Von aller Herrn wegen der Hoch=
gerichts Meyer in beysein d. Sieben Scheffen auftheilen,
damit Jn dem Einem Jeder rechts geschehe,


(174)
Beladen Wem fändt, prundt in d. erden undt
darauff Im Hochgericht Zue stendigh, Seyen, daß
Solches wo eß Verlohren wär worden, und Von demselben
dem eß Zustundt daruff guethe wharZeichen gegen
könthen werden, soll ers wieder bekommen, Jm
fall aber kein nachfragen darnach beschehen könne,
gehöre eß alleß wie oberclärt, den Vier Herre Zue,

Befragt wen ein Urkundt geworfen were Jm Hoch=
gericht, wem dasselb uff Zu heben gebühre, Sagen daß
Wan wegen aller Herren, Verreiten (?) empfangener bürgen,
solches dem Hochgerichts Meyer, wo aber derselb nit
Vorhanden, dem Hochgerichts Botten, und wo auch
d. Bott nicht vorhanden, einem Von den Sieben Scheffen,
dieselbe sollens alß dan dem Meyer zu bringen undt
Lieberen,

Befragt wer Zur Lebach den Zoll zu heben wer
auff dem Marckt den Verkauff thun solle, nach be=
dacht erkennen sie

Daß ahn dem Vieh die frauw Von Lauthern, den Zoll
uff dem Marckt hab, sonsten ahn allen gemärckten
neben dem Vieh, weißen sie den Vier Herre Standt=
gelt Zue, dessen gleichen auch mit dem Verkauff den
Vier Herr sambtlichen,

Befragt wer Jn Walden, wan darin Ecker ist
berechtiget Zu Verleihen, und dauon deme Zu emp=
fangen, auch wer allhir Zue Lepach den Zehenden
mit recht habe, sagen,


(174 verso)
Daß ein Waldt genant de Herr Walt Jm Hoch=
gericht gelegen, denen Von Hagen Zugehörig, Undt
wen darinnen Ecker sey, haben denselben Sie Zu Ver=
leihen, undt die andere herren nicht, wissen sonst Von
keinen Wäldern,

Den Zehenden hab die Fraw Von Lauthern gehabt
und noch, eß hab aber daß Hauß Zur Motten
od. die von Hagen zu Idenborn, Landtsweiler, Japach
den drittheil Zehendes,

Befragt, Wen die freyheiten uff den Jahr marck=
ten, und wen daruaff die Weinschenck, auch durch
daß gantze Jahr uaß Zuestendigh, und wer dieselbe
Zu thun habe, sagen

daß den Vier Herre sambtlich die freyheiten Zue stehen,
und im fall uff dem Marckt etwaß Verbrochenw ürdt,
ahben sie es zu entscheiden, die Weinschenck gehören
gleichfalß den vier Herre Zue, und mögen dieselbe
nach ihrem gefallen halten,

Beladen waß dieselbe Verbrochen, so inß Jahrge=
ding gehörigh darinner gePotten und nit erschienen
sein, Iten ob der Herre Keiner mehr alß der Von
Dullingen, Einen Botten Zusetzen und Zu halten hab,
od. aber es umgehen solle,

Sagen da die so nit erschienen, von den Herrn Jn gnaden
und ungnaden Zu boeßen sein, undt daß den petten
der Von dullingen allein Zus etzen undt zu halten habe,

(175)
Darumb hab Er auch in den hohen boeßen drey Heller=
mehr alß die andere, und sey gleich wohl der Bott
einem Herrn Zugethan wie dem anderen,

Zuletzt seindt die Scheffen ermahnt undt gefragt worden,
ob alleß waß nöthig zu fragen undt Zu weißen uff dem
Jahrgeding beschehen, und wo sie etwaß weithers weißen
würden, daß Vonnöthen sollen sie Vorbringen, daruff
Erkennen sie,

daß sie nicht sonders od. weiters wissen, dan allein eß sey
Vor Zeiten Lepach ein beschloßen dorff geweßen, und hab
darinnen etlich Pletzer, die damahls uff dem Marckt
gefreyet geweßen, und gebraucht worden, dieselbe haben
auch nunmehr etliche nachparn mit genaden, Jn handen
und nicht lenger alß Zu d. Herrn gefallen,

Hierauff hatt d. Scholtheß obg. Jn Statt undt Von
wegen eineß Hochgerichts Meyers deß Jargedings
ban offentlichen entschlagen, und einem Jeden abZutretten
erlaubt,

Muel
Kn Vorgeschriebenen Bezirck Zue Lepach haben Ihro
Churf. G. eine Mahlmuehl, welche Jarlich Erb Zinßer
3.f. wie hernach bey schafft und Zinß gemelt, ertragt
und ist Threinen Claußen Lauth brieffen so Er Jn=
hatt erblich Anno 1581 Verlehnt worden, weil aber
solche malmuehl allerdings Verfallen und bawloß worden
ist, hat Caspar Seltzer Zu Lepach dieselbe erblich er=
kaufft, undt uffs new erbawt, gegen Jarlich erbZinß 3.f.
außrichtungh in Ao 1613.

(175 verso)
Lepach
Ungelt undt Standtgelt
Jnn dem Hochgericht Lepach haben Jhre Churf. G.
undt die mitherrn Ungelt und Standtgelt, welches durch
Hochgerichts Meyer undt Scheffen Gemeinen Herrn Jär=
lichß neben frefel undt boeßen Verrechnet, so auch Jn
Wendalischer JahrRechnungh bey dem Lepachischen bo__en
angeZogen wirdt.

Weinschanck
Uf Nativitatis Mariae alßdan ein Jarmarckt
Zu Lepach gehalten wirt, haben Gemeine Vier Herrn
Undt Jeder besonder Vor sich einen Weinschanck, derselb ahn=
gehet der Tag Vor gemeltem Nativitatis umb mittag, und
gehet auß uff den anderen Tag nach Nativitatis umb
Mittag, bey Mehrungh dieses Weinschancks seint alle
andere Wirth im Hochgericht schuldigh abZuhalten,
Undt Ihren Wein durch die scheffen Zu Peygelen Zu laßen,
Dieser Trierischer Weinschanck ist einem Kellner Zu er=
haltungh d. gerechtighkeit unuerRechnet Zu gelaßen,
darVonb Er auch Meyer, Scheffen, und denen so die hueth,
undt gesterbs (?) machen Ihre gebür wie Von alters, undt
denen froenern so den Wein abe= undt Zu fürhen den
Kosten schuldigh,

(176)
Lebach
Fündtling
Die fündtlingen Nemblich wan ein Vieh .6. Wochen
und .3. Tag Verohren gangen, ist es gemeinen Herrn
Verfallen, Trägt aber nichts Vor

Beyenfondt
Der Beyenfondt undt deßo benutzungh stehet auch
gemeinen Herrn Zue, dere wenig erfonden worden,
dieselbe auch derjenig so sie findt Zum halben, undt
deß anderhalb theil gemeinen Herrn under sich Ver=
theilen, also eß Vor nichts erträgt,

Hernrecht
Von Jm Hochgericht Lepach liegende güther
empfangen od. Verkauft und uffgetragen werden,
ist man d. Herrschafft, daruon die güther herrüren,
und dero sie Zinßbahn seint Von empfengnuß 20.d.,
und Von kauf .5.schillingh thut .3.alb.6.d. schuldig,
Welcheß die Meyer biß anhero Zur steur ihres diensts
behalten, daruon in die Kellerey mehrmahls Jchtwaß
gelieberet worden, Gleichwohl eß auf Järlichs
wenig, etwan uff einen gld. erträgt,

(177 ex 1708)
Lebacher Schafft und Zinß
Register Zu der Kellnerey St: Wendel
Jährlichs eindienendt so Ao 1598
erneuwert worden,

Schoe Cleßges erb, Welcheß jetzt Seltzer CasPar,
und Hachen Nickel Trierischer Meyer Zum halben,
undt dan Schor Petgeß Nickels mit seinen miterben,
dern 4. seindt Zum anderen halben Theil einhaben

Daß selb gantz Schöe Cläßges erb gibt Zusammen ahn
schaftgeld     2.f.21.alb
Der obgemelt Seltzer CasPar wegen seineß Weibß Von
einem garthen Lauth brieffs, so er inhatt, gibt so lang
es d. Herrschaft und Ihme gefellig  12.alb
Item er CasPar wegen erkaufften CasPar Cemers
heußgen        2 hoener
Item gegen sambtliche Schoe Cleßges erben ahn Untz=Licht     11.lb.
Item ahn Pfeffer gewürtz    1.lb.
Item ahn Cappen      1.
Item ahn Schaffthabernn    1 ½ mlr

Item gibt jed. Erb od. empfenger Zu dem Wechter
Roeder, undt Schneidergelt, 6.alb,d arin d. Meyer
diensts wegen außgescheiden, gehet uff= und abe,
jetzt thuts Vur 4. erben      1.f.

(177 verso?)
Threinen Maria Wittib Zue
Lebach
Item gibt Zu dem schmits od. Heumohlß schafft   1.f.
haber  2.faß
Item gegen dem Lauwer Zu Saubach Schafft=
gelts Zum Saubacher guth   20.alb.
habern 4.faß
Item wegen Seines alt Vatters Zum Cuntzen
Erb     18.alb
habern 6.faß
Item wegen Herrichen Michels Zum scheckmans
erb sein Theißens schwester Engel 2.alb.
habern 1.ßr
Item ahn Vetzlichs Von Brumelß erb         7 ½ lb
Item ahn Cappen      1.
Item ahn MülleZinß   3 f.
Item ahn froengelt    6.alb.

(178 und 178 verso ist leer)

(179)
Lebach
Schmits Johan
Gibt gegen Threinen Marien gelt schaffts
Zum Schmits erb      6.alb.
Habern          1.faß,
Item Zum Kleinen Erb, gegen der Weißkerberßen,
uoder Paffen mägdt  15.d.
habern ½.faß
froen gelts     6.alb.4Vvetzlicht      1 lb.1.Vier_.

(179 verso)
Lusten Johan und Wieber
CasPars Nachkommende

Haben gegen Threinen Theißen Zum Schmits
Erb     6.alb.
Habern          1.faß
Item gegen der Weißkerbersen, oder Paffen=
Mägt Zum kleinen erb Jeder .9.d. Thuet    2.alb.2d.
Habern          ½ faß
Froengelts jed. 6 alb. Thuet 12.alb.

Item gegen den Lauwer Zue Saupach undt
Trheinen Theißen Zue Lepach, Zue dem Sau=
pacher gueth 5.alb
Habern          1 faß
Vetlicht         1.lb.1.Viert.
         ----------
         1.f.1.alb.sd.

