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Geschichte(n) -> 1868 aus der Nahe-Blies-Zeitung

Nahe-Blies-Zeitung Nr. 16 vom 06.02.1868

 

=> Postvertrag zwischen dem Norddeutschen Bund und Belgien

 

=> Roman „Eine Weihnachtsgabe“

 

=> Baden, 2. Feb. Während die Gesetzgebung den Lehrern kein anderes Recht körperlicher Züchtigung einräumt, als die Schläge auf die Hände der Schüler mittelst einer Ruthe, kommt es nicht selten vor, daß andere weit stärkere Züchtigungen angewendet werden. Damit stumpft man das wichtigste Erziehungsmittel ab, nämlich das Ehrgefühl der Kinder, und setzt sich der Gefahr aus, mit dem Strafgesetz in Collision zu kommen, wie anderseits die Schulkinder leicht eine bedeutende Verletzung erleiden können, wenn die Lehrer, die heilsame Schranke des Gesetzes überschreitend, sich in der Aufregung zu Thätlichkeiten hinreißen lassen.

In allen diesen Bezihungen lehrreich ist die heutige Verhandlung vor der hiesigen Strafkammer. Hauptlehrer R. von D. hatte schon oft Dienststrafen wegen Mißhandlung von Schülern erhalten, ließ sich aber dadurch nicht abhalten, seine Schüler zu schlagen, was im betreffenden Falle zur Folge hatte, daß ein schmächtiges Mädchen von 12 Jahren einen Bruch des rechten Schlüsselbeins erlitt. Wofür der Schuldige zu einer Strafe von sechs Wochen Amtsgefängniß verurtheilt wurde.

 

=> Bekanntmachung. Nach Mittheilung des Herrn Ministers der auswärtigen Angelegenheiten werden die den Witwen und Waisen der in den Kriegsdiensten der Vereinigten Staaten von Nordamerika verstorbenen Soldaten gesetzlich zustehenden Pensionen nur dann vom Todestage des Soldaten ab ausgezahlt, wenn die betreffenden Ansprüche innerhalb dreier Jahre nach diesem Tag angemeldet worden sind. Andernfalls läuft die Pension erst von demjenigen Tage ab, an welchem die letzte, den Anspruch begründende Urkunde eingericht worden ist. Das Gleiche gilt von den Pensionen an Väter und Mütter gefallener Soldaten, welche überdies nur in   d e m   Falle gewährt werden, wenn der Verstorbene erweislich für den Lebensunterhalt seines Vaters und Mutter Sorge getragen hat.

Berlin, den 29. Dezember 1867.

Der Minister des Innern. Im Auftrage, gez. Sulzer.

 

=> Die Eröffnung meines Eisen=, Guß= und Farbwaaren-Geschäftes, Schloßstraße, im Hause des Herrn Apotheker Dr. Riegel, beehrte ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen und bitte um geneigten Zuspruch. Gleichzeitig erlaube ich alle Sorten Schuster- und Schreiner-Werkzeuge aufs Beste zu empfehlen. St. Wendel, im Februar 1868. Anton Riotte.

 

=> Magen-Bitter „Alter Schwede“ von Philipp Greve-Stirnbergh in Bonn, auf der Industrie-Ausstellung zu London 1862 und zu Dublin 1865 prämirt, ist zu haben in St. Wendel in Jochem’s Hotel, bei Michel Scheffler und in der Expedition des Blattes, in Tholey bei Gastwirth Schneider, Witwe Nohden und J.F. Schwan, in Ottweiler bei F. Schulz, in Außem bei Lebach bei Peter Staudt

 

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Nahe-Blies-Zeitung Nr. 34 vom 19.03.1868

 

=> Roman „Steffen Peters“

 

=> Saarbrücken, 16.03. Gestern fand man in einem Bache bei Jägersfreude die Leiche eines bis dahin noch unbekannten Mannes (vermutlich Raubmord)

 

=> Saarlouis. Vier Häuser verbrannt in Fraulautern.

 

=> Danksagung der Witwe Wendel Back, auch den auf der Eisenbahn-Reparatur-Werkstätte beschäftigten Arbeitern und Beamten.

 

=> Anzeige von P. Schäfer, wohnhaft bei Herrn Gastwirth Jose. Rektenwald im Schwanen in St. Wendel, Decorationsmaler und Anstreicher.

 

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eingesehen im Landesarchiv Saarbrücken, Notariat St. Wendel

in der Akte von Notar Keller, Nr. 9771 vom 21.01.1868

worin es um Güterversteigerungen des Eigentümers der Mahlmühle von Marpingen, Flur 12 Nr. 93, geht:

 

Vor dem unterschriebenen Johann Keller, Königlicher Notar in St. Wendel wohnhaft, erschienen: 1. Maria Simon, Witwe von Johann Haupert, Müller in Marpingen wohnhaft, handelnd in eigenem Namen und als Vormünderin ihrer mit ihrem verstorbenen Ehemann erzeugten und noch minderjährigen Kinder, nämlich:a, Nikolaus Haupert, b, Barbara Haupert, und c Elisabeth Haupert, alle fünf, ohne Gewerbe in Marpingen wohnhaft, so dann deren beeden großjährigen Kinder, nämlich: 2. Johann Haupert, Müller zu Marpingen, 3. Maria Haupert, ohne Gewerbe daselbst.

 

Güterversteigerungen

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