(180)
Herrichen Michel Zue
Lebach
Schafftgelts schuldigh Zum scheckmans od. Schneid.
Hanßen erb, gegen dem bilt hauwer undt Klein
Paulußen, wegen einer Baßen der Lamen Marien,
undt wegen seines Michels Weibs ahn gelt 7.alb.
Item noch Er Michel Zwei Kleinen erb, mit Hoe=
teln ahn gelt  4 ½ alb.
Habern          1 ½ faß
froen gelts     6.alb.
         ----------
         17.alb.4.d.

(180 verso)
Knaubers CasPars Nickel
und Lamprecht geschwäger
Undt Broeder

Schafft gelts Zum Conen od. Lentges, item
Schmiden und WeißKerberßen erschafften 18.alb.
habern 1.Mlr

Item mit der WeißKerberin oder Paffen=
mägdt Zum Kleinen Erb       4 ½ alb
habern 1.faß

froengelts armuths halber so lang es d.
Herrschaft beliebet, sonsten seindt sie 3. froenen
schuldigh       12.alb.


(181)
Hayn von Zwoller Zum Weiß=
Kerbers und Schmieden erb.

Schafftgelts   4 ½ alb.
Habern          5 faß
froen gelts     6.alb.
         -------------
         10.alb.4.d.


Krieger Claußen Zu Sau=
bach Wittibe und Kinder p.

Zum Haaßen, Aberten, undt Kleinen erb mit
Hachen Nickele Schafftgelts gibt    4 ½ alb
habern 2.faß
Item Zum Kleinen erb mit Hartelß erben     3 alb.
habern 1 faß
DaeZue gibt Metzen Theobaldt .1. sester zue steur, froengelts 6.alb.



(181 verso)
Metzen Theobaldt Zue Saubach
Zum haaßen Aberten undt Kleinen Erb gelt
schaffts mit Hachen Nickeln 9.alb.
habern 3.faß 3 sr
froengelts      6.alb.
         -------------
         18.

Scheffer Thiel
Gibt ahn Schafftgelt gen Hacher Zum haaßen
Aberten undt Kleinen Erb     4 ½ alb.
Ahn habern    1 faß 3 ½ sr
froengelts      6.alb.
         ---------
         10-4.d.


(182)
Hachen Nickel Zue Saubach
neben erstg. Lebacher Schafft p.

Zum Haaßen Aberten und Kleinen Erb       4 ½ alb
Habern          1 faß 3 ½ ßr
Zum Heintzen gueth  12 alb.
Haberen        2 ½ faß
Zum Hoffgueth         9 alb
Habern          2.Mlr 2.faß
Zum Baurschafft      12.alb.
Habern          2 182 faß
froengelts      6.alb.
         -------------
         1-f-19-4d.

(182 verso)
Militschen Nickel und
Schöe Nickel geschwäger

Zum Haßen, Aberten und Kleinen erb sie beide     4 ½ alb
Habern          2 faß

darin der Schöe macher .3. Vierthel gibt
It. obg. Schöe macher Vur sich uff daß Schreck=
manß gueth, Zum Bildhawer Schafft         12.d.
Habern          1 sester
froengelts      12.alb
         -------------
         18 alb.


(183)
Großen Peter Zue Saubach

Zum Heintzen Kleinen und Heser guth       9.alb.
It. Zum Schoelers erb Jm Bruel Zue Lebach         1 ½ alb.
Haber Zue Heyntzen, Kleinen und Hofer erb         1 faß 3 ½ sester
Zum Schöebers erb Jm Bruel          1 ½ ßr
froengelt       6.alb
         -----------
         16.4 d.

Großen Peter obg. wegen
Metzen Johannen ebener gestalt
und so uiel wie obstehet. Nemblich

Zum heintzen gueth  2.faß.1.ßr Geld
gelts   10 ½ alb.
Froengelts     6.alb
         ------------
         16-4.d.

(184)
Lauwers Johan Zue Saubach.

Zum Heintzen, haaßen undt Kleinen erb ohne
Jeden alb. so er Wieber Engelen Zu steur gibt     12.alb
Habern ohne den Vierlingh so Er Wieber Engeln
Zue steur kombt      2 ½ faß
Zue Scholers güth od. Heintzen bruel       5.alb.
Habern          2.faß
It. gegen Threinen Theißen und Lusten Johannen
Zum Saubacher guth 5 alb.
Habern          1 faß
Item Zum Scheckmans erb  2 ½ alb
Habern          ½ faß
froengelts      6.alb.
         ----------
         1 f-6-4.d.

(184 verso)
Metzen Maria
Item gegen dem Lauwer undt Threinen Theißgen
Zum achten Theil uff daß Saubacher guth 5 alb
Habern          1 faß
froengelts      6.alb.
         -------
         11.alb.

Mattheis Kieffer

Zum Heintzen Haaßen und Kleinen erb
wegen Lautterischen meyers brod. Velten
Bilthauwer     6.alb.
Habern          1 faß 4 Vierl.
Zum Scheckmanß guth       9.alb
Und wegen Benmonts Kindern Von Derß=
dorff   2 182 alb.
Ahn Habern    2.faß
Undt uff Scheckmanns guth 3.sester

(185)
Claußges Jacob Zue Lebach
gibt gegen dem Kieffer Zum Heintzen
Haßen undt Kleinen erb       6.alb.
Habern          1.faß.1.Vierl.
Froengelts     6 alb.
         -----------
         12

Noch er gegen Großen Theobalden, Metzen
Marien, Threinen Theißen, Undt Lauwers Johannen
Zum Saubacher erb  2 ½ alb
Habern Zum Saubacher erb  ½ faß
Zum Kleinen erb gegen Großen Theobalden         1 ½ alb
Habern          ½ faß
Froengelts     6.alb.
haber  1.faß
         ----------
         10.alb


(185 verso)
Schueßlers Peter nunmehr
Müller Peter
Zum Kleinen Erb       3 alb.
Habern          1.faß
froengelts      6.alb

Großen Theobalt
Zue Saupach

Großen Theobalt
Zue Saupach

Zum kleinen erb gegen Schneiders Cläßgen
od. dem Bildhauwer   1 ½ alb
Ahn Schafthabern    ½ faß
Item Zum Saubacher guth   2 ½ alb
ahn Habern    ½ faß
Waß Sonsten er gegen Schmits Johannen schuldigh
stehet in Sein Schmits Johannen Sommen
         -----------
         4


(186)
Nickel Weißgerber Zue Lebach
und Bodenn Anna

Zum Weißgerber gueth od. Paffen Mägdt erb       4 ½ alb
froengelts sie beydde armuths wegen bey einem
erlaßen so lang d. Herrschafft gefelt        6.alb
Ahn habern    1.faß.

(186 verso)
Schneider Clauß Zue
Saupach

Zum Schölers gueth od. Heintzen bruel, wegen
seiner Schwieger Motter     5 alb.
ahn Habern    1 faß 1.ßr
Zum Scheckmanß gueth, Vor sich undt Klein Pau=
luß erben daß Sie zum halben Vor abtheilen ahn
gelt    9 alb
Habern          2. faß
Item Zum Kleinen Erb Vor sich undt Klein Pauluß
erben  4 ½ alb
Ahn Habern    1 ½ faß
froengelts      6.alb

Kremers Adam
froengelts      6.alb.


(187)
Mayßen CasPar Zue Rimmelbach

Zum Heintzen bruel gibt er und seine mit=
erben  13.alb.
Habern          3 ½ faß
froengelts      6.alb.

Hengeß Remmig Zue
Rimmelbach

Zum Haaßen gueth gegen Hachen Nickelen         12.alb
Habern          4 faß
froengelts      6.alb.

(187verso)
Hiedersdorff
Schoe Therentz und Hans
& Consorten

Geben Jährlichß Von etlichen ahn Wachß   2.alb.

Michel Zue Hiedersdorff

Giebt Vone tlichen Trierischen guetheren bey
Hiedersdorff Schafftgelder   1.fl.


(188)
Soa r_:

Schafft und Zinßgelts
Hoenern        2
Vetzlicht       21.lb
Wachs 2.lb
Cappen         2.
MülnZinßgelts 3.f.
Froengelt      7 ½.f.
Peffer  1.lb

Nach außweißung d. alten Jahr Rechnungen wird Vor
stendig Schafft gelt 11.f.6.alb. und Vor Zinß gelt .3.f.
21.alb Jt. Vor wechter, roeder undt Schneid. gelt 4.f.
21.alb. Thuet Zusammen .20.f Also überlaufft daß
Salbuch .18.alb Welcheß also bis hirhero gehalten.
Weil die felt froen einem Kellner lauth bestallung
Verschrieben, und darauß ein Theil pro Rmo alß fia_um
und stendig Jährlichß Verrechnet wirt, So ist d. über=
lauff froengelts dem Kelner Vor seine Herrn, Undt waß
ahn Schafft od. Zinß überträgt Zur steur deß großen
Kostens Jn lieberung Zugelaßen.

Habern – 15 Mlr.2.faß, darin geben etliche
erben, Remblich Hachen Nicckel, Krieger Clauß, & Con=
sorten, 2. sester Zumol so sich nit Vertehiel laßen, die
mn Jn außlieberungh uff erforderungh Zu rück Zu
geben schuldig pleiben also überlauffs      1 ½ faß
Welcheß auch mit Meyres, undt andern Zu kommenden
pferdten uffm lieberungß Tag uffgehet,
Zur außlieberungh dieser geschriebener Renth undt
gülthen, wirt den jenigen so lieberen, dern über 25. oder
30. p(er)sonen seint, Soppe undt gemueß, undt dem Meyer ein
Jmbs gegeben.

(188 verso)
Folgen hernach etlicher güther
umb Lebach so Ihrer Churfürst. G.
allein Zuestehen, und dem Meyer
daselbst diensts wegen Zue gelaßen

Item ein felt oben Saubach bey den Hesesfelden
gelegen einhelt        2 morg.

(Zusatz: braucht ____)

Item ein Dunckfelt In d. Mertzenbach daedurch d.
Rimmelbacher Kirchce Pfadt gebet  3 ½ morg.

(Zusatz: braucht ___ glad imb wied __ recht)

Item ein dungfelt uffm graben oben Maulen (?) wied.
Weg Zu dem Kochelbergh Zu gebet 2.morg

(Zusatz: philipp jacob von Lebach)

Item ein groß stück alten geländts Jenseithß deß
schwartzen pfuels uff Hiedersdorff Zue ungefehr  7.morg.

(Zusatz: wird petry gross um die____
bestanden ???)

Item ff dem Kappen morgen od. Morscheit, so Vor alter Zeit 4. Kappen geben hätt, und in herrn handt
liegen plieben, ist ungefehr  8.morg

Item ahm Kochelberg lauther unfruchtbahr ge=
wälte landt ungefehr 15.morg

Daß Gehültz Zue Bauwsachen dinlich haben
Ihro Churf. G. Zu benutzen, die Windfelle
hatt d. Meyer diensts wegen, doch außgescheiden
waß Zu uerbauwen dienlich,

(Folio 189 - 192verso = leer)


(193)
Mettenich Müllenfeldt
Jm Hochgericht Schwartzenburg
gelegen

Kreiteners Erb, So Schwabs Hanß undt
Miterben führt, gibt ahn gelt        
8.alb
Kornn  4 faß
Ahn Habern    1.

Kirchen oder Meurs erb, so Groß
Hannß Michel undt seine mit erben führt
Thuet Jahrs ahn gelt 6.alb
Kornn  4 faß

(193 verso)
Mettenich Müllenfeldt

Schunncks erb so Heynen Symon, Johannen
Wendel, undt miterben führen, gibt ahn gelt        1 alb
Korn    4 faß
Hoenern        1.
Herr Niclas Fuchsman Von einem Garten
Platz, daruff er nuhmehr ein Hauß gebauwet       1.hoen

Schoe Luiy Von hentgeß hauß so jetzt eine
Scheur ist, ahn gelt  3.alb
ahn hoenern  1.


(194)
Mettenich Müllefeldt
Diese Renth wirt Jährlichß durch den Meyer
Von Theley Jm Dorff Mettenich eingehoben, und
einem Kellner Zue St: Wendel geliebert, daß Korn
wirt durch die Theleyer froener uff S: Wen=
del geführt, denen man alß an den Kosten gibt,

Zehenden
Jn dieser Pflegen Mettenich und Müllefelt so
2. Meilen Von S: Wendel ligt, haben Jhro Churf. G.
ein Theil Zehendes gegen dem Pstor, Honnelstein, und
Hanß Bernardt Von St: Ingbrecht, Undt steht Jhrer
Churf. G. theil gemeinlich ungefehr .9.od.10. mlr.

Die Zehendt bestend. seint einem Kellner Jährlichß
diener rechts schuldigh – 1. Königß Thlr. dargegen ein
Kelner uff seinen Kosten, die Zehenden außpachten
undt wan sie Zu lieberen, ungefehr 4. od.5. Personen
Speißen muß,
Ein Verglichener Zehendten Streith erfindt sich im
Ambtbuch über dienstgüther, de Ao p 64 – fol: 28.

Kirch
Deß Corpus d. Kirchen sind gemeinZehendt Herren
Zu bauwen undt Zu erhalten schuldigh,

(Folio 194 verso - 195 verso = leer)

(Folio 196)
Bosann

Jnn undt umb dieß dorff Bosann, so und dem Hauß Grimburg undt Soetern gelegen, einhelt Jährlichß Jn die Kellerey St: Wendel etlicher gelt Zinß, so duech die Hueber gehoben, undt geliebert wirt,

Claußenn Erb, daruber Schor Theißen Wendel
Hueber ist schuldig  
1 f 16½ alb.

Beiserts Erb. daruber Friesen Herman
Hueber ist schuldig   1 f

Soa 2. 16½ alb

Lauth außgaben d. Jahr Rechnungh, undt nachgemelten Vertragß Anno 1588 heruber uffgericht, Wirt dem Hueber Vor belohnungh Zurückgeben ahn Claußen erb 5. alb und ahn Biserts erb 4. alb undt Vor Kosten 7½ alb.

(Folio 196 verso)
Volget der Vertrag Von Wort Zu Wortenn

Uff heuth Mittwochen nach dem heyligen Pfingstag Jn dem Jahr nach d. heilsamen geburth Christi unsers Erlößers dausendt fünfhundert Achtzig undt Acht ist diese beredung undt abscheidt Jn dem Hauß Soeteren beschehen Jn Maßen wie Volgt,

Erstlich und demnach dem Hochwürdigsten Unserm Gnedigsten Churfürsten und Herrn Zue Trier Jährlichen Jn beiden dorffern Bosan undt Eckelhaußen ahn Zinßen fälligh ist Zween gulden 16½ alb. Den gulden pro 24. alb gerechnet, Undt dan solche Zinß sich weitleuffig Vertheilt, Jnn maßen daß man schwerlich dieselbe Zu heben Vermögt, ist außer Churfürstlichem Befelch solche Zinß heuth dato erneuwert, und dahin entschlossen, daß uber ein Jeden erb ein haubt soll gesetzt werden, solche Zinß Zu heben, Undt dieselbe einem Kellner Zue St: Wendel wie Von alters Zu liebern, damit aber derselbig gesetzt hueber od. haubt solchen Zinß Zuheben Versichert sein magh, so soll ein jed. Erb, welcher dern Theill hafftig sit, schuldig sein, seine Anparth dem gesetzten Haubt uff Tag Martini, od. Zu dem lengsten in den rechten VierZehen Tagen darnach Zu lieberen, Undt ob solcheß nit geschehe, auch einer od. mehr in dem Seumig würden, so soll d. gesetzt hueber guten fugen mögen, undt macht haben, desselben welcher seumig wirt sein antheil erbs, deß Jahrs anZunehmen, dasselb Zu genutzen, undt Zu gebrauchen, gleich andern seinen güthern, alß lang ihme dessen eine außrechtungh und gnügen beschicht, mit abtrag Kostenß und schadens, dagegen soll derselbig gesetzt haubt schuldig sein solche Zinß unuerhindert einem Kellner uff bestimmte Zeit Zu lieberen, (Folio 197) Undt soll auch ein Jeder gesetzt haubt hieruber undt hiebey Von hoher Obrigkeit undt Ambts wegen gehandhabt werden,

Beschehen in beysein Johan Dietzen dieser Zeit dernn Vogt Zue Hunolstein Ambtmann Zue Soeteren, Georg Von Oißburg Burggraff Zue Grimburg, undt mein Christoff Richters Kelners Zue Sct: Wendel, so sich mit eignen Händern Underschrieben

Folgen die Nahmen der Guether:

Ein Erb gnant Claußen erb gibt Jahrs einen gulden, und 16½ alb. Daruber ist Zue einem Haubt gesetzt Schor Theißen Wendel Zue Bosan,

Jnn gleichen ein Erb gnant Breiserts erb, gibt Jahrs Zinß einen gulden, daruber ist Hueber frießen Herman Zue Bosan, Undt soll uber daß Claußen erb, dem Hueber Jahr Zu belohnungh gegeben werden .5. alb. Undt 4 alb. uber beiserts erb.

Also Underschrieben

Johann Dietz Hunolsteinischer Ambtmann
Jörg Von Oißburg Burggraf Zue Grimburg

(Folio 197 verso - 199 = leer)

(Folio 199 verso)
Wolffersweiler Moesenbergh

Die Meyerey Moßenbergh & Wolfferswiller Jm Zweybrückischen Ambt Nafelden, daselbst Vor alter Zeit daß Stifft Trier sambt dem Hauß Bitsch Viel Jurisdiction undt gerechtigkeit gehabt, aber durch Zweybrückische allerhand endtZogen, und waß Bitsch oder deßen Lehenleuth, so daß Hauß Hattwiller bey Zweybrücken eingehat, daselbst berechtiget geweßen, Jst durch Hertzog Johansen Von Zweybrücken mit obgd. Hauß Hattwiller auß Kauff worden,

Eß erfindt sich in alten Zinßregistern, daß Trier daß Zwölfftheil ahm Hochgericht gehatt, aber nit mehr in Possession ist,

Weinnschanck

Sonsten den Weinschanck Zue Wolffersweiler uff St: Lorenty Jahrmarckt ein Kelner Zue St: Wendel wegen Ihrer Churf. Gd. Zum Trittentheil gegen den heußern Nafelden undt Hattwiller so beide Zweibrückisch, noch in guter possession hatt, so pro conservatione Jurisdictionis einem Kelner unuerrechnet Von altershero Verplieben,

Dargegen Meyer, Scheffen, undt Trierische Leibeignen so die gestoels (?) machen, sambt den froeneren so den wein dahin schaffen, welcheß obgd. Leibeigne Zu Thun, Wein Undt kosten Zugeben schuldigh ist,

Nemblich vom Gestoels Zu machen          
1. maß .2. alb brott
den Scheffen daß gesey Zu eichen (richen)         2. maß wein
Item wan d. wein uff und abgeladen wirt
Jedeß mahls 1. maß thut     2 maßen,
Undt im uffladen den Kosten

(Folio 200 verso)
Wolffersweiler Mosenberg

Vor dieser Zeit, hat ein Kellner Zu St: Wendel od. d. Meyer Zue Mosenberg ratione Rmi Gebott, Verbott uff .5. schillingh, derngleichen die erste audientz Vore Ihrer Churfl. Gd. schafft undt Zinß bare guther gehatt, Jetzt aber nit expresse gestatt, sonder etwan Turbation durch Zweybrücken Zugefügt wirt /:

Jn obgemeltem Gericht haben Ihre Churfl. Gd. .5. Leibeigener Haußgesess, Nemblich Zue Wolfferswiller Beckers Jacob  1

Mosenberg

Hannß Heun   1
Weissen Peter Meyer 1
Weissen Johan         1
Barthen Herrichß erben Jacob        1

Diese obgde seint Zur Huldigung Ihrer Churfl. Gd. Verbunden, Undt wan sich einer forters oder andere Herrschafften, od. Jn andere heuser Verheyrath od. niederschlägt, ist Er schuldigh sich der leibeigenschafft bei einem Kelner Zue St: Wendel, wegen Ihrer Churfl. Gd. Zu erledigen.

So seindt auch diese .5. Leibeigene, Zue Bauw undt andern froenen ebener gestalt wie die leibeigne Zue Theley undt Lebach, Jn maßen wie bey Wendalischer froengerechtigkeit gemelt, Verbunden,

(Folio 201)
Wolffersweiler Mosenberg

Die Jenigen Jn diesem Gericht, welche Trierische guther besitzen, Undt nit leibeigen seint, geben Jährlich mit den Leibeignen froengelt, wie hernach Zue Endt deß Schafft und froen gelts angeZogen,
Jnn außführungh mists (: cum Rtia:) welcheß die leibeigene allein pro quota Zu Thun, aber Jns gemeinfroengelt gerechnet worden, gibt man Jed. fuhr Zu rück eins Tagß 12. alb.

Die Vorgeschriebene Leibeigene Trierische seindt schuldigh Ihrer Churfl. Gd. nacher St: Wendel gleich anderen Stiffts underthanen, Landt undt Cammer steur, aber Turcken steur durch Hertzog Johanßen Zu Zweibrücken, Weil sie und. seiner F. Gd. Hochheit seßhafft eingenommen wirdt,

Die Leibeigene seint auch auff erfordern ein Jahr lang Zue dienen schuldig,

Anno 1582. lauth deßen Ambts buch fol: 5. ist Weiß Hanß so eine dochter uff erforderen nit Volgen hatt laßen Jnn straff .3. f. Verwießen,

Erfindt sich einer Platzen überbauwungh Zu Wolffersweiler, alda man Vor alters den Weinschanck gehalten, Jm Ambtbuch Wendalischer dienstgüther fol: 30:/:

(Folio 201 verso)
Mosenberger Meyerey Schafft Im Gericht Wolffersweiler, der ahber wirt gestoßen geliebert

Wolfferswiller

Classer oder Muder geserb
.18. Tornuß 4. faß haber .1. hoenn Undt meyer heintzen erb .6. Tornus 2. faß haber, 1. hoen, ist nuhnmehr ein Erb so .24. Tornuß Laufft,

Thuet ahn Schafftgelt        (1½) f.
Habern          6. faß gestoßen
Hoenern        2
Dieß Erb führt Borren Herrich, Reiß Wendel undt miterben

Reyß Erb führt Buedelß hanß, Reiß Wendel undt miterben

14. Tornuß    21. alb
Haberen        4 faß
Hoenern        1

Goedelmans Erb führt Lauwerß Jacob, Hermanß Wendel und miterben
15. Tornuß Thuet     22½ alb
Habern          4. faß
Hoenern        1.

(Folio 202)
Mosenberg

Freygeßers Erb führen beide obgemelte    
10. Tornuß Thun      15. alb
Korn    5 faß
Habern          5 faß
Hoenern        1

Goedeln oder Goebels erb Zue Eitzwiller, führt Lennen Thiel, Fritten hanß
5. Thornuß Thun      7½. alb
Korn    2. faß
Habern          2. faß
Hoenern        1


Kleinges erb, So Vor alters Seltzers erb gnant worden, führt Heunen Hanß, Velten Zue Wallenhaußen, undt Schmits Jacob
20. Thornuß Thun     1 f .6. alb.
Korn    5. faß
Habern          5. faß
Hoenern        1.

(Folio 202 verso)

Leonhardts oder menges erb führt Buedelß Hanß, Reiß Wendel
6 Thornuß     9. alb
Habern          1 Mlr
Hoenern        1

Thomas erb führt Borr Henrich Haßen Petgen Undt mit Erben
15. Thrnuß    22½ alb
Habern          4 faß
Hoenern        1

Wolfferswiller

Meyers und Hebelmans erb
Jedeß 6. Thornuß fürth Schneiders Nickel, Schmits Clauß, und miterben
12. Thornuß Zusammen Thuen      
18. alb
Habern          4 faß
Hoenern        (1½)

(Folio 203)

Lautenschlägers Erb führt Lauwers Hanßen erben Undt Lecker Herrich
12. Thornuß thun     18. alb
Habern          4 faß,
Hoener          1

Mosenbergh

Roeden erb führt Jung Hanßen Claß Zue Eitzwiller, Meyers hannß und miterben
30 Thornuß Thun      1 f. 21. alb
Korn    7½ faß
Habern          7½ faß
Hoenern        1

Odenborns erb Junghanßen Claß obgd. Meyers Hanß und miterben führen
20. Thornuß   1. f. 6 alb
Korn    5. faß
Habern          5. faß
Hoenern        1

(Folio 203 verso)
Mosenbergh

Bockes erb Vor alter Hulges erb genant, führt Clauß Schmit Zue Wolfferswiller, und die Rodt fueßen Zu Rickwiller & Consorten
20. Thornuß   1. f. 6 alb
Korn    1. Mlr
Habern          1. Mlr
Hoenern        1


Feilmans erb, Vor alters Friedtmans erb gnant führt Frietten Hanß Zue Stegenn, Laubers peter Zu Wallenhaußen, & Consorten
5. Thornuß    7½ alb
Korn    2. faß
Habern          2. faß
Hoenern        1

Federges oder Fietterges erb, Inhat Joachim Zu hirstein, Engelen Hanß & Consorten
22. Thornuß   1. f. 9 alb
Korn    5. faß
Habern          5. faß
Hoenern        1

(Folio 204)
Mosenberger Thal

Kammerßen undt Hillen erb
Jnhat Bartenn Herrich Undt die Heunen
10. Thornuß   15 alb
Korn    4. faß
Habern          4. faß
Hoenern        1

WeyerSpachs Von alters Wilbecherß erb gnant, führt Barten Herrich, Arnts Jacob Undt die Hobfrauw
15. Thornuß   22½ alb
Korn    6. faß
Habern          6. faß
Hoenern        1

Wageners erb Einhatt Weißen Peter Zue Moßenberg
5. Thornuß    7½ alb
Korn    2. faß
Habern          2. faß
Hoenern        1

(Folio 204 verso)
Moßenberg

Wagners oder Bißchoffs erb führt Burg Niclaß, Gyßen Herrichß erben, undt Consorten,
30. Thornuß   1 f. 21. alb
Korn    N
Habern          4. faß
Hoenern        1

Kemmen erb führt Barthen Herrich undt Weißen Peter
20. Thornuß   1 f. 6. alb
Korn    5. faß
Habern          5. faß
Hoenern        1

Gewiller
Trierisch oder Zinß Vor alters Zennen erb, führt Hanßen Niclaß Zue Gewiller, Clauß Baur Zue Hirstein, und Boeckeß Hanß Zue Reitscheit
20. Thornuß   1 f. 6. alb
Korn    6 faß
Habern          6. faß
Hoenern        1


(Folio 205)

Ruchwiller
Jung Hanßen erb führt Barthen Herrich Grumen Michel, undt die Hoffrauwe
5. Thornuß    7½ alb
Korn    2. faß
Habern          2. faß
Hoenern        1

Steinbergh
Hayßbergs erb führt Linckers Jacob, Heinen Hanß, undt Sueß Hanß
12. Thornuß   18 alb
Korn    2. faß
Habern          2. faß
Hoenern        1

Naueldenn
Brimmen erb führt Sibelts Frantz Zue Hobstetten, Heunen Schneider, Niclaß und Rautten Peter
20. Thornuß   1 f. 6. alb
Habern          4. faß
Hoenern        1

(Folio 205 verso)

Elwiller
Knechtges erb führt Niclaß Schneider, undt Hanß Kriegers erben
8. Thornuß    12 alb
Habern          4 faß
Hoenern        1

Schmeiren oder Schillings erb führt Schmeiren Hanß, Bender Herrich undt mit erben
12. Thornuß   18 alb
Habern          4 faß
Hoenern        1

Ledermenges oder von alters Eiln erb genent führt schneider hanß und sein geschwäger
12. Thornuß   18 alb
Habern          4 faß
Hoenern        1

Einseln oder Poss erb füht der Landtgraff Zue Elwiller Undt Antheß Niclaß.
18. Thornuß   1 f .3. alb
Habern          4 faß
Hoenern        1

(Folio 206)

Alßo daß Heeb Register uberlaufft daß Jährlichß Rechnungß Register ahn Schafft gelt 22½ alb.

Sonsten wirt die Reeß wieß, Item Clauß Beckers Hauß, Garten und wießen Zinß,

Item der Jährlich Zoll. sonderlich in d. Jahr Rechnung gemelt

Waß sonsten Wechter, Roeder, Schnieder und Wagengelt lauth JahrRechnung belangt, so sich Vermög deren uff .12. f. 6.alb belaufft, ist solcheß Vermög alter Register in die obgeschriebene 28. Erschafften Vertheilt, gibt nemblich Jedeß Erb

Wachter gelts          2 alb 2 fl__
Roedergelts   1 alb 2. g 2½ fl__
Schniedergelts         3 alb. 2½ fl__
Weinfuhren gelt       5 aalb 2. fl__

Thut Jedem Erb        12 alb
Lauffen die 28- Erbschafften         14. f.

Alßo d. Uberlauff Jme Heeb Register, thete weither alß in Jahr Rechnungh gemelt, ahn Wechter, Wagen, Roeder, undt Schniedergelt   18 alb

(Folio 206 verso)
Soaru Uberlaufft ahn Schafft undt froengelt so daß heeb Register Weither alß JahrRechnung einhelt 1 f. 16½ alb. Dauon abgehet ahn dem Meyer weither alß außgab seines Schaffts befreyungh gemelt, so man Jhme Zu lohn gibt .1. f. bleibt also Uberlauffs 16½ alb. So einem Kelner ZueSteur Kostens Verbleibt.

Eß wirt auch Jedem Erb wegen mist fuhren gelts uffgelegt 4. alb 2 g. 1 fllr. so .5. f. Thuet, Welcheß mit dem Schafft eingesamblet, dasselb aber kommet den Leibeigenen Trierisch, so deß Mists außfuhren Zu helffen schuldigh, Zum besten, Sintemahl jeder mistfuhr Vor einen Tag, wan Sie mistführen .12. alb. Zurückgegeben wirt. vide fol: 114.' ferners.

Welches aber Zur Rechnungh mit eingehörigh, sond. es die Unterthanen, die sich erngestalt, Zue außrichtung d. schuldiger mistfuhren Verglichen:) betreffen thuet,

Soar. Schafft Korns dieseß Registers        8 Mlr 2½ faß
Soar Schafft Haber   15 Mlr 4½ faß

Wirt Jährlichß Verrechnet ahn Korn 8 Mlr
also wan es richtig außgeliebert wirt, Zum besten wäre  2½ faß

(Folio 207)

Hingegen ahn Habern Jn Rechnungen gemelt werden .15. Mlr.6. faß, also mir Kelner Zue nachtheil ubersetzt (1,5) faß, Wan Von diese (1,5) faß ahn den obgd. 2½ faß Korns ein faß abgekürtzt würde, thete d. frucht uberlauff (1,5) faß Zue steur kostens,

Soar Hoener   30

Von Einer Wießen Zwischen Nafelden, und Wolffersweiler genant Rießen bruch werden Jährlichß geliebert, ahn wachß .3. lb. so in d. Jahrrechnung sonderlich eingeführet,

Dieß obgeschrieben gelt wirt Jahrlichß undt Von alters hero Zue Wolffersweiler od. Moßenbergh uff ein Tag, den Ein Kelner Zue St: Wendel nach seiner gelegenheit anZusetzen, eingehoben,

Die frucht und Hoener werden Zue St: Wendel uff St: Thomas od. Cathrinen Tag nach altem Calend. geliebert, alß dan dem Meyer undt den leibeignen der Kosten, den andern aber jedem ein Viertheil Brodts gegeben wirt,


(Folio 207 verso)
Birckenfeldt

In der Pharn Birckenfelt under Hertzog Carlen Pfaltzgrauen, haben Ihre Churfl. Gd. etliche Zehenden Renth undt gulthen Jn die Kellerey St: Wendel eindienendt, derngleichen kleinen Zehendes gerechtigkeit ahn gewerck Zehenden fercklen, so ein factor daselbst wegen Ihrer Churfl. Gnd. genießet,

Derngleichen haben die Junckern Von Coppenstein auch etliche Zehendten Jn gemelter Phahrn Birckenfelt, welche aber alle sambt Von Ihrer Churfl. Gd. Und dem Ertzstifft Zu lehen rühren,

Volgen Hernach die Birckenfeldische Zehenden So Ihrer Churfl. Gd. Zustehen

Alle Zehenden in gemelter Pharen Birckenfelt, werden mit desselben orths maßen eingenommen, wie sich dieselbe maß nach altem herbringen mit Wendelische maß Vergleicht, erfindt sich Zue anfangh d. JahrRechnung.

diese Zehenden werden Jahrs uff steigungh angeben so hoch man kann, darnach bey dem licht außgelaßen, und weiß jede steigung Von alters hero ihren Tax, ahn Wein etwan eine maß od. Zwoe nach dem die Zehenden beschaffen, welcheß die Steigere Zum Theil Verdrincken.

(Folio 208)
Birckenfelder Zehenderey

Zum Theil auch einem Kelner Zu beZahlung deß Kostens, so bey ansetzung undt außlaßung mit Ihme. Item einem Einspennigen und dem factor uffgehet, undt sonsten ihrer Churfl. Gnd. nit Verrechnet wirt, Zue steur kombt,

Birckenfelder Haubt Zehendt, daran d. Pfarherr die Tritte Theil hatt, stehet Zue Ihrer Churfl. Gd. Theil so sonderlich Verlehnet wirt, beyder frucht, Nemblich drittheil Korns undt Zwey Theilen Habern minus 50. Mlr.

Thuet daß diener od. Trucken Winckauff Von alters hero .2. alter Thlr, so die Zehend. geben,

Dambacher Zehendt, daran auch d. Birckenfelder Pfarher die drittheil hatt, Stehet Zu Ihrer Churfl. Gd. Zweiten Theil ahn beider fruchten, drittheil korns, undt Zwey Theil habern, Jn gemeinen Jahren 13. od. 14. Mlr.

Thuet daß diener Recht wie Von alters so die Zehendten bestend. Zu geben 1 f rotg.

Bruckener Zehendt Vergleicht sich mit allem wie der obgd. Dambacher Zehendt

Jnn Nachfolgendten SeelZehendten hat d. Pfarherr nichts, sond. seint allein Ihrer Churfl. Gd. Zuestendigh,

(Folio 208 verso)
Birckenfelder Zehenderey

Bolderbergh Stehet Ungleich trägt etwan wenig nemblich 2. od. 3. Mlr etwan auch mehr, nachdem daruff gesähet wirt, daß er 5. 6. od. mehr Mlr tragen kan,
Diener Recht thuet  
18. alb

Moschelberger SeelZehendt stehet ungleich, etwan 2. Mlr, etwan auch .4. Mlr
Diener Recht thut     6. alb

Birckenfeld. SeelZehendt, stehet ungleich Zue weilen .3. Mlr auch etwan 4. od. 5. Mlr
Diener Recht ist       1 f. rotg.

Runtzenberger SeelZehendt, Thut nach gelegenheit d. Saath, etwan .2. Mlr plus minus
Taxa Diener Recht ist         6 alb.

Elchwiller SeelZehendt steht gemeinlich ungefehr 10. od. 12. faß mehr undt weniger
Taxa Diener Recht ist         6 alb.

Reichenbach

Im Dorff Reichenbach einhelt Ihrer Churfl. Gd. Jährlichß ahn Zinßen und renthen so Vor alter Zeit d. trierisch factor gehoben, nuhnmehr aber d. Birckenfeldisch Heb Buttel, mit seiner Herrschafft gulden, einnimbt, und in einer Summa lieffert, Nemblich 9. Mlr, (Folio 209) Drittheil Korn, und Zweytheil Habern, Wan solcheß ein gehoben wirt, gibt man dem Heb Buttel Undt Trierischen factor, den Kosten, So Jährlichß bey außgaben Verrechnet wirt,

Schloß Birckenfeldt

Außm Schloß Birckenfelt wegen Pauluß Gulthen ahn Stendiger Renthen, gelieffert wirt 3. faß Korn und .6. faß Habern,

Diese Obgeschriebene SeelZehendten mit Paulüß Gulthen Von d. Probstey St: Paulin bey Trier herkommendt seint,

PfarKirch Birckenfelt

Der Pfarkirchen Birckenfelt seint Ihre Churfl. Gd. rechter Collator Vor dieser Zeit geweßen, die auch noch daß Corpus der Kirchen im Bauwe Zu erhalten, aber den Chor d. Pfarherr, undt den Thorn die Gemeinde Zu bauwen schuldigh -

Endet sich allhie deß Ambts und Kellereyen St: Wendel Jurisdiction, Recht, gerechtigkeit, Renth gulthen.

(Folio 209 verso = leer)

(Folio 210)

Index

A.
Altzfaß          13
Altweiler Zinß 96

B. C. D. E.
Britten
Balterßweiler 
14 - 107. v.
Boßann         196    
Bürckenfelder Zehenderey   297.v. ad 209

F.
Forßweiler, und d. Hoff Zu Born      14. v.
Fröhn undt Diensten 112. v.

G.
GeWiller        19
Muellwerck daselbst  19. v.

H. I. K
Hochfelt        15. v.
Hüttichweiler undt Raßweiler         21. v.
Hoffelter undt Mauschbacher Weistumb    24. v.
Karcher Zunfft         31. v. 55. v. 90.
Harßweiler Zinß od. pension. vide   96

(Folio 210 verso)

L.
daß Schloß Lemberg undt dessen Hochheit         16. v.
renthen daselbst      17. v.
Lepacher Hoch= undt Obrigkeit wie auch Renthen
undt gülten, so ihrer Churfl. Gd. und dem Ertzstifft
Trier bescheinen thuet        162
Meyer hoff und boten daselbst      162. v.
Trierische Heußer ündt leibeigene daselbsten       163
VerZeichnuß dern Im Hochgericht Lepach so nicht
Leibeigen, und doch Trierische güther besitzen    163. v.
Lepacher Scheffen weistumb         164. v.
Jahrgeding daselbst  165. ad. 176
Lepacher Schafft und Zinß Register          178. ad 186
güther Zu Lepach so ihro Churfl. Gd. alleinig
zustendig      188. v.

M.N.
Mauschbach  15
Mettenich undt Müllenfelt    193
MoesenberG   201 . v.

O:P:Q:
Ottumburger Zinß gueht Ihrer Churfl. Gd. alleinig Zu stendig
darauß d. Karcher Zunfft nichts bescheinet        
88. ad 89. v.

(Folio 211)

R
daß dorff Roßperg    
20
daß dorff Reitscheit  20. v.
Rotenbergh    21

S.
Spixfelden undt Pintzweiler  18

T.
Theley
123 ad 125. v.
Theleyer Weistumb   126 ad 127. v.
Zehenden in d. Meyerey Theley     128
Schafftgelt undt früchten daselbsten       130. v. ad. 132.
Röeder undt Schniedergelt, hüener Müelen Zinß Cappen, undt
andere Renthen daselbst     132. v. ad 135. v.

U
Urweiler        13. v. ex 57. v.
Grundt Zinß Von heusern Zu Urweiler        57. v.

(Folio 211 verso)

W.
daß Schloß St: Wendel, undt dessen freyheit sambst BeZirck
belangendt    1
VerZeichnuß dern eigenthumblichen Erbgüthern Zum Schloß
St: Wendel gehörig   3
die hüldigung daselbsten belangend          7
Hochgericht und dessen Scheffen daselbsten      7. v.
Schatzung ibidem     8
Boden Zinß undt Rauchhaber         10
Kellerey od. Eußerst grundt gericht 10. v.
die Kirch, rathhauß, Brücken undt Hospital Zu St: Wendel         11. v. ad. 12
Niederweiler   12. v.
Scheffen weistumb deß Hochgericht Zu St: Wendel       23
VerZeichnuß St: Wendeler Hochgericht biß ahn die Lothringische
Grentzen       27
Specification deß Zolls Zue St: Wendel     38. v.
VerZeichnuß Rauchhabern undt Boden Zinß daselbsten   42. v. ad 52.
Herrn Recht Von freyen guehtern Zu St: Wendel  53
Imben od. Beyen fundt       55
Besthäubter unstendige Renthen    55. v.
Grundt Zinße undt Bruell Vor d. Statt St: Wendel, Welche
stendig undt nicht dienstbahr, noch besthäuptig seint    56
Gemeine grundt undt Muehlen Zinß umb St: Wendel       58
Gemeine Zinßen so nicht froen bahr undt allein gelt geben        59. v.
Gemeinschafft od. Zinßgelt Von guetheren so
nicht dienstbahr       61. v.

(Folio 212)

Schafftgelt und frucht Von gütheren so dienst und
frohn uff sich tragen Zu= undt umb St: Wendel   64. ad 85. v.
Schafftgelt und früchten im Hochgericht S: Wendel       86
gemeine Zinß ahn frucht, hüenern, und Eyeren
Von den Hueben guethern im Ambt S: Wendel     90. ad. 93. v.
Schweingüther umb S: Wendel so nicht froenbar  94. ad 95
Wagengelt umb S: Wendel   95. v.
Nachsteur gelt belangendt   96. v.
Prewel undt bußgelt im Hochgericht S: Wendel    97
Korn Renthen im Hochgericht S: Wendel    98. ad 100
Saltz Renthen, Ohlig Zinß, Wachs Renthen,
undt gänß guth im Hochgericht S: Wendel 100. v. ad 102
Cappen Renth In und umb S: Wendel        103. ad 106
Hüener gült im Hochgericht St: Wendel, Undt
Rauch= und faßnachtß Hüener, wie Sommer Hahnen      106. v. ad. 108
Lemmer Zehendten   109
Pharen Zehendten im Hochgericht daselbsten      111. ad. 112
Jus Servitutis frohn undt dienstbahrkeit
Zu d. Kellerey S: Wendel     112. v. ad 116
Wolffers weiler und Moesenberg     200


(Folio 212 verso = leer)


(Folio 213)

Copia Etlicher Puncten die dienstleuth der Kellerey zu St: Wendel betreffend, darüber bey Churfl. Cammer Rath Zu Trier advis geholt worden wie folgt:

Quaritur

1.      
Wan Einer nach Absterben seiner dienstbahren Elteren, derselben sämbtliche Güther ererben solte, solcher aber, weilen ihme die dienstbahrkeit Zu wider, allein die frey-Güther annehmen, die dienstbahrkeit aber wolte fahren lassen, ob es zulässig?

2-      Wan Ein dienstmann sich des Fröhnens entziehen wolte, weilen Er außwendig herumb, umb Ein geringes bey dießen Zeiten Freygüther bekommen kann, sein dienstbahre Güther in Herren Handt wolte liegen laßen, daß Er der dienstbahrkeit frey würde, ob es ihme zu gestatten.

3.       Wan Ein freyMann DienstGüther pfands weis an sich gebracht hätte, ob derselben Zu fröhnen schuldig?

4.       Wan der pfandts Inhaber fröhnen, ohne daß müßte, insonderheit, weilen der Verpfändter nit mehr im leben, welcher sonsten die Frohn Verrichtet hätte, Er aber, ehe Er fröhnen täte (?), das Unterpfand liegen, und das Geldt cediren (?) wolte, ob es Zu lässig sey?

(Folio 213 verso)

5.       Wan Einer dienstbahre Güther hätte, und wohnete ausserhalb des Ambts, hätte deren Gnuß, und hübe Jahrlich seinen Zinnß darVon, thäte aber keinen dienst, wie es darmit zu halten?

6.       Wan Ein Dienstmann, so Fuhr hat, des fröhnens sich zu entheben, seiner Kinder Einem, so kein Fuhr hat, das dienstGuth geben wolte, dahero der dienst geschwächt würde, ob es zu lässig?

7.       Wan Ein dienstmann 3. 4. oder mehr Kinder hätte, so nach seines Absterben die güther theilen solten, und wolten Eines Kind die Dienstgüther allein Zu Theilen, die anderen dardurch sich der dienstbahrkeit zu befreyen, ob solches Zu gestatten?

         Allhie ist wohl in acht Zu nehmen, wird es Zu gelassen die dienstbahre Güther Einem anderen Zu Verschencken oder die freyheit zu gewinnen, in Herrn Handt liegen Zu lassen, so wird Einer der Vielleicht kein pfandt oder Fuhr hat, 3. oder 4. Männer gutt, welche alle sambt Fuhr gehabt, überkommen, dardurch der dienst geschwächt wird, und endlich so weit abnimbt, daß die Kellerey Zu nichts werden muß. dan die dienstbahrkeit uff den Güthern, und nit uff dem Mann bestehet.

(Folio 214)


Decisio

Vorgemelte Puncta seyend dem Churfl. Cammer-Rath Vorgelessen, in Consultation geZogen und folgender Gestalt decidirt worden

ad 1mum punctum.
Es seye nicht Zulässig Von den anererbten Güthern allein Ein frey anZutretten, und sich der dienstbahrer Zu entschlagen, sondern müsse eine und andere Cum Onere et honore angenohmen werden.

ad 2dum
Wan der dienstmann sich nit auserhalb des Ambts Jurisdiction begiebt, noch freyzügig ist, kan Er sich der dienstbahren Güther nit begeben, ist Er aber freyzügig, und nicht leibeigen, und Ziehet auß dem Ambt, muuß es ihme nechst (?) Vorgehender Abstattung der schuldiger Hinstendiger Zinsen nicht Verweigert werden

3.
Weilen die dienstbahrkeit Uff den güther hafftet und also onus reale ist, sic transit in Possissorem, und liegt dem Jenigen ob, welcher der Güther gereichet (?), und wan schon durch (?) absonderliche Transaction dem Proprietario die Fröhn und dienstlast uffgewältzet werden wolte, dan solches (?) ohne Consens des Officianten oder der _ri___ obrigkeit nicht geschehen.

(Folio 214 verso)

4.
Wan der Pfandhalter uff sein ausgelegtes Geldt Cenuntyren wolte, muß es dabey gelassen und die Güther anderwerts Verlenth werden.

5.
Wie Tructus der güther, daVon die Fröhn, und dienste ausstehen, sollen mit Arrest beschlagen und so lang uff gehalten werden, bis daß in dem Kelleren desfallß gebührliche Satisfaction wiederfahren.

6.
Wan der Vatter dem Sohn die dienstbahre übertragen will, so solle Er ihme auch die pfendt überlassen, damit Er den dienst Verrichten könne, im wiedrigen ist der Officiant diese Cession zu gestatten nit schuldig.

7.
Wann das Ein Kind den dienst uff den güther ___haffet (?), Zu praestiren Sufficient, kann es zu gelassen werden. Also resolvirt ein Churfl. Cammerrath Zu Trier. d. 10ten Juny 1651
also unterschrieben
Ex Mandato
G. Schienbein Secr.

Das Originale dieser Puncten ist im schloss bey dem KellereySaalbuch zu finden, und behelfen sich die grundschäffen dieser Copey, welche der Kellerey der mahliger schultheiß und stadtschreiber Nicolas Riefer, de verbo ad Verbum abgeschrieben und dem Ambts (?)
Protocollo inferiret.

(Folio 215)

Casus

An gewißem Orth ist durch den Gebrauch hergebracht, daß die Jenige, so Häußer daselbst haben, dießer häußer halb jährlich wechter kron, Sommer hahnen, und Faßnachtshühner geben, und dan darbeneben der Herrn werck spinnen (?) müssen, andern aber, so gewisse Feld, und baw, oder Acker güther benebent den häußern besitzen, müse andere ahn denen orth gewöhnliche Fröhnen Verrichten, und diensten leisten.

Nuhn hatt Tituch (?) in Gesagten orth ein bloses hauss (?) mit seinem hoffgering erkaufft, und hat aus diesem des Hauß ahnlegenden hoffgeringh zu seiner höchst nötighe Unterhaltung oder doch be__e an haußhaltung ein Küchen garthen gemacht.

Dieses also gemachten gartens halber unterstehe, die dienstpflichtige Leuth im viegesagten ort, weil mit dem hauß nit ahn kommen können, den titi___ mit fröhnen, und anderen denen Acker Gütheren obliegenden diensten Zu beladen, Tituch (?) aber Verhoffet darZu nit gehalten zu seyn.

1mus
Weil Er benebent gesagtem hauß und hofgering kein fuß breith anfröhnen, und dienpflichtigen güthern aygenthumb: oder pfandts weiß besitzet, des hauß halber aber seiner besonderen ob Specifire __st traget;

2o
weilen wan solches Hofgering in seiner Na___n und ersten stand geblieben, und nicht Zum Hauß oder Kürchnen garthen gemacht worden wäre, (Folio 216 verso) kein besondere last über dem last des Haußes getragen hätte;

3o
weil solches Hoffgering, so nunmehr wie gesagt, als quasi pas (?) oder acessoriu Prodiu urbani ad Commodiorem habitationem Zum garthen gemacht worden, Verhoffentlich jure principalis sui regulari, und darüber nit beschwehrt werden muß, oder auch Von Rechts wegen nit beschwehret werden kann, ne principale et accessoriu Inverso jure censeantu_ et duplicato onere prograventur.

Inoritur ergo quid juris, und ob des Titiol (?) Viele besagte gartens halber Zu dem begehrten fröhnen Von rechts wegen Zu a_tringiren oder aber darVon zu absolviren, und bey dem allein gd. last des Vielgesachten Hauses Zu lassen seyn

Uff Vorgesetzten Casum ist der untschriebene rechtliche Meinung, daß Titich (?) Zu abstattung der Fröhn diensten wegen des in garten redu_rten und Donui Coninuum koptum Von rechten wegen nicht angehalten werden könne

aduisirt Trier d. 2ten 7bris 1660.

Ist Also unterschrieben
Jo: Holler F.U.D. J. Anethanes
J:N:U. Hourthein
Franz J_: Sch_____
________________
_________________


(Folio 216 - 221 verso = leer)

(Folio 222)

BeZirck deß limberger Weydt bauß so In anno 1600 durch mich den 27. augusti sambt barten Cuntzen alß schloß meyer Und den Hüber Undenbewet Vor orth Zu Endt gegangen

Der Weidt bann gehet an bungert Eck biß uff den langenstein in der bach, da. Von uUff die bach biß in gelmanß furth, da on auß biß in den lehbaum, Vom lehbaum Uff Kellersch creutz, da Von die Zehlaichen den berg hinauß Uff den rottenberg. Uff der Heehe oder rehe herab, Zwischen deß Herrn bösch, Und namborner walt, Von Imen Jn die Herrn wieß, auß der wießen Uber den heydten kopf, Von Ihmen Uber die straß in Hinckelborn, Von dem bronnen in den mühlen deich, auß dem deeich Unden an deß Herren walt, Undt hoffelter walt, biß wiederumb in den bungerts Eck da man hatt angefangen

bey diesem weißthumb Undt gang seing gewesen alß Hüber Schuhammen, schuhresgen sein bruder Thill gruber, schuelheß, einen cleßgen, so oben gemelten Dagh Zum Hüber geZogen

Anno 1600. d. 25ten 8bris hat Johann dam Kellner Zu St: Wendel aus befelch Ihro Churfürstlich Gnaden denen Zu Furschweiler, Roschberg, Reitscheidt, Kriellborn, pintzweiler, Mauschbach, und Hoffeld, so schaftgültige und dienstbahre Güther Vom Hauß Limburg haben, ernstlich anbefohlen, daß sie Ein hiro ohne Einige Verweygerungs bar fröhnen, und an dere Zum Hauß Lemburg thun sollen, wie Von altersch Uff straf Zwen th. rheinisch quotiren

(Folio 222 verso)

Anno 1608 d. 10ten 8bris stil. (?) anher(?) hab ich, Guten Nickellen den Mann___eth den schüsseler wohnhafftig zu roschberg zu einem Meyer des Hauß Limburg gesetzet, und gezogen Uff dieser seithen, so dan schaftgültig und auch leibeignen Zu roschberg, forschweiler, hoffelt, Mauschbach und daherumb Zu fröhnen, Jed. waß sie Zu thun schuldig zu gebiethen hat, auch schafft und gelten bey denselben zu heben, dargegen ist Er aller baw, und faust frohnen, wie auch der weinfuhr durchs jahr und in seinem wehrenden dienst frey.


Copia aus Einer Rechnung gezogen Vom Jahr 1601.

Item alle bauren so leibeignen seyn Zum Hauß limburg se seyn gesessen wo sie wollen, haben schlss güther oder nicht

I.      
sein besthauptig.

         Item das humwiler Guth ist besthauptig hat dam allen barten Cuntz und Göltzen Zu Güttesweiler, und den Greltzer Zu Namborn.

         Item ein jed wederer so schloss güther braucht und abstirbt, und nit schlosseigen ist, fünf schilling.

         Item welcher gehweiller schaft gibt ist auch die frohn neben seinem schaft gelt schultig.

         Item das WilGarten oder WechterGuth Zu Roschberg gibt jährlich Von 8. wießen Von jeder wiesen 20 (?) alb. thut 6 th. rheinisch -- 4.____

         Item der gantze hoff pintzweiler, so ober halb dem weg ist uff die lincke handt, wan man nacher hirsten gehet gehoret eygendhomligh Zum Hauß limburg, darauff haben in anno 1599 an:

         steffen broscht leibeigen
         Walt Michelgenn leibeygen

         waß unten am weg uff die rechten hand Spixhelten gnant gehöret der Kirchen Zu St= Wendel.

         Namborn

         Item Andes bast ist leybeigen
         Item Naumers Clesgen ist leibeigen
         Item langen Mathes ist leibeygen
         Item schmidsch Mathes ist leibeigen
         Item Loth barbarll ist leibeygenn

        
das Eckergelt im humwiller walt gehöret dem Herr, Von Satter, ebenmäßig auch das halbe Eckergelt aus dem walt so im Siderschberger guth licht Bluderscheith genant gegen den Abbt Von Tholey

II.      wie dann auch der gantze Ecker aus den wältern zu limburg gehörig, und Zu Theilen liescheren Jakokosch barten Johann und Merge, Mathias Von ihren hauß und ihren bungerten hinder den leisten (?) ___ ___ ___ sonderes Eines Cappaunes so dem Churf.____ _____ ___ eygenschaft Zugehören oder Zu gethan.

(Folio 223)
Extract Undt Translat Vor Unß Chur= Undt fürstlichen Commissarien anno 1708 dem 18 februarii Zu Mertzig in latein auffgerichten Vertragß, so Viel solcher die statt St: Wendel gegen den Hoff Wallesweiler, Item die dörffer Hoffeldt Undt Maüschbach gegen Bliesen Und Namborn betreffet.

Drittnuß betreffendt den streitigen District Zwischen der statt St: Wendel, Und dem Hoff Wallesweiler der abtey Tholey Zugehörig, ist Es also Vergliechen worden, daß die landtsfürstliche obrigkeit in dem gantzen streitigen district, welcher durch richte linie Von dem lindenborn, forthin den Noßborn, auß dem in den fogelsborn, Von diesem Underwerthß des falß Vom Harschberg auff Einen scheidtstein im Thal gegen Niedergang stehendt, Von diesem stein Rückwegß in die Winterbach, wohe selbige durch den damm des obersten Weyerß abfließt, Undt daVon hinUnder durch den Mitten weyer biß Undt gegen den lindten born, Eingschlossen wirdt, Vom Fogelsborn gegen auffgang iß ahn den lindtenborn Vor lotthringisch gehalten werde, der weydtstrich oder langhalm solle in diesem gantzen beZirck, wie auch in dem gantzen brull Under dem Understen weyer Zwischen der statt St Wendel, Undt Walleßweiler Hoff gemein Verblieben, Und daß aygethumb derren allda gelegener Ländtereyen sambt befreyung Von dem Zinsen, so fern selbige sich befindt, auff besagtm brull Undt deß Zue rechten ahnliegenden acker der abtey gelassen werden.

(Folio 223 verso)

Viertnuß belangendt die landtfürstliche obrigkeit Zwischen den Dörfferen Hofffeldt Undt Mauschbach Eineß, gegen bliesen anderen seithß, ist dinnlich fracht worden den streitbahren district abZutheilen Von dem gemeinen scheidt der dagßlöcheren richt ahn die landtstraß Von St Wendel nach Namborn Zu, dann dem weg nach bis ahn die durch den wieß bließenden fluß, daVon danne ahn den fluss, so in die Merlebach fliesset, ahn daß Mittelste, Zwischen dem oben unelßt darin fallenden fluss, Undt Unden Zustossender Merlebach, Zu folg Welcher abtheilung Eß Vonden dagslöchern ahn obbesagteß Mittelste Zur linker handt lotthringisch, Zur rechter aber Triersch sein solle, der Zehndte aber in gantzen beyder seitß streitigs district, wirdt Zwischen den Zehnendtherren bemeldter dörferen, Undt die Waydt den Jnnwohneren gemein behalten, mit Vorbehalt Eineß Jeden aygethumb Undt der am 19ten May 1598 beschehener transaction Undt ohne nachtheil deß Wallesweiler lehn Undt darahn klebender rechten Undt gefällen.

Endtlich fünfftnuß Zu hinlegung des Mittelß Zwischen Vorberührten Dorffschafften Hofffelden Undt Mauschbach gegen Namborn, Ein Undt anderen Theilß ist Vergliechen Worden, daß Von dem Weg Zwischen der Maywieß Undt Mörchwieß richt forth Uber die gantze Hohe des darahn stossenden Hubelß Zwischen dem Weg nach Namborn Und dem Mergenthal gelegen Uber den weg Von Oberkirchen nach bliesen (Folio 224) biß aüff Krämel oder Krämels Hauß Zu rechten. Es Vor Triersch Undt Hofffeld bahnn Zur lincken aber Vor lotthringisch Undt Namborner bahnn, solle bracht werden.

Durch welche Entscheidtung die Zehendtgerechtigkeit Ebenmässig getheilet, Und beschräncket worden ist. Doch mit abermahligen Vorbehalten Eines Jeden aigenthümblich landtß, Undt daß dennenn Zu Namborn Ein Nothweg Vor Ihr Viehe auff der May= oder Merlebach Uber den Hofffeldter beZirck Undt Anbesagter felder nahe ahn dem weg sollen gelassen werden, Wie sie sich Entweder selbst Vergliechen, od. durch Unpartheyische wirdt Erkandt werden,
Mertzig d. 18ten februarii 1708

D:H: Anethan deputatus Trevirensis
F. Ebentheurer deputatus Trevirensis
Ricceler deputatus lotharingicus
JD Marice Jacquemin

Pro Copia et extractu
D:H: Anethan
F. Ebentheurer

(Folio 224 verso - 310 verso = leer)

(Folio 311)

DESIGNATIO Aller und Jeder Feurstätt In der Statt und Ambt St: Wendel 1643

Bürger In d. Stadt

Hanß Back
Hanß Demuth
Peter Angel
Simon Tholey
Hanß Wilhelm Clauß
Sebastian Schlick
Peter Schneider Knap
Peter Reuxer
Wendel Voltz
Hanß Cloman
Joeß Reckwalt
Jacob Laux
Joeß Krugh
Christoffel Claus
Nickel Laux
Wilhelm Baltus
Wilhelm Mosbach
Hanß Jacob Gerhardt
Antus Kimmey
Baltel Krentile
Nickel Henrich

(Folio 311 verso)

Joeß Graß
Pauluß Hanß
Michel Altzfassen
Jacob Kallenborn
Peter Kirren
Thielen Mattheiß
Mattheiß Theobalt
Wendel Thiel
Thomaß Claß
Bast Leyendecker
H: Friederich Demuth
Hanß Kirren            
N
Hanß Brandtbeck
                   34 Köpff

NB:
Zu dieser gemeinen Landsteur werden auch vor dasmahl gezogen
Johan Minham Kellerey Verwalter
Johan Wilhem Dhamen Schultheiß
Niclas Tholey Stattschreiber
Johan Moritz Zolly Wittib so in des Ertzstiffts Lehnhaus

thun   4. Kopf

Summarum In d. Statt        38. Köpff

NB: Darund befinden sich 8. mit lit. N: signirt, so ganz Verarmbt, und Vor nichts prestiren können, solche von obigen abgeZogen restieren .        30. Köpff

(Folio 312)

Volgen noch etliche Arme Wittiben undt Taglöhnerin in d. Statt, so biß uff eine nichts contribuiren können

Pauluß Webers wittib
Lauxen wittib
Brandt becken wittib
Glaßers Catharein
Schmits Theobalts wittib

Ambts Underthanen So alle in die Statt geflehet, undt weilen Ihnen ihre Heußer mehrentheilß abgebrändt, darinnen pro tempore sich Uffhalten,

Urweiler

Schneiderß Hanß, Hanß weißgerber, undt Schwanen Thornuß, alle drey geschwägerr, bey samen in einem hauß gesessen       1. feur statt

Friederich Vogel
Hoffen Peter  N
Johanneß Angel        N
Hanß Jacob Born

Undt dan etliche arme Verdorbene Wittiben daselbsten alß Nebmlich

die Schmittin
Graßers Engel
Heckmanß wittib

(Folio 312 verso)

Niederweiler   0

Breitten
Hanß Heintzenbaur
Baltuß Petgen
Hanß Heckman

Altzfaßen
Hanß Rieffer

Rosbergh
Hanß Endreß
Joes Haßtendeuffel  
N
Poel Eva, ein arme Wittib

NB: diese seint ahn Jungsthin Von den Lothringischen undt Volgents Schwedischen Völckeren totaliter außgeplündert, und beraubt worden.

Reitschet
Wendelß Adam
Theobalt Langh

Forßweiler    
0

Baltersweiler  0

(Folio 313)
Maurspach
Ein Arm alt Bettel wittib anna Marey

Hoffelt 0

Spixhell, Geweiler und Moßenbergh 0

Theley
Seint 4. Unterthanen benentlich.
Cunen Nickel Meyer. Schneiders o.d Conradts Henßgen Pat. Mattheiß Jacob, und Kirchen Cläßgen so gleichwohl hoher nit alß .2. feurstätt Zu rechnen, weil sie nit allein blutharm, sondern auch vaga domicilia haben, Jetzmahls uff Trierische bottmäßigkeit Seßhafft        2. Köpf

Bließer Oberthal
Gronich, Hombweiler, und Imbweiler, So Und. Lothringische Souverainitet Schauwenburgh Ambts gleichwohl in Chur Trierischer Contribution befinden sich .5. Unterthanen, so mehrentheilß außgewichen, werden gleichwohl allhir gerechnet Vor  3. Köpff

Lepach         0
Saubach
Rimmelbach    0


Summa aller feurstatt deß Ambts St: Wendel nach abZuch deren mit Lit. N: geZeichnet, wie auch d. armen Wittiben so nichts praestiren können        45. köpff od. feurstätt.


(Seiten 314 verso bis 316 verso = leer)


(317) (rechter Rand fehlt etwa 1,5 cm)



Wir Friederich Von Gottes Gnaden
Romischer König, Zu allen Zeitten mehrer deß (fehlt),
Hertzog Zu Östreich, Zu steyer, Zu Cärtnten, Zu (fehlt), Herr auf der windischen Marck Undt zu forten(fehlt), Graff Zu Hapßburg, Zu Tyrol, Zu pfyrth Undt Zu G(fehlt), Marckgraff Zu Burgaw, Undt Landtgraff im Elsaß (fehlt), bekennen Undt Thun offen bahr mit diesem brief allen denen die Ihnen sehen oder hören leßen, ob wir Von königlicher würdigkeit, darZu wir (fehlt) die gnade deß allmächtigen gotteß Erhöhrt se(fehlt) alleZeit sorgfältig seindt, wie wir dem römischen (fehlt) Reich Nutzbahrlich Vorstehen mögen alß dan wohl geZiemblich ist, Jedoch so seind wir alleZ(fehlt) -sonderheit mehr fleißig Zu betrachten, damit wir Unßer, Und desselben Reichß Vorderste Vu__inn(fehlt) glieder in guthem weeßen behalten undt Behüten damit sie ahn Ihren würdigkeiten herrlichkeiten (? fehlt) Undt Rechten nicht gekränckt undt gemindert, sonderen darinnen gestärcket werden; Undt wan in Unßere Königl. May.t. kommen ist, der Jacob Ertzbischoff Zu Trier, deß heiligen Römischen (? fehlt) Reichß in welchen Landen Undt durch daß König(fehlt) Zu Arelat, ErtzCantzler Unßer lieber N_(fehlt) Churfürst, undt hat unß mit schwährem ge___(fehlt) (Folio 317 verso) Undt Vorgebracht, wie in den Vergangenen Zwey lauffen Undt irrungen die sich in den stift zu Trier lange Jahr, layder! gemacht haben, Viel saumbnuß geschehen seindt, nemblich, daß Von solcher Zweytracht wegen derer, die umb den stift kriegen, die lehen nicht ordentlich geliehen auch Erlich brief, solche lehen, pfandt schafft undt anderes mögten gelängert oder abgeZogen werden, wie wohl Er die in seinen lehen bücheren, die Man Mann bücher Nennet, VerZeichnet und beschrieben habe, und hat auß demütiglich ahn geruffen, Ihn Undt seinen stift gnädiglich Zu__rgen; deß haben wir ahngesehen deß Ehegenandten Unßeres NeVen fleißige bitte, auch betrachtet, daß wir desselben stiffts oberister Lehen Herr seyn, Undt daß solch deß stifts lehen pfandt schaft Undt anderes unß auch antreffe, Undt Von Unß und dem Reich durch Eines Ertzbischoffe handen dargem(fehlt) Undt daß wir schuldig sein die Zu'rgen, damit sie unß und dem reich und auch dem stift Ehegenandt nicht EntZogen werden, darumb mit wohlbedachtem muth, guthem rath Unserer räthe Und getrewen Undt rechten wissem; so haben sie gesetzt Undt geordnet, setzen und ordnen mit diesem brief Von römischer königlicher Macht (Folio 318) Kommenheit also, daß solch deß Ehegenandten Mann bücher Zu behalt desselben stifts pfandt schafft, und anderes, wie man daß gen(fehlt) magh kräfftig undt in macht sein sollen, a(fehlt) brieffe, die man in den Ehegenandten Ma(fehlt) außgeschrieben, Copiirt, Und VerZeichnet, alß Vorgemelt ist, durch Krieg undt Ver(fehlt) wären Ent frembtet worden, daß dan solch (fehlt)=bücheren undt allen schriften, gleich den s(fehlt) glaubt, Undt der stift dardurch Verkürtzt w(fehlt) gebiethen darumben allen Und Jeglichen (fehlt) graffen, freyen, Herren, Ritteren, K(fehlt) Undt allen deß Ehegenandten stifts Undt Lehen leuthen, Undt sonst allermännigen (fehlt), sie seyen wer sie wollen, daß sie sich nag(fehlt) Mannbüchern, ob nicht brief Vorhanden (fehlt) richten, den glauben Undt gehe den stift mit Empfah_ung Undt Handthabungh solch(fehlt) pfandtschafft, Undt allen anderen wie ___(fehlt) genennen magh, dem Ehegenandten stifft Trier Zugehörend, alß recht Undt herko(fehlt) ist, Undt Thuen darin nichts anderst (Folio 318 verso) Jeglichen seyn, Waß er Undt deß Reichß schwähre Ungnade Zu Vermeiden (?), mit Urkundt dießes brieffs Verßieglet mit Unserer Königlichen May.t. Jnsiegel. Geben Zu straßburg nach Christi geburth VierZehn hundert Jahr, Undt darnach in dem Zwey und Viertzigsten Jahr, ahm Montagh nach Bartholomäus Tagh, Unsers Reichß im dritten Jahr.

Pro Copia orgli Consona
J. M. Moskop (?)
(Ende des Bandes)



[1] Salbuch: ein Buch, in welches alle einem Eigenthümer gehörenden Grundstücke, an den selben gemachten Schenkungen und die daraus fließenden Einkünfte urkundlich eingeschrieben sind (Grimm 14, 1694)

[2] Gülte, gilte: Zahlung, Schuld, Abgabe, Einkommen, Wert (Grimm 9, 1074)

[3] Hochgericht:

1) das Recht auf Handhabung der Gerichtsbarkeit in allen wichtigen zivilen und peinlichen Sachen (Grimm 10,1618)

2) das peinliche Gericht und die Gerichtsstätte (Grimm 10,1619)

3) ein jährlich nur ein oder einige Male wiederkehrendes Gericht zur Entscheidung wichtiger Fälle (Grimm 10,1619)

[4] Grundgerechtigkeit (Gerechtsame): Privileg, das an einem Grund und Boden haftet.

1) der rechtliche Anspruch auf einen Grund und Boden, z.B. das herrschaftliche Zinsrecht

2) Gerichtsbarkeit des Grundherrn über einen bestimmten Bereich bei geringeren Vergehen (Grimm 9, 816)

[5] Abgabe, tribut, Species, Schatzung (Grimm 14, 234)

[6] Frohn, frohne: was den Herren gehört (Grimm 4, 234)

[7] Zehendt: Abgabe des zehnten Teils der Erzeugnisse; gewandelt auf höhere oder geringere Sätze/ ersetzt durch Geldleistungen (Grimm 31, 458)

[8] Kellner, Kelner: herrschaftlicher Steuerbeamter

[9] Frey, Freiheit: 1) ein Ort, eine Stätte, immunitas, ein Schutzort, ein Asyl; 2) ein zustehendes oder erteiltes Recht (Grimm 4, 112)

[10] assumere = zwingen

[11] Grendel, Grindel, Synonym: Sera! (Grimm 2, 372-3)

1) Pfahl, Baum von mittlerer Stärke

2) Pflugbaum: derjenige Teil, mttelst welchem der Körper des Pfluges in der Erde fortgezogen wird

3) Riegelbalken

4) Sperrvorrichtungen verschiedenster Art, etwa starkes hölzernes Gittertor, Palisadenwerk

5) Welle von Rädern (Mühlrad)

6) Hebelarm eines Spannwerks

[12] bruel, Brühl, brül: Aue, buschige Wiese (Grimm 2, 426)

[13] Grometh (gromath) = Grummet: das Gemähte, später Boden in Anlehnung an mahd das Heu des 2. Schnittes; es wird grün genannt (Grün-mahd = Grumath), wohl einfach im Sinn der Farbe, weil es, nicht ausgereift, eine sattere Farbe aufweist (Grimm 9, 637)

[14] sintemal = sint dem male = da, weil, indem (Grimm 16, 1211)

[15] Fausenmühle

[16] Acht: freie, herrschaftliche Grundstücke (Grimm 1, 165)

[17] zu genießen

[18] Wildbret

[19] Kepfer = Käpfer = Kragstein, Balkenkopf ???, Grimm 11, 186

[20] Flurname auf dem Bann Wnd

[21] Spriet = Stange, Schaft (siehe: Bugspriet), vermutlich hat es nichts mit spreizen zu tun, Grimm 17, 76

[22] Feuerholz

[23] gebracht

[25] Dom

[26] Gesey = Geseige: 1) Eichung, 2) Recht der Eichung und des Erhebens der Gebühren, 3) Eichzeichen, 4) Eichmaß. Grimm 5, 4023-4

[27] Turm

[28] Büttel

[29] u = v; ohne daß ich eine feste Regel dafür erkennen kann, wird oft das u vor oder innerhalb eines Wortes anstelle des heute gebräuchlichen v verwendet.

[30] u.a. erwählen, Grimm 11, 692

[31] Türpfosten?

[32] Schatzung:

1) Beurteilung, Taxierung

2) die Auferlegung von Abgaben und diese Abgaben seltbst (Grimm 14, 2289-90)

[33] Folg und Reiß = Wehrpflicht; Pflicht der Teilnahme am Aufgebot oder der Landwehr, siehe Haberkern/Wallach, Hilfswörterbuch für Historiker, Teil 1, S. 275 „Heerfahrt“

[34] Gebot, bestimmter Befehl oder Auftrag (Grimm 4, 1804 ff)

[35] Verbot, Befehl, durch den etwas untersagt wird (Grimm 25, 152)

[36] Bothumb, Bottumb = Bodem = Boden (vgl. englisch: bottom)

[37] 1) junger Herr (Gegensatz zu alter Herr), 2) nach der gewohnheit, daß junge Söhne aus adlichem Hause zu Hofe gebracht wurden, um im Fürstendienste sich auszubilden ==> adlicher Diener, Page, Edelknabe, ) Edelmann ohne Rücksicht auf das Alter, der adliche Gutsherr. Grimm 10, 2399-2340

[38] Nahfelden?

[39] Kappaunen

[40] Roheit?, Grimm 14, 1120

[41] staudiger Stamm heißt derjenige Stamm, dessen Basis verbleibt, die Äste aber alle Jahre ausgehen. Grimm 17, 1160

[42] Frevel

[43] heimfällig = heimfallend, zurückfallend. Grimm 10, 870

[44] Frevel

[45] Missetäter

[46] Pfeiler, Holzstumpf, ein senkrecht in die Erde gerammter Pfahl oder aus Pfählen hergestellter Gegenstand. Grimm 18, 1957

[47] Kummer, Klag, Fehl und Maß

[48] spule

[49] Zepfeln = rupfen, zupfen, abpflücken. Grimm 31, 644

[50] Malter

[51] Hohlmaß. Grimm 16, 635

[52] Schmähworte

[53] verbieten

[54] Faselvieh = Zuchtvieh. 1) Federvieh, 2) das unterhaltene und den Leuten verabrechte Zuchttier, Grimm 3, 1337. Das Faselkalb ist das Kalb, das nicht geschlachtet, sondern aufgezogen wird. Grimm 3, 1338

[55] Karren, Grimm 11, 207. Karcher = Botenfuhrleute, Grimm 11, 208-9

[56] more Tevirensis = nach Trierer (Zeit-)Rechnung ==> 16.02.1536

[57][57] = den Mist aufs Feld verteilen

[58] Freveln

